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50 JAHRE JAMES BOND-FILME: SKYFALL

Skyfall

Als Bonds (DANIEL CRAIG) letzte Mission auf fatale Weise schief läuft und eine Reihe von verdeckt arbeitenden Agenten auf der ganzen Welt enttarnt werden, sieht sich der MI6 eines brutalen Angriffs ausgesetzt. M (JUDI DENCH) sieht sich gezwungen, mit dem gesamten Geheimdienst umzuziehen.

Diese Ereignisse haben Folgen: Die Autorität und Position von M werden von Mallory (RALPH FIENNES) in Frage gestellt, dem neuen Vorsitzenden des Komitees für Spionage- und Sicherheitsangelegenheiten.

Unter Druck, weil der MI6 nunmehr von Innen und Außen unter Beschuss gerät, kann M nur noch auf einen letzten verbliebenen Verbündeten zählen: Bond.

Unterstützt von einer einzigen Außenagentin, Eve (NAOMIE HARRIS), geht Bond in den Untergrund und folgt der Fährte des mysteriösen Silva (JAVIER BARDEM), dessen tödliche Motive bislang noch ungeklärt sind.

Für den neuen James Bond-Film SKYFALL verpflichteten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson SAM MENDES als Regisseur, der zwar eher für Dramen und romantische Filme bekannt ist, dafür aber seit den 1970er Jahren ein großer Fan der Bond-Filme ist.

„Ich habe meine ganz eigene, persönliche Beziehung zu Bond, die begann, als ich neun oder zehn Jahre alt war – als Live and Let Die (Leben und sterben lassen, 1973) in die Kinos kam. Wir leben in einer Zeit, in der es möglich ist, große, unterhaltsame, glamouröse, eskapistische Filme zu machen, die gleichzeitig etwas über die Welt aussagen, in der wir leben. Daniel hat mit seinen Auftritten in Casino Royale (James Bond 007 - Casino Royale, 2006) und Quantum of Solace (James Bond 007 – Ein Quantum Trost, 2008) einen James Bond definiert, der sich endlich wieder wie ein richtiger Mensch in richtigen Situationen bewegt. Ich fühlte mich daran erinnert, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Filme mit Sean Connery gesehen habe.“  (1)

Den Anstoß für die Entscheidung für Sam Mendes gab James Bond-Darsteller DANIEL CRAIG, der sich zunächst die Unterstützung von Michael G. Wilson und Barbara Broccoli sicherte und danach seinen Freund Mendes einlud, Regie bei dem Film zu führen.

Die beiden Autoren Neal Purvis und  Robert Wade waren auch für das Drehbuch zum neuen Bondfilm verantwortlich, die für CASINO ROYALE  zwei BAFTA Nominierungen sowie eine EDGAR Nominierung der Vereinigung Mystery Writers of America erhalten hatten. Danach waren sie als Koautoren von QUANTUM OF SOLACE sowie für die John-le-Carré-Adaption THE MISSION SONG tätig.

Als dritter Autor kam John Logan hinzu, der  an dem Drehbuch zu SKYFALL mitschrieb. Logan wurde bereits drei Mal für den Oscar nominiert. Für GLADIATOR (2000), THE AVIATOR (2004) sowie für  HUGO (Hugo Cabret, 2011).

„Ich wurde von Sam sowie Barbara Broccoli und Michael Wilson ständig ermutigt, das Drehbuch so einzigartig wie möglich zu machen und auf meine ganz spezifischen Stärken als Autor zu vertrauen. Ich komme aus der Welt des Theaters, also geht es mir in besonderem Maße stets um Figuren und Dialog. Wenn man seinen Blick über die ausschweifende Palette von Bond-Filmen schweifen lässt, stößt man auf gewisse Dinge, die einem wie ein Blitzschlag auffallen: großartige Momente verbaler Schlagabtausche, großartige Momente der Interaktion zwischen den Figuren – ob das nun Bond und Goldfinger ist, Bond und Blofeld oder Bond und Vesper Lynd. Das sind großartige Szenen, bei denen man den Atem anhält, weil man sie in einem Genrefilm so vermutlich nicht erwarten würde.“ (2)

Für den Bond-Soundtrack war diesmal Thomas Newman verantwortlich, der bisher neunmal für den Oscar in der Kategorie BESTE ORIGINALMUSIK nominiert wurde. Newman löst damit David Arnold ab, der die letzten fünf Bond-Filme (DER MORGEN STIBT NIE bis EIN QUANTUM TROST) vertont hatte.

Kein Bond-Film ist komplett ohne seinen Bond-Song. Als Sängerin konnten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson die britische Sängerin ADEL verpflichten, die sich damit in die Reihe von Künstlern wie Shirley Bassey, Tom Jones, Nancy Sinatra, Paul McCartney oder Madonna einreiht.

„Es gab nur eine Sängerin, die wir wollten, und das war Adele.Sie traf sich mit uns, sie las das Drehbuch, und sie nahm die Aufgabe sehr, sehr ernst. Gemeinsam mit Paul Epworth schrieb sie einen wunderschönen Song, der auf allen Ebenen perfekt ist. Und natürlich hat sie diese herausragende Stimme – sie hat einen klassischen Bond-Song abgeliefert. Es ist ein in Erfüllung gegangener Traum für uns, Adele mit an Bord zu haben.“ (3)

SKYFALL ist übrigens Adeles erster neugeschriebener und aufgenommener Song im Jahr 2012 und markiert zudem ihren ersten Ausflug ins Kinogenre

Schauspieler DANIEL CRAIG  ist in SKYFALL zum dritten Mal als James Bond zu sehen.

„Bond ist tatsächlich eine bemerkenswert schwer zu spielende Rolle. Er sagt sehr wenig, und in dem Moment, in dem man ihn zu viel sagen lässt, ist er nicht mehr länger Bond. Die meiste Zeit verlässt er sich auf seinen Instinkt. Er hat seine eigenen inneren Dämonen, die er anderen Menschen aber nicht zeigt – und doch muss sich das Publikum immer bewusst sein, dass sie da sind. Das trifft vor allem auf unseren Film zu. In SKYFALL wird das Publikum sozusagen Zeuge, wie Bond in Einzelteile zerbricht und sich von Neuem aufbaut. Aber keine der anderen Figuren darf mitbekommen, was sich hinter dem Vorhang abspielt. Daniel hat das, wie ich finde, brillant gemeistert.“  (4)

JUDI DENCH, die zum siebten Mal dabei ist,  hat die Rolle von M nicht nur in den letzten sieben James Bond-Filmen geprägt, sondern  sie hat den  klassischen Part  von Bonds Vorgesetzen auch sehr überzeugend neu geformt und ihm gleichzeitig ihren unverkennbaren Stempel aufgedrückt.

„Bond und M sind zwei Menschen, die gut miteinander arbeiten. Sie mag ihn ganz offensichtlich unheimlich gern, und ihr wird oft vorgeworfen, sie würde ihn übervorteilen – aber sie kann auch absolut gnadenlos mit ihm umspringen. Daniel und ich haben gleich beim ersten Mal eine gute Beziehung miteinander gehabt, und diese Beziehung hat sich in dem Maß weiterentwickelt, in dem jedes neue Drehbuch wieder etwas mehr und etwas Neues von uns verlangt. Besonders im Fall von SKYFALL trifft das unbedingt zu.“  (5)

Als Bond-Bösewicht Silva konnten die Filmemacher den Schauspieler JAVIER BARDEM verpflichten, der für dunkle und komplexe Rolle wie geschaffen ist.

„Es geht immer darum, den Menschen hinter der Figur zu finden. Es fiele mir sehr schwer, eine Rolle zu spielen, wenn ich die Figur einfach nur als Symbol begreifen würde. In diesem Fall stellte ich mir also einen Mann vor, der leidet. Einen Mann voller Schmerzen und Frustration, der einfach nur eine Situation wieder bereinigen will. Im Rahmen dieser Reise war genug Raum, witzig oder aggressiv zu sein, aber ich konnte verstehen, wer er ist und was ihn antreibt. Und das half mir, ihn zu spielen.“  (6)

NAOMIE HARRIS spielt Eve, die Außenagentin des MI6. Als Bondgirl Severine ist BERENICE MARLOHE zu sehen.

In SKYFALL kehrt mit Q zudem eine der beliebtesten Figuren der Filmreihe zurück, der erstmals von BEN WHISHAW gespielt wird. Wishaw ist damit der vierte Schauspieler, der sich an die Figur heranwagt.

Peter Burton spielte die Rolle als Major Boothroyd in DR. NO, danach folgte ab LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU der legendäre DESMOND LLEWELYN, der Q von 1963 bis 1989, also insgesamt 17 Mal verkörperte. Und schließlich war John Cleese an der Reihe, der als Qs Assistent R erstmals in DIE WELT IST NICHT GENUTG (1999) auftrat und schließlich in STIRB AN EINEM ANDEREN TAG zum Q ‚befördert‘ wurde.

„Als wir uns Gedanken darüber zu machen begannen, wie man Q wieder in die Serie integrieren könnte, machte es Sinn, ihn als junges technisches Genie darzustellen. Entsprechend wurde die Figur zu Papier gebracht. Ben zu besetzen, war die offensichtliche Wahl: Er besitzt eine ganz wunderbare Offenheit, eine echte Intelligenz und viel Pfiff, was ihn für den Part prädestinierte.“ (7)

Neben Ralph Fiennes, der den Regierungsvertreter Mallory mimt, stieß auch Schauspielerurgestein ALBERT FINNEY zum Darstellerkreis des neuen Bond-Flims, der in der Rolle des Kincade zu sehen ist, eine charismatische Figur aus Bonds mysteriöser Vergangenheit.

Wie in allen Bondfilmen spielen auch in SKYFALL Stunts eine wichtige Rolle. Dabei arbeiteten Regisseur Sam Mendes, Alexander Witt, Regisseur des zweiten Drehteams sowie Stuntkoordinator Gary Powell eng zusammen. Zwar befürwortet Powell die Fortschritte der digitalen Technologie und Computergrafik, er zieht es aber trotz allem vor, wenn die Action echt ist.

„Alle Beteiligten, vor allem aber Sam und Gary, hatten den Eindruck, wir müssten mit dem Film so weit gehen, wie es uns nur möglich sein würde. Und wir haben uns immer darauf verlassen, dass wir die Dinge in den Bond-Filmen richtig machen. So ist das nun mal. Wenn CGI zum Einsatz kommt, dann ist das nur zur Unterstützung, aber nicht um eine Szene von Grund auf zu gestalten. Auf dem Dach eines Zuges zu stehen und mit 80 Stundenkilometern dahinzurasen, während man sich genau in dem Moment, in dem man über eine Brücke fährt, mit Ola Rapace prügelt, war vermutlich einer der Höhepunkte.“ (8)

GARY POWELL kommt übrigens aus einer echten Stuntmänner-Dynastie. Seit DR. NO waren die Männer der Familie an jedem einzelnen Bond-Film beteiligt. Garys Vater NOSHER POWELL  und sein Onkel DINNY arbeiteten an allen Bonds mit Sean Connery und George Lazenby, sein Bruder GREG war bei allen Bonds mit Timothy Dalton und Pierce Brosnan dabei, und Gary selbst stand bislang im Dienst aller Bonds mit Pierce Brosnan und Daniel Craig.

Obwohl die Eröffnungssequenz von SKYFALL auf der Leinwand nur zwölf Minuten dauert, nahm sie insgesamt drei Monate Proben bzw. zwei Monate Drehzeit in Anspruch. Powell holte für die Eröffnungssequenz den Motocross-Champion Robbie Maddison, den ehemaligen Top Gear „Stig“ Ben Collins sowie den britischen Rallye-Champ Mark Higgins als Unterstützung in sein Stuntteam.

„Es ist einfach wichtig, die Action Schritt für Schritt festzulegen, damit mein Team sie schließlich so gut kennt wie die eigene Westentasche. Wenn man das Monate lang Tag für Tag einpaukt, dann setzt sich das in der Erinnerung fest und die Wahrscheinlichkeit, dass einem Fehler unterlaufen, sinkt gewaltig.“ (9)

Ein beträchtlicher Teil der Geschichte von SKYFALL spielt unter der Straßenoberfläche von London, eine Örtlichkeit, die auf dem basiert, was man historisch als Churchill-Bunker-System bezeichnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele Regierungseinrichtungen aus Sicherheitsgründen unter die Erdoberfläche verlegt. In SKYFALL fällt M eine ähnliche Entscheidung, nachdem der MI6 unter Beschuss gerät.

Hierbei griff Szenenbildner DENNIS GASSNER  auf tatsächliche Drehorte, wie den Old-Vic-Tunnel, sowie auf Studiobühnen zurück,  auf denen u. a. der unterirdische MI6-Bunker errichtet wurde.

„Wir brauchen die Studiohallen, um die nötige Kontrolle bei großen Szenen zu haben und Roger Deakins’ brillante Ausleuchtung optimal einsetzen zu können. In den Old-Vic-Locations zu drehen, war eine einzige Freude. Und unsere Erforschung des ansonsten für Passanten unzugänglichen Untergrunds von London inspirierte die Kulissen, die wir in Pinewood zu Leben erweckten. Es ist eine großartige Fusion von real existierenden Drehorten und errichteten Kulissen: Die einen unterfüttern die anderen, und gemeinsam ergeben sie eine nahtlose Einheit.“  (10)

Das Hauptquartier der Produktion von SKYFALL lag in den Pinewood Studios in Buckinghamshire außerhalb von London. Für den Bond-Film wurden dort in acht Studiohallen  31 unterschiedliche Kulissen errichtet. Dazu gehörten neben dem  Inneren des unterirdischen MI6-Bunkers, das Innere des Golden Dragon Casino, wo Bond zum ersten Mal auf Severine trifft sowie das Äußere der Dead City, einer verlassene Insel an der Küste von Macao, wo Silva residiert.

Einer dieser Hallen war auch der Schauplatz des spektakulären unterirdischen Zugunfalls, der sich während Bonds Jagd auf Silva zuträgt. Für den Crash baute die Crew zwei komplette Zugwagons, von denen jeder sieben Tonnen wog. Die Sequenz war so gefährlich, dass sich während ihres Drehs keine Personen in der Halle aufhalten durften. Zehn mit Fernbedienungen gesteuerte Kameras wurden strategisch im Inneren der Halle aufgestellt, um die Szene aus allen nur erdenklichen Winkeln festzuhalten.

Viele der Außenszenen von SKYFALL wurden vor Ort in der Innenstadt von London gedreht. Dabei kamen verschiedene Locations in London zum Einsatz. Die Old Vic Tunnels dienten als Ausbildungsort des MI6, ein unterirdischer Parkplatz in der Great Suffolk Street in der Nähe des Smithfield Market kam als Eingang zum neuen Hauptquartier des MI6 zum Einsatz, und der Eingang zum Broadgate Tower, Londons vierthöchstes Gebäude, wurde neu dekoriert und ausgeleuchtet, um als Bürogebäude in Schanghai durchzugehen, der Ort, an dem ein Kampf zwischen Bond und Patrice (OLA RAPACE) losbricht. Der Virgin Active Pool in der Canary Wharf fungierte als Bonds Hotelpool in Shanghai.

Mit der Zusammenarbeit und Unterstützung des Bürgermeisterbüros und der Verkehrsbetriebe der Stadt war die Produktion zudem in der Lage, sowohl die Vauxhall Bridge wie auch Millbank zu schließen, um eine Szene drehen zu können, in der Bond Zeuge des Angriffs auf das Hauptquartier von MI6 wird. Die Explosion wurde an diesem Tag mit ein paar einfachen Feuerwerkskörpern bewerkstelligt. Später wurde ein Modell des Hauptquartiers auf dem Gelände der Pinewood Studios gebaut, das ein Drittel der Originalgröße hatte. Chris Corbould, der Leiter der Spezialeffekte und Miniatureffekte des Films, brachte 28 Sprengkörper zum Einsatz, um den Anschlag standesgemäß abzuwickeln.

Im Verlauf von vier Wochenenden drehte die Produktion in der Londoner U-Bahn-Haltestelle Charing Cross. Die Produktion erhielt Zugang zu einer unbenutzten Strecke, um ein paar Teile der Verfolgungsjagd von Bond und Silva realisieren zu können. Die Jagd setzte sich im Parliament Square hin zu Whitehall fort und landete schließlich am Trinity Square, wo sie ihren spektakulären Höhepunkt findet.

Neben Locations in London und Schottland wurde auch in China  gedreht. Dafür reiste der ALEXANDER WITT, der Regisseur des zweiten Drehteams, und seine Mannschaft nach Shanghai, um dort ein paar Totalen und Fahrtsequenzen festzuhalten. Die Crew arbeitete nachts während der geschäftigen Woche vor dem chinesischen Neujahr, um eine aufregende, sich unentwegt verändernde Metropole einzufangen. Ein Flugteam unter Pilot Marc Wolff erhielt die seltene Erlebnis, vom Himmel über der Stadt aus zu drehen – in einem Hubschrauber, der eine Leihgabe der chinesischen Regierung war. Dennis Gassner und seinem Art Department fiel die Aufgabe zu, den Rest der nötigen chinesischen Kulissen in den Pinewood Studios zu errichten.

Die wie immer mit Spannung erwartete Eröffnungssequenz vor der Titelsequenz von SKYFALL wurde in Istanbul und Adana gedreht. Als Bond erkennt, dass einem verletzten MI6-Agenten wichtige Informationen entwendet wurden, jagt er den Angreifer Patrice mit der Hilfe von Eve durch die verstopften Straßen der Innenstadt von Istanbul. Bond hetzt durch das Stadtviertel Eminönü, eine der ältesten Ecken der Stadt, die von dem antiken Gewürzbasar und der wunderbaren Yeni-Moschee umgeben ist. Das Art Department errichtete mit Hilfe der Requisite einen riesigen Markt innerhalb von Eminönü, in dem mehr als 200 Marktbuden Platz fanden, an denen Bond auf einem Motorrad vorbeirast.

Die Verfolgungsjagd wird auf den Dächern der Stadt und dann dem Inneren des berühmten Großen Basars von Istanbul fortgesetzt. Der Große Basar ist einer der größten und ältesten bedeckten Märkte der Welt mit 61 Straßen und mehr als 3000 Geschäften, die täglich um die 400.000 Besucher anlocken. Aufgrund der Gefährlichkeit der Sequenz wurde der Filmcrew ausschließlich Sonntags Zugang zu dem Drehort gewährt. Durch gemeinsame Anstrengungen der Locations-Abteilung, des Art Department, der Setausstattung und der Requisite gelang es, den Markt über Nacht so aussehen zu lassen, als wäre er immer das Zentrum geschäftiger Aktivität, wie man es vom Großen Basar erwarten würde. 500 türkische Statisten und Stuntleute wurden in den Großen Basar gebracht, um dem Ort seine typische Atmosphäre mit sich in allen Ecken und Enden drängenden Menschen zu verleihen. Die Dächer des Basars dienten als spektakuläre Plattform mit einem exzellenten Ausblick auf die uralte Silhouette Istanbuls.

Von Istanbul aus zog die Produktion weiter nach Adana, wo man die Verfolgungsjagd fortsetzte: Hier folgt Bond seinem Widersacher Patrice auf einem dahinrasenden türkischen Passagierzug. Der Höhepunkt der Stuntsequenz spielt sich auf der atemberaubenden Varda Brücke ab, eine Stunde außerhalb von Adana. Die Brücke wurde 1912 errichtet und ist 190 Meter lang und 100 Meter hoch. Der Kampf findet sein Ende, als Eve versehentlich nicht auf Patrice schießt, sondern Bond trifft, der vom Zug geschleudert wird und in den Fluss stürzt. Bonds Stuntdouble Andy Lister führte den Stunt durch. Ein Kran wurde auf einem Zug befestigt, wo eine Sicherheitsleine angebracht wurde. Andy reagiert auf den Schuss, in dem er sich nach hinten in die Tiefe fallen lässt.

(1) Sam Mendes
(2) John Logan
(3) Barbara Broccoli
(4) Sam Mendes
(5) Judi Dench
(6) Javier Bardem
(7) Michael G. Wilson und Barbara Broccoli
(8) Stuntkoordinator Gary Powell
(9) Stuntkoordinator Gary Powell
(10) Szenenbildner Dennis Gassner

 

SKYFALL
GB 2012

Stab
Regie: Sam Mendes
Regisseur des zweiten Drehteams: Alexander Witt
Produktion: Michael G. Wilson, Barbara Broccoli
Drehbuch: Neal Purvis & Robert Wade, John Logan
Ausführende Produktion / Produktionsleiter: Callum McDougall
Koproduktion: Andrew Noakes, David Pope
Kamera: Roger Deakins
Szenenbild: Dennis Gassner
Schnitt: Stuart Baird
Kostüm: Jany Temime
Musik: Thomas Newman
Sängerin des Titelsongs: Adele
Leitung der Spezialeffekte und Miniatureneffekte: Chris Corbould
Stuntkoordination: Gary Powell
Design der Titelsequenz: Daniel Kleinman
Leitung visuelle Effekte und Miniaturen: Steve Begg

Darsteller
Daniel Craig als James Bond
Judi Dench als M
Javier Bardem als Silva
Ralph Fiennes als Gareth Mallory
Naomie Harris als Eve
Bérénice Marlohe als Severine
Ben Whishaw als Q
Albert Finney als Kincade
Rory Kinnear  als Tanner
Ola Rapace als Patrice

Filmlänge: 143 Minuten
FSK: Ab 12 Jahren

Kinostart: 1. November 2012

 

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 © by Ingo Löchel

 

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