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Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-Serie: DER GORGAN-ZYKLUS, Teil 11

Mythor - Die zweite deutsche Fantasy-SerieDER GORGAN – ZYKLUS
Teil 11

BAND 21: "DER SCHWEFELFLUSS“ von HUBERT HAENSEL
Meister Duprel Selamy war der berühmteste Waffenschmied von ganz Ugalien. Seit er aber einen Harnisch für den Erzmagier Vassander hatte schmieden sollen, ist er verschwunden. Kurz darauf hatte sich der Fluss Lorana in eine Schwefelbrühe verwandelt. Eine Welle von gelben Fieber wütet in der Stadt, ähnlich wie die Pest unter den Menschen.

Die abergläubischen Ugalier, wozu letztendlich auch die Magier des Landes gehören, schließen daraus, dass die Caer nun auch ein Auge auf Ugalien geworfen haben.
Vassander hat dem L'umeyn, dem Lichtkönig von Ugalien, geraten, einen Präventivschlag gegen die Armeen der Caer zu führen, und dieser hat bereits begonnen, eine Armee aufzustellen. Außerdem hat er die Nachbarreiche um Unterstützung gebeten. Graf Corian ist zum Heerführer der Armee bestimmt worden.

Der SchwefelflussIn der Zwischenzeit hat Duprel die Rüstung für den Erzmagier fertiggestellt. Jedes einzelne Teil der Rüstung ist durch  Vassander magisch besprochen worden, bevor Duprel sie eingesetzt hat.
Als Lohn hat der Schmied  allerdings nur den Tod zu erwarten. Als das Wasser in seine Zelle strömt, um ihn zu ertränken, zieht Duprel den magischen Harnisch an. Derart vor dem Nass geschützt verschwindet er durch die Öffnung, durch die das Wasser abfließt.
Währenddessen befindet sich Mythor auf der Such nach seinen Gefährten und deren Entführer. Dabei trifft er auf ein Kind, das ihn in einen alten Tempel lockt. Dort wartete Syrina auf ihn.

Das Nest der NadelschlangeBAND 22: "DAS NEST DER NADELSCHLANGE“  von HUBERT HAENSEL
Mythor weiß, dass er hier in dem Tempel auf die Frau treffen wird, die auf dem Pergament dargestellt ist, dass sich in seinem Besitz befindet. Als er in einem Prunkgemach einen leeren Bilderrahmen findet und das Pergament mit dem Bild dort anbringt, löst sich aus ihm ein weibliches Wesen von unbeschreiblicher Schönheit, das sich als Kometenfee Syrina vorstellt.
Nach einer rauschenden Liebesnacht wird Mythor jedoch rasch ernüchtert, als sich die Frau seiner Träume in eine riesige Schlange verwandelte, die ihn verschlingen will. Erst als Hark die Schlange angreift, fällt der Bann. Mit Hilfe von Alton und dem Schneefalken gelingt Mythor schließlich die Riesenschlange und ihre Brut zu vernichten. Im Tempel begegnet er auch einem Jungen, der sich ihm als Samed vorstellt und ihn zu seinen entführten Gefährten bringen will.
Währenddessen hat der Lichtkönig von Ugalien  Graf Corian befohlen, Vassander zu überwachen, da dieser sich in letzter Zeit verdächtig verhalten hat.  Corian entdeckt das Flussgefängnis, in dem Duprel gefangen gehalten wurde. Als Vassander schließlich aufgrund von Corians Bericht dem L'umeyn Rede und Antwort stehen muss, lügt er diesem vor, der magische Harnisch sei für ihn gewesen.
Von diesem geplanten Geschenk beeindruckt überlässt er Vassander die Entscheidungsgewalt in der kommenden Schlacht gegen die Caer und macht Corian dadurch faktisch zum Befehlsempfänger.
Corian und Vassander reisen unverzüglich zur Burg Anbur, wo sich die Heerführer der Verbündeten versammeln. Dorthin sind mittlerweile auch Sadagar und Nottr gebracht worden.
Unterdessen trifft Duprel auf Caer und den Caer-Priester Oghan, der Wildländer damit beauftragt hat, in einen Himmelsstein ein Dämonengesicht zu meißeln. Als der Priester Duprel mit Vassander anspricht, erkennt der Schmied, dass der Erzmagier mit den Caer gemeinsame Sache macht.
Es gelingt Duprel, den Caer-Priester zu überwältigen. Als der Schmied die Stützen unter dem Himmelsstein wegschlägt, stürzt dieser auf Oghan und begräbt den Priester sowie Duprel unter sich. Die magische Rüstung hat den Schmied zwar geschützt, ist dabei aber zerstört worden. Dafür wurde der Schwefelquell zugeschüttet, so dass sich der Fluss wieder von der Vergiftung erholen kann.
Zur gleichen Zeit wird Mythor von Ugaliern überfallen, und ihm wird klar  dass Samed ihn in eine Falle gelockt hat. Mit den Worten "Luxon lässt grüßen" verschwindet der Junge im Wald. Die Ugalier treiben den Sohn des Kometen jedoch nur über den Fluss, ohne weiter nachzusetzen.
Dort gelingt es Mythor, einen Grafen vor einem riesigen Eber zu retten. Hier trifft er auch wieder auf Corian, der ihm schon einmal begegnet war und mit dem er Freundschaft geschlossen hat. Samed trifft kurz darauf auf Luxon, seinem Auftraggeber.

Mit "DER SCHWEFELFLUSS“ gab der Autor HUBERT HAENSEL im September  1980 sein Mythor-Debüt. Das Interessante an dem Roman ist, dass darin nicht Mythor, sondern der Schmied DUPREL SELAMY die Hauptrolle spielt. Dadurch bekommt der Leser einen guten Überblick über die Intrigen und Verschwörungen im Land Ugalien. Und darunter sticht besonders der Erzmagier VASSANDER hervor, der gemeinsame Sache mit den Caer macht, was der Schmied Duprey nach seiner Flucht in „DAS NEST DER NADELSCHLANGE“ herausfindet.

Duprel Selamy ist eine interessante Figur, die in „DER KLEINE NADOMIR“ (Band 28) noch einmal auftaucht. Leider wurde es aber von den Machern der Fantasy-Serie versäumt, diese Figur weiter auszubauen. Als Schmied und Kämpfer wäre Duprel durchaus eine Bereicherung für die Serie gewesen und ein interessanter Verbündetet im Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Im Gegensatz zum Schmied, wird der Sohn des Kometen in beiden Bänden etwas blass dargestellt. Dafür taucht im Band 22 zum ersten Mal LUXON auf, der Mythor noch einige Schwierigkeiten machen wird. Und das nicht zu knapp.

© 2010 by Ingo Löchel
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