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Andreas Franz und seine Werke: Das Syndikat der Spinne

Andreas Franz - Daniel HolbeDas Syndikat der Spinne
von Andreas Franz

An einem heißen Juniwochenende werden in einer Frankfurter Wohnung die unbekleideten Leichen von Andreas Wiesner und der Edelprostituierten Irina gefunden. Offenbar hatte Wiesner erst seine Geliebte und dann sich selbst durch Kopfschuss umgebracht. Doch Kommissarin Julia Durant zweifelt an dieser Version des Tathergangs. Sie nimmt die Ermittlungen auf und gerät bald in den Dschungel des organisierten Verbrechens.

Das Syndikat der SpinneVon ihrem neuen Freund, dem Reporter Dominik Kuhn, erfährt Hauptkommissarin Julia Durant, dass der Juwelier Andreas Wiesner erst seine Freundin Irina Puschkin und danach sich selbst erschossen haben soll.

Während sich Kuhn ins Bett liegt, ist Durants Neugierde geweckt. Sie ruft ihre Kollegin Christine an und fährt danach ins Präsidium, um sich die Tatortfotos anzuschauen. Danach ruft sie den Gerichtsmediziner Brock an und bittet ihn, sich die Leichen anzuschauen.
Da Sonntag ist, ist Brock darüber ganz und gar nicht erfreut, lässt sich aber schließlich von Durant überreden, in die Gerichtsmedizin zu kommen.

Bei der Besichtigung der Leichen kommen der Hauptkommissarin Julia Durant erste Zweifel, dass Wiener erst Irina und dann sich selbst erschossen haben soll.

Wie Durant nach der ersten Autopsie von Brock erfährt, hatte Puschkin 2,3 Promille und Wiesner 1,9 Promille im Blut.
Die Untersuchung der Leber, der Nieren und Bauchspeicheldrüsen ergeben jedoch, dass Wiesner kein Alkoholiker war. Hinzu kommt, dass Wiesner und Puschkin keinen Geschlechtsverkehr hatten.

Nach dem Telefongespräch mit Brock, besucht Julia Durant Ramona Wiesner, die Ehefrau des Toten. Die Befragung bringt interessantes zutage. Zum einen war Wiesner überzeugter Abstinenzler, dem schon der Geruch von Alkohol anekelte.  Zum anderen war Wiesner Linkshänder, so dass er sich aufgrund des Einschusswinkels nicht Selbstmord begangen haben kann.

Am Montagmorgen berichtet Durant ihrem Vorgesetzen Hauptkommissar Berger sowie ihren Kollegen was sie herausgefunden hat. Die Polizeibeamten sind sich danach alle sicher, dass Wiesner und Puschkin von einer dritten Person ermordet wurden.

Während Kullmer und Güttier zu Wiesners Geschäft fahren, begeben sich Durant und Hellmer erst zum Tatort in die Kennedyallee und danach zu Frau Wiesner. Von ihr erfahren sie, von einem Millionengeschäft mit Rolex-Uhren auf das Wiesner mit Osteuropäern oder Russen eingegangen ist.

Danach befragen Durant und Hellmer die Juwelierin Helena Marie, die jahrelang mit Wiesner zusammengearbeitet hat, und nun ein eigenes Geschäft führt. Die gibt vor, von dem Uhrengeschäft keine Ahnung gehabt zu haben.

Die zweite Obduktion von Brock ergibt eindeutig, dass Wiesner und Puschkin ermordet wurden. Zudem wurden an Wiesners rechter Hand und an seinem Arm  eindeutige Druckstellen festgestellt, was darauf hindeutet, dass Wiesner sich gewehrt haben muss, bevor man ihm mit Gewalt Alkohol eingeflößt und er danach erschossen wurde.

Bei der Untersuchung der Unterlagen des Juweliergeschäftes, finden Hellmer und Durant keinerlei Belege oder Rechnungen, die den Millionen-Uhren-Deal  in irgendeiner Weise belegen.

Als Durant ihrem Freund Dominik Kuhn von dem Uhrendeal erzählt, wird dieser hellhörig und kontaktiert seinen Freund, den Reporter Peter Schulze, der derzeit über die Organisierte Kriminalität recherchiert.
Peter Schulze ist sich nach einem Gespräch mit Durant und Kuhn sicher, dass hinter dem Uhrendeal die russische Mafia steckt. 

Bei ihren weiteren Ermittlungen stoßen Julia Durant und ihre Kollegen in ein Wespennest aus Mord, Korruption und Mafia-Strukturen, indem u. a. nicht nur Ramonas Bruder Thomas Wiesner und Helena Marie involviert sind, sondern auch Kollegen in den eigenen Reihen und bei der Staatsanwaltschaft.

Als der Reporter Peter Schulze und einige andere ermordet werden, überstürzen sich die Ereignisse...

Nach "DAS ACHTE OPFER" ist der Kriminalroman "DAS SYNDIKAT DER SPINNE" aus der Feder von Andreas Franz der zweite Julia Durant-Roman, indem sich der Krimi-Autor explizit mit dem Organisierten Verbrechen und der Mafia beschäftigt.

Man merkt dem Buch an, dass Andreas Franz durch seine Recherchearbeit und durch seine Kontakte zu Beamten bei der Kriminalpolizei sehr viel realitätsbezogenes Fachwissen in den Roman verarbeitet hat, was dem Kriminalroman sehr zugute kommt, dem Leser aber nicht mit erhobenem Zeigefinger aufgedrängt wird.

Stattdessen wurde dieses realitätsbezogene Fachwissen, das sich Andreas Franz während seiner Arbeit als Krimi-Autor angeeignet hat, sehr gut in die Handlung integriert,  und wird dem Leser durch die Ereignisse und durch die  Ermittlungen der Protagonisten vermittelt.

So bekommt der Krimi-Fan neben einer  spannenden und abwechslungsreichen Krimihandlung sowie  einer realitätsbezogenen Geschichte, auch wissenswertes über das Organisierte Verbrechen und die Mafiastrukturen in Deutschland präsentiert. 

Das Syndikat der SpinneDas Syndikat der Spinne
von Andreas Franz
Ebook
ISBN 978-3-426-44510-5
Knaur
6,99 Euro

Knaur

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© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 matthias 2017-08-16 11:58
Ich lese ANDREAS FRANZ gerne. Schade, dass er so zeitig gehen musste.
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