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Heyne-Thriller: Der falsche Mann und Schwarzes Blut

Der falsche MannMann und Blut

Der falsche Mann
von David Ellis
Er lebt in seiner eigenen Welt, abgeschottet, scheinbar ohne Empfindung. Doch dann wird der Kriegsveteran Tommy des Mordes an einer Studentin verdächtigt. Er beteuert seine Unschuld, aber alles spricht gegen ihn. Der Anwalt Jason Kolarich übernimmt die Verteidigung: ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen.

Als ein prominentes Mafiamitglied umgebracht wird, erhält der Fall eine dramatische Wendung:


Kolarich kommt einer mysteriösen Bruderschaft auf die Spur, die einen Anschlag plant. Er braucht Beweise – doch seine Gegner sind übermächtig ...
DAVID ELLIS präsentiert mit DER FALSCHE MANN einen interessanten Justiz-Thriller, in dem der Leser auch sehr viel informatives über US-amerikanischen Rechtssystem erfährt, was kein Wunder ist, arbeitet der Autor doch als Anwalt in Chicago.

Doch mitunter sind die Beschreibungen der juristischen Abläufe etc. ein bisschen zu viel des Guten, besonders für diejenigen, die an der Juristerei, dem amerikanischen Rechtsystem etc. nicht interessiert sind, sondern einfach nur einen gut geschrieben Thriller lesen möchten.

Was ebenfalls ein bisschen nervig ist, sind die Rückblenden im Roman, die den Lesefluss leider stören und die Romanhandlung in keiner Weise voranbringen. Und auch das Ende Romans wirkt etwas unglaubwürdig, so dass der gute Eindruck der ersten knapp 350 Seiten etwas gestört wird. Hier wäre etwas mehr drin gewesen.

Der falsche Mann
(The Wrong Man)
von David Ellis
Taschenbuch, 496 Seiten
ISBN: 978-3-453-43736-4
9,99 Euro

Der falsche MannSchwarzes Blut
von Max Wilde (Roger Smith)
Sie hat gerade die Ruinen des alten Roadhouse erreicht, als sie das dunkle Grummeln eines Motors hinter sich hört. Scheinwerfer beleuchten den Sand zu ihren Füßen. Sie geht schneller, während der Fahrer gerade so viel Gas gibt, um mit ihr mitzuhalten. Sie spielen mit ihr. Sie lassen sie rennen, halten sich immer dicht hinter ihr. Der Wagen beschleunigt erst, als sie die Straße verlässt, um hinaus in die Wüste zu fliehen. Da weiß sie, dass es kein Entkommen gibt. Das Unvermeidbare wird geschehen. Ihre Verfolger werden sterben.

In SCHWARZES BLUT aus der Reihe HEYNE HARDCORE wirft der Autor ROGER SMITH den Leser gleich mitten hinein in das gewöhnungsbedürftige und hohle Geschehen. Zudem bietet die Geschichte so gut wie keine Spannung, geschweige denn eine nachvollziehbare und interessante Handlung.

Stattdessen sorgt der Autor wie es Hollywood in diversen Splatterfilmen getan hat und tut, für viel drastischen Gewaltdarstellungen, Gemetzel, Leichen und Blut, das literweise fließt.

Aber in SCHWARZES BLUT pflastern die Leichen nicht nur die Straßen und Gebäude, sondern die Leichenteile 'schmücken' hier sogar die Bäume. Ekeliger geht es bisweilen wirklich nicht mehr. Da kann man wirklich nur noch über so einen auf Papier gedruckten Schwachsinn den Kopf schütteln.

Nach so viel unglaubwürdiger Gewalt präsentiert uns der Autor dann auch noch ein offenes Ende, denn die Handlung bricht mitten im Geschehen ab, so dass auch noch mit einer Fortsetzung dieses hohlen Gemetzels zu rechnen ist.

Fazit: Der Roman SCHWARZES BLUT ist so nichtssagend, hohl und langweilig wie viele der momentanen Filme und der so genannten Blockbuster aus Hollywood.

Schwarzes Blut
(Vile Blood)
von Max Wilde (Roger Smith)
Aus dem Englischen von Kristof Kurz
Taschenbuch, 320 Seiten
ISBN: 978-3-453-67643-5
8,99 Euro

Heyne Verlag

 © by Ingo Löchel

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