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Gerard Barray

Gérard BarrayGérard Barray

Gérard Barray wurde am 2. November 1931 als Gérard Marcel Louis Baraillé in Toulouse, Frankreich, geboren. Kurz nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern und seine Mutter zog daraufhin mit ihm nach Montauban, wo sie ein Entbindungsheim leitete.

Nach seinem Schulabschluss in Tolouse, begann Barray ein Medizinstudium. Mit der Zeit musste er aber feststellen, dass ihn das Theater und die Schauspielerei mehr interessierten.

Gérard BarrayVon Camille Ricard, einer Professorin am Toulouse Conservatory, die sein schauspielerisches Talent entdeckt hatte, ließ sich Gerard Barray ein Empfehlungsschreiben ausstellen, wodurch er in Paris bei Noël Roqueverts Schauspieltruppe beschäftigt wurde.

Danach begann er seine Schauspielausbildung am "Cours Simon" in Paris, dass er nach vier Jahren und dem Gewinn des Preises der Jury abschließen konnte.

1955 gab Gérard Barray mit dem Kriminalfilm "Gangster von Paris" (1955) unter der Regie Pierre Foucaud nicht nur sein Filmdebüt als Schauspieler, sondern in dem Stück "L'Éventail de Lady Windermere" auch sein Bühnendebüt.

Nach den Filmen "Frauen in Erpresserhänden" (1955), "Coup dur chez les mous" (1956), "Junge Rosen im Wind" (1957), "Die Katze läßt das Mausen nicht" (1960), bekam er Fechtunterricht und erhielt schließlich die Rolle des Duc de Vallombreuse in dem Jean Marais - Film "Fracass, der freche Kavalier" (1961).

Nach der Erfolg des Abenteuerfilms "Fracass, der freche Kavalier" erhält Gérard Barray in dem Abenteuerfilm "Die drei Musktiere" mit der Rolle des D'Artagnan seine erste Hauptrolle.
Auf Grund des Erfolges von ""Die drei Musketiere - 1. Teil: Haudegen der Königin" (1961) "Die drei Musketiere - 2. Teil: Ohne Furcht und Tadel" (1961) avancierte Gérard Barray in den 1960er Jahren neben Jean Marais zum neuen Star des französischen Abenteuerfilms.

Gérard BarrayEr spielte den Jean de Pardaillan in "Der scharlachrote Musketier" (1962) sowie in der Fortsetzung "Der Triumph des Musketiers" (1964), den Scaramouche in "Der Rächer mit dem Degen" (1963) sowie den Kapitän Robert Surcouf in "Unter der Flagge des Tigers" (1966) sowie in der Fortsetzung "Donner über dem indischen Ozean" (1966).

1965 lernte er während der Dreharbeiten zu "Der Schatz der Azteken" (1965) und "Die Pyramide des Sonnengottes" (1965) die spanische Flamencotänzerin Teresa Lorca, kennen, die in den beiden Karl-May-Verfilmungen die Aztekenprinzessin Karja spielte
Barray und Lorca heiraten im Juli 1965 in Montauban. Die beiden haben zwei Kinder, Julien und Marie, zusammen.

Gérard BarrayNach seiner Rolle des Agenten X 13 Serge Vadile in "Baraka - Agent X 13" (1966) mimte er den Kommissar San Antonio in "Kommissar, sie riskieren zuviel" (1966) sowie in der Fortsetzung "Beru und jene Damen" (1968). Hinzu kamen Rollen in "Zärtliche Haie" (1967) und "Flammen auf der Adria" (1968).

1969 tourte der Schauspieler mit dem jungen Claude Jade in dem Stück "Le Témoin" durch Frankreich. Als seine Karriere als Schauspieler Ende der 1960er Jahre stagnierte, sah man Gerard Barray in den beiden Thrillern "Der Zeuge" (1969) und "Helena y Fernanda" (1970) in seinen letzten beiden Hauptrollen.

Nach Nebenrollen in den Filmen "Papas Kino" (1971), "Killer Driver" (1972) und "El triangulito" (1972), zog es Barray wieder auf die Bühne zurück, wo er in den Stücken "Restons Française" (1971), "L'Été où il fait froid" (1972), "Dom Juan" (1973), "Madame Sans Gêne" (1973), "La Complice" und "Et maintenant... à la tour de Nesle" (1974) zu sehen war.

Gérard BarrayDanach war der Schauspieler Gérard Barray nur noch sporadisch auf der Kinoleinwand zu sehen. Darunter in "Pourquoi?" (1977), "Black Platoon - Das schwarze Kommando" (1982), "Öffne die Augen" (1997) und "Sexy Beast" (2000). 2003 war er in "El misterio Galíndez" in seiner bisher letzten Filmrolle zu sehen.

Dafür sah man Barray ab Anfang der 1990er Jahre vermehrt im französischen Fernsehen, wo er in den Serien "Cas de divorce" (1991), "Nestor Burmas Abenteuer in Paris" 1991), "Placé en garde à vue" (1994) und "Periodistas" (1999) sowie in den beiden Mini-Serien "La virtud del asesino" (1998) und "El secreto de la porcelana (1999) zu sehen war.

2006 war der Schauspieler in der Krimi-Serie "El comisario" als Didier Bonnard Sr, in seiner bisher letzten Rolle zu sehen.

Im Januar 2010 wurde Gerard Barray mit dem "Ordre des Arts et des Lettres" ausgezeichnet.

Filmographie
1. Gangster von Paris (1955)
2. Frauen in Erpresserhänden (1955)
3. Coup dur chez les mous (1956)
4. Junge Rosen im Wind (1957)
5. Die Katze läßt das Mausen nicht (1960)
6. Fracass, der freche Kavalier (1961)
7. Die drei Musketiere - 1. Teil: Haudegen der Königin (1961)
8. Die drei Musketiere - 2. Teil: Ohne Furcht und Tadel (1961)
9. Die korsischen Brüder (1961)
10. La dame aux camélias (1962) (TV)
11. Der scharlachrote Musketier (1962)
12. Sheherazade - Der goldene Löwe von Bagdad (1963)
13. Der Rächer mit dem Degen (1963)
14. Geheimagentin in Gibraltar (1964)
15. Der Triumph des Musketiers (1964)
16. Der Schatz der Azteken (1965)
17. Die Pyramide des Sonnengottes (1965)
18. Baraka - Agent X 13 (1966)
19. Unter der Flagge des Tigers (1966)
20. Donner über dem indischen Ozean (1966)
21. Kommissar, sie riskieren zuviel (1966)
22. Zärtliche Haie (1967)
23. Flammen auf der Adria (1968)
24. Beru und jene Damen (1968)
25. Der Zeuge (1969)
26. Helena y Fernanda (1970)
27. Papas Kino (1971)
28. Killer Driver (1972)
29. El triangulito (1972)
30. Pourquoi? (1977)
31. Black Platoon - Das schwarze Kommando (1982)
32. Öffne die Augen (1997)
33. Sexy Beast (2000)
34. No te fallaré (2001)
35. El paraíso ya no es lo que era (2001)
36. El misterio Galíndez (2003)

TV-Serien
1. Le manège de Port-Barcarès (1972)
2. Au théâtre ce soir (6 Folgen, 1972-1981)
3. Valérie (als Bruno, 8 Folgen, 1974)
4. Cas de divorce (1 Folge, 1991)
5. Nestor Burmas Abenteuer in Paris (1 Folge, 1991)
6. Placé en garde à vue (1 Folge, 1994)
7. La virtud del asesino (1998) Mini-Serie
8. Periodistas (1 Folge, 1999)
9. El secreto de la porcelana (1999) Mini-Serie
10. El comisario (als Didier Bonnard Sr., 2 Folgen, 2006)

Theater
1955-1956 : L'Éventail de Lady Windermere
1960 : L'Aigle à deux têtes
1971 : Restons Française
1972 : L'Été où il fait froid
1973 : Dom Juan
1973 : Madame Sans Gêne
1973 : La Complice
1974 : Et maintenant... à la tour de Nesle
1990 : Le Héros de l’amou


© by Ingo Löchel


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1961: Die drei Musketiere (11. November 2020)

 

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