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MYTHOR - Die zweite deutsche Fantasy-Serie: Der Gorgan-Zyklus, Teil 16

Mythor - Die zweite deutsche FantasysserieDER GORGAN–ZYKLUS
Teil 16

BAND 31, DIE GLÜCKSRITTER von HANS KNEIFEL
Mit Sternenbogen und Mondköcher sind Luxon, Kalathee und Samed in die Wüste geflohen und werden von Mythor und der Garde Leones verfolgt. Luxon kann seine Verfolger kurzzeitig entkommen, weil er dem Sohn des Kometen einige Salamiter auf den Hals hetzt, die ihn immer noch  wegen der Entweihung der salamitischen Grabstätte töten wollen.
Währenddessen trifft Luxon in der Vulkanwüste überraschend auf eine Karawane, deren Anführer er einmal (wen wundert es) betrogen hat. Kalathee und Samed  werden gefangen genommen und den Sklaven zugeteilt. Luxon hat im Gegensatz zu seinen beiden Gefährten Glück und kann entkommen.Die Glücksritter
Während der weiteren Verfolgung durch die Vulkanwüste verliert Mythor, der den Kampf gegen die Salamiter gewonnen hat, durch riesige Echsen, Dornenbüsche  und korallenähnliche Wesen nach und nach seine gesamten Männer.

Luxon, der gerade im Begriff ist von einer riesigen Pflanze gefressen zu werden, wird vom Sohn des Kometen gerettet und beide Männer beschließen ein kurzzeitiges Bündnis, um lebend aus der Vulkanwüste zu gelangen.

Während ihrer gemeinsamen Reise erzählt ihm Luxon, dass ihm vor  Monaten drei Männer berichtet haben, dass die Stadt Logghard seine wahre Heimatstadt ist und er der wahre Sohn des Kometen sei. Sie gaben ihm auch den Namen Luxon sowie ein
Amulett und eine Karte, auf der alle Punkte des Lichtboten eingezeichnet sind.
Luxon schlägt vor, das Orakel von Theran entscheiden zu lassen, wer von beiden der wahre Sohn des Kometen sei. Als sie endlich die Vulkanwüste hinter sich gelassen haben, betrügt Luxon (mal wieder) Mythor erneut. Er schlägt den Sohn des Komenten nieder und flieht.
Als Mythor wieder aus seiner Bewusstlosigkeit erwachte, findet er sich inmitten tätowierter Wilder wieder, die ihn gerettet und ihm das Bild Fronjas auf seine Brust tätowiert haben. Glücklicherweise trifft er auf seine Tiere, die Alton und den Helm der Gerechten für ihn bewacht haben. Und so begibt sich der Sohn des Kometen auf den Weg zum Orakel von Theran, um dort (aus welchen Gründen auch immer) Luxon zu treffen und zu erfahren, wer von beiden der wahre Sohn des Kometen ist.

Das Orakel von TheranBAND 32, DAS ORAKEL VON THERAN von PAUL WOLF
Auf dem Weg zum Orakel stößt Mythor in der ersten Oase auf Reiter die auf Orkaken, riesige straußenähnliche reiten. Weil sie von dem Einhorn Pandor so beeindruckt sind, fordern sie den Sohn des Kometen zu einem Wettrennen auf. Verliert Mythor, verliert er auch sein Leben.
Während des Wettrennens kann er seinen Verfolgern entkommen. Nur Hrobon, der Anführer der Reiter, holt ihn ein, den Mythor aber im Zweikampf besiegen kann. Mythor schenkt Hrobon das Leben, im Gegenzug bringt ihn dieser wohlbehalten zum Orakel von Theran. Doch als der Sohn des Kometen Hrobon den Grund für sein Hiersein eröffnete, begeht er ihn den Augen des Mannes ein unverzeihliches Sakrileg, denn nur ihr Gottkönig Hadamur kann der rechtmäßige Nachfolger des Lichtboten sein.
Um zum Orakel zu kommen, muss Mythor zunächst seine gesamte Ausrüstung abgeben. Doch damit ist er noch nicht zum eigentlichen Orakel vorgedrungen, denn der Mönch Gortel rät ihm vom Besuch ab, dessen Gegenspieler Lasset drängt ihn dagegen, unbedingt das Orakel zu besuchen. Zu allem Überfluss taucht neben Luxon auch noch überraschend Nyala auf, die ihn bittet, sie zum Orakel mitzunehmen, um zu erfahren, wie sie ihren Vater und Coerl O'Marn aus den Fängen der Dämonen erretten kann, obwohl sie doch bei der Dämonisierung der beiden anwesend war. Nicht zu unrecht erregt sie dadurch das Misstrauen von Mythor, der anscheinend ab und zu doch noch einige lichte Momente hat.
Im Orakel selbst trifft Mythor auf 12 kleine, blinde Trolle, die sich wie Verrückte gebärdeten. Auf die Frage nach seiner Herkunft antworteten die Gnome ausweichend, dass ein Stein vom Weltendach auf diese Welt gefallen sei und sich beim Aufschlag in Licht und Schatten geteilt habe. Mythor solle sich vor dem Stein hüten.
Doch Mythor kommt nicht mehr dazu seine eigentliche Frage zu stellen, ob er der richtige Sohn des Kometen sei. Denn da tauchen plötzlich Gorel und Lasset auf, der sich als Dämonenpriester der Caer entpuppt. Und auch das Orakel selbst befindet sich im Griff der Mächte der Finsternis. Doch Lasset scheitert, Mythor in eine Falle zu locken, weil Nyala plötzlich die Seiten wechselt und dem Sohn des Kometen auch über die Dämonenreiter informiert, die von Drudin ausgeschickt worden sind, um ihn zu vernichten. Während Nyala für ihren Verrat den Zorn Drudin erfährt, können Mythor und Gorel aus dem Orakel fliehen. Auch Luxon hat mal wieder Fersengeld gegeben und ist verschwunden.


Mythor scheint aus seinen Fehlern anscheinend noch immer nichts gelernt zu haben und wird schon wieder von Luxon betrogen. Glücklicherweise gelingt es dem Dieb nicht dem Sohn des Kometen seine Ausrüstung und Tiere zu stehen. Jedenfalls vorerst.

„DIE GLÜCKSRITTER“ und „DAS ORAKEL VON THERAN“  sind von Hans Kneifel und Paul Wolf zwar spannend geschrieben und die beiden Autoren verstehen ihr durchaus ihr Handwerk, aber als Leser muss man sich schon die  Frage stellen, was das ganze überhaupt sollte?

Sollten sich die Autoren und Macher der Serie sowie auch Mythor selbst nicht langsam einmal die Frage stellen, ob ein angehender Sohn des Kometen es nötig hat, das er seine Mitmenschen und ‚Mitbewerber‘ betrügt, bestiehlt, Bewusstlos schlägt und sogar deren Tod in Kauf nimmt, nur um in den Besitz der Waffen des Lichtboten zu kommen und damit zu beweisen, dass er der rechtmäßig Sohn des Kometen ist? Disqualifiziert sich Luxon nicht mit solchen Methoden?

Langsam sollte doch selbst Mythor (und auch den Machern und Autoren der Serie) langsam ein Licht aufgehen, wer der rechtmäßige Sohn des Kometen ist. Darum ist es  - meiner Meinung nach -  völlig unverständlich, warum sich Mythor dann doch  immer wieder von Luxon einwickeln und überreden lässt.

Interessant ist es auch mit anzusehen, dass bestimmte Handlungsstränge, wie die Besuche der Fixpunkte des Lichtboten im Verlauf des Gorgan-Zyklus immer ziemlich schnell abgehandelt wurden, ohne mit wirklichen Informationen über die Waffen und Tiere, deren Entstehungsgeschichte, deren Vergangenheit und  deren vormalige Besitzer aufzuwarten. Weder Mythor noch der Leser weiß wirklich über die wirklichen Kräfte der Waffen und der Tiere Bescheid und bleibt auch ständig im Unklaren darüber.

Andere Handlungsstränge dagegen, wie das manchmal doch etwas ziellose wirkende durchwandern  Mythors einzelner Gebiete von Gorgan und der Suche nach den Fixpunkten des Lichtboten sowie das ständige Auftauchen von Luxon, der trotz seiner Betrügereien immer noch meint, der wahre Sohn des Kometen zu sein, werden endlos in die Länge gezogen, was der Entwicklung der Serie (nach heutiger Sicht) nicht wirklich förderlich war.

Und so werden sich damals bestimmt wieder eine Vielzahl von Lesern gefragt haben, ob die Serie nicht statt MYTHOR vielleicht doch LUXON heißt?

© Ingo Löchel

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