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Lex Barker und seine Filme: IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG

In Beirut sind die Nächte lang

Flugkapitän Jamie Faulkner (Lex Barker) und seine Crew arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. Als während eines Routineflugs über der syrischen Wüste plötzlich zwei Triebwerke ausfallen, reagieren deshalb alle sehr ruhig und besonnen, und so landet Faulkner die Maschine ohne weitere Probleme auf dem Flughafen von Beirut.

Bis zur Reparatur der Triebwerke und bis zum Weiterflug haben die Passagiere und die Besatzung des Flugzeuges nun 24 Stunden Zeit, die Metropole Beirut zu erkunden.


Lex BarkerNur einer freut sich nicht über den unerwarteten Zwischenstopp. Chefsteward Jones (Mickey Rooney) liegt der Angstschweiß auf der Stirn.

Denn in Beirut wird er bereits von den Häschern des Gangsterbosses Malouf (Walter Slezak) erwartet, für den Jones Gold transportiert und ihn bei dieser Gelegenheit um 40.000 Pfund betrogen hat. Dieses Geld will Malouf nun zurückhaben. Doch der erste Versuch, Jones zu entführen, schlägt fehl. In seiner Angst wendet sich Jones schließlich an Faulkner, sagt ihm aber nicht die Wahrheit, warum Malouf hinter ihm her ist. Von nun an spielen alle Crewmitglieder abwechselnd Bodyguard für den verängstigten, aber unangenehmen und sehr egoistischen Jones.

Kurze Zeit später versucht Malouf, Faulkners Geliebte, die Stewardess Louise (Helga Sommerfeld) in seine Gewalt zu bringen, um sie später gegen Jones einzutauschen. Doch dank dem Eingreifen des Kapitäns kann die Entführung vereitelt werden.

Nachdem Faulkner schließlich von Malouf die Wahrheit über Jones erfahren hat, stellt dieser seinen Chefsteward zur Rede. So muss Jones wohl oder übel seine Betrügereien gestehen. Faulkner liefert seinen Chefsteward jedoch nicht an Malouf aus. Stattdessen will er Jones in England an Scotland Yard übergeben.

Als kurz darauf die Stewardess Franzi (France Anglade) entführt wird, spitzt sich die Situation zu. Zwar kann die Crew ihre Kollegin unverletzt befreien, dafür landet Jones in den Fängen seiner Häscher.

Der Film IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG (Originaltitel: TWENTY-FOUR HOURS TO KILL) nimmt seine abwechslungsreiche und spannende Spannung aus der Situation heraus, in der Chefsteward Jones seinen Kapitän und die übrigen Crew-Mitglieder des notgelandeten Flugzeuges durch seine Lügen und seinen Egoismus hineinmanövriert. Und so beginnt man Jones während des Films langsam zu 'hassen', weil er ohne mit der Wimper zu zucken seine Kollegen in Gefahr bringt und nur an sich selbst denkt. Und so weint man Jones am Ende des Films keine Träne nach, wenn er nach dem Abflug aus Beirut im Flugzeug erstochen wird.

Nur wenn es unbedingt nötig ist, gibt Jones (brillant gespielt von Mickey Rooney) stückweise die 'Wahrheit' preis, jedoch hält er sich dabei immer einige Hintertürchen offen. So bringt er vor allem die weiblichen Crew-Mitglieder in Gefahr, die Gangsterboss Malouf versucht zu entführen, um ein Druckmittel in Händen zu haben und so Jones in seine Gewalt zu bringen.

Das Zusammenspiel zwischen Lex Barker und den übrigen Schauspielern des Films wirkt sehr gut, zumal sich der US-amerikanische Schauspieler auch etwas zurückhalten muss, weil er den Film nicht alleine trägt, sondern ein halbes Dutzend weiterer Schauspieler ihm mitunter auch die Action-Szenen im Film 'abnehmen'.

Dadurch kommt Lex Barker zwar nur bedingt zur Geltung, was aber im Film nicht störend wirkt, weil IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG kein Ein-Mann-Film, sondern ein Gruppenfilm ist, in der jeder der Darsteller bzw. der Crew-Mitglieder einige 'Schlüsselszenen' zu absolvieren hat. 

IN BEIRUT SIND DIE NÄCHTE LANG
(Twenty-Four Hours to Kill)
GB 1965

Regie: Peter Bezencenet

Darsteller
Lex Barker als Flugkapitän Jamie Faulkner
Mickey Rooney als Chefsteward Jones
Michael Medwin als Co-Pilot Tommy Gaskell
Wolfgang Lukschy als Bordingenieur Kurt Hoffner
France Anglade als Stewardess Franzi
Helga Lehner als Stewardess Marianne
Helga Sommerfeld als Stewardess Louise
Walter Slezak als Gangsterboss Malouf
Shakib Khouri als Andronicus
Hans Clarin als Elias
Maria Rohm als Claudine

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© by Ingo Löchel

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