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Die 50er Jahre: Ivanhoe - Der schwarze Ritter

Ivanhoe – Der schwarze RitterIvanhoe – Der schwarze Ritter

Während des 12. Jahrhunderts wird der englische König Richard Löwenherz (Norman Wooland) auf der Rückkehr von den Kreuzzügen von Leopold von Österreich gefangen genommen und auf einer seiner Burgen gefangen gehalten. Der angelsächsische Ritter Wilfried von Ivanhoe (Robert Taylor) spürt seinen König während seiner Suche durch Europa dort auf und reist danach inkognito nach England um das Lösegeld auf eigene Faust aufzutreiben, das Richards machtgieriger Bruder John (Guy Rolfe) weigert zu zahlen.

Ivanhoe – Der schwarze Ritter

Denn Prinz John will mit Hilfe der der Normannenfürsten Brian de Bois-Guilbert (Goerge Sanders) und Hugh de Bracy (Robert Douglas) die Macht in England an sich reißen.

In England angekommen, verweigert jedoch Cedric (Finlay Currie) Ivanhoe die Mithilfe, da er seinem Sohn die Teilnahme an den Kreuzzügen nach wie vor nicht verziehen hat.
Unterstützung findet er jedoch bei Rowena (Joan Fontaine) und dem jüdischen Kaufmann Isaac von York (Felix Aylmer), den er das Leben gerettet hat.
Dessen Tochter Rebecca (Elizabeth Taylor) verliebt sich in Ivanhoe und finanziert mit dem Schmuck ihrer verstorbenen Mutter gegen den Willen ihres Vaters seine Turnierausrüstung.

In Ashby begegnet der als schwarzer Ritter getarnte Ivanhoe Prinz Johns normannischen Rittern, die er im Turnier besiegen kann, jedoch danach schwer verletzt vom Pferd stürzt.

Nachdem Issac und seine Tochter Rebecca den verletzten Ivanhoe vor den Normannen und Prinz John in Sicherheit gebracht hat, erfährt Bois-Guilbert von Ivanhoes Plan das Lösegeld für König Richard zu organisieren und greift das Gefolge von Cedric.
Nach dem geglückten Überfall, nimmt der normannische Ritter mit seinen Männern Cedric, Isaac, Rebecca sowie Rowena gefangen...

Ivanhoe – Der schwarze Ritter

Nach dem Monumentalfilm "Quo Vadis" (1951) drehte der Schauspieler Robert Taylor unter der Regie von Richard Thorpe ("Der Gefangene von Zenda", "Die Ritter der Tafelrunde", "Liebe, Tod und Teufel") den Ritterfilm "Invanhoe", basierend auf dem gleichnamigen Roman von Sir Walter Scott aus dem Jahr 1820.

"Ivanhoe" wurde vom Juli bis September 1951 auf dem Gelände der britischen MGM-Studios in Borehamwood gedreht, wo auch eine riesige Burganlage erbaut wurde, die später auch für weitere Ritterfilme genutzt wurde. Ein weiterer Drehort des Film war Doune Castle in Schottland.

Der MGM-Film "Ivanhoe" wurde am 12. Juni 1952 in London uraufgeführt. In den USA startete der Ritterfilm mit Robert Taylor in der Hauptrolle am 31. Juli 1952 in der Radio City Music Hall in New York City.

Ivanhoe – Der schwarze Ritter

"Ivanhoe" spielte bei einem Budget von 3,8 Millionen US-Dollar 7 Millionen US-Dollar (Quelle: Variety-Ausgabe, Januar 1953) in den USA ein.
Er war damit im Jahr 1952 nicht nur der erfolgreichste Film von MGM, sondern nach "Die größte Schau der Welt" (12 Millionen US-Dollar) und "Quo Vadis" (10,5 Millionen US-Dollar) auch der dritterfolgreichste Film des Jahres in den USA.

Aber auch in Europa feierte der Ritterfilm Erfolge an den Kinokassen. In Frankreich lockte "Ivanhoe" über 6,3 Millionen Zuschauer in die Kinos.
Weltweit spielt der Ritterfilm mit Robert Taylor, Joan Fontaine und Elizabeth Taylor in den Hauptrollen ca. 11 Millionen US-Dollar ein.

"Ivanhoe" wurde im Jahr 1953 für drei Oscars in den Kategorien "Bester Film", "Beste Kamera" und "Beste Filmmusik" nominiert. Ging aber leider leer aus. In Deutschland kam der Film am 28. März 1953 unter dem Titel "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" in die Kinos.

"Ivanhoe - Der schwarze Ritter" bezeichnet man nicht ohne Grund als besten Ritterfilm der Filmgeschichte. Denn selbst nach fast 70 Jahren wirkt der zeitlose Klassiker überraschend frisch.

Neben der glänzenden Besetzung in Gestalt von Robert Taylor als Wilfred von Ivanhoe, Elizabeth Taylor als Rebecca, Joan Fontaine als Rowena, George Sanders als Brian De Bois-Guilbert und Felix Aylmer als Isaac von York, sie alle in ihren Rollen überzeugen können, kann der Film insbesondere durch seine abwechslungsreiche Handlung sowie durch die Kampf- und Massenszenen punkten, die vom Stunt-Spezialist und Second Unit Director (der Regisseur des Zweiten Stabes) Yakima Canutt gedreht wurden.

Ivanhoe – Der schwarze Ritter

Yakima Canutt (1895-1986) war als Second Unit Director für das Wagenrennen in "Ben Hur" (1959) sowie unter anderem für die Kampf- und Massenszenen in den Monumentalfilmen "El CId" (1961), "Der Untergang des römischen Reiches" (1964) und "Khartoum" (1966) zuständig.

Hinzu kommt, dass der MGM-Film "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" insgesamt drei Action-Höhepunkte zu bieten hat, die vom Second Unit Director Yakima Canutt spektakulär und perfekt choreographiert und inszeniert wurden.

Der erste Höhepunkt von "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" ist das Turnier von Ashby, in dem Ivanhoe alleine gegen eine Vielzahl von normannischen Rittern nach und nach antritt. in diesem Kampfszenen Reiter gegen Reiter stimmt einfach alles.

Danach folgt nach einigen ruhigen Szenen der zweite Höhepunkt des Ritterfilms. Der Kampf um die normannische Burg Torquilstone.

Hier sind vor allem die Massenszenen zu erwähnen, die mit allem aufwarten was das Genre zu bieten hat, in der Locksley (Harold Warrender) mit seinen Männern trotz der Gegenwehr der heftigen Gegenwehr die Burg nach und nach erstürmen.
Yakima Canutt und seine Crew zeigen dem Zuschauer des Films ein wahres Feuerwerk an Stunts, Spezialeffekten und Kampfchoreographien.

Aber auch der Kampf innerhalb der Burg ist spektakulär in Szene gesetzt, insbesondere wenn Ivanhoe zusammen mit seinem Vater Cedric und seinem Knappen Wamba alles versucht, um Rowena und Rebecca zu befreien.
Als dritter und letzter Höhepunkt folgt am Ende des Ritterfilms "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" der nicht minder abwechslungsreich und spektakulär inszenierte brutale Zweikampf zwischen Ivanhoe und dem normannischen Ritter Brian De Bois-Guilbert, um Rebecca vor dem Scheiterhaufen zu retten.

Weiter positiv abgerundet wird das Ritterspektakel durch die herausragende Filmmusik des Komponisten Miklós Rózsa, der die Handlung von "Ivanhoe - Der schwarze Ritter" eindrucksvoll untermalt. 

Ivanhoe - Der schwarze Ritter

Ivanhoe – Der schwarze Ritter
(Ivanhoe)
USA 1952

Regie: Richard Thorpe
Drehbuch: Noel Langley
Kamera: Freddie Young
Schnitt: Frank Clarke
Musik: Miklós Rózsa

Darsteller
Robert Taylor als Wilfred von Ivanhoe
Elizabeth Taylor als Rebecca
Joan Fontaine als Rowena
George Sanders als Brian De Bois-Guilbert
Emlyn Williams als Wamba
Robert Douglas als Hugh de Bracy
Finlay Currie als Cedric
Felix Aylmer als Isaac von York
Francis De Wolff als Front de Boeuf
Norman Wooland als Richard Löwenherz
Basil Sydney als Waldemar Fitzurse
Harold Warrender als Locksley
Patrick Holt als Philip DeMalvoisin
Roderick Lovell als Ralph DeVipont
Guy Rolfe als Prinz John

FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 106 Minuten

Deutscher Kinostart: 28. März 1953


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