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Ein Filmklassiker - Selbstmordgefährdet, Ruhestandsreif, blaue Bohnen

Ein FilmklassikerFolge 25
Selbstmordgefährdet, Ruhestandsreif, blaue Bohnen

In dieser Reihe DER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch mitunter manche Klassiker des Films tummeln. Wir werden hierzu einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. von manchen Actionfilmen über Western bis hin zu besonderen Romanzen einen Einblick gewähren werden. Das Prinzip der Gegensätze schafft dabei geniale Ausgangslagen.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)
Es gibt Leute, denen hört man nur ungerne zu, weil sie gerne mal Unsinn reden oder schriftlich verfassen. Und die besten dieser seltsam, nervigen Gattung des Homo Sapiens dürfen dann ihre höchst seltsamen Meinungen im LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS verewigen. Und da lesen wir von einem dieser seltsamen Kritikern, die Filme in einer Kristallkugel betrachten und etwas von "unverholen staatlich legitimierter Gewalt", einer "menschenverachtenden Grundhaltung" das Wort reden und das der Film am Ende sogar auf "Fernsehniveau" sei. Und ja, diese Kritik, die nicht einmal ansatzweise passend genug ist, dass man sie im Zusammenhang gelesen haben muss, richtete sich gegen den US-Action-Kracher LETHAL WEAPON (mit dem deutschen Zusatztext ZWEI STAHLHARTE PROFIS im Titel) mit den Darstellern Danny Glover (DIE FARBE LILA/1985 oder PREDATOR 2/1990) und Mel Gibson (MAD MAX/1979 oder als Regiearbeit, Autor und Produzent: DIE PASSION CHRISTI/2004) in den Hauptrollen. Oder genauer gesagt, um den ersten Film aus dem Jahre 1987, dem noch drei weitere Forsetzungen folgen sollten, auch wenn diese eigentlich nicht einmal ansatzweise direkt geplant waren.

1993 kam hierzu auch eine Parodie in die Kinos mit dem Titel LOADED WEAPON 1 mit Samuel L. Jackson (PULP FICTION/1994 oder MARVEL'S THE AVENGERS/2012), William Satner (STAR TREK/1966-1969 oder AMERICAN PSYCHO 2: DER HORROR GEHT WEITER/2003) und Emilio Estevez (RHEA M - ES BEGANN OHNE WARNUNG/1986 oder THE BREAKFAST CLUB/1985). Ebenso basiert auch eine gleichnamige Fernsehserie aus dem Jahre 2016 auf den Filmen und ist auch bereits im deutschen Fernsehen zu bewundern. Hier übernimmt Damon Wayans die Rolle des Roger Murtaugh und Clayne Crawford die Rolle des Martin Riggs.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Allerdings bin ich da ehrlich, zu der Fernsehserie und der damaligen Parodie aus dem Jahre 1993 kann ich eigentlich nichts sagen, da ich in beides bisher noch keinen Blick riskiert hatte. Irgendwo ist LETHAL WEAPON für mich auch nicht wirklich LETHAL WEAPON, wenn hier nicht Gibson und Glover mitspielen. Die in den insgesamt vier Filmen behandelte Action ist an sich auch richtig gut gewählt, wobei ich sogar dazu tendiere, die erste Fortsetzung LETHAL WEAPON 2 - BRENNPUNKT L.A. sogar noch einen kleinen Zacken besser zu bewerten als den ersten Film um unsere zwei Cops. Aber die zwei Hauptdarsteller sind irgendwie so fest mit den Filmen der Reihe verbunden, dass ich mir diese auch nicht wirklich ohne sie vorstellen könnte. Da mögen es andere vielleicht auch gut machen, wenn sie nun in diese Rollen schlüpfen, aber gerade bei diesen Filmen käme es mir irgendwo nicht wirklich richtig vor. Und als etwas ärgerlich empfinde ich es immer noch, dass genau der erste Film um Riggs und Murtaugh auf DVD und BD immer noch erst ab 18 Jahre freigegeben ist. Da sollten mal die Jugendschützer noch mal in sich gehen und diesen Fehler korrigieren. Zeitgemäß ist diese Alterseinstufung jedenfalls nicht mehr.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Um mitzuspielen musste man schon etwas verrückt sein:
Zumindest dürfte sich dies damals Jackie Swanson gedacht haben, die hier eine recht kurze und darüber hinaus auch ihre erste Rolle in einem Film absolviert hatte. Sie ist nämlich das Callgirl  direkt zu Anfang des Films, welches mit Rauschgift zugedröhnt durch den Sturz von einem Balkon gleich stirbt, aber so die Handlung damit erst richtig ins rollen bringt. Da man hier nämlich eine wirklich realistische Szene wollte, blieb ihr nämlich nichts anderes übrig, als wirklich von einem Balkon zu springen. Gut für sie, dass man es mit dem Realismus nicht so sehr übertreiben wollte. So landete sie sicher auf einem aufgespannten Luftkissen, auf dem man von oben gesehen die Straßenkulisse samt Auto wiederum sehr realistisch aufgemalt hatte.

Einen weiteren Sprung (oder sollte man sagen Partner-Sprung) gab es dann nochmals in der Handlung, bei dem Murtaugh wegen Riggs so richtig ins schwitzen kam. Dies war die Szene mit dem Selbstmörder, an den sich Riggs einfach per Handschellen ankettet und ihn so zum Sprung vom Haus noch nötigen muss. Wer genau aufpasst, dem dürfte allerdings auffallen, dass von den Handschellen beim Sprung dann plötzlich nicht mehr viel zu sehen war. Die mussten nämlich kurz vor dem Sprung im Film dann verschwinden, weil beide Darsteller aus Gründen der Sicherheit zwar zeitlich gemeinsam aber trotzdem jeweils alleine springen mussten.

Der Film LETHAL WEAPON wurde übrigens bereits im Vorfeld (November 1986) dem tödlich verunglückten Stuntman und Schauspielerkollegen  Dar Robinson gewidmet. Ob es allerdings Danny Glover wirklich gefallen haben dürfte, dass er einen 50-jährigen Cop spielen musste, dem man es nicht einmal ansah, dass er gerade mal 40 Jahre alt war, kann vielleicht bezweifelt werden. Zumindest wenn man dies aus diesem (zugegeben etwas gemeinem) Blickwinkel heraus betrachtet.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Eine Fortsetzung (bzw. sogar drei Fortsetzungen) war zu Beginn allerdings seitens Richard Donner eigentlich nicht geplant gewesen. Im eigentlichen Ende von LETHAL WEAPON trennen sich die Wege von Riggs und Murtaugh nämlich für immer. Jedoch kam es  dann anders, denn Donner erkannte, dass sich die Zwei Hauptcharaktere im Film immer stärker befreundet hatten, was fasst schon einem familiären Verhältnis gleichkam. Daher wurde das Ende des Films einfach wieder gekappt und ein neues Ende gedreht. Und eben dieses neu gedrehte Ende schuf damit auch die besten Voraussetzungen, bei einem Erfolg an den Kinokassen weitere Fortsetzungen mit ebenso actiongeladenen Einsätzen fortzuführen. Um da dann in der ersten Fortsetzung noch einen drauf zu setzen, legten sich Riggs und Murtaugh gleich mit den politischen Vertretern des damals noch rassistischen (Apartheit System) Südafrika in den USA an, womit man gleich in einen gut gemachten Actionfilm 1989 auch noch eine positive politische Botschaft mit einarbeiten konnte. Zum einen hatte ja in Südafrika mit Frederik Willem de Klerk der Wandel bereits politisch eingesetzt, indem dieser direkte Gespräche mit dem ANC-Führer Nelson Mandela aufnahm und zum anderen griff man in der Fortsetzung unter dem Titel LEATHAL WEAPON 2 - BRENNPUNKT L.A.  das Thema des Verfall des Goldpreises auf, welche das von Sanktionen gebeutelte Regime noch zusätzlich arg in Bedrängnis brachte. Der Krügerrand als damals sehr bekannte Goldmünze aus Südafrika war zu dieser Zeit kaum noch im Handel der Banken (z.B. in Deutschland) erhältlich. Doch neben dem Schmuggel der Goldmünze Krügerrand in die USA durch verbrecherische Diplomaten, führte Donner in der ersten Fortsetzung auch das Kapitel um Martin Riggs Vergangenheit zu einem runden Ende, indem auch der Mörder von Riggs junger Ehefrau hier eine gewichtige Rolle in der Handlung spielt.

LETHAL WEAPON erhielt 1989 in insgesamt drei Kategorien den Image Award, darunter für die Darsteller Danny Glover und Traci Wolfe, die bereits auch als Model bekannt geworden war und in dem Film die älteste Tochter  von Roger Murtaugh spielte. Weitere Nominierungen gab es 1989 mit dem Young Artist Award für Ebonie Smith und eine Nominierung für den begehrten Oscar gab es für den "Besten Sound" 1988. Dabei wurde der Film LETHAL WEAPON  mit gerade mal 15 Millionen US-Dollar produziert. Bei Einnahmen an den Kinokassen von 65 Millionen US-Dollar nur in den USA, gehörte der Actionfilm damals bereits zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 1987. Und entgegen dem üblichen Weg, Actionfilme (zumindest damals) in den USA im Sommer in die Kinos zu bringen, entschied man sich hier dazu, den Filmstart gleich auch ins Frühjahr zu verlegen.

Doch kommen wir jetzt wie gehabt zum eigentlichen Einblick in die Handlung von LETHAL WEAPON, der auch in Deutschland recht schnell seinen festen Kreis von Fans aufbauen konnte. Dies lag insbesondere an der allgemein lockeren Art, den offensichtlichen Gegensätzen zwischen Riggs und Murtaugh und dem Spaß an deren Zusammenspiel, der die Spannung niemals trübte, sondern im Gegenteil sogar recht positiv stützte.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Ich bin zu alt für diesen Scheiß:
Hoch oben in einem Penthouse schleicht sich ein junges Mädchen zugedröhnt mit jeder Menge Rauschgift auf den Balkon. Diese Idee bezahlt das Callgirl Amanda Hunsaker nur kurz danach mit ihrem Leben, als sie scheinbar vom Geländer in die Tiefe springt. Doch was zuerst wie ein Selbstmord erscheint, könnte man auch durchaus als Mord betrachten.

An anderer Stelle bekommt der Polizist Roger Murtaugh vom L.A. Police Department eine etwas seltsame Überraschung zu seinem 50 Geburtstag. Ihm wird nämlich der jüngere Sergeant Martin Riggs als neuer Partner zugeteilt. Riggs, der auch in Vietnam in einer Eliteeinheit gedient hatte, hat vor einiger Zeit durch einen schweren Unfall seine junge Frau verloren. Dies macht ihn für Murtaugh nicht gerade zu einem partnerschaftlichen Ruhekissen, denn Riggs trinkt, raucht und ist auch gegen sich selbst und andere eher rücksichtsloser Natur. Da leuchten bei Murtaugh dann auch alle Alarmanlagen, denn Riggs ist zudem hochgradig Selbstmordgefährdet und geht daher keiner gefährlichen Situation aus dem Weg.

Der Vater der toten Amanda Hunsaker wendet sich indessen ebenfalls an seinen alten Freund Murtaugh, da er nicht an einen Suizid seiner Tochter glauben will. Bei ihren Nachforschungen stoßen Murtaugh und Riggs dann auch bald auf eine ehemalige CIA-Söldnergruppe die bereits in Vietnam zum Einsatz kam, nun aber mit Rauschgiftschmuggel das große Geschäft über Los Angeles in der gesamten USA machen will. Deren Anführer ist ein gewisser General McAllister und seine rechte Hand Mr. Joshua. Doch Murtaugh und Riggs kommen ebenfalls dahinter, dass Amanda Hunsakers Vater bei der illegalen Geldwäsche seine Finger tief mit im Geschäft hatte. Der hatte dann aber damit gedroht, den Drogenhandel auffliegen zu lassen, worauf sich Mr. Joshua dem jungen Mädchen in mörderischer Absicht annahm. Als Murtaugh und Riggs Hunsaker zur Rede stellen wollen, schlägt Mr. Joshua erneut zu und ermordet diesen aus einem Hubschrauber heraus. Aber auch Murtaugh und Riggs sind nun ins Visier dieser Verbrecherbande geraten und sehen sich einigen Anschlägen auf ihr Leben gegenüber.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Da Mr. Joshua sich unter falschen Angaben an Murtaughs ältester, aber leicht zu beeinflussende Tochter Rianne heran gemacht hat, kommt es zu der gefährlichen Situation, bei dessen Angriff die Gangster Murtaugh, Riggs und Rianne entführen die beiden Cops gefoltert werden, um herauszufinden, wie viel sie bereits über die Drogengeschäfte der Bande wissen. Da man allerdings nicht damit gerechnet hat, wie verrückt Riggs selbst unter der Folter reagieren kann, gelingt es diesem zu fliehen und Murtaugh samt Tochter zu befreien. Um den brutalen Gangster endlich das Handwerk zu legen, gehen Riggs und Murtaugh zum Angriff über. Hierbei stirbt auch McAllister samt einer größeren Ladung Heroin bei einer Explosion.

Eigentlich scheint alles damit überstanden zu sein, aber dann wird Riggs im Vorgarten von Murtaugh durch Mr. Joshua angegriffen, den er jedoch bei einem reinen Faustkampf besiegen kann. Als Mr. Joshua hiernach jedoch nach seiner Waffe greift, wird er zugleich von Murtaugh und Riggs erschossen.

Da Roger Murtaugh allerdings auch mittlerweile einen Narren an seinen durchgeknallten Partner Martin Riggs gefressen hat, läd dieser ihn zur Weihnachtsfeier seiner Familie ein, wo Riggs schnell zu einer Art inoffiziellem Familienmitglied aufsteigt.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Meine Filmkritik:
LETHAL WEAPON verließ auf einer recht orginellen Art und Weise die typische Einbahnstraße des gängigen Actionfilm, was ihm recht schnell einen gewissen Kultstatus einbrachte, den er sich auch redlich verdient hatte.

Wo fand man bis zu diesem Zeitpunkt schon entsprechende Helden im Polizeidienst, wo der eine, ältere Part sich lieber mit den Gedanken einer baldigen Pensionierung beschäftigen würde, während ihm ein jüngerer Partner zur Seite gestellt wird, der den Pistolenkugeln faktisch schon entgegen läuft und sich intensiv mit Selbstmordgedanken trägt, weil er seine große Liebe bei einem schrecklichen Unfall (was sich in der Fortsetzung als Mord herausstellt) verloren hatte. Eigentlich hat man als Zuschauer gleich zu Beginn bereits den Verdacht gehabt, dass diese Konstellation eigentlich nicht gut gehen kann.

Und dann kommt da noch ein Ex-Cop daher, der seine tote Tochter durch Murtaugh gerächt sehen möchte, weil er sich selbst mit recht üblen Verbrechern zusammengetan hatte. Und als sei dies noch nicht genug, treibt sich Murtaughs älteste Tochter Rianne noch mit einem wesentlich älteren Gangster herum, der sich selbst gerne Mr. Joshua nennt.

Die ziemlich gegensätzlichen Eckpunkte sind also gegeben, um hier ein gewaltiges Feuerwerk an Action entfachen zu können, bei dem der Zuschauer erst einmal mit offenem Mund mitfiebern kann. Und genau dieses Feuerwerk brennt dann auch Richard Donner (Regie) und Shane Black (Drehbuch) für den Zuschauer ab, wobei sie das ganze noch mit lustigen Einlagen und lockeren Sprüchen anreichern, die jedoch niemals Gefahr laufen, die Handlung ins lächerliche abgleiten lassen.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Die noch heute gängige Einstufung des Films mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahre scheint allerdings mit den Jahren durchaus nicht mehr zeitgemäß zu sein, so das man hier durchaus die Hoffnung aussprechen kann, dass dieser dem Film angepappte Makel bei einer Neubewertung korrigiert wird. Lustiger Weise liegt mir die offizell angegebene ungeschnittene Fassung mit 105 Minuten vor, in der Wikipedia wird die Laufzeit aber mit 112 Minuten angegeben. Man sollte sich hier allerdings nicht zu viele Gedanken darüber machen, wo hier nun der Fehler liegt. Gesamt gesehen erfüllt dieser Actionfilm nämlich alle Ansprüche an dieses Genre mit Bestnoten und kann noch heute die Fans immer wieder begeistern. Diesen Film nicht als einen Klassiker zu betrachten,  hätte daher schon einen merkwürdigen Beigeschmack an sich. Aus diesem Blickwinkel heraus kann ich dem Film LETHAL WEAPON - ZWEI STAHLHARTE PROFIS  nur ohne Abstriche die volle Punktzahl von fünf Hollywood-Sternchen als Bewertung vergeben, was natürlich eine Empfehlung mit einschließt, sich diesen Actionfilm unbedingt in die eigene Filmsammlung zu stellen.

Ausblick:
der nächste Beitrag in der Reihe DER FILMKLASSIKER kommt in vierzehn Tagen natürlich wieder und dann nehmen wir uns einen Film vor, der besonders die Jugend damals in die Kinos zog. Das Thema war natürlich Sex und junge Mädchen und die diversen Tücken, die hierbei auftreten können.

Der Film selbst ist übrigens eine Gemeinschaftsproduktion zwischen Kanada, Deutschland und Frankreich, wobei man allerdings die eigentliche Handschrift in Sachen Handlung und Atmosphäre locker den Franzosen zurechnen darf. Das der Film etwas aus der Masse herausstach, zeigte sich später dann auch in der VHS-Verwertung in den Videotheken. Denn dort musste man damals schnell sein, wenn man noch eine der dort vorhandenen Filmkasetten des Films ausleihen wollte.

Nach einiger Zeit jedoch wurde es ziemlich still um diesen Film, den man zwar heute noch als DVD erwerben kann, der aber aus dem Blickfeld der Filmfreunde ziemlich verschwunden zu sein scheint. In diesem Punkt muss man leider die Bezeichnung "Filmklassiker" auch ziemlich eingeschrtänkt verwenden. Auch die DVD-Filmreihe, in dem dieser Film sich um Beziehungen, Lügen und dem Erwachsenwerden dreht, sorgt hierbei etwas für Irrationen. Tauchen doch in dieser Reihe vermehrt Filme aus dem Erotikbereich der 70er Jahre auf, wo der "Kumpel" es schon mal "jucken lässt" und unter dem "Dirndl" recht seltsam "gejodelt" wird. Denn mit diesen Sex-Filmchen hat der hier gesuchte Film eigentlich recht wenig bis nichts zu tun. Sex ist natürlich auch hier ein Thema, jedoch wird nackte Haut mehr als spährlich und wenn, dann eher beiläufig in Szene gesetzt. Auch sonst will dieser Film nicht wirklich in diese DVD-Reihe hinein passen, in die man ihn hier seltsamer Weise hineingepresst hat.

Ein weiteres Wunder dürfte die Altersfreigabe ab 18 Jahre darstellen, obwohl der Film nichts, aber auch wirklich nichts beinhaltet, was diese hohe Einstufung noch rechtfertigen würde. Ein Grund (den ich mir hierzu eventuell noch vorstellen kann) könnte das Thema Abtreibung sein, welches ebenfalls in der Handlung etwas locker thematisiert wird. Jedoch würde ich persönlich auch dies nicht als triftigen Grund betrachten, diesen Film (immer noch) so hoch in der Altersfreigabe zu bewerten.

So sehr dieser Film nicht in die entsprechende DVD-Reihe passt, so sehr lohnt sich nach den vielen Jahren durchaus wieder ein Blick in die betreffende Handlung und eben auch in den Film selbst, welcher durchaus positiv gealtert ist für einen Film, welcher 1980 in die Kinos kam und uns Jugendliche förmlich in die Filmsäle und danach in die Videotheken trieb.

Netter Weise muss man sagen, dass man damals sowohl in den Kinos als auch in den Videotheken in diesem speziellen Fall nicht wirklich viel auf die Altersfreigabe gab und man ihn als Jugendlicher daher locker ansehen bzw. ausleihen konnte. Schließlich handelte der Film ja um viele Fragen junger Menschen, die hier in der Handlung von einer Clique weiblicher, junger Teenager aufgegriffen wird.

In diesem Punkt belasse ich es auch mit weiteren Hinweisen auf den Film und wünsche viel Spaß beim raten.

Als Ersatz für die Reihe DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER werden wir uns im Wechsel mit der Reihe DER FILMKLASSIKER zu weiteren Animationsfilmen aus dem Hause DC zuwenden, von denen ich hier im Zauberspiegel schon einige vorgestellt hatte. Doch da warten noch so einige Perlen auf euch, die ich hier noch behandeln werde. Und da wird am nächsten Samstag das Viktorianische Zeitalter wieder aufblühen und eine recht eigene, aber nicht uninteressante Darstellung des Jack the Ripper seine Aufwartung machen. Den Titel für diesen sehr spannend gemachten Animationsfilm dürft ihr euch daher ebenfalls gerne auf die Liste der zu lösenden Rätsel notieren.

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis
(Lethal Weapon)
mit Danny Glover, Mel Gibson, Gary Busey, Tom Atkins, Terry Lynn Doss, Ed O'Ross, Traci Wolfe, Darlene Love, Ebonie Smith, Steve Kahan, Damon Hines, Mary Allen Trainor, Mitchell Ryan, Jackie Swanson, Paul Tuerpe, Grand L. Bush, Al Leong, Lycia Naff, Don Gordon, Jason Ronard u.a.
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Shane Black
Produktion: Joel Silver, Richard Donner
Genre: Action
Laufzeit: 105 Minuten (DVD)
DVD/FSK: 18 Jahre
Vertrieb: Warner Home Video
USA 1987

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Kommentare  

#16 Laurin 2018-05-13 17:32
Zitat Andreas Decker:
"Subway? Im Ernst? Warum nicht gleich eine Currywurst im Bahnhof? :D "
Äh ... ja, wo du es sagst. Currywurst mag ich auch sehr gerne. :-)

@ Friedhelm:
Dieses Postermagazin kannte ich bisher überhaupt nicht. Wird wohl nicht leicht sein, da an die fehlenden Ausgaben ranzukommen.
Space View hatte ich auch mal kurzzeitig gelesen. Aber wie gesagt nur kurzzeitig da die Auswahl der Artikel nie so ganz meinen Geschmack trafen. Fand es etwas einseitig auf SF und Fantasy getrimmt. Phantastische Zeiten und Vampir kannte ich bisher auch nicht. Mag daran liegen, dass sie es wohl nie geschafft hatten, mal in die Zeitschriftenauslagen unserer gängigen Geschäfte hier zu gelangen. Schade eigentlich, hätte da gerne mal reingesehen.
#17 DarkDancer 2018-05-13 17:41
@Friedhelm
Wenn du mir eine Mail Adresse zukommen lässt,hätte ich da was Für dich. Anscheinend gibt es beim Zauberspiegel keine PN Möglichkeit? Oder bin ich nur zu doof eine solche zu finden?
#18 Friedhelm 2018-05-13 19:27
Zitat:
Phantastische Zeiten und Vampir kannte ich bisher auch nicht. Mag daran liegen, dass sie es wohl nie geschafft hatten, mal in die Zeitschriftenauslagen unserer gängigen Geschäfte hier zu gelangen.
Bei uns gab es die am Kiosk und im Handel auch nicht - ich habe dann jede Ausgabe im Abo bekommen. Herausgeber war Manfred Knorr, der jetzt "Moviestar" macht.



Zitat:
enn du mir eine Mail Adresse zukommen lässt,hätte ich da was Für dich.
Kann ich dir gerne mal gebe: - da bin ich jetzt aber echt gespannt
#19 Harantor 2018-05-13 20:45
zitiere DarkDancer:

gibt es beim Zauberspiegel keine PN Möglichkeit? Oder bin ich nur zu doof eine solche zu finden?


Ich weiß nicht, ob zu doof bist, aber unten oberhalb der Anmeldung findest Du im Menu "Privatnachrichten". Dort kannst Du welche abschicken
#20 DarkDancer 2018-05-13 20:56
Hmm
Also nach erneuter intensiver Suche muss ich sagen das weder mein Mobilphone noch mein Tablet einen Button Privatnachrichten anzeigt.
#21 Thomas Mühlbauer 2018-05-13 21:15
Das ist vermutlich eine Javascript-Angelegenheit, die Buttons verschwinden lässt. Einfach mal bei "Einstellungen" ein Häkchen bei "Javascript aktivieren" setzen.
#22 DarkDancer 2018-05-13 21:44
zitiere Thomas Mühlbauer:
Das ist vermutlich eine Javascript-Angelegenheit, die Buttons verschwinden lässt. Einfach mal bei "Einstellungen" ein Häkchen bei "Javascript aktivieren" setzen.


Danke für den Tip,aber JavaScript ist aktiviert.
#23 Harantor 2018-05-13 23:45
Es liegt vermutlich an den mobilen Ausgabegeräten. Ich halte mal Rücksprache mit dem Provider. Der ist immer hilfreich ...
#24 Des Romero 2018-05-14 05:21
Zitat:
Die noch heute gängige Einstufung des Films mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahre scheint allerdings mit den Jahren durchaus nicht mehr zeitgemäß zu sein, so das man hier durchaus die Hoffnung aussprechen kann, dass dieser dem Film angepappte Makel bei einer Neubewertung korrigiert wird. Lustiger Weise liegt mir die offizell angegebene ungeschnittene Fassung mit 105 Minuten vor, in der Wikipedia wird die Laufzeit aber mit 112 Minuten angegeben. Man sollte sich hier allerdings nicht zu viele Gedanken darüber machen, wo hier nun der Fehler liegt.
Da liegt kein Fehler vor. Bei der 105-Minuten-Fassung handelt es sich um die ungeschnittene Kinofassung. Der nachgeschobene Director's Cut läuft sieben Minuten länger und damit 112 Minuten. Und obwohl die längere Fassung dieselben Actionszenen enthält, ist sie ab 16 Jahren freigegeben. Deine Hoffnung hat sich also erfüllt. ;-)
#25 Laurin 2018-05-14 09:30
@ Des Romero:
Danke für die Info. Dann muss ich mir da ja keine Gedanken mehr machen. :-)

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