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Andreas Franz und seine Werke: Daniel Holbe

Andreas Franz und seine WerkeAufgrund von Bitten einiger Leser vom Zauberspiegel habe ich die Artikel zu Daniel Holbe sowie zu seinem neuen Roman „Die Hyäne“ (erscheint am 11. Oktober) entsprechend vorgezogen.

 Daniel Holbe

Daniel Holbe wurde am 7. April 1976 in Friedberg geboren.

Nach seiner Ausbildung zum Kälteanlagenbauer, arbeitete er einige Zeit als Kälte- und Klimafachmann und jobbte in einer Videothek.


1Danach studierte Holbe Sozialpädagogik und Sozialarbeit an der Fachhochschule Frankfurt und arbeitete einige Jahre als Sozialarbeiter, „immer am Puls der Menschen, immer dort, wo Abgründe und Schicksale aufeinandertreffen“, wie Holbe selbst zu seinem Job sagt.

„Aber ich habe auch vor dieser Berufswahl schon immer ein Auge für die Menschen gehabt, auch, aber natürlich nicht nur, mit Fokus auf ihre Absonderlichkeiten. Praktisch für jede Persönlichkeit (nicht Person!) in meinen Büchern gibt es eine real existierende Vorlage.“ (1)

Schon als Kind war er eine Leseratte, was Holbe aber nicht dazu animierte selbst mal einen Roman zu schreiben. Dafür verfasste er während seiner Schulzeit einige Kurzgeschichten.

Erst als die sogenannten Kirchenthriller von Dan Brown in Mode kamen, setzte sich Daniel Holbe 2006 hin und schrieb mit PETRUSMÜNZE seinen ersten Roman, mit Holbe 2009 sein Autoren-Debüt im Verlag Rütten & Loening gab.

"Viele Geschichten sind mir zu diesem Thema eingefallen. Dann habe ich mich einfach hingesetzt und angefangen zu schreiben." (2)

1Zwei Jahre nach der Veröffentlichung von DIE PETRUSMÜNZE, entschloss sich Holbe - auch angeregt durch die Bücher des Krimi-Autors Andreas Franz - selbst mal einen Kriminalroman zu schreiben.

Das Romanmanuskript zu seinem Regionalkrimi schickte er u. a. auch an den Droemer Knaur Verlag. Kurze Zeit erhielt er die Anfrage, ob er sich vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt zu übernehmen.

Als Holbe erfuhr, worum es sich dabei handelte, staunte er nicht schlecht. Er ergriff aber die Chance und übernahm im Herbst 2011 den literarischen Nachlass von Andreas Franz und vollendete dessen letzten Roman TODESMELODIE, welcher 2012 posthum erschien.

„Ich hatte ein eigenes Manuskript beim Verlag eingereicht, nämlich einen regionalen Krimi. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich natürlich nie damit gerechnet, dass ich daraufhin ein solches Projekt angeboten bekomme, aber vielleicht war ich wirklich einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Jedenfalls saß ich ein paar Wochen später Haare raufend inmitten eines Berges von Recherche und Material und schrieb einen anderen regionalen Krimi fort...“ (3)

Zudem übernahm Daniel Holbe danach die Fortführung der Krimireihe um die Hauptkommissarin Julia Durant.

12013 erschien mit TÖDLICHER ABSTURZ Holbes erster eigener Julia Durant-Roman, gefolgt von TEUFELSBANDE (2013), indem auch der Offenbacher Kommissar Peter Brandt mitspielt.

„Julia Durant trifft auf Peter Brandt - Frankfurt meets Offenbach. Dies gab mir nicht nur die Gelegenheit, einen weiteren wunderbaren Charakter aus dem Fundus Andreas Franz' aufleben zu lassen, sondern auch, mich eines sehr aktuellen Themas anzunehmen, das ich in „Todesmelodie“ nur kurz einbringen konnte.
Es geht um kriminelle Rocker - natürlich geht es unterm Strich noch um viel mehr, aber das verrate ich jetzt nicht en Detail.
Ich habe das Thema als Durant-Krimi in Brandt-Manier aufgearbeitet, das heißt, die Atmosphäre ist nicht ganz so düster wie bei Durant und die Interaktion mit ihrem kauzigen Kollegen von der anderen Mainseite nimmt einen größeren Anteil ein.“ (4)

Ein Jahr später erschien mit HYÄNE Daniel Holbes vierter Durant-Roman. Zudem veröffentlichte der Droemer Knaur Verlag mit GIFTSPUR ein weiterern Kriminalroman aus der Feder von Holbe, in dem die Kommissarin SABINE KAUFMANN als Protagonistin agiert.

„Sabine Kaufmann startet etwa dort, wo Julia Durant im ersten Band der Reihe stand. Doch sie ist nicht fern ihrer Heimat und der verbliebenen Familie, im Gegenteil, manchmal hat sie davon mehr, als ihr lieb ist.
Sabine ist ehrgeizig und achtet auf sich, auf ihre Psychohygiene, aber ist auch zerbrechlicher und nimmt sich Dinge mehr zu Herzen. So etwa den Wechsel in die Kleinstadt (Bad Vilbel möge mir diese Begriffswahl verzeihen!), in der sie nunmehr „die Neue“ ist, die Großstadt-Tussi, und sich ihren Stand erst erkämpfen muß. Sabine wird es mit weitaus weniger düsteren Fällen zu tun bekommen, das Thema sexuelle Gewalt, die bedrückenden Szenarien, die der Reihe um ihre Kollegin Julia Durant zugehören, werde ich in Frankfurt belassen.
Das ist genau der Kontrast, den ich bereits erwähnte. Damit herrscht um Sabine Kaufmann herum eine andere Grundstimmung, die natürlich auch auf sie abfärbt. Und dann gibt es da ja noch ihren sonderbaren Kollegen, Ralph Angersbach.“ (5)

Bibliographie

2009: Die Petrusmünze

Julia-Durant
2012: Todesmelodie (zusammen mit Andreas Franz)
2013: Tödlicher Absturz
2013: Teufelsbande
2014: Die Hyäne

Sabine Kaufmann
2014: Giftspur

Kurzgeschichten
2013: Wer braucht schon Josef? (in der Antholgie „Den nächsten, der "Frohe Weihnachten" zu mir sagt, bringe ich um“
2013: Sabine geht

(1) Daniel Holbe
(2) Daniel Holbe
(3) Daniel Holbe
(4) Daniel Holbe
(5) Daniel Holbe

Zur Einleitung - Zur Übersicht

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Torshavn 2014-10-09 06:23
Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel.
Holbes erstes Buch (Petrusmünze) ist komplett an mir vorbei gegangen. Ich habe ihn erst als Franz-Erben kennengelernt.
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