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Debbie Reynolds - Ein Nachruf

Debbie ReynoldsDebbie Reynolds
(1932-2016)

Debbie Reynolds wurde am 1. April 1932 als Mary Frances Reynolds in El Paso, Texas, USA, geboren. Nachdem die Familie 1939 nach Burbank in Kalifornien umgezogen war, besuchte Reynolds die dortige "John Burroughs High School". Mit sechzehn Jahren gewann sie einen Schönheitswettbewerb und wurde zur Miss Burbank gekürt. Dadurch wurde das Filmstudio Warner Bros. auf die junge Frau aufmerksam, die sie unter Vertrag nahm, und ihren Vornamen in DEBBIE änderte.

Debbie Reynolds1948 gab Debbie Reynolds in "DIE BRAUT DES MONATS" ihr Filmdebüt. Nach dem Hollywoodfilm "DAUGHTER OF ROSIE O'GRADY" wurde sie 1951 für ihre Rolle in "DREI KLEINE WORTE" (1950) mit dem Golden Globe in der Kategorie "Beste Nachwuchsdarstellerin" nominiert.

Zudem landete sie mit dem Lied "ABA DABA HONEYMOON" aus ihrem Film "EINMAL DAME SEIN" (1950) einen Nummer1-Hit in Australien.

Nach "MR. IMPERIUM" bekam sie in dem Musical "DU SOLLST MEIN GLÜCKSSTERN SEIN" ihre erste Filmhauptrolle, mit der ihr an der Seite von Gene Kelly der Durchbruch als Schauspielerin gelang. 

Nach ihrem Filmerfolg mit "DU SOLLST MEIN GLÜCKKSTERN SEIN" war Debbie Reynolds in den nächsten Jahren in Musicals und Komödien wie "MÄDELS AHOI" (1952), "FOTOGRAF AUS LIEBE" (1953),  "EINE CHANCE FÜR SUZY" (1954), "EINE NACHT MIT SUSANNE" (1954), "DIE ZARTE FALLE" (1955) und "MÄDCHEN OHNE MITGIFT" (1956) zu sehen.

1957 wurde Debbie Reynolds für ihre Rolle in "NA ,NA, FRÄULEIN MUTTI"  für den Golden Globe in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical" nominiert.

Zudem landete sie  mit ihrem Lied "TAMMY" aus dem gleichnamigen Hollywoodfilm einen Nummer1-Hit in den USA.

Debbie Reynolds1955 heiratete die Schauspielerin den Sänger Eddie Fisher. 1956 wurde ihre gemeinsame Tochter Carrie und 1958 ihr gemeinsamer Sohn Todd Emmanuel geboren.
Das Ehepaar ließ sich 1959 wieder scheiden, nachdem Fisher eine Affäre mit der Witwe seines Freundes Michael Todd, der Schauspielerin Elizabeth Taylor begonnen hatte, die er nach seiner Scheidung heiratete.

1960 heiratete Reynolds den Geschäftsmann Harry Karl. Die Ehe wurde 1973 geschieden.

Ihre erfolgreiche Filmkarriere konnte die Schauspielerin Debbie Reynolds mit Komödien und Musicals wie "MÄNNER ÜBER VIERZIG" (1958), "ENGEL UNTER SÜNDERN" (1959), "DIE NERVENSÄGE" (1959), "ZWEI IN EINEM ZIMMER" (1960), "EIN STERN IM WESTEN" (1961), "MEINE GESCHIEDENE FRAU" (1963), "GOLDGRÄBER MOLLY" (1964) und "DOMINQUE - DIE SINGENDE NONNE" (1966) weiter fortsetzen.

1965 wurde sie für ihre Rolle in "GOLDGRÄBER MOLLY" für den Golden Globe und für den Oscar in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" nominiert.

Nachdem ihre Filmkarriere ab Ende der 1960er Jahre stagnierte, zog sie sich Anfang der 1970er Jahre nach ihrer TV-Serie "DEBBIE GROSS IN FAHRT" (wofür sie mit dem Golden Globe in der Kategorie "Beste Serienhauptdarstellerin" nominiert wurde) und dem Film "WAS IST BLOSS MIT HELEN LOS?" (1971) aus dem Filmgeschäft zurück.

1973 stand sie zusammen mit ihrer Tochter Carrie Fisher in dem Musical "IRENE" auf der Bühne. Für diese Rolle wurde Reynolds für einen Tony Award in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin in einem Musical" nominiert.

Debbie ReynoldsNach den Broadway- und Musicalproduktionen "DEBBIE" (1976), "ANNIE GET YOUR GUN" (1977), "WOMEN OF THE YEAR" (1982) und "THE UNSINKABLE MOLLY BROWN", war Reynolds ab Ende der 1980er Jahre wieder vermehrt im Fernsehen und auf der Kinoleinwand zu sehen.
Für ihre Rolle in "MOTHER" wurde sie 1996 mit dem Satellite Award in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" ausgezeichnet. Hinzu kam ein Jahr später eine Golden-Globe-Nominierung für diese Rolle.

1984 heiratete Reynolds in dritter Ehe den Bauunternehmer Richard Hamlett. Der gemeinsam Kauf eines kleinen Hotels mit Casino in Las Vegas erwies sich als finanzielles Fiasko, wodurch Debbie Reynolds nach ihrer Scheidung im Jahr 1996 Insolvenz anmelden musste.

1988 veröffentlichte Reynolds unter dem Titel "DEBBIE: MY LIFE" ihre Autobiographie. 2013 folgten ihre Memorien unter dem Titel "UNSINKABLE: A MEMOIR" in Buchform.

In den 1990er Jahren folgten weitere Film- und Fernsehrollen. Darunter auch die Rolle der Hexe AGATHA CROMWELL in den vier HALLOWEENTOWN-Fernsehfilmen "HALLOWEETOWN - MEINE OMA IST'NE HEXE" (1998), "HALLOWEENTOWN 2" (2001), "HALLOWEENTOWN 3" (2004) und "HALLOWEENTOWN 4 - DAS HEXENCOLLEGE" (2006).

2000 wurde die Schauspielerin für ihre Rolle der BOBBI ADLER in der TV-Serie "WILL & GRACE" mit dem Emmy Award nominiert.

Debbie Reynolds2010 ging Debbie Reynolds mit ihrer eigenen West-End-Show "DEBBIE REYNOLDS: ALIVE AND FABULOUS" auf Tournee in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien. Zwei Jahre später drehte sie mit "EINMAL IST KEINMAL" (2012) ihren letzten Kinofilm.
2013 war die Schauspielerin in dem Fernsehfilm "LIBERACE - ZUVIEL DES GUTEN IST WUNDERVOLL" in ihrer letzten Rolle zu sehen.

Debbie Reynolds verstarb am 28. Dezember 2016 an den Folgen eines Schlaganfalles im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles.


Filmographie
1. June Bride/Die Braut des Monats (1948)
2. The Daughter of Rosie O'Grady (1950)
3. Three Little Words/Drei kleine Worte (1950)
4. Two Weeks with Love/Einmal eine Dame sein (1950)
5. Mr. Imperium (1952)
6. Singin' in the Rain/Du sollst mein Glücksstern sein (1952)
7. Skirts Ahoy!/Mädels ahoi (1952)
8. I Love Melvin/Fotograf aus Liebe (1953)
9. The Affairs of Dobie Gillis (1953)
10. Give a Girl a Break/Eine Chance für Suzy (1953)
11. Susan Slept Here/Eine Nacht mit Susanne (1954)
12. Athena  (1954)
13. Hit the Deck/In Frisco vor Anker (1955)
14. The Tender Trap/Die zarte Falle (1955)
15. Meet Me in Las Vegas (1956)
16. The Catered Affair/Mädchen ohne Mitgift (1956)
17. Bundle of Joy/Na, na, Fräulein Mutti! (1956)
18. Tammy and the Bachelor/Tammy (1957)
19. This Happy Feeling/Männer über Vierzig (1958)
20. The Mating Game/Engel unter Sündern (1959)
21. Say One for Me/Engel auf heißem Pflaster (1959)
22. It Started with a Kiss/Eine tolle Nummer (1959)
23. The Gazebo/Die Nervensäge (1959)
24. The Rat Race/Zwei in einem Zimmer (1960)
25. Pepe/Pepe - Was kann die Welt schon kosten (1960)
26. The Pleasure of His Company/In angenehmer Gesellschaft (1961)
27. The Second Time Around/Ein Stern im Westen (1961)
28. How the West Was Won/Das war der wilde Westen (1962)
29. My Six Loves (1963)
30. Mary, Mary/Meine geschiedene Frau (1963)
31. The Unsinkable Molly Brown/Goldgräber-Molly (1964)
32. Goodbye Charlie (1964)
33. The Singing Nun/Dominique - Die singende Nonne (1966)
34. Divorce American Style/Scheidung auf amerikanisch (1967)
35. How Sweet It Is!/Der türkisfarbene Bikini (1968)
36. What's the Matter with Helen?/Was ist denn bloß mit Helen los? (1971)
37. Sadie & Sono/Detective Sadie schlägt zu (1987) (TV)
38. Perry Mason: The Case of the Musical Murder/Perry Mason: Bretter, die die Welt bedeuten (1989) (TV)
39. Battling for Baby (1992) (TV)
40. Bodyguard (1992)
41. Heaven & Earth/Zwischen Himmel und Hölle (1993)
42. Mother (1996)
43. In & Out/In & Out - Rosa wie die Liebe (1997)
44. Zack & Reba (1998)
45. Halloweentown/Halloweentown - Meine Oma ist 'ne Hexe! (1998) (TV)
46. The Christmas Wish/Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch (1998) (TV)
47. A Gift of Love: The Daniel Huffman Story/Geschenk der Liebe (1999) (TV)
48. Virtual Mom/Mama - Voll cool (2000) (TV)
49. These Old Broads (2001) (TV)
50. Halloweentown II: Kalabar's Revenge/Halloweentown 2 (2001) (TV)
51. Generation Gap (2002) (TV)
52. Halloweentown High/Halloweentown 3 (2004) (TV)
53. Return to Halloweentown/Halloweentown 4 - Das Hexencollege (2006) (TV)
54. One for the Money/Einmal ist keinmal (2012)
55. Behind the Candelabra/Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)

TV-Serien
1. The Debbie Reynolds Show/Debbie groß in Fahrt (als Debbie Thompson, 26 Folgen, 1969-1970)
2. Pat Paulsen's Half a Comedy Hour (1 Folge, 1970)
3. Love Boat (3 Folgen, 1980-1983)
4. Aloha Paradise (als Sydney Chase, 7 Folgen, 1981)
5. Madame's Place (1 Folge, 1982)
6. Alice/Imbiss mit Biss (1 Folge, 1982)
7. Jennifer Slept Here (1 Folge, 1983)
8. Hotel (1 Folge, 1986)
9. Golden Girls (1 Folge, 1991)
10. Überflieger (1 Folge, 1994)
11. Roseanne (1 Folge, 1997)
12. Will & Grace (als Bobbi Adler, 10 Folgen, 1999-2006)
13. Touched by an Angel/Ein Hauch von Himmel (1 Folge, 2001)
14. First Monday (1 Folge, 2002)


Diskografie (Alben)
1950: Two Weeks with love
1953: I Love Melvin
1955: Singing In The Rain
1957: Tammy
1959: Say one for me
1959: Debbie
1960: Fine and Dandy
1963: How the West was won
1966: The singing Nunn
1967: Divorce American Style
1973: Irene – Broadway Revival Cast
1978: And Then I Sang
1984: Do it Debbies Way

 

Musical- und Bühenproduktionen
Broadway Produktionen
1973-1974: Irene
1976: Debbie
1982: Women of the Year

Sonstige Bühnenproduktionen
1953: Best Foot Forward
1977: Annie Get Your Gun
1989: The Unsinkable Molly Brown
2010: Debbie Reynolds: Alive and Fabulous

Bücher
1988: Debbie: My Life
2013: Unsinkable: A Memoir

 


© by Ingo Löchel

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