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50 Jahre James Bond: DIE BOND-ROMANE - MOONRAKER

Die Romane
Moonraker

Auf Ms Bitte hin tritt Bond gegen Sir Hugo Drax am Kartentisch an. Er soll dem Millionär und Kopf des Moonraker-Projektes eine Lektion erteilen, die er nicht so schnell vergessen wird, und einen Skandal verhindern, der das neueste Abwehrsystem Großbritanniens betrifft.

Aber hinter dem mysteriösen Drax steckt mehr als ein einfacher Kartenschwindler.


1Und als sich Bond erst einmal genauer mit den Geschehnissen in der Moonraker-Basis befasst, entdeckt er, dass sowohl das Projekt an sich wie auch dessen Leiter etwas anderes sind, als sie zu sein vorgeben …

Geheimagent James Bond hat sich nach seinem Sonderurlaub von seinen Verletzungen, die er sich im Kampf gegen Mr. Big in  LEBEN UND STERBEN LASSEN zugezogen hat, mehr oder minder erholt. Doch anstatt eines neues ‚Auslandeinsatzes‘ sitzt 007 die meiste Zeit in seinem Büro, sichtet Akten und schreibt Berichte. Eine interessante Abwicklung taucht in Gestalt seines Vorgesetzten M auf. Der bittet James Bond ihn zum Gentlemen’s Club zu begleiten.

Dort soll einer von Ms Spielpartner beim Kartenspielen betrügen. 007 erhält nach Begutachtung der Lage den Auftrag, den Falschspieler und Millionär Sir Hugo Drax eine Lektion beim Kartenspielen zu erteilen. Was 007 auch gelingt. Doch sowohl M als auch Bond spüren instinktiv, dass mit Drax irgendetwas nicht stimmt. So überprüft Bond den Millionär, auch gerade weil Drax der Leiter des Projektes MOONRAKER ist, in der eine Testversion einer Langstreckenrakete gebaut wird. 

Bei seinen Recherchen lernt 007 Gala Brand, die Privatsekrektärin von Sir Hugo Drax, kennen, die sich als eingeschleuste Agentin des Special Branch entpuppt. Beide beschließen zusammenzuarbeiten und entdecken nach dem Tod eines Mitarbeiters, dass das MOONRAKER-Projekt sabotiert werden soll. Und Bond sowie Gala Brand haben nur wenig Zeit, dies zu verhindern.

Der Ian Fleming Roman MOONRAKER wurde am 5. April 1955 im Verlag des Verlegers Jonathan Cape veröffentlicht. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern schwächelt der James Bond-Roman MOONRAKER etwas vor sich hin. Denn zum einen verwendet IAN FLEMING mit SIR HUGO DRAX einen sehr klischeehaften Bösewicht, zum anderen hatte Fleming die Kartenspielerei eigentlich bereits in CASINO ROYALE mehr als  ausgereizt.

Zudem entpuppt sich Drax im Verlauf der Handlung als ehemaliger Nazi-Offizier Graf Hugo von der Drache. Und so kommen in Bezug au den Bond-Bösewicht  auch Flemings mitunter seltsame Ansichten in Bezug auf die  Deutschen zum Vorschein.

Zwar spielt MOONRAKER vorwiegend in der High Society Großbritanniens, das tröstet aber nicht darüber hinweg, dass der Roman doch zu viele Ähnlichkeiten mit Flemings Erstlingswerk CASINO ROYALE aufweist, gespickt mit Episoden aus der Nazivergangenheit und Nazi-Bösewichten, in der wohl Fleming seine Zeit beim Geheimdienst währen des Zweiten Weltkrieges zu verarbeiten versucht.  

Eine ‚Warnung‘ an die Leser, die MOONRAKER mit der gleichnamigen Bond-Verfilmung aus dem Jahre 1979 vergleichen wollen. Der Roman hat mit dem Film mit ROGER MOORE so gut wie gar nichts zu tun, was dann doch für den Roman von Ian Fleming spricht. Denn im Gegensatz zu der SF-Parodie mit Moore, hat der Roman MOORAKER immerhin eine handfeste Handlung, die durch den flüssigen Schreibstil Ian Flemings, der sich glücklicherweise wie immer auf das wesentliche beschränkt, im Großen und Ganzen zu unterhalten weiß.
1
MOONRAKER

von Ian Fleming
Aus dem Englischen von Stephanie Pannen und Anika Klüver
Titelbild von Michael Gilette
Taschenbuch, 340 Seiten
ISBN  978-3-86425-074-3
12,80 Euro

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© by Ingo Löchel

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