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Ein Filmklassiker - Wir sind die Zukunft, Pauker

Ein FilmklassikerFolge 2
Wir sind die Zukunft, Pauker

In dieser Reihe DER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch mitunter manche Klassiker des Films tummeln. Wir werden hierzu einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. von manchen Actionfilmen über Western bis hin zu besonderen Romanzen einen Einblick gewähren werden. Mitunter geht es auch in den Schulen hart zur Sache.


Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Die Klasse von 1984 (Class of 1984)
Schule war noch nie nur ein Hort der Bildung und der Weisheit. Mitunter ging es gleich auf dem Schulhof oder nach der Schule auch schon mal richtig zur Sache. Na ja, damals gab es wohl noch gewisse Grenzen, die man nicht überschritten hatte, auch wenn man den anderen nicht mochte. Doch ein Zuckerschlecken war es schon damals nicht wirklich immer und irgendwo galt auch hier der Grundsatz, fressen oder gefressen werden. Denn hatte so ein Rüpel samt seinem dümmeren Anhang heraus gefunden, das man ein leichtes Opfer war, dann hatte man irgendwie schon die Arschkarte gezogen.

Aber wie gesagt, es gab da noch gewisse Grenzen, die sich aber schon damals aufweichten, je älter die Kids wurden. Ich kannte da Mitte der 70er Jahre z.B. einen Lehrer der Hauptschule, der keine Pausenaufsicht mehr machen musste, weil man ihn Dank der älteren Jungs sonst immer wieder mit dem Hintern aus dem Mülleimer ziehen musste. Ja, auch Lehrer konnten schnell zu Opfern werden, wenn es ihnen nicht mehr gelang, sich einen gewissen Respekt zu bewahren.

Und wenn ich mir Heute, also viele viele Jahre nach meiner Schulzeit schon mal in einer Dokumentation oder per Zeitungsartikel berichten lassen muss, was an manchen Schulen gerade in Problembezirken so abgeht, dann waren wir wohl damals glatt noch Weisenknaben.

Mobbing einzelner Schüler oder Schülerinnen ist ja durchaus in aller Munde und eines der großen Probleme. Doch andere Probleme werden hier durchaus dabei etwas verdeckt in solchen Problemschulen. Denn da ist es mitunter nicht unüblich das man sich selbst harte Drogen auf dem Schulhof besorgen kann, man manchen Kids mit Messern bewaffnet besser aus dem Weg geht und selbst Zwangsprostitution oder Vergewaltigungen lassen sich hier durchaus im Extremfall vorzufinden. Nur vieles bleibt dabei einfach immer noch unter dem Deckmantel des Schweigens, alleine schon, weil viele Betroffene darüber aus Angst schweigen. Und da rede ich nicht etwa über eine abgehalfterte Highschool in den USA, sondern durchaus von Schulen mitten in Deutschland. Und wer es nicht glaubt, der wühle sich mal bitte in Sachen Problemschulen in Deutschland durch so manche Zeitungsartikel und Berichte. Da kann einem übel werden, wenn man bedenkt, dass das eigene Kind vielleicht auf solch eine Problemschule gehen müsste.

Zugegeben, als wir damals den Film DIE KLASSE VON 1984 im Kino gesehen hatten, kam uns diese geballte Gewalt und Kriminalität unter Schülern noch ziemlich befremdlich vor, auch wenn wir hier durchaus schon gewisse Parallelen zum eigenen Schulalltag ziehen konnten.

Aber es war eben ein Kinofilm und da musste man eben in diesen Punkten den Bogen wohl schon etwas überspannen um Spannung aufzubauen. So jedenfalls hatte man es damals - selbst noch recht jung - noch gesehen. Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher, ob dieser Film nicht schon lange in der Realität angekommen ist, auch wenn ein Lehrer bisher hier noch nicht rächender Weise einige Schüler vom Leben in den Tod befördert hat.   

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Und endlich ohne üble Schnitte in der Handlung:

Leben ist Schmerz. Und Schmerz ist so ziemlich alles.

(Filmzitat: Peter Stegman/Timothy Van Patten)

Das Zitat eben aus dem Film DIE KLASSE VON 1984 ist nicht unbedingt so abwegig. Auf dem Cover der nun ungeschnittenen Version mit einer FSK-18-Freigabe steht allerdins mittlerweile der Spruch etwas anders: "Leben ist Qual. Und Qual ist alles."

Welches Zitat des Rüpels Peter Stegman nun das richtige ist, lasse ich aber mal dahin gestellt, denn bei der damaligen Synchronisation kann hier ja durchaus schon mal ein Dialog ein wenig geändert herüber kommen und im Originalton habe ich mir den Film bisher noch nicht angesehen, eben weil ich mit Englisch ja eher auf Kriegsfuß stehe.

Der Film DIE KLASSE VON 1984 wurde nämlich laut Wikipedia kurz nach seiner Veröffentlichung indiziert. Nur hätte man wegen der Genauigkeit auch mal schreiben können, welche "Veröffentlichung" hier überhaupt gemeint ist. Als der Film aus dem Jahre 1982 nämlich in die Kinos kam, war er noch ungeschnitten. Und selbst als er auf VHS auf den Markt kam (als Verleihkasette) bekam man noch zuerst die ungeschnittene Fassung, die ich mir privat damals eben auch noch an Land ziehen konnte, da ich beste Kontakte zu einem Videothekenbesitzer hatte. Da es zu diesem Zeitpunkt allerdings von dem Film noch keine Kaufkasetten gab, war dieser Kauf damals nicht gerade billig.

Und bevor der Film überhaupt von einem Label ungeschnitten als Kaufkasette so richtig auf den Markt geschmissen werden konnte, schlug die Indizierung zu und der Film verschwand auch sogleich damals aus den Auslagen der mir bekannten (insgesamt damals drei alleine in Burscheid) Videotheken und wurde wenn, wohl nur noch unter der Ladentheke weiter verliehen. Also kam nicht jeder beliebige Kunde mehr an den ungeschnittenen Film heran, denn das Risiko war hierfür wohl etwas zu hoch.

Viele viele Jahre später hatte ich dann nur noch einen DVD-Player da mein letzter VHS-Recorder das zeitliche gesegnet hatte. So gelang irgendwann der Film als DVD in meine Hände (fragt mich aber nicht mehr wie und weshalb, das weiß ich heute auch nicht mehr). Natürlich hatte der nunmehr eine Freigabe ab 16 Jahre, was wirklich ärgerlich war, denn einiges ist der Schere bei dieser Fassung leider zum Opfer gefallen. In diesem Sinne war es für mich klar gewesen, das ich mir die ungeschnittene Version wieder an Land ziehen würde, als im Dezember 2016 die Indizierung endlich aufgehoben wurde.

Somit bin ich nun (wieder ein stolzer) Besitzer der limitierten Auflage des Mediabook von ALIVE/CMV LASERVISION (DVD- sowie BD-Fassung), die gemessen an dem Preis der damaligen, ungeschnittenen VHS-Kasette, immer noch spottbillig erscheint. Natürlich ist der Film hier auch digital überarbeitet worden, so das man über die Bidqualität nun wirklich auch nicht meckern kann.

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Nicht alles im Film war wirklich geplant gewesen:
Ich gebe es ehrlich zu, wenn der Schock-Rocker Alice Cooper direkt  zu Anfang des Films seinen Song "I am the Future" schmettert, dann läuft mir immer noch eine kleine Gänsehaut am Nacken herunter.

Aber das schaffte der Musiker auch, als er damals den Titelsong für einen der Horrorfilme aus der Reihe FREITAG DER 13. zum Besten gab. Der Mann hat es einfach musikalisch drauf ... auch heute noch.

Aber auch als Darsteller hätte ich mir Cooper durchaus für so manchen Film recht gut vorstellen können. Schon seine Nebenrolle als besessener Straßenpenner in dem Film DIE FÜRSTEN DER DUNKELHEIT (PRINCE OF DARKNESS) von John Carpenter hatte mich da bereits ziemlich beeindruckt.

Der geneigte Zuschauer mag zudem anhand des Films übrigens davon ausgehen, das es sich hier um eine US-Produktion handelt und tatsächlich gibt es sogar Seiten im Internet, die als Produktionsland die USA angeben. Lassen sie sich da aber mal nicht in die Irre führen, denn bei dem Film DIE KLASSE VON 1984 handelt es sich um einen Film aus dem Produktionsland Kanada.

Doch kommen wir zurück zum Film DIE KLASSE VON 1984. Hier gibt es eine Szene, in der Peter Stegman und seine Truppe in einen Punk-Club kommen, wo sie späterhin auch in einem Nebenzimmer z.B. eine Punkerin als Prostituierte "einstellen".

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)In der Szene im Club also ging es hoch her und die Darsteller sollten eigentlich nur an der Bühne stehen und zur Musik mitfeiern. Dafür hatte man auf weitere Statisten, die sich als Punks verkeidet hätten verzichtet und auf echte Punks zurück gegriffen, die hier ihre Party abzogen. Eine Prügelei, bei der die Darsteller beteiligt sein würden, war im Drehbuch daher eigentlich nicht vorgesehen gewesen.

Eigentlich, denn aus irgend einem Grund lief das ganze plötzlich von einem auf den anderen Moment völlig aus dem Ruder und es kam zu einer Massenschlägerei, bei der die Darsteller mit beteiligt waren. Für die Filmszene war dies ein Glücksgriff, denn die Prügelei blieb im Film erhalten, auch wenn man selbst späterhin immer noch nicht nachvollziehen konnte, wodurch sie eigentlich ausgelöst wurde. So konnte Mark L. Lester auch dem Zufallsprinzip somit hinsichtlich seines Films ein kleines Dankeschön vom Stapel lassen.

Noch nicht wirklich berühmt war damals Michael J. Fox, der erst ca. drei Jahre später durch seine Rolle als Marty McFly in dem Film ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT/1985 (sowie den zwei Fortsetzungen von 1989 und 1990) mit einem wirren Erfinder und einem Auto als Zeitmaschine richtig durchstarten konnte. Allerdings gab er hier im Film DIE KLASSE VON 1984 darstellerisch als Arthur das zum Besten, was er auch späterhin in seinen Filmen tief verinnerlicht hatte, nämlich den braven Jungen von Nebenan mit dem gewissen Schalk im Nacken. Im Film selbst spielt er als Arthur allerdings recht gut auch das, was man heute an den Schulen als das typische "Opfer" bezeichnen würde.

Doch kommen wir nun einfach mal zur eigentlichen Handlung des Films, der durchaus schon damals einen düsteren wie auch erschreckenden Ausblick auf eine mögliche Zukunft an den Schulen gab.

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Ich bin die Zukunft, Mr. Norris:
Andy Norris ist ein Lehrer mit Idealen und als er an der Lincoln Highschool anfängt, sind bereits die ersten Eindrücke ein gewisser Schock für ihn. Nicht nur das sein neuer Kollege Terry Corrigan in seinem Aktenkoffer gleich eine geladene Waffe bei sich trägt, Nein, in der Schule selbst nutzt man Metalldetektoren weil die Schüler bis an die Zähne bewaffnet zu sein scheinen.

Der nächste Schock ist dann der Direktor der Schule selbst, der Norris unverblümt beibringt, dass er seine Freistunden nutzen muss, um die Schüler in Schach zu halten. Der Unterricht ist da etwas, was er ab nun so ganz nebenbei noch erledigen muss.

Die Musikklasse, die Norris unterrichten soll, scheint auch schon mal bessere Zeiten gesehen zu haben. Doch das größte Problem sind die Gefolgsleute von Peter Stegman, die eigentlich nicht einmal in die Klasse gehören und zu allem auch noch die brutalste Gang unter Stegman an dieser Schule bilden. Norris, immer noch etwas naiv gebürstet, merkt dabei nicht, das er sich gerade zum Hauptfeind von Stegman und seiner Gang macht, die mit Terror und Gewalt die Schule überziehen.

Es dauert nicht lange, bis Norris lernen muss, das Stetgmans Geschäfte an der Schule im Verkauf von Drogen besteht. Leider muss er aber nun auch bald lernen, das die Rechte der Schüler an der Highschool höher stehen als die der Lehrer. Daran ist auch die Angst des Direktors vor möglichen aufgebrachten Eltern und deren Anwälte nicht völlig unschuldig. Am Ende dieser Kette steht dann auch bald der Tod eines unter Drogen stehenden Schülers. Norris weiß zwar, wer dem Schüler die Drogen verkauft hatte, aber alle schweigen und so kann er Stegman und seiner Gang nichts beweisen.

Doch Norris mag seine Ideale nicht aufgeben wollen, auch wenn seine schwangere Ehefrau der Sache schon etwas besorgter entgegen sieht. Während er mit dem Rest der Klasse ein Konzert auf die Beine stellen will, laufen auf der Schule die Dinge langsam Amok. Da werden Schüler bedroht, Mädchen als Prostituierte angeworben und Bandenkämpfe außerhalb der Schule mit Messern und anderen Waffen ausgetragen. Selbst der Biologielehrer Corrigan bleibt davon nicht verschont, der in dem Moment völlig die Nerven verliert, als man seine Tiere im Klassenraum abschlachtet. Stegman und seine Gang nehmen inzwischen nun Norris direkt ins Visier. Nicht nur, das dieser Stegman nämlich als besten Pianisten der Klasse vom Konzert ausgeschlossen hat, sondern auch, weil er Stegman und seiner Gang immer wieder in die Quere kommt und deren finstere Geschäfte empfindlich stört.

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Am Tag des Konzert überschlagen sich dann die Ereignisse. Stegman und seine Gang dringen in Norris Wohnung ein und vergewaltigen nacheinander dessen schwangere Frau und entführen sie dann in die Schule. Dort spielt Patsy aus Stegmans Gang Norris ein Foto der Vergewaltigung zu, während dieser gerade die letzten Vorbereitungen mit der Klasse für das Konzert trifft.

Als dieser das Foto sieht, liegen auch bei ihm die letzten Nerven blank und so eilt er der flüchtenden Patsy hinterher, nicht wissend, das er geradewegs in eine Falle der Gang läuft. Zuerst erweist sich Norris auch als perfektes Opfer in den menschenleeren Gängen der Schule, bis das er den Spieß herum dreht und nun seinerseits beginnt, den Mitgliedern der Gang Fallen zu stellen. Da die Auseinandersetzungen mit den Mitgliedern der Gang auf Leben und Tod ausgelegt sind, pflastern bald jede Menge Leichen die verlassenen Schulräume und Werkstätten.

Am Ende bleibt nur noch Stegman selbst, der mit Norris Frau in seiner Gewalt auf dem Dach der Schule Norris zu töten versucht. Gleichsam ist in der Aula direkt darunter der Zuschauerraum bereits gänzlich gefüllt und die Schüler von Norris haben ohne ihn angefangen das Konzert zu geben, weil sich langsam Unruhe unter den Gästen breit machte.

Bei der körperlichen Auseinandersetzung zwischen Norris und Stegman fällt dieser durch eine der Glasluken, kann sich aber gerade noch mit einer Hand festhalten. Norris, dem sehr wohl bewußt ist, das es sich bei Stegman immer noch um einen Teenager handelt, versucht ihm zu helfen. Doch die Hilfe nutzt Stegman für eine hinterhältige Messerattacke, worauf Norris ihm mit der Faust ins Gesicht schlägt.

Hierbei stürzt Stegman herunter, verfängt sich in den frei hängenden Seilen und bricht durch ein weiteres Glasdach direkt in die Aula, die voll mit Schülern, Lehrern und Besuchern ist. Eines der Seile hat sich dabei während des Sturz um Stegmans Hals gewickelt, so das seine Leiche nun vor aller Augen in der Aula von der Decke hängt.

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Meine Filmkritik:
Nein, der Film passte damals nicht in das Weltbild unserer Republik. Das es auf Schulen jemals so schlimm werden könnte, hatte man zudem damals recht weltfremd eher ins Reich der überspannten Phantasie eines Filmemachers verwiesen. Dabei war DIE KLASSE VON 1984 durchaus ein Zukunft weisender Film gewesen mit einer eindeutigen Warnung.

Heute ist es in den meisten Schulen in den USA schon Normalität, die Schüler täglich mit Metalldetektoren nach Waffen abzutasten. Und hierbei geht es heute nicht mehr nur um Messer. Der Film war und ist bis heute ein Erfolg, weil er durchaus recht schön aufzeigte, was passieren kann, wenn Schüler und ganze Klassen schlicht aufgegeben und Grenzen nicht mehr eingehalten werden. Wenn Lehrkräfte Schüler nur noch in der Hauptseite verwalten statt auf sie einzugehen, dann stimmt etwas an dem gesamten System nicht mehr und die Folgen sind mittlerweile auch hier in Deutschland an den Problemschulen recht deutlich zu erkennen.

Damals allerdings machte man sich eher mehr Sorgen um die drastische Darstellung der Gewalt, weshalb man den Film auch in gewisser Weise schnell indizierte, nachdem man mitbekommen hatte, das der Film sich auch einer immer größerern Beliebtheit erfreute.

Mark L. Lester, der späterhin auch faktisch eine Art Fortsetzung mit dem Film CLASS OF 1999 drehte, hatte diesen Film mit einem beeindruckenden, sich stetig steigernden Spannungsbogen ausgestattet und so mit DIE KLASSE VON 1984 einen fasst schon zeitlosen Klassiker geschaffen, der in gewisser Weise durchaus den Finger in Wunden legte, bei denen man sich ansonsten zu dieser Zeit noch recht gerne völlig blind stellte.                                    

Lester zeigte hier recht eindrucksvoll auf, wie die Zukunft an den Schulen aussehen könnte (und mitunter später auch tat), wenn Unfähigkeit auf der einen Seite und steigende Gewaltbereitschaft auf der anderen Seite sich faktisch die Klinke in die Hand geben. Leider hatte man den Film damals anhand der Gewaltfrage als eher völlig überzogen verspottet, anstatt sich mit der hier inne liegenden gesellschaftlichen Kritik wirklich auseinanderzusetzen.

Die Klasse von 1984 (Class of 1984)Von mir erhält der Film DIE KLASSE VON 1984 jedenfalls schon deshalb die vollen fünf von insgesamt fünf Punkte mit einer klaren Empfehlung, sich diesen Filmklassiker ungeschnitten nicht durch die Lappen gehen zu lassen.

Ausblick:
Es geht nächsten Samstag wieder in Richtung DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER, wobei sich die Folge 102 wieder einem Klassiker aus dem europäischen Raum annimmt.

Kleine Mädchen können ja so süß sein. In der Familie erfüllen sie manches mal den Part des hübschen Sonnenschein und nicht selten sind sie Papas kleine Prinzessin, der man keinen Wunsch abschlagen kann, wenn sie mit einem Schmollmund gerade vielleicht nach einem Eis bettelt.

Nun ja, im nächsten Film sollte man der kleinen Prinzessin aber eigentlich lieber aus dem Weg gehen. Man lebt einfach besser und besonders länger dabei. Denn ein scheinbarer Selbtmord sorgt erst einmal dafür, das ein Gesetzeshüter sich aufmacht, um ein gewisses abgelegenes Schloss aufzusuchen, nur um dann mit einem jungen Arzt festzustellen, das es sich hier mitnichten nur um einen Selbstmord handelt.

Und wenn man die Dorfbewohner fragt, dann kommen diese zwangsläufig wieder auf dieses kleine, süße Mädchen zu sprechen, bevor sie sich ängstlich wieder unter das nächste Bett verkriechen.

Ja, ich könnte dem Artikel zum Film hier natürlich noch einiges vorweg nehmen, aber dann könnte ich mir den nächsten Artikel auch gleich sparen. Mehr verraten will ich hier auch nicht, denn ich will euch ja noch etwas zum raten übrig lassen.

Was den Regisseur angeht, den kennt hier bestimmt mitlerweile jeder und für manche mag er gar Kult sein. Also dürfte das Rätsel für den nächsten PHANTASTISCHEN FILMKLASSIKER auch nicht wirklich schwer sein ... oder? In diesem Sinne also viel Spaß beim rätseln, wir sehen uns dann nächsten Samstag hier an gleicher Stelle wieder.  
Die Klasse von 1984 (Class of 1984)
Die Klasse von 1984
(Class of 1984)
mit Tim Van Patten, Perry King, Roddy McDowall, Lisa Langlois, Merrie Lynn Ross, Stefan Arngrim, Keith Knight, Erin Noble, David Gardner, Al Waxman, Michael J. Fox, Neil Clifford, Elva Mai Hoover, Roy T. Anderson, Joseph Kelly, Steve Pernie, Robert Reece u.a.
Regie: Mark L. Lester
Drehbuch: Mark L. Lester, John C.W. Saxton, Tom Holland, Barry Schneider
Produktion: Arthur Kent
Genre: Thriller/Action
Laufzeit: DVD, 94 Minuten/BD, 98 Minuten (Mediabook/Limitierte Auflage)
DVD/FSK: 18 Jahre/ungeschnittene Version
Extras: Audiokommentar, Making of, Interview, Trailer, Bildergalerie/20 seitiges Booklet u.m.
Vertrieb: CMV Laservision/Alive
Kanada 1982

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2017-06-24 16:01
OP (Abkürzung des Originals, wenn es denn das ist) ist ein wirklich schöner Film. Auch wenn er ziemlich harmlos ist im Vergleich mit dem , was danach kam ;-)
#2 Friedhelm 2017-06-24 16:33
Also, "Die Klasse von 1984" habe ich damals auch im Kino gesehen - und sofort wieder vergessen. Für den Homemovie-Bereich gibt es -jedenfalls für meiner einen- da schon lohnendere Beispiele - der besprochene Film gehört eigentlich nicht dazu. Aber, jedem das seine..

Ausblick; "... und für manche mag er gar Kult sein. " Würde sagen, dass er Kult i s t - und nicht nur für manche..."

Der Streife, um den es geht, hatte einen irreführenden, deutschen Titel, der die Erwartungen auf den bekanntesten Blutsauger der phantastischen Filmgeschichte gelenkt hat.
#3 Des Romero 2017-06-25 06:38
Meiner Meinung nach einer der besten Filme von Mark L. Lester. Da die Bildqualität der Red Edition nicht überzeugt, schlage ich gern bei dem schicken Mediabook zu.
Wenn jetzt noch "Die Klasse von 1999" eine vernünftige VÖ erhält (auf der Dragon-Disc ist die Tonspur unvollständig), ist das Duo komplett ;-)
#4 Laurin 2017-06-25 10:59
@ Des Romero:
Bei dem Mediabook kannst du in Sachen Bildqualität eigentlich nichts falsch machen. Ich war hier zumindest sehr zufrieden. ;-)

@ Friedhelm:
Nun ja, Kult ist so eine Sache - aber warten wir mal einfach meinen nächsten Artikel ab. :-)

@ Andreas Decker:
Ja, der Blutsauger musste hier früher für manches den Kopf hinhalten, ohne was dafür zu können. :oops:
#5 Erlkönig 2017-06-26 20:59
Ganz solider Action-Film. Habe mir nach Sichtung des Films damals gedacht, daß Lester genau der Richtige für ein Remake "Der Feuerzangenbowle" wäre. :-)

Ausblick
Der Dr. im deutschen Titel hält im Film keinerlei Sprechstunden ab.
#6 M. Botulino 2017-06-27 19:43
"Die Klasse von 1984" hat tatsächlich nicht zu verleugnende Qualitäten: Die angesproche Spannungskurve- ich würde sie eher als dramaturgische Entwicklung bezeichnen- ist natürlich auch dem Buch von Tom Holland geschuldet, welcher noch in zahlreichen weiteren Filmen seine Skript-Qualitäten unter Beweis stellen konnte. Weiterhin ist die "Klasse" ganz hervorragend geschnitten und gescored. Am herausragendsten ist aber sicherlich die Darstellung von Andy Norris durch Perry King. Zu Beginn Warhol-Darsteller und "Joe Dallessandro-Ersatz", kann der spätere Fernsehdarsteller mit vielen weitere großartigen Rollen aufwarten (u.a. "Mandingo"!), welche von ihm überragend ausgefüllt wurden. Eindrucksvoll natürlich auch Timothy van Patten als überaus charismatischer "juvenile delinquent". Heute ist er mit Glatze kaum wiederzuerkennen und ins Regiefach übergewechselt. Hier inszeniert er fürs Fernsehen, z.B. "Sex and the City"...

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