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'Vergessene' Krimi- und Thrillerautoren: Len Deighton

›Vergessene‹ Krimi- und ThrillerautorenLen Deighton

Len Deighton wurde am 18. Februar 1929 als Leonard Cyril Deighton in London, England, geboren. Nachdem Deighton die "St Marylebone Grammar School" verlassen hatte, arbeitet er als Bahnangestellter, bis er von der Luftwaffe eingezogen wurde und seinen Militärdienst als Fotograf bei der Royal Air Force ableistete.

Zudem war er für die Special Investigation Branch tätig.

›Vergessene‹ Krimi- und ThrillerautorenNach seiner Entlassung aus der Royal Air Force, studierte Len Deighton 1949 an der "Saint Martin's School of Art" in London, und bekam 1952 ein Stipendium für ein Studium am "Royale College of Art", das Len Deighton 1955 abschloss.

Nach der Beendigung seines Studiums, arbeitete er in diversen Jobs, um sich über Wasser zu halten. Darunter von 1956 bis 1957 auch als Stewart der British Overseas Airways Corporation  und danach als Illustrator in New York.

Ab 1960 arbeitete Len Deighton bei der der Werbeagentur  Robert Sharp & Parners, bis ihm 1962 mit seinem Debüt-Roman "THE IPCRESS FILE" (Deutscher Titel: "IPCRESS - STRENG GEHEIM") der Durchbruch als Thrillerautor gelang, der 1965 mit dem Schauspieler Michael Caine in der Rolle des Harry Palmer verfilmt wurde.

1964 und 1966 folgten mit "FUNERAL IN BERLIN (Deutscher Titel "FINALE IN BERLIN") und "BILLION-DOLLAR-BRAIN" (Deutscher Titel: "DAS MILLIARDEN DOLLAR GEHIRN") die beiden Fortsetzungen seines Debüt-Romans, die 1966 und 1967 ebenfalls mit Michael Caine verfilmt wurden.

In den 1960er Jahren schrieb Deighton zudem eine wöchentliche Serie illustrierter  französischer Kochrezepte für den London Observer und brachte 1965 mit "ACTION COOK BOOK: LEN DEIGHTON'S GUIDE TO EATING" auch sein erstes Kochbuch heraus. Zudem schrieb er Reiseführer und wurde in den 1960er der Reiseredakteur des Playboy.

1969 verließ Len Deighton England und zog in ein Haus in Blackrock, County Louth, in Irland.

In den 1970er Jahren schrieb er mit "LUFTSCHLACHT ÜBER ENGLAND" (1977) und "BLITZKRIEG" (1978) nicht nur seine ersten beiden Sachbücher, sondern kehrte mit den beiden Romanen "EISKALT" (1974) und "SAHARA-DUELL" (1976) auch zu seinem Protagonisten Harry Palmer zurück.

›Vergessene‹ Krimi- und Thrillerautoren1978 folgte unter anderem der Thriller "SS-GB", ein Alternativwelt-Roman, der 1941 in England spielt, das von den Nazis erobert wurde. "SS-GB" wurde 2016 als Mehrteiler von für das Fernsehen von BBC-One verfilmt.

Anfang der 1980er Jahre kehrte Len Deighton mit den Bernard-Samsons-Romanen "BRAHMS VIER" (Originaltitel: "Berlin Game", 1983),  "MEXIKO POKER" (Originaltitel: "Mexico Set", 1984) und "LONDON MATCH" (Originaltitel: "London Match", 1985) zum Genre der Spionagethriller.

Zwei weitere Trilogien mit Bernard Samson folgten Mitte der 1980er Jahre und Mitte der 1990er Jahre.

Len Deightons bisher letzter Roman war der Samson-Thriller "CHARITY" aus dem Jahr 1996.

© by Ingo Löchel

Bibliographie
Harry Palmer
1962: The Ipcress File (Ipcress - Streng Geheim)
1964: Funerall in Berlin (Finale in Berlin)
1966: Billion-Dollar-Brain (Das Milliarden Dollar Gehirn)
1967: An Expensive Place to Die (Tod auf teurem Pflaster)
1974: Spy Story (Eiskalt)
1976: Twinkle, Twinkle, Litte Spy (Sahara-Duell)

Bernard Samsons
1983: Berlin Game (Brahms Vier)
1984: Mexico Set (Mexiko Poker
1985: London Match (London Match)
1988: Spy Hook (Geködert)
1989: Spy Line (Gedrillt)
1990: Spy Linker (Gelinkt)
1994: Faith
1995: Hope
1996: Charity

Sonstige Romane
1963: Horse Under Water (Fische reden nicht)
1968: Only When I Larf (Komm schon, Baby, lach dich tot)
1970: Bomber (Bomber)
1972: Close-Up (Nahaufnahme)
1975: Yesterday's Spy (Nagelprobe)
1977: SS-GB (SS-GB)
1981: XPD (Das Hitler-Protokoll)
1982: Goodbye Mickey Mouse (Goodbye für einen Helden)
1987: Winter - A Berlin Family (In Treu und Glauben)
1991: MAMista (Mamista - Der Kampf der Regenwald-Guerilla)
1992: City of Gold (Kairo)
1993: Violent Ward

Anthologie
1971: Declarations of War

Sachbuch
1977: Fighter: The True Story of the Battle of Britain (Luftschlacht über England)
1978: Airshipwreck (mit Arnold Schwartzman)
1979: Blitzkrieg: From the Rise of Hitler to the Fall of Dunkirk (Blitzkrieg: Von Hitlers Triumphen bis zum Fall von Dünkirchen)
1986: Time to Kill (Einsatz: Männer im Krieg)
2003: Destroyer

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Kommentare  

#1 matthias 2020-03-30 16:42
Das Buch von Jack Higgins gehört aber woanders hin ...
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#2 Max 2020-03-31 21:29
Zitat:
Anthologie
1971: Declarations of War
erschien 1986 als "Einsatz. Männer im Krieg" bei Heyne - AR #6633 / ISBN 3-453-02230-0 bzw. 978-3-453-02230-0.

Ein wenig Bauchschmerzen habe ich bei der Verwendung des Wortes "Anthologie" in einer Bibliographie englischsprachiger Werke. Im Original ist dies nämlich keine "Anthology" (Sammlung von Texten verschiedener Autoren, herausgegeben vom bibliographierten Autor), sondern eine "Collection" (Sammlung von Texten nur des bibliographierten Autors).

Natürlich wird in der deutschen Sprache die "Anthologie" unterschiedslos für beides verwendet … geht also hier auch. Trotzdem - Bauchschmerzen eben … ;-)
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#3 Max 2020-03-31 21:39
Zitat:
... kehrte ... zu seinem Protagonisten Harry Palmer zurück ...
Wenn man ganz spitzfindig sein und klugsch...en will, kann man sagen, dass das nicht stimmt und dass Len Deighton nie einen Roman mit Harry Palmer geschrieben hat 8) ....

... ganz einfach deshalb, weil er in keinem seinem Bücher seinem Agenten einen Namen gegeben hat. Natürlich war es immer derselbe Protagonist ... aber erst die Verfilmungen haben ihn zu "Harry Palmer" gemacht. ;-)
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