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Stammel und Egli zum Leihen (1960) - Chronologie der Western-Leihbücher von Ullman, Field & Co.

Stammel und Egli zum LeihenStammel und Egli zum Leihen (1960)
Chronologie der Western-Leihbücher von Ullman, Field & Co.

Die Erscheinungsdaten von Leihbüchern waren lange ein großes Mysterium. In fünfundachtzig Prozent der Fälle sind jetzt zumindest die Jahre bekannt, in denen die Leihbücher mit den von Heinz-Josef Stammel und Werner J. Egli verfassten Western-Romanen veröffentlicht wurden. Damit ist es möglich, 258 Bände in eine zeitliche Abfolge zu bringen, die von der Wahrheit nicht mehr allzu weit entfernt sein sollte.

Mein besonderer Dank gilt Herbert Kalbitz und Dieter Kästner sowie Heiko Langhans für ihre verdienstvolle und selbstlose Unterstützung meines Projekts. Ohne sie wäre diese Beitragsreihe so nicht möglich gewesen. Die Verantwortung für etwaige Fehler tragen nicht sie, sondern trage ich allein.

Teil 5: 1960

Die Furchtlosen
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Saba/Schälter (Verlags-Nr.: 530)

Hölle im Blut
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (Januar?), Feldmann (Verlags-Nr.: 226)

Der Outlaw
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
(vorgetäuschter Originaltitel: Billy the Kid)
1960 (Februar?), Feldmann (Verlags-Nr.: 236)
(Erster Teil der Billy-the-Kid-Trilogie)

Billy the Kid
von Robert Ullmann (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (März?), Feldmann (Verlags-Nr.: 246)
(Zweiter Teil der Billy-the-Kid-Trilogie)
Für mich ist dies der erste belegte Fall, in dem Ullman auf dem Cover versehentlich mit Doppel-N geschrieben wurde.

Bitteres Ende
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
(vorgetäuschter Originaltitel: Billy the Kid)
1960 (April?), Feldmann (Verlags-Nr.: 256)
(Dritter Teil der Billy-the-Kid-Trilogie)

Die Erbarmungslosen
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (Mai?), Feldmann (Verlags-Nr.: 266)

Der harte Jack
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (Juni?), Feldmann (Verlags-Nr.: 276)

Zähl bis drei und zieh…
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (Juli?), Feldmann (Verlags-Nr.: 285)

Raubreiter
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (August?), Feldmann (Verlags-Nr.: 294)
(vermutlich Nachdruck des gleichnamigen Titels von Perky S. Blane, s. Teil 4)

Kopfgeldjäger
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
1960 (September?), Feldmann (Verlags-Nr.: 303)

Neosho
von Robert Ullman (d.i. Heinz-Josef Stammel)
(Innentitel: Neoshoe)
1960 (November?), Feldmann (Verlags-Nr.: 323)

Reiter im Frühlicht
von Mark Hagen (d.i. angeblich nicht Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Borgsmüller
(Band 1 aus der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)

Hängt Jim Lanson
von Mark Hagen (d.i. angeblich nicht Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Borgsmüller
(Band 2 aus der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)

Das Räubernest
von Mark Hagen (d.i. angeblich nicht Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Borgsmüller
(Band 3 aus der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)

Grand Geste
von Mark Hagen (d.i. angeblich nicht Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Borgsmüller
(Band 4 aus der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)

Endloser Trail
von Mark Hagen (d.i. angeblich nicht Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Borgsmüller
(Band 5 aus der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)

Lasst die Toten sprechen
von Mark Hagen (d.i. angeblich nicht Heinz-Josef Stammel)
o.J. (ca. 1960), Borgsmüller
(aus der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)



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Kommentare  

#1 Grubert 2019-02-11 12:25
Da ich gerade hier einen Blick drauf geworfen habe, Mark Hagen ist nicht Stammel und hat absolut nichts mit Ullman zu tun. (Das gilt übrigens auch für die letzten Beiden der unter Gruver erschienenen LBs)

Die Hagen Hickocks sind im Übrigen nach denen von Stammel erschienen, also frühestens im Frühjahr 1962, eventuell teils auch erst in 1963 (jedoch wären sie dann weit von der monatlichen Erscheinungsweise abgerückt).
Die könnten durchaus alle von einem Autor stammen, und sind auch gar nicht so übel, also zumindest lesbar.
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#2 R. Windeler 2019-02-11 19:47
Bei Endloser Trail und Lasst die Toten sprechen hatte ich schon Vermutungen, welchen Ullman-Titeln sie entsprechen könnten.
Kannst du etwas dazu sagen, worum es in diesen beiden Romanen geht? Das könnte den Abgleich ermöglichen.
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#3 Grubert 2019-02-11 20:21
Aber ich sagte doch, daß es gar keine Ullman Titel sind.
Kein Stammel, kein Ullman, nada.

Da hat halt der Verlag weiter gemacht als Stammel ausgestiegen ist. Und da Stammels letzter Hickock Roman dann ein paar Monate später wieder bei Feldmann erschienen ist, wie ja auch schon der Erste, lässt sich vermuten, daß die Trennung keine freundschaftliche war.

Es gab ja auch noch eine kurze Hickcok Romanheftserie, und in der sind umgekehrt die 6 unter Robert Starr erschienenen Stammel Romane ja auch nicht erschienen, jedoch die Hagen Romane.

Daß Starr Pseudonym ist ja dann weder von Stammel noch von Borgsmüller je wieder verwendet worden, und die Starr Romane sind im RH unter Ullman erschienen.
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#4 Grubert 2019-02-11 22:05
Ich sehe da gerade eine Nummerierung der Hagen LBs:
(Band 1 der Reihe „Wild Bill Hickok – Der Revolvermarshal“)

Aus den 5 LBs die ich noch habe bzw mal hatte ließ sich jedenfalls keine Reihenfolge ableiten. Bei denen von Stammel ging das schon.

Außerdem wäre überhaupt die Frage wo die Idee her kommt daß man Hagen Stammel zurechnet. Kommt das auch von Weigand?

Ich dachte, daß es eher allgemein bekannt ist unter Ullman Kennern, daß Mark Hagen nicht dazu gehört.
Auch wenn Stammel später ebenfalls ein Pseudonym benutzte mit Hagen als Nachname.
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#5 R. Windeler 2019-02-11 22:37
Ich möchte dich dennoch bitten, etwas dazu zu sagen, worum es in den beiden genannten Romanen geht. Danke.
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#6 Grubert 2019-02-12 00:10
Aber das kann ich dir so natürlich nicht sagen, so was merke ich mir kaum, dafür waren die dann doch wieder zu banal. Ich habe da auch nur noch etwa 3 Stück davon, einige hatte ich weggetauscht.

Aber es ist auch wirklich nicht wichtig, die stammen 100%ig nicht von Stammel, und sind auch nie unter einem bekannten Stammel Pseudonym nachgedruckt worden, auch nicht unter einem anderen Titel.
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#7 R. Windeler 2019-02-12 19:44
Dann habe ich eine andere Frage: Kannst du bestätigen, dass Colt „Peacemaker“ 45 von Robert Starr dem letzten Teil der Link-Dillon-Trilogie (Link Dillons Endkampf aka Link Dillon schlägt los aka Wettlauf im Kugelregen) entspricht?
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#8 Grubert 2019-02-12 20:52
Das ist ein klein wenig komplizierter.

Die beiden LBs Colt Peacemaker 45 und Texaner enthalten einen Roman, aber auf 2 Bücher verteilt.
Daraus wurden dann wiederum 3 RHe gebastelt, die sogenannte Link Dillon Trilogie. Die RHe sollen jedoch etliche textliche Abweichungen enthalten, aber das habe ich bislang noch nicht nachgeprüft.

Da jedoch Colt Peacemaker 45 der 1. Band ist, entspricht er logischerweise nicht dem Ende sondern dem Anfang der RH Trilogie.

Bei diesem Roman könnte ich mir auch vorstellen, daß der erst im Nachhinein in einen Hickcock umgeändert wurde, der Viehtreiber Stoff passt nicht so ganz zu dem Revolvermarshal. In den RHen trägt der Protagonist dann auch einen anderen Namen.
Zumindest im Rodeo Western sind die beiden LBs jedoch auch einmal in ihrer ursprünglichen Form nachgedruckt worden (aber dann auch gekürzt), ansonsten anscheinend immer in der Trilogie Form.
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#9 R. Windeler 2019-02-13 19:44
Aber in den Rodeo-Western ist die Reihenfolge genau anders herum: # 533 heißt Texaner (innen: Colt Peacemaker Texaner), # 537 heißt Colt Peacemaker (was innen steht, weiß ich nicht). Diese beiden RHe sind gegenüber den Westmann-RHen gekürzt („aus 3 mach 2“).

Erstaunlich bleibt außerdem, dass die Titel der Mark-Hagen-LBer Endloser Trail und Lasst die Toten sprechen genau zu den Inhalten der ersten beiden Teile der Link-Dillon-Trilogie passen. Nur ein Zufall?
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#10 Grubert 2019-02-14 10:33
zitiere R. Windeler:
Aber in den Rodeo-Western ist die Reihenfolge genau anders herum: # 533 heißt Texaner (innen: Colt Peacemaker Texaner), # 537 heißt Colt Peacemaker (was innen steht, weiß ich nicht).


Interessant, aber ich habe die jetzt noch einmal hervorgeholt, manchmal gerät einem ja beim Listenerstellen etwas durcheinander, aber es bleibt so wie zuvor gesagt, bei den beiden LBs ist Texaner der 2. Teil.
Aber beide Titel sind ja recht beliebig, über die Hälfte aller Stammel Roman könnten problemlos Texaner heißen, und ich bin mir nicht mal sicher ob der "Colt Peacemaker 45" Titel irgendeine direkte inhaltliche Entsprechung im Roman hatte.


Zitat:

Erstaunlich bleibt außerdem, dass die Titel der Mark-Hagen-LBer Endloser Trail und Lasst die Toten sprechen genau zu den Inhalten der ersten beiden Teile der Link-Dillon-Trilogie passen. Nur ein Zufall?
Ok, Endloser Trail ist klar, das wäre sogar ein recht perfekter Titel für den großen Viehtreck Roman gewesen, aber inwiefern passt der für einen Western ungewöhnliche Lasst die Toten sprechen dazu?

Jedenfalls ist der Inhalt von Endloser Trail ein anderer, denn den habe ich gelesen.
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#11 R. Windeler 2019-02-17 11:20
zitiere Grubert:
... ich bin mir nicht mal sicher ob der "Colt Peacemaker 45" Titel irgendeine direkte inhaltliche Entsprechung im Roman hatte.

Der Colt Peacemaker 45 wird tatsächlich erwähnt, allerdings recht spät, nämlich in Westmann # 932 auf S. 25, als Bill Cogan (wie Hickok dort heißt) erklärt, worum es sich bei den bei ihm entdeckten Revolvern handelt. Der Satz „Sie sind vor einem halben Jahr als Probemodell herausgekommen“ ist allerdings Blödsinn, denn der Roman spielt 1866, das Modell wurde aber erst 1873 auf den Markt gebracht.

zitiere Grubert:
... inwiefern passt der für einen Western ungewöhnliche Lasst die Toten sprechen dazu?

Link Dillon soll ja verhaftet werden, weil er eine Südstaaten-Einheit befehligte, die im Bürgerkrieg (genau genommen sogar danach, wenn man das genannte Datum – 16. Juni 1865 – wörtlich nimmt) Unionssoldaten getötet haben soll, obwohl diese kapituliert hatten. Mit den Umständen, die zum Tod der Unionssoldaten und zuvor zum Tod von Angehörigen von Dillons Einheit geführt hatten, befasst sich u.a. der zweite Band der Trilogie.
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#12 R. Windeler 2019-02-21 20:30
Ich habe Gruberts Angaben in die Teile 3 bis 7 (1958 bis 1962) eingearbeitet.

@Grubert: Allerdings wüsste ich schon ganz gerne, worauf deine Überzeugung gründet, dass du für alle Romane von Mark Hagen und zumindest für zwei von Mark F. Gruver ausschließen kannst, dass sie von Stammel sind.

In deinen Kommentaren nennst du außerdem für einzelne Leihbücher abweichende bzw. genauere Erscheinungsdaten. Das ist zwar lobenswert; es nützt aber ja nichts, wenn ich diese punktuell übernehme und damit wiederum die zeitliche Abfolge verfälsche, weil ich bei anderen Titeln keine Korrektur vornehmen kann.
Deshalb wäre es äußerst hilfreich, wenn du möglichst für alle Leihbücher die dir bekannten Zeitpunkte nennen würdest.
Ich habe schon einmal geschrieben, dass ich gerne bereit bin, meine Daten zu berichtigen. Das muss dann aber auch Hand und Fuß haben.
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#13 Grubert 2019-02-21 22:11
zitiere R. Windeler:


@Grubert: Allerdings wüsste ich schon ganz gerne, worauf deine Überzeugung gründet, dass du für alle Romane von Mark Hagen und zumindest für zwei von Mark F. Gruver ausschließen kannst, dass sie von Stammel sind.


1. Stammel hat doch weitgehend einen gut wiedererkennbaren Stil, und die sind ganz sicher nicht von ihm geschrieben worden.

2. Ist keiner dieser Romane je wieder unter einem der üblichen Stammel Pseudonyme wieder veröffentlicht worden. Während alle seine Ullman, Gruver, Blane, Starr Romane, auf jeden Fall alle seine Romane ab 1957 (+ der 5 Feldmänner von 1956), x-fach als RHe wieder aufgelegt wurden.

3. Wie schon einmal gesagt, gehört Mark Hagen meines Wissens nach auch nicht zu den immer wieder mal genannten Stammel Pseudonymen. Ich weiß nicht einmal wo diese Idee herkommt, der Wechsel des Pseudonyms mitten in der Reihe spricht auch klar für den Autorenwechsel.
Bei Gruver ist übrigens von Feldmann noch eine weiteres LB angekündigt worden, daß dann jedoch unter dem Pseudonym Eddy Colings erschien, und das dürfte ein Verlagspseudonym sein. Das in der Vorschau angekündigten Titelbild wurde beibehalten, lediglich der Autorenname war abgeändert.

Die Punkte 1. und 2 gelten ebenso für die 3 Huxley LBs und jene 3 RHe, die bei Moewig ein einziges Mal unter Field veröffentlicht wurden (wobei letzteres an sich ohnehin ein Egli Pseudonym ist, das dann also umgekehrt zu Ullman auch von Stammel benutzt wurde).

Mir hat auch mal jemand erzählt, auch hinter Klaus Uhl verberge sich Stammel (der Vielgesichtige), aber 2 LBs von Uhl belegten mir das erwartete Gegenteil.
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