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Wurzeln und Geschichte eines ehemals kleinen Comic-Verlags - Die Marvel-Geschichte

Die Marvel-StoryDie Wurzeln eines ehemals kleinen Comic-Verlags
Die Marvel-Story zum Ersten

1961 war ein folgenschweres Jahr.

Ich erblickte zum Beispiel das elektrische Licht der Welt (und alles gleich in Farbe … WOW!), ein paar Monate später war die Geburtsstunde des größten Erbschleichers des Universums (Perry Rhodan) angesagt und ein kleiner aber feiner Comic-Verlag, schickte sich an, THE FANTASTIC FOUR gegen das Böse in der Welt aktiv werden zu lassen.


Dieser kleine Verlag nannte sich mutig MARVEL und trat an, um die veränderte Weltlage, die neu gewonnenen Hoffnungen der Menschen und die Möglichkeiten zwischen Rock 'n' Roll, Politik und Sex behutsam zu nutzen. Gut, auf die eigentliche sexuelle Revolution, musste man noch ein klein wenig warten. Doch die Ansätze waren wirklich schon vorhanden. Und wollte man zur damaligen Zeit etwas von dem Ruhm mit einstreichen, den der DC Verlag mit Batman, Superman und den vielen anderen Strumpfhosen tragenden Helden an den Kassen in bare Münze umwandelten, dann musste man diesen eben etwas besonderes entgegen setzen.

Marvel ComicAm Vorabend des Zweiten Weltkrieges:
Wenn ich jetzt aber hier diesen Informationsfluss weiter fließen lasse, dann wäre ich glatt schon in meinem nächsten Artikel für den Zauberspiegel. Zuerst aber glaube ich nicht, dass ihr zweimal fasst den gleichen Artikel lesen möchtet und in der Überschrift ist ja auch etwas von „Wurzeln“ die Rede. Und die Geschichte von MARVEL Comics kam eben so richtig in Schwung im Jahre 1961. Nun, da müssen dann die Wurzeln des ganzen ja eben in diesem Jahr liegen, dürfte zum Beispiel so mancher noch recht junge Comic-Leser meinen (und oftmals wohl auch bei manchem wesentlich älteren Freund der bunten Bilder). Doch dem ist nicht wirklich so. Die Wurzeln liegen noch viele Jahre weiter zurück und fingen eigentlich in dem Moment an zu sprießen, als die Welt sich daran machte, mit Rassismus, Antisemitismus und einem neuen Weltkrieg ein eigentlich unsinniges großes Sterben auszulösen. Wir schreiben daher erst einmal das Jahr 1939 und blicken hierzu in die USA. Doch die Politik wird uns in diesem Artikel wie auch im nächsten mit begleiten, denn zu trennen ist das Thema Politik und Comic nur recht schwer.

Gut, wenn Micky Maus seinen Hund Pluto mal wieder um den Gartenzaun scheucht, oder Donald Duck bei Onkel Dagobert in die Luft geht, dann mag das wenig mit Politik zu tun haben. Doch auch diese Comics transportieren gewisse Werte zu einem gewissen Zeitgeist, auch wenn diese noch eher durch drei Hintertüren daher kommen. Diese zwei bis drei Hintertüren konnten sich Superhelden im allgemeinen nicht leisten. Und selbst wenn sie gegen von Grund auf böse Ausserirdische ankämpfen mussten, waren diese Aliens doch eher Synonyme für eigentlich als real gesehene Bedrohungen. 1939 benötigte man aber eigentlich noch keine durch die Phantastik verschleierten realen oder scheinbar realen Bedrohungen. Die Bösewichte waren in den folgenden Jahren klar als Japaner oder Nationalsozialisten auszumachen. Da mussten so manche Helden in den Heftchen das erledigen, was man in der Realität leider nicht so einfach besorgen konnte, nämlich Hitler mal kräftig in den Hintern treten. Doch was in den Comics so einfach erschien, hatte für den MARVEL Verlag erst einmal einen unscheinbaren Anfang genommen. Denn zunächst mussten erst einmal die passenden Helden her. Der Redakteur, Autor und Künstler Joe Simon meinte hierzu allerdings folgendes:

»Im Grunde suchten wir zuerst einen Schurken, und der Schurke war Hitler.«

(Zitat: Joe Simon in MARVEL ORIGINS – DIE SECHZIGERJAHRE)

The Human TorchDie Timely Comics:
Die Wurzeln des MARVEL Verlags reichen also eigentlich bis in die Geburtsstunde des amerikanischen Comic-Verlagswesens zurück. Martin Goodman, seines Zeichens Verleger von Zeitschriften und Heftromanen sah seine geschäftlichen Möglichkeiten zu Erweiterung seiner Produktpalette in dem gerade recht florierenden Comic-Markt, so das er hier seine Timely Comics aus der Taufe hob. Die Nummer 1. trug scheinbar hellseherisch den Namen MARVEL COMICS, was man im Nachhinein aber auch als einen Wink mit dem Zaunpfahl sehen darf. Doch schon ab der Nummer 2. änderte man den Name der Hefte in MARVEL MYSTERY COMICS um.

NamorKünstler wie zum Beispiel Paul Gustavson, Bill Everett oder Carl Burgos schufen in dieser Zeit Heldenfiguren, die zum Teil auch aus dem späteren MARVEL-UNIVERSUM nicht mehr wegzudenken sind. Zwar war der HUMAN TORCH (auch als menschliche Fackel/die Fackel bekannt) wie auch sein späterer Sidekick TORO noch Androiden, doch der Sprung hin zu Johnny Storm von den FANTASTIC FOUR dürfte in späteren Jahren nur noch ein kleiner gewesen sein.

Ein weiterer Held kommt aus den Tiefen der Ozeane und war schon damals als NAMOR der SUB-MARINER (auch bekannt unter der Bezeichnung AQUARIUS) bestens bekannt. Selbst die Flügelchen an seinen Fußgelenken, die spitzen Ohren und die stets hochgezogenen Augenbrauen besaß NAMOR schon zu seiner Geburtsstunde bei Timely Comics.

Für Martin Goodman waren die Comics gleich ein nicht zu unterschätzender Erfolg, so das man bald daran ging, dass Comic-Programm von Timely schnell zu erweitern. So stieß dann auch eben der oben zitierte Joe Simon recht bald hinzu.

Captain America1941: Die Geburt des Captains:
Rund neun Monate, bevor die Japaner Pearl Harbor angriffen und  damit einen Meinungsumschwung in der amerikanischen Bevölkerung hinsichtlich eines Kriegsbeitritt auslösten, schickte Joe Simon und Jack Kirby bei Timely den wohl patriotischsten Superhelden ins Rennen. Captain America sollte aus dem Stand zum wahren Verkaufsschlager mutieren.

»Captain America war ein Phänomen, ein Verkaufsschlager. Nach der ersten Ausgabe hatten wir eine Auflage von fast einer Million, und zwar monatlich.«

(Zitat: Joe Simon in MARVEL ORIGINS – DIE SECHZIGERJAHRE)

Die Lee-Ära beginnt:
Es dauerte jedoch nur einige Monate nach der Nummer 1. der CAPTAIN AMERICA-Comics, als Simon und Kirby den Timely Verlag wieder den Rücken kehrten. Um hier schnellstens Ersatz zu schaffen, setzte Goodman den damals erst 18-jährigen Stan Lee „vorläufig“ auf den Stuhl des Redakteur.

Red RavenDieser Raketenstart kam jedoch nicht von ungefähr. Stan Lee, der eigentlich unter dem Namen Stanley Lieber geboren war, war nämlich auch gleichsam ein Cousin von Martin Goodmans Ehefrau. Lee war bereits im zarten Alter von 16 Jahren (1939) zu Timely gestoßen und verdiente sich seine Brötchen zuerst als Redaktionsassistent. Mit dem Kriegseintritt der USA wuchs der Boom der Superhelden unaufhaltsam. Es hagelte neue Serien und demzufolge auch immer mehr Helden auf dem Markt, wie Beispielsweise MISS AMERICA, MARVEL BOY, WHIZZER, THE ANGEL, KA-ZAR, RED RAVEN oder THE VISION usw., die weder in eigenen Abenteuern agierten oder als Team auftraten. Aber auch im Bereich Humor- und Satire-Comics durften sich diverse Helden und Schurken präsentieren. Und ein CAPTAIN AMERICA ohne seinen Sidekick BUCKY war fasst schon undenkbar. Gemeinsame Abenteuer bestritt CAPTAIN AMERICA & BUCKY im Team auch z.B. mit dem SUB-MARINER, der HUMAN TORCH & TORO. In den sechziger Jahren meinten es Lee und Co. aber nicht mehr so gut mit der Figur des BUCKY. Zwar gab es bei der Auferstehung von CAPTAIN AMERICA einen jungen Burschen namens Rick Jones, der auch schon mal das Kostüm des BUCKY anzog, doch diesen Platz einnehmen konnte bzw. durfte er niemals wirklich.

The AngelDas Ende des Krieges entzieht den Helden den Boden:
Für Timely Comics sollten die Nachkriegsjahre jedoch kein - weiter so - bescheren, denn die Beliebtheit der Superhelden sank spürbar an den Ladentheken wie auch bei den Umsätzen. Martin Goodman und Stan Lee mussten folglich umsatteln im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man nicht den roten Zahlen entgegen reiten wollte. Von nun an sollten jedoch weibliche Superhelden den Comic-Markt erst einmal abtasten. Doch auch sie konnten den Niedergang der Superhelden nicht mehr aufhalten und wurden eher gleich im besagten Strudel mit nach unten gezogen. Dafür sollten jedoch Western-Comics die nächsten 15 Jahre das Bild bei Timley maßgeblich bestimmen.

»Ich war immer der Meinung, dass ein Autor alles schreiben kann. Anstatt 'Folgen Sie dem Auto!' schreibt man eben 'Folgen Sie der Kutsche!'«

(Zitat: Stan Lee in MARVEL ORIGINS – DIE SECHZIGERJAHRE)

Neben Western-Serien wie RAWHIDE KID hatte man aber auch die weiblichen Leserinnen ins Visier genommen und mit Comics wie MY LOVE und ähnlichem versorgt. Was hier jedoch anfänglich recht vielversprechend begann, schleppte sich jedoch alsbald bis 1976 eher verzweifelt daher. Da half es wohl auf Dauer auch nichts, wenn man mit Comics wie COWGIRL ROMANCES sogenannte Mischformen zwischen Western- und Liebescomics auf den Markt schmiss. Zwar sorgten alle diese kreativen Ideen für kurzfristige Erfolge. Diese waren aber zeitlich zu beschränkt, um eine solide und dauerhafte Geschäftsgrundlage zu bieten. Da half es wohl auch nichts, dass Goodman laut Stan Lee ein Verleger gewesen sei, der seinen Erfolg durch das aufspüren von Trends begründete. Es mag aber auch daran gelegen haben, dass diese Trends eben nur sehr kurzlebige waren.

WhizzerTimely wird Atlas:
Die 50er Jahre waren eher eine wechselhafte Zeit für den Verlag, der sich nun in Atlas umbenannt hatte. Seltsame Moralapostel wie Dr. Fredric Werthams haben das Medium Comic längst schon ins Visier genommen. So war es z.B. Werthams Buch SEDUCTION OF THE INNOCENT, in dem dieser frei von der Leber weg behauptete, dass Comics für Kinder nicht geeignet seien. Und wie es in den USA nun mal so ist, wenn seltsame Moralprediger ihre Stimme ungefragt erheben, schaden sie massiv den vermeintlichen „Moralverderbern“ erheblich. Die Verkaufszahlen sanken jedenfalls beträchtlich. Serien aus den Bereichen Mystery und Horror wurden zum Teil umgehend eingestellt, wollte man nicht als Verlag auf ihnen sitzen bleiben und den Zorn der Eltern zu spüren bekommen, die ihren Kindern so ziemlich alles verboten, was auch nur annähernd in Richtung Spannung, Action und Abenteuer tendierte. Dafür wurden unverfängliche Serien wie NELLIE THE NURSE oder PATSY WALKER zum Schwerpunkt des Atlas Verlag. Den Rest bildeten eher unverfängliche Science Fiction-Comics oder lustige Geschichten um Teenager oder eben Funny Annimals. Nur der Western schien sich noch bei dem Kesseltreiben um das „Schund-Medium Comic“ etwas halten zu können. Besser wurde es jedoch nicht mehr.

Der letzte Sargnagel:
Das man zum Beispiel keine Gewinne macht, wenn man noch bestehende Horror-Serien bis zur gnadenlosen Langeweile zensiert, dürfte mehr als verständlich sein. Ein damals erhofftes Comeback der Superhelden scheiterte dann genauso wie auch die neuen 3-D-Comics im Zeitraum um 1953 und verschwanden wieder in der Versenkung. Zwar puschte der mittlerweile geführte Korea-Krieg den Verkauf von propagandistischen Kriegs-Comics, doch auch deren Beliebtheit sank sehr schnell wieder gegen den Nullpunkt.

Etwa gegen Ende des laufenden Jahrzehnts lag der Atlas Verlag buchstäblich mit dem Bauch am Boden und Stan Lee war der einzige noch verbliebene Festangestellte des Verlages. Den Todesstoß hätte  dann fasst ein Vertrag mit einer Vertriebsfirma bedeutet. Denn diese Firma gehörte niemand anderem als Goodmans größtem Konkurrenten DC. Quasi sah alles danach aus, als sollte eine große Ära des Comics geradewegs den Bach herunter gehen, was DC in den USA an die absolute spitze befördert hätte, auch wenn sie die gleichen Probleme gehabt haben dürften.

Autoren meiner Jugend Helden meines frühen Comic-Konsums (1)Lee, Kirby und Ditko wollen den Verlag retten:
Der Verlag Atlas hatte kurz nach Jahresbeginn (1961) erneut den Namen gewechselt und nannte sich nun ganz offiziell MARVEL COMICS. Im Programm gab es längst keine kostümierten Helden mehr, die Verbrecher jagten. Figuren wie CAPTAIN AMERICA usw. waren längst Geschichte. Da geschieht plötzlich ein kleines Wunder. DC setzte wieder auf Superhelden und schien damit auch wieder Erfolge einzufahren. Damit man den neuerlichen Trend nicht auch noch verschläft und die Tore gänzlich schließen musste, wurde Stan Lee von Martin Goodman  beauftragt, umgehend dem Beispiel der Konkurrenz zu folgen. DC jedenfalls fuhr mit der JUSTICE LEAGUE OF AMERICA direkt auf die Erfolgsspur.

Autoren meiner Jugend Helden meines frühen Comic-Konsums (1)Lee, Kirby und Ditko war wohl bewusst, dass sie nicht einfach nur das Alte wieder hervorkramen durften um hier mithalten zu können. Der schiere Ideenreichtum von Stan Lee sorgte dafür, dass beginnend mit den FANTASTIC FOUR 1961 der erste Baustein gelegt wurde, der MARVEL COMICS an die Spitze eines weltweit führenden Verlags für Superhelden katapultieren sollte. Die FANTASTIC FOUR, die ohne jegliche Werbung auf dem Markt einschlugen wie eine Bombe, sollten somit bald auch der Grundstein für ein MARVEL-UNIVERSUM sein, in denen  neben neuen und frischen Ideen und Figuren auch bewährte Helden wie CAPTAIN AMERICA, NAMOR oder THE HUMAN TORCH (bei den FANTASTIC FOUR) ihren festen Platz einnehmen würden.

Autoren meiner Jugend Helden meines frühen Comic-Konsums (1)Die alten MARVEL-COMICS (ab 1961) mögen heute durchaus etwas simpel und manchmal auch naiv wirken, wie Marco M. Lupoi, seines Zeichens Panini Publishing Director (Europe)richtig feststellt. Doch in meiner Jugend habe ich (und nicht nur ich) diese Comics, als sie im Williams Verlag einen Neustart hinlegten, geradezu verschlungen. Als Schüler waren so DIE FANTASTISCHEN VIER, DIE SPINNE oder DIE RÄCHER Gesprächsthema Nummer 1., zumal sie ein anderes, frisches Flair verbreiteten, als es die Superhelden von DC es zu dieser Zeit vermochten. In diesem Sinne werden wir im nächsten Teil eine kleine Reise in die Vergangenheit unternehmen und uns den ersten MARVEL-COMICS annehmen, die seitens Panini in einer hochwertigen Sammlerausgabe nun wieder auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Als kleine Vorausschau sei hier angemerkt, dass wir auf die legendäre Nr. 1. der FANTASTIC FOUR ebenso treffen werden wie auf die Entstehungsgeschichte von THE X-MEN, des ANT-MAN oder unseres beliebten Netzschwingers SPIDER-MAN (um nur einige zu nennen).

In diesem Sinne … bis demnächst.
 

Kommentare  

#1 Heiko Langhans 2015-04-23 07:54
Kleine Korrektur: Joe Simon hat immer nur ein "m" im Namen - nicht zu verwechseln mit dem Inker Joe Sinnott. 8)
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#2 Harantor 2015-04-23 09:33
zitiere Heiko Langhans:
Kleine Korrektur: Joe Simon hat immer nur ein "m" im Namen

Und die Korrektur ist gemacht. Danke
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#3 Andreas Decker 2015-04-23 11:21
Ein schöner Überblick.

Aber ein bisschen komplizierter und vor allem mit jahrzehntelangen Konsequenzen belastet ist die Wertheim-Geschichte schon. Der gute Mann war weniger Moralapostel als vielmehr Psychiater mit einem Anliegen. Was zu einer Senatsanhörung führte, die die Comic-Verleger so einschüchterte, dass sie die Selbst-Zensur einführten, den Comics Code.

Ich erwähne das nur, weil der Code Marvels und DCs Erzählweise nachhaltig diktiert hat. Im Guten wie auch - hauptsächlich - im Schlechten.

Übrigens, wenn man heute mal einen Blick in die alten Atlas-Horrorcomics wirft, nicht mal das Aushängeschild EC, die ja im Gegensatz zu heute primär für Kinder produziert wurden, ist man erstaunt, wie morbide und grafisch (verhältnisweise) hart sie oft sind.
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#4 Carn 2015-04-23 13:28
für mich waren die Williams-Hefte, die ja Marvel-Comics aus den 60ern abdruckten erheblich interessanter als die Superman/Batman-Teile des Ehapa Verlages, die ja die ungleich 'aktuelleren' Geschichten aus den 70ern präsentierten - und das sagt schon Einiges aus...
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#5 Andreas Decker 2015-04-23 15:25
zitiere Carn:
für mich waren die Williams-Hefte, die ja Marvel-Comics aus den 60ern abdruckten erheblich interessanter als die Superman/Batman-Teile des Ehapa Verlages, die ja die ungleich 'aktuelleren' Geschichten aus den 70ern präsentierten - und das sagt schon Einiges aus...



Das ging mir damals genauso. Das Superman-Material aus dieser Zeit war unglaublich öde, bei Batman gab es ja wenigstens noch Neal Adams. Aber die Williams-Hefte waren zumindest am Anfang wie ein frischer Wind.
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#6 Laurin 2015-04-23 15:40
zitiere Andreas Decker:
Ein schöner Überblick.

Aber ein bisschen komplizierter und vor allem mit jahrzehntelangen Konsequenzen belastet ist die Wertheim-Geschichte schon. Der gute Mann war weniger Moralapostel als vielmehr Psychiater mit einem Anliegen. Was zu einer Senatsanhörung führte, die die Comic-Verleger so einschüchterte, dass sie die Selbst-Zensur einführten, den Comics Code.

Ich erwähne das nur, weil der Code Marvels und DCs Erzählweise nachhaltig diktiert hat. Im Guten wie auch - hauptsächlich - im Schlechten.


Stimmt schon, Andreas Decker. Nur hätte es den Artikel wahrlich gesprengt, wenn man auch auf den Comic Code inhaltlich eingegangen wäre. Das wollte ich eigentlich vermeiden. Aber Hallo...wenn Interesse besteht, kann ich da gerne noch inhaltlich liefern (in einem separaten Artikel zum Comic Code). Wobei ich aber aufgrund meiner Informationen hierzu schon mal sagen kann, dass MARVEL hier die geringsten Schwierigkeiten hatte. Aber davon dann in dem Artikel mehr. Wer da etwas intensiver auch zum Comic Code (aber nicht nur) etwas wissen wollte, der hätte am letzten Samstag um 21:35 Uhr den Sender ARTE einschalten müssen, denn da gab es gleich hintereinander drei Dokus zur Geschichte (hauptsächlich) der Superhelden Comics. Der Titel der Dokus war Superheroes (1. bis 3.).
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