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DIE GESCHICHTE DER TONFILM-SERIALS

Tonfilmserials (1929 - 1956)Die Geschichte der Tonfilm-Serials
(1929 - 1956)
 
1929 endete die Ära der Stummfilm-Serials. Im selben Jahr wurde von den ADVENTURE PICTURES das Serial „TARZAN THE TIGER“ produziert, der aber nur zum Teil mit Ton gedreht war. Mit  „THE KING OF KONGO“ (1929) unter der Regie von Richard Thorpe und Jacqueline Logan, Walter Miller, Richard Tucker und Boris Karloff in den Hauptrollen sowie „THE LONE DEFENDER“ (1929), produziert von den MASCOT PICTURES, begann die Ära der Tonfilm-Serials.

Als Serial wurde die Produktion von Serien-Kinofilmen vorwiegend in den USA bezeichnet. Sie liefen wöchentlich als Vorfilme vor dem eigentlichen Hauptfilm und bestanden aus mindestens 12 bis 15 Episoden.

Die einzelnen Episoden endeten zumeist mit einem Cliffhanger. In der Fortsetzung wurde kurz auf die vorangegangene Handlung eingegangen und danach der Cliffhanger aufgelöst.


Zur damaligen Zeit bestand eine typische Samstag-Kinovorstellung in den USA bis in die 1950er Jahren hinein aus mindestens einer Episode eines Serials, einem Zeichentrickfilm, einer Wochenschau und einem Hauptfilm.

Durch den Serial-Film mit seiner offenen Handlung war der Zuschauer gezwungen, regelmäßig einmal pro Woche ins Kino zu gehen, um überhaupt die gesamte Handlung  mitzubekommen, egal welcher Hauptfilm nach dem Serial folgte.

The Lone DefenderAm 5. März 1930 kam mit „THE LONE DEFENDER“ das erste Tonfilm – Western – Serial, produziert von den MASCOT PICTURES, in die Kinos. Es war auf insgesamt 12 Episoden konzipiert und hatte eine Gesamtlänge von 217 Minuten.

In den 1930er Jahren machten Western über 50% der Serials aus. Darin dominierten die beliebten Western-Stars BUCK JONES („Gorden of Ghost City“, 1933, „The Red Rider“, 1934, „The Roaring West“ oder 1935, „The Phantom Rider“, 1936) sowie JOHNNY MACK BROWN (“Fighting with Kit Carson”, 1933,“Rustlers of Red Dog”, 1935, “Flaming Frontiers”, 1938 und “The Oregon Trail, 1939) die Western – Serials.

Auch in den 1940er Jahren konnte sich der Western gegen andere Serial-Genres durchsetzen.

Die Beliebtheit des Western – Stars BUCK JONES war durch die beiden Serial – Filmen „WHITE EAGLE“ (Columbia, 1941) und  „RIDERS OF DEATH VALLEY“ (Universal, 1941) ungebremst.

Doch Jones Karriere fand durch seinen unerwarteten Tod im Jahre 1942 ein jähes Ende, was für das Western – Genre ein herber Verlust war und sich negativ auf die Western – Serials auswirken sollte.

Einen ‚Ersatz’ für Buck Jones fand man in dem Schauspieler CLAYTON MOORE, der 1949 mit der TV – Serie „THE LONE RANGER“ TV – Geschichte schreiben sollte.

Moore konnte sich mit den Serial-Filmen „JESSE JAMES RIDES AGAIN“ (1947), „ADVENTURES OF FRANK AND JESSE JAMES“ (1948) sowie „GHOST OF ZORRO“ (1949) als Western – Darsteller für die REPUBLIC PICTURES durchsetzen.

Flash GordonDurch den Erfolg von TARZAN und FLASH GORDON erhöhte sich ab Mitte der 1930er Jahre die Anzahl der Dschungel- und Science Fiction-Abenteuer stetig. Einen geringeren Teil machten nach wie vor die Krimi- und Mystery-Serials aus. Das änderte sich erst ab Ende der 1930er Jahre.

1933 erhielt der Olympiasieger BUSTER CRABBE die Rolle in „TARZAN THE FEARLESS“. Mit „THE NEW ADVENTURES OF TARZAN“  folgte ein weiteres Serial mit dem Dschungelhelden diesmal mit  HERMAN BRIX in der Hauptrolle.

Mit dem Erfolg von  „FLASH GORDON“ mit Buster Crabbe in der Hauptrolle, setzte sich auch das SF-Serial langsam aber erfolgreich bei den Kinobesuchern durch.

Als Alex Raymond FLASH GORDON erfand war er ein Zeitungscomiczeichner, der 15 Dollar pro Woche erhielt.

Das erste Abenteuer von FLASH GORDON erschien am 7. Januar 1934 in dem vom  Verlag KING FEATURES gestalteten Sonntagsbeilagen und teilte sich dabei eine Sonntagsseite mit der ebenfalls von Raymond gezeichneten Abenteuer-Serie JUNGLE JIM.

Der neue SF-Comicheld entwickelte sich schnell zur größten  Konkurrenz von BUCK ROGERS, einer anderen sehr beliebten SF-Comicfigur, den Flash Gordon bald in der Gunst der Leser übertrumpfte.

Mitte der 1930er Jahre kaufen die UNIVERSAL STUDIOS  die Rechte an Raymond`s Comichelden und produzierten mit einem Budget von 350.000 US-Dollar ein SF-Serial.

Das Film-Serial „FLASH GORDON“ mit Buster Crabbe als Flash Gordon und Charles Middleton als Kaiser Ming dem Schrecklichen war geboren, der so erfolgreich war, dass mit „FLASH GORDON’S TRIP TO MARS“ (1938) und „FLASH GORDON CONQUERE’S THE UNIVERSE“ (1940) zwei Fortsetzungen folgen sollten.

BatmanIn den 1940er Jahren starteten mit „MYSTERIOS DOCTOR SATAN“ (1940), „ADVENTURES OF CAPTAIN MARVEL“ (1941), „BATMAN“ (1942), „THE PHANTOM“ (1942) oder „CAPTAIN AMERICA“ (1944) und „SUPERMAN“ (1948) Superhelden-Serials sowie mit „THE GREEN HORNET“ (1940),  „THE SHADOW“ (1940), “THE GREEN HORNET STRIKES AGAIN” (1940) oder “THE SPIDER RETURNS” (1941) auch die Krimi-Serials durch.

Ab Mitte 1940er Jahre neigte sich die Ära der Film-Serials allerdings langsam dem Ende entgegen. Im Jahre1946 drehten die UNIVERSAL PICTURES mit „THE MYSERIOUS MR. M” ihr letztes Film-Serial.

Zum Anfang der 1950er Jahre waren es nur noch  zwei Filmstudios, die Film-Serial produzierten, die REPUBLIC PICTURES sowie die die COLUMBIA PICTURES.

Zu dieser Zeit dominierten die Science Ficion- und Dschungelabenteuer, die im Begriff waren den Western zu verdrängen. Doch es sollten die Western sein, die bis zum Ende der Serial-Ära produziert werden sollten.

1955 drehte die REPUBLIC PICTURES mit dem Krimi „KING OF THE CARNIVAL“ ihr letztes Serial.

Am 4. August 1956 lief mit dem Western „BLAZING THE OVERLAND TRAIL“, produziert von der COLUMBIA PICTURES, das letzte Serial in den US-amerikanischen Kinos an. 

Die Ära der Film-Serials war damit beendet.

Die Übersicht über die Artikel
Buster Crabbe
Dick Tracy 

Ralph Byrd
Die Pulp- und Radio-Helden
Warren Hull
Victor Jory
Die Superhelden kommen
Tom Tyler
Die SF-Serials
Judd Holdren
Kay Aldrige
Linda Stirling
Die Western
Buck Jones
Johnny Mack Brown 

© by Ingo Löchel




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