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Thriller aus dem Siebenhaar Verlag

Thriller von SiebenhaarThriller aus dem ...
... Siebenhaar Verlag

Hadubrands Erbe
von Horst Seidenfaden
Mitten in der Nacht werden Dr. Andreas Leber, Leiter der Murhardschen Bibliothek, und Fred Nordmann, der Chef der Handschriftenabteilung, von Unbekannten entführt, da die beiden Männer die einzigen Menschen sind, die den Code zum Safe kennen, in dem das Hildebrandslied aus dem 9. Jahrhundert aufbewahrt wird.


Haubrands ErbeDer geschätzte Wert dieser ältesten erhaltenen Handschrift in deutscher Sprache liegt bei weit über 25 Millionen Euro.

Doch die Entführer kennen nach dem Raub keine Gnade und so werden sowohl Leber als auch Nordmann, nachdem sie ihre Schuldigkeit getan haben, getötet und mit Eschenholzspeeren regelrecht aufgespießt. Die Leichen der beiden Männer findet die Kasseler Polizei in der Murhardschen Bibliothek.

Verschwunden sind neben dem wertvollen Hildebrandslied auch sieben weitere mittelalterliche Handschriften.

Doch die ermittelnde Kommissarin Anke Dankelmann wird mit weiteren Leichen konfrontiert, als man die ausgebluteten Körper der beiden Ehefrauen von Leber und Nordmann findet, die man gefesselt und ihnen danach die Pulsadern aufgeschnitten hat.

Kurze Zeit später wird Ralf Runge, einer der Entführer, ebenfalls mit einem Eschenholzspeer durchbohrt aufgefunden.

Runge ist neben Lutz Kretschmer, dem Friesen Popinga sowie dem Deutschlehrer Gerald Mannteufel einer der vier Täter, die Leber und Nordmann und deren Ehefrauen auf dem Gewissen haben.

Doch das Morden geht unvermindert weiter, als Mannteufel von einem unbekannten Killer getötet wird. Anscheinend ist noch eine weitere Partei hinter den mittelalterlichen Handschriften her, die ebenfalls über Leichen geht.

In dem Roman „Hadubrands Erbe“ geht es ordentlich zur Sache. Verschiedene Parteien sind hinter der wertvollen Handschrift her. Die einen aus Geldgier, die anderen aus persönlichen Gründen. Doch egal, welche Gründe sie haben, sie gehen zur Erreichung ihrer Mittel nicht gerade zimperlich mit ihren ‚Gegnern‘ um. Und so könnte man durchaus sagen, dass Leichen den Diebstahl der mittelalterlichen Handschrift sowie die Suche nach dem Hildebrandslied pflastern.

In diesem Sumpf aus Gier und Gewalt ermittelt die Kommissarin Anke Dankelmann und ihr Team, die verhindern wollen, dass weitere Morde geschehen und dass das Hildebrandslied für immer von der Bildfläche verschwindet.

Alles in allem ist „Hadubrands Erbe“ ein spannender Kriminalroman, der durchweg überzeugen kann. Wer sich etwas näher mit dem Hildebrandslied beschäftigen will, für den gibt es am Ende des Romans einige Informationen zu dieser Handschrift sowie den Text im Original sowie in Übersetzung.

Informationen zum Buch
Kriminalroman
Broschur, 222 Seiten
15 x 23 cm
ISBN: 978-3-936962-61-1
Euro 12,80 / SFr 20,80

Ein weiterer Anke Dankelmann-Roman ist ...

Tristan - Der name des BösenTristan - Der Name des Bösen
von Horst Seidenfaden
Über 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs geht der Kasseler Kriminalpolizei ein Kriegsverbrecher ins Netz, der unter dem Decknamen Tristan schon in jungen Jahren als Vollstrecker der Gestapo in Kassel tätig war.

Der alte Mann offenbart sich in den Vernehmungen, und zum ersten Mal plagen ihn in der Einsamkeit der Zelle seine Erinnerungen. Unterstützt wird er in seinem Gerichtsprozess von der nordhessischen Neonazi-Szene. Doch die wird plötzlich durch eine grausige Bluttat erschüttert.

Im Gegensatz zu „Hadubrands Erbe“ wird der Roman „TRISTAN - DER NAME DES BÖSEN“ vermutlich nicht jedermanns Geschmack treffen. Das liegt zum einen an der Thematik Nationalsozialismus, Gestapo und SA, zum anderen daran, dass die Kommissarin, die anscheinend nichts zu tun hat (was schon aufgrund der geringen Polizeidichte in Deutschland schon etwas realitätsfremd wirkt), sich in eine Seniorenresidenz begibt, um Opa Heinrichs Erzählungen aus der Vergangenheit zu lauschen. Dieser hat die Kommissarin kontaktiert, da er ihr eine brisante Geschichte aus der Vergangenheit enthüllen möchte.

Zudem stören in dem Roman die Beziehungsprobleme zwischen der Kommissarin und ihrem Lebensgefährten, die schon aufgrund der Thematik nichts im Roman zu suchen haben.

Alles in allem ist „TRISTAN - DER NAME DES BÖSEN“ leider kein allzu überzeugender Roman. Zwar beschäftigt sich Horst Seidenfaden durchaus mit einem interessanten Thema, aber es gelingt dem Autor leider nicht, dieses Thema auch in dem Roman spannend umzusetzen.

Informationen zum Buch
Thriller
Broschur, 240 Seiten
14 x 22 cm, Broschur
ISBN: 978-3-936962-97-0
Euro 14,80

Siebenhaar-Verlag.de

© by Ingo Löchel

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