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Marvel's Agent Carter

Marvel’s Agent CarterMarvel’s Agent Carter

Im Jahr 1946 arbeitet die Agentin Peggy Carter in New York für die Geheimorganisation „Strategic Scientific Reserve“.

Die SSR ermittelt gegen den Industriellen Howard Stark, der verdächtigt wird, Waffentechnologie an feindliche Länder zu verkaufen. Eines Tages wendet sich Stark direkt an Peggy Carter mit der Bitte, ihm dabei zu helfen, seine Unschuld zu beweisen. Unterstützt wird sie dabei von Starks Butler Edwin Jarvis.

Marvel’s Agent CarterDie Planungen zur TV-Serie "MARVEL'S AGENT CARTER" begannen im Jahr 2013. Nachdem ein Kurzfilm mit dem Titel "AGENT CARTER" mit der Schauspielerin Hayley Atwell in der Titelrolle gedreht wurde, gab der Sender ABC Anfang 2014 schließlich grünes Licht für die Produktion einer eigenen TV-Serie, die ein Jahr nach den Ereignissen des Kinofilms "CAPTAIN AMERICA: THE FIRST AVENGER" (2011) spielen sollte.

Im März 2014 begannen die Arbeiten an der neuen Marvel-Serie, sodass ABC im Mai die  erste Staffel von "MARVEL'S AGENT CARTER" mit insgesamt acht Folgen produzierte, die während der Winterpause von "Marvel's Agent of S.H.I.E.L.D." vom 6. Januar 2015 bis 24. Februar 2015 gesendet wurde.

Nach der Verlängerung der TV-Serie folgte 2015 eine zweite Staffel mit insgesamt zehn Folgen, die vom 19. Januar 2016 bis 1. März 2016 im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Trotz positiver Kritiken gab der Sender ABC im Mai 2016 bekannt, dass die TV-Serie "MARVEL'S AGENT CARTER" nicht verlängert und aufgrund rückgängiger Zuschauerzahlen eingestellt werde.

Die Einstellung der ABC-Serie führte jedoch zu Irritationen seitens der zuständigen Leute bei Marvel, die von der Einstellung von "MARVEL'S AGENT CARTER" nicht unterrichtet wurden, und die Entscheidung - trotz rückgängiger Zuschauerzahlen - nicht nachvollziehen konnten.

Alles in allem ist die TV-Serie "MARVEL'S AGENT CARTER" eine witzig-unterhaltsame Serie, die von der Figur der Peggy Carter und dem Flair der 1940er Jahre  und den Schauspielern lebt, die stimmig und glaubwürdig in ihren Rollen agieren.

Hier seien neben Hayley Atwell vor allem James D’Arcy als Edwin Jarvis, Dominic Cooper als „Howard Stark“ und Bridget Regan als Dottie Underwood besonders erwähnt.

Marvel’s Agent CarterIn "MARVEL'S AGENT CARTER"  hat die SSR-Agentin Peggy Carter mit allerlei Problemen zu kämpfen. Besonders ihre Kollegen bei der SSR machen ihr das Leben schwer, die sie als Frau in der Männerdomäne nicht anerkennen und sie wie eine bessere Putzfrau und Sekretärin behandeln.

In der ersten Staffel der TV-Serie wird der Millionär und Erfinder Howard Stark, gespielt von Dominic Cooper, beschuldigt Waffentechnologien an feindliche Länder verkauft zu haben.

Mit Hilfe von Edwin Jarvis (James D’Arcy), dem Butler und Vertrauten von Howard Stark, versucht Peggy Carter Starks Unschuld zu beweisen, ohne dass die SSR und ihre Kollegen davon wissen, wobei Carter dabei diverse Gefahren aus den Weg räumen und u. a. auch gegen feindliche Agenten antreten muss.

Dabei macht ihr besonders die russische Auftragskillerin Dottie Underwood (Bridget Regan) das Leben schwer.
Insgesamt bietet die erste Staffel abwechslungsreiche Unterhaltung und gibt die Zeit der späten 1940er Jahre mit den aufkommenden Ängsten vor dem Kommunismus sehr gut wieder.

Zudem erfährt der Zuschauer einiges über die Vergangenheit von  Peggy Carter und Howard Stark, dem Vater von Tony Stark, was sich ebenfalls positiv auf die erste Staffel von "MARVEL'S AGENT CARTER" auswirkt.

Dagegen geht die zweite Staffel der TV-Serie, die auch sehr abwechslungsreich daherkomt, in eine ganz andere Richtung und erinnert in weiten Teilen leider zu sehr an die Originalserie "Marvel's Agent of S.H.I.E.L.D.", was ein Manko der zweiten Staffel ist, und vielleicht einer der Gründe war, warum die Zuschauerzahlen zurückgingen und die Serie schließlich von ABC eingestellt wurde.

Ich persönlich hatte erwartet, dass in der zweiten Staffel von "MARVEL'S AGENT CARTER" auf die Gründung von S.H.I.E.L.D. eingegangen wird, und da bin und war ich vermutlich nicht der einzige, der dies dachte.

Doch von den Machern der Serie wurde es leider versäumt auf die Hintergründe zu  S.H.I.E.L.D.  und wie es zur Gründung der Nachfolgeorganisation der SSR kam, einzugehen, wodurch die TV-Serie "MARVEL'S AGENT CARTER" andere Wege hätte beschreiten können, als die Originalserie "Marvel's Agent of S.H.I.E.L.D.".

So kann man nur hoffen, das man irgendwann wieder etwas von der Agentin Peggy Carter hören wird, und man auch endlich über die Hintergründe und die Gründe von S.H.I.E.L.D. informiert wird. 

Marvel’s Agent CarterMarvel’s Agent Carter
USA 2015-2016

Besetzung
Hayley Atwell als Peggy Carter
James D’Arcy als Edwin Jarvis
Enver Gjokaj als Daniel Sousa
Chad Michael Murray als Chad Thompson
Dominic Cooper als „Howard Stark“
Bridget Regan als Dottie Underwood

FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 730 Minuten

Label:  Walt Disney
Erscheinungstermin: 8. Dezember 2018




© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-12-28 10:49
Die Geschmäcker sind verschieden :-) Von allen Superheldenserien fand ich die am schwächsten. Dieses plakative, dauerwiederholte "Alle Männer bis auf 3 waren 1946 sexistische Schweine, vergesst das niemals, liebe Kinder!" war nur nervig, und das Amerika der Zeit zur rauchfreien Zone zu machen, weil in Disneyproduktionen nicht geraucht werden darf, ist Geschichtsfälschung.

Das hätte man ja noch ignorieren können, selbst Carters biedere, matronenhafte Art, aber die Stories waren zäh und farblos, vor allem, wenn man bedenkt, welche Konzepte aus den Marvelcomics da zur Verfügung gestanden hätten. Wo die Netflix-Produktionen mit ihrem grim&gritty übertreiben, war das hier zu keimfrei.
#2 Das kleine Gespenst 2016-12-28 14:22
Offenbar haben die amerikanischen Feministinnen das Ruder in Hollywood bereits übernommen, oder wie sonst soll man(n) sich solche männerfeindlichen TV-Serien wie "Marvel's Agent Carter" erklären?! Auch die häufigen Darstellungen lesbischer Liebe in US Soaps nerven allmählich.
#3 Andreas Decker 2016-12-29 11:54
Nur damit keine Missverständnisse aufkommen, es geht mir in diesem Fall um die denkbarst schlichte Art der Darstellung des Themas, die hier nervt, weil es so primitiv gemacht ist, nicht um das Thema an sich. Das ist ja unbestritten.

In US Soaps gibt es heute mehr gleichgeschlechtliche Pärchen? Gut für sie. Eröffnet dem ewigen Melodram ganz neue Möglichkeiten. ;-)

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