Die deutsche Kriminalfilm-Welle: Eine Einführung
Die 60er Jahre
Die deutsche Kriminalfilm-Welle
Eine Einführung
1960 verfilmte Brauner mit "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" unter der Regie von Fritz Lang den ersten Mabuse-Film, der sehr erfolgreich an den Kinokassen lief, so dass bis 1964 fünf weitere Mabuse-Filme folgten.
1962 startete Brauner zudem mit dem Kriminalfilm "Das Geheimnis des schwarzen Koffers" unter der Regie von Werner Klingler seine Bryan Edgar Wallace - Reihe, von der bis 1964 insgesamt sechs Filme gedreht wurden.
Der große Erfolg der Edgar-Wallace-Filme verleitete aber auch den Produktionsleiter der Constantin Gerhard F. Hummel dazu, nach weiteren verfilmbaren Kriminalstoffen zu suchen, die ähnlichen Erfolg und Gewinn wie die Edgar-Wallace-Verfilmungen versprachen.
Hummel wurde schließlich bei den Kriminalromanen des böhmischen Schriftstellers Louis Weinert-Wilton (1875-1945) fündig.
Die erste Weinert-Wilton-Verfilmung, die am 31. Juli 1962 in die westdeutschen Kinos lief, war "Der Teppich des Grauens". der so erfolgreich in den Kinos lief, so dass am 5. April 1963 mit "Die weiße Spinne" bereits die zweite Wilton-Verfilmung folgte.
Das beide Filme von Regisseur Harald Reinl gedreht wurden, kamen beiden Filmen zugute, und macht auch einen Teil ihres Erfolges der beiden Kriminalfilme aus.
Doch bereits im Jahr 1963 machte sich mit "Das Geheimnis der schwarzen Witwe" unter der Regie von Franz J. Gottlieb erste Verschleißerscheinungen bei den Wilton-Verfilmungen bemerkbar.
Noch während der Hochphase der Kriminalfilm-Welle im Jahr 1964, in der fast zwei Dutzend Filme des Genres in die Kinos kamen, ebbte die erfolgreiche Welle 1965 augenblicklich ab.
Grund hierfür war, dass sich nicht nur die Produzenten und Produktionsfirmen aufgrund der Masse an Kriminalverfilmungen gegenseitig das Wasser abgruben, sondern es machte sich aufgrund der großen Anzahl von Filmen dieser Art eine Sättigung des westdeutschen Kinopublikums breit.
Das hatte zur Folge, dass die meisten Kriminalfilme die 1964 in die Lichtspielhäuser kamen, auf wenige Gegenliebe bei den Kinozuschauern stießen, und an den Kinokasse floppten.
Daraufhin zog der Produzent Arthur Brauner die Notbremse und stellte sowohl seine Mabuse-, als auch seine Edgar Bryan Wallace-Reihe 1964 ein.
Zudem stellte die Constantin im Jahr 1964 ihre Weinert Wilton-Filmreihe mangels Interesse der Kinozuschauer ein.
Doch neben den Edgar Wallace-Filmen konnte die Constantin mit den Jerry Cotton-Filmen, die ab 1965 in den westdeutschen Kinos starteten, weiterhin noch einige Jahre Erfolge an den Kinokassen feiern.
Doch nachdem auch die Qualität der Wallace-Verfilmungen in den 1960er Jahren nach und nach erheblich und deutlich abnahm, wurde auch diese Krimi-Reihe, nach der Einstellung der Cotton-Film im Jahr 1969, Anfang der 1970er Jahre nach dem Film "Die Tote aus der Themse" mit Hansjörg Felmy in der Hauptrolle eingestellt.
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© by Ingo Löchel