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DER FILM NOIR - Die Schauspielerinnen: Veronica Lake

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(1922 –- 1973)

Veronica Lake wurde als Constance Frances Marie Ockelman als Tochter von Harry E. Ockelman und Constance Charlotta Trimble am 14. November 1922 in Brooklyn, New York Als sie 9 Jahre alt war, starb ihr Vater bei einem Arbeitsunfall. Ihre Mutter heiratete danach Anthony Keane, einen Freund der Familie. Lake besuchte eine katholische Mädchenschule in Montreal, Kanada. Nachdem die Familie nach Miami, Florida, gezogen war, besuchte sie die High School in Miami.

Veronica Lake1938 zog die Familie nach Beverly Hills, Kalifornien, wo Lake die „BLISS HAYDEN SCHOOL OF ACTING“ in Hollywood besuchte.

Ein Jahr später gab sie in "SORORITY HOUSE“ ihr Film-Debüt. Es folgten u. a.  „THE WRONG ROOM“ (1939), “ALL WOMEN HAVE SECRETS” (1939) oder “YOUNG AS YOU FEEL” (1940.)

Nach den Dreharbeiten zu ihrem ersten Film wurde sie dem Paramount – Produzenten Arthur Hornblow Jr. vorgestellt, der ihr den Künstlernamen Veronika Lake gab.

Am 25. September 1940 heiratete sie John S. Detlie, mit dem sie zwei Kinder zusammen hatte. Die Ehe wurde am 2. Dezember 1943 wieder geschieden.

1941 unterschrieb Lake einen Vertrag bei Paramount Pictures.

FotoIm selben Jahr  gelang ihr mit “I WANTED WINGS” ein erster großer Erfolg. Es folgten die Filme „HOLD BACK THE DAWN“ (Erwachen in der Dämmerung, 1941) und „SULLIVAN’S TRAVELS“ (Sullivans Reisen, 1941).

Veronika Lake avancierte zum Kultstar der 1940er Jahre. Ihre Frisur war eine Sensation und wurde millionenfach kopiert. Das lange blonde Haar hing ihr über ein Auge und die Frisur wurde unter der Bezeichnung peek-a-boo bang berühmt. Das Studio übertrug den Namen gleich auf Lake mit und sie wurde danach als peek-a-boo Girl bezeichnet.

Im Studio entwickelte man ein spezielles Öl, das dem Haar auf der Leinwand einen besonderen Glanz verlieh und Lake war es zudem vertraglich verboten, zu rauchen und sonstige Dinge zu tun, die der Haarpracht schaden könnten.

"Ich dürfte einen der saubersten Nachrufe als Schauspielerin haben. Ich habe nie solchen Quark gemacht wie Ann Sheridan oder Betty Grable. Ich hatte schließlich meine Haare." (1)

Plakat1942 gelang ihr mit „THIS GUN FOR HIRE“ (Die Narbenhand) an der Seite von Alan Ladd der Durchbruch als Schauspielerin und das neue Hollywood Traumpaar Ladd/Lake war geboren.

Profi-Killer Raven wird nach Erledigung eines Jobs von seinem Auftraggeber an die Polizei verraten. Doch , Raven kann dem Zugriff der Cops entkommen und beginnt nun einen gnadenlosen Feldzug gegen seinen Auftraggeber. Die schöne Sängerin Ellen (Veronica Lake) wird auf ihn angesetzt. Raven nimmt sie als Geisel und verliebt sich fatalerweise in die Schöne...

nach dem Erfolg von „DIE NARBENHAND“ folgten mit „GLASS KEY“ (Der gläserne Schlüssel) ein weiterer Film mit Alan Ladd.

Plakat1942 mimte sie  in  „I MARRIED A WITCH“ (Meine Frau, die Hexe) einer ihr wohl besten Filmrollen, die der schöne Hexe Jennifer.

Kurz bevor Daniel und seine Tochter Jennifer (Veronica Lake) 1690 wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen enden, verfluchen sie ihre Peiniger:  Keiner der Wooleys (alle von Fredric March gespielt) soll je glücklich werden.

Jahrhunderte später: Der ambitionierte Politiker Wallace Wooley steht kurz vor der Hochzeit mit Estelle.
Da befreit ein Blitz die junge Hexe Jennifer, die nun Rache an den Nachkommen ihrer einstigen Peiniger nehmen will.
Doch statt Unheil anzurichten, verliebt sie sich in Wallace Wooley, was magische Turbulenzen zur Folge hat...

Foto
„Die Femme fatale Veronica Lake entwickelt unter der Regie des französischen Meisterregisseurs René Clair einen herrlich schrulligen Humor.“ (2)

Nach „MEINE FRAU, DIE HEXE“  folgten die Filme  „SO PROUDLY WE HAIL!” (Mutige Frauen, 1943) sowie in „THE HOUR BEBORE THE DAWN“ als eiskalte Nazi-Agentin Dora Bruckmann unter der Regie von Frank Tuttle.

FotoAm 13. Dezember 1944 heiratete Lake den Regisseur Andre De Toth, mit dem sie zwei Kinder zusammen hatte.

Bis in die 1940er Jahre hinein verdiente Lake als Schauspielerin der Paramount Pictures 4.500 Dollar die Woche (heute etwa über 53.000 Dollar)

Am 25. Oktober 1945 wurde ihr drittes Kind, ihr Sohn André Michael de Toth III,  geboren.

1946 stand sie in dem Film Noir – Klassiker “THE BLUE DAHLIA“ (Die blaue Dahlie) ein weiteres mal mit  an der Seite von Alan Ladd vor der Kamera,


PlakatDer Kriegsheimkehrer Johnny Morrison (Alan Ladd) wird von seiner alkoholabhängigen Ehefrau Helen (Doris Dowling) mit dem Nachtclubbesitzer Eddie Harwood (Howard da Silva) betrogen. Als Helen ermordet aufgefunden wird, verdächtigt man Johnny, der vor der Polizei flieht. Dabei lernt er Joyce Harwood (Veronica Lake) kennen, die ihren untreuen Mann verlassen hat. Die beiden verlieben sich ineinander.
Zusammen mit seinen Kriegskameraden Buzz (William Bendix) und George (Hugh Beaumont) versucht Johnny - leider vergeblich - den wahren Mörder zu finden. Dies gelingt schließlich dem Polizisten Captain Hendrickson (Tom Powers): es ist der Hoteldetektiv Dad Newell, der auf der Flucht vor der Polizei erschossen wird. Eddie wird versehentlich von einem seiner eigenen Männer getötet.


Danach folgten von „RAMROD“ (Die Farm der Gehetzten, 1947) und „SAIGON“ (Schmuggler von Saigon, 1948), ihr letzter Film mit Alan Ladd.

Am 16. Oktober 1948 wurde ihr viertes Kind, Diana de Toth, geboren.

1950 gab sie in “SHADOW ON THE HEART”, einer Folge der Serie “LUX VIDEO THEATRE”, ihr TV – Debüt.

Es folgten Gastauftritte in TV - Serien wie „YOUR SHOW OF SHOWS“ (1950), „LIGHTS OUT“ (1950), „SOMERSET MAUGHAM TV THEATRE“ (1951) oder „BROADWAY TELEVISON THEATRE“ (1954).

1951 drehte Veronica Lake mit “STRONGHOLD” ihren vorerst letzten Film.

Nach dem totalen finanziellen Zusammenbruch ihrer gemeinsamen Firma trennte sich Lake am 2. Juni 1952  von De Toth und verschwand von der Bildfläche.

Schlagzeilen machte sie in 1950er Jahren dadurch, dass man sie wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit zu Gefängnishaft verurteilte. Am 28. August 1955 heiratete sie Joseph A. McCarthy von dem sie sich aber 1959 wieder scheiden ließ.

1963 trat Lake u. a.  in dem  Off-Broadway - Stück "BEST FOOD FORWARD“auf. Nach “FOOTSTEPS IN THE SNOW” (Menschenjäger (1966), war sie 1970 mit “FLESH FEAST/TIME IS TERROR” als Dr. Elaine Frederick in ihren letzen Filmrolle zu sehen. 

"Ich habe einen Punkt in meinem Leben erreicht, an dem die kleinen Dinge zählen. Es interessiert mich nicht mehr, was andere von mir erwarten." (3)

Im Juni 1972 heiratete sie mit Robert Carleton-Munro ihren vierten und letzten Ehemann. Veronica Lake verstarb am 7. Juli 1973 in Burlington, Vermont.

Foto

 

 

"Ich war kein Sex-Symbol. Ich war ein Sex-Zombie." (4)

 

 

(1) Veronica Lake
(2) Cinema
(3) Veronica Lake
(4) Veronika Lake

 

 

FILMOGRAPHIE
01. Sorority House (1939)
02. The Wrong Room (1939)
03. Dancing Co-Ed / Nicht schwindeln, Liebling (1939)
04. All Women Have Secrets (1939)
05. Young as You Feel (1940)
06. Forty Little Mothers (1940)
07. I Wanted Wings (1941)
08. Hold Back the Dawn / Erwachen in der Dämmerung (1941)
09. Sullivan's Travels / Sullivans Reisen (1941)
10. This Gun for Hire / Die Narbenhand (1942)
11. The Glass Key / Der gläserne Schlüssel (1942)
12. I Married a Witch / Meine Frau, die Hexe (1942)
13. So Proudly We Hail! / Mutige Frauen (1943)
14. The Hour Before the Dawn (1944)
15. Bring on the Girls (1945)
16. Out of This World (1945)
17. Hold That Blonde / Der Dieb und die Blonde (1945)
18. Miss Susie Slagle's (1946)
19. The Blue Dahlia / Die blaue Dahlie (1946)
20. Ramrod / Die Farm der Gehetzten (1947)
21. Saigon / Schmuggler von Saigon (1948)
22. The Sainted Sisters (1948)
23. Isn't It Romantic? (1948)
24. Slattery's Hurricane / Sturm über Florida (1949)
25. Stronghold (1951)
26. Footsteps in the Snow/ Menschenjäger (1966)
27. Flesh Feast / Time Is Terror (1970)

FERNSEHEN
1. Your Show of Shows" (1 Folge, 1950)
2. Lights Out" (1 Folge, 1950)
3. Lux Video Theatre (3 Folgen, 1950 / 1951/ 1953)
4. Somerset Maugham TV Theatre (1 Folge, 1951)
5. Celanese Theatre" (1 Folge, 1952)
6. Tales of Tomorrow (1 Folge, 1952)
7. Goodyear Television Playhouse (1 Folge, 1952)
8. Danger (1 Folge, 1953)
9. Broadway Television Theatre (1 Folge, 1954)

 © by Ingo Löchel

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