Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

50 Jahre James Bond: Skyfall - Eine kritische Betrachtung

Skyfall
Eine kritische Betrachtung

Als Bonds (DANIEL CRAIG) letzte Mission auf fatale Weise schiefläuft und eine Reihe von verdeckt arbeitenden Agenten auf der ganzen Welt enttarnt werden, sieht sich der MI6 eines brutalen Angriffs ausgesetzt. M (JUDI DENCH) sieht sich gezwungen, mit dem gesamten Geheimdienst umzuziehen. Diese Ereignisse haben Folgen: Die Autorität und Position von M werden von Mallory (RALPH FIENNES) infrage gestellt, dem neuen Vorsitzenden des Komitees für Spionage- und Sicherheitsangelegenheiten.


1Unter Druck, weil der MI6 nunmehr von innen und außen unter Beschuss gerät, kann M nur noch auf einen letzten verbliebenen Verbündeten zählen: Bond. Unterstützt von einer einzigen Außenagentin, Eve (NAOMIE HARRIS), geht Bond in den Untergrund und folgt der Fährte des mysteriösen Silva (JAVIER BARDEM), dessen tödliche Motive bislang noch ungeklärt sind.

Die Handlung von SKYFALL ist leider so löchrig wie ein Schweizer Käse und hat zudem Logiklöcher ohne Ende. Da haben in Gestalt der Drehbuchautoren John Logan, Neal Purvis und Robert Wade entschieden zu viele Leute an dem Drehbuch herumgedoktert, die anscheinend nicht so recht wussten, wie sie die neue Bond-Geschichte zusammenschustern sollten. Und zusammengeschustert wirkt nicht nur der Film, sondern auch die gesamte Handlung des neuen Bond-Films.

Nachdem der Auftragskiller Patrice geflüchtet ist, nehmen Bond und die Agentin Moneypenny die Verfolgung auf. Die Verfolgung endet schließlich auf dem Dach eines Zuges, wo es zum Zweikampf zwischen Bond und Patrice kommt. Und hier kommt es bereits zur ersten Fehlentwicklung des Films.

Warum lässt M überhaupt auf die beiden Kämpfenden schießen? Wenn Moneypenny kein klares Ziel hat, ist dieser Befehl völlig nutzlos. Stattdessen geht sie das Risiko ein, ihren besten Agenten zu verlieren. Und was passiert? Moneypenny trifft natürlich nicht den Killer, sondern Bond. Da muss man sich schon fragen, was MI6 nur für Luschen hat.

Durch den 'Abschuss' von Bond kann der Auftragsmörder Patrice mit der Festplatte fliehen. Mit den Daten darauf können die Identitäten diverser MI6-Agenten auf der ganzen Welt enttarnt werden.

Die Frage, die sich hier natürlich stellt, ist, warum es dem MI6 drei Monate nach dem 'Abschuss' von Bond immer noch nicht gelungen ist, Patrice ausfindig zu machen? Schließlich besteht der MI6 nicht nur aus 007, sondern hat doch noch andere 00-Agenten.

1Und wenn man es nicht schafft, diesen Patrice und die Festplatte ausfindig zu machen, dann zieht man die Agenten, die dadurch in Gefahr geraten könnten, logischerweise von ihrer Tätigkeit ab und lässt sie nicht weiter munter verdeckt arbeiten, mit der Folge, dass sie enttarnt werden könnten. Denn nach dem Abzug der Agenten wäre die Liste für alle Feinde des MI6 völlig nutzlos.

Nun zu Bond. Dieser stürzt angeschossen von dem fahrenden Zug in die Tiefe und ins Wasser. Dass er den Sturz von dieser Höhe überlebt, ist eher unwahrscheinlich. Doch da man es mit Bond zu tun hat, lassen wir das mal so stehen bzw. gelten.

Drei Monate später sieht man Bond, wie er zum Alkoholiker geworden ist. Zudem nimmt er Drogen und hat auch noch Splitter der Uranmunition in seiner verletzten Schulter, mit der Patrice auf ihn geschossen hat.

Was ist überhaupt die Motivation Bonds zurückzukehren? Er ist zum Alkoholiker geworden. Warum säuft er sich nicht einfach zu Tode? Wovon hat er all die Monate gelebt? Woher hat er das Geld? Vom Wettsaufen? Hat er Heimweh, nur weil er im Fernsehen sieht, dass das MI6-Gebäude in die Luft gesprengt wurde?

Und wenn es Bond in seinem desolaten Zustand gelingt, in M's Wohnung unbemerkt einzudringen, wie leicht wäre es für einen Bösewicht wie Raoul Silva gewesen, ebenfalls dort einzudringen, um M einfach zu töten? Schließlich ist das Silvas Ziel. Die Tötung von M, weil er sich rächen will und weich in der Birne ist.

1Und weiter geht es mit dem Unsinn. Bond hat drei Monate lang ununterbrochen gesoffen und auch noch Drogen bzw. Tabletten geschluckt. Dass er durch den Eignungstest bei MI6 fällt, ist daher nur logisch. Doch M lässt ihn durchkommen und wieder in den Dienst stellen. Und wie ein Phoenix aus der Asche ist Bond danach wieder quicklebendig und so fit wie nie zuvor, obwohl es ihm beim Schießtest noch nicht einmal gelungen ist, seine zittrige Schießhand ruhig zu halten, um das Ziel zu treffen.

Ich erinnere noch einmal daran. Bond ist ein Alkoholiker geworden und kann nicht so einfach von heute auf morgen mit dem Saufen aufhören. Denn dann gibt es nämlich ganz schlimme Entzugserscheinungen, wodurch Bond überhaupt nicht mehr - weder physisch noch psychisch - in der Lage wäre, für den MI6 zu arbeiten.

Nächste Szene. In Shanghai schaltet Bond den Killer Patrice aus. Der stürzt nach einem kurzen Kampf mit 007 aus dem Fenster eines Hochhauses in die Tiefe, weil Bond ihn nicht mehr festhalten kann. Die Frage, die ich mir allerdings gestellt habe, lautet: Wieso hat James Bond plötzlich Handschuhe an? Die hat er beim Betreten des Gebäudes noch nicht angehabt und dadurch munter seine Fingerabdrücke an der Tür des Eingangsbereiches hinterlassen. Sollte einem Profi wie Bond eigentlich nicht passieren.

1Dann trifft Bond auf Severine, gespielt von Berenice Marlohe, die bei ihren Modeljob hätte bleiben sollen. Schauspielerisch hat sie so gut wie gar nichts zu bieten. Eine Eintagsfliege wie viele Bondgirls vor ihr.

Danach taucht auch noch der Bösewicht in Gestalt von Javier Bardem auf, der überspitzt gesagt aussieht wie ein blonder Affe aus dem Dschungel, und dessen Darstellung einfach zu überspitzt wirkt. Als Bond-Bösewicht wirkt der Schauspieler einfach nur lächerlich. So ist Bardems Leinwandpräsenz im Film gleich null.

Und dann lässt Bond auch noch ohne mit der Wimper zu zucken, Severine von Raoul Silva umbringen, obwohl er Sekunden später alle bewaffneten Männer Silvas blitzschnell ausschaltet. Und das sind nicht gerade wenige. Ab warum tötet er Silva danach nicht einfach?

Stattdessen bringt man den Freak und Computerfachmann auch noch als Gefangenen ins neue MI6-Hauptquartier, wo er den dämlichen Q auch noch mit einem Computervirus überrumpeln kann.

Nachdem Silva fliehen und Bond das Attentat auf M verhindern konnte, fliehen Bond und M.

Und nun muss man das Taschentuch rausholen. Denn nun wird Bonds schwere Kindheit offenbart, wodurch er zum seelischen und psychischen Wrack geworden ist. Beide Eltern gestorben. Vom Vater vermutlich misshandelt, wurde Bond zur Vollwaise.

1"Waisen waren schon immer die besten Rekruten", bemerkt M dazu. Danach fahren sie zu Bonds Anwesen Skyfall, das wie alles, was Bond gehört hat, verkauft wurde, weil ja 007 für tot gehalten wurde. 

Aber warum fährt Bond mit M nach Skyfall? Ich weiß, der Titel des Films heißt so. Aber diese Vorgehensweise ist vollkommen unlogisch. Denn das Haus ist überhaupt nicht zu verteidigen. Eine vollkommene Fehlentscheidung.

Will Bond damit sein Kindheitstrauma verarbeiten? Oder mit seiner Vergangenheit abschließen? Was beinahe so aussieht. Denn das Haus wird von Bardems Kampfhubschrauber förmlich durchsiebt und geht schließlich in Flammen auf. Auch Bonds alter Wagen muss dran glauben.

Soll diese Inszenierung eine Art Vergangenheitsbewältigung seitens der Bond-Produzenten sein? Damit müsste man dann beim 24. Bond-Film schon wieder von vorne beginnen.

Bond kann sich doch, nachdem er zurückgekehrt ist und von M erfahren hat, dass sein gesamter Besitz verkauft wurde, logischerweise denken, dass dies auch mit seinem Haus Skyfall geschehen ist. Und nun muss er sich, fast unbewaffnet, einem hoch aufgerüsteten Bösewicht mit seinen Männern stellen.

Wäre es nicht logischer gewesen, irgendwo Zuflucht zu suchen, wo man wenigstens über genügend Waffen verfügt, mit denen man sich auch effizient hätte wehren können?

Einziger Lichtblick ist da Albert Finney als knorriger Verwalter Kincade, der Bond und M im Kampf unterstützt.

1Und nun noch kurz zu M. Nachdem sie nun wahrlich diverse Fehlentscheidungen getroffen hat und im Film wirklich nur noch unsympathisch wirkt, ist man als Zuschauer richtig froh, als die Alte so tödlich verletzt wird, dass sie stirbt. Und damit ist auch das Kapitel weiblicher M bei Bond abgeschlossen. Emanzipation ade. Nun haben wir wieder einen männlichen M als Vorgesetzten bei Bond.

Beim Kampf mit seinen Gegner fiel mir übrigens eine Szene besonders auf und ich stellte mir die Frage: Kann man mit einer Leuchtrakete eine Eisfläche zum Schmelzen bringen bzw. durchstoßen, wenn man sich einige Meter darunter im Wasser befindet und diese dann abschießt?

Auch scheint der Jugendwahn nun endgültig auch bei James Bond angekommen zu sein. Ein junger Q, der überhaupt nichts drauf hat, eine junge Moneypenny, die noch nicht mal in der Lage ist, richtig zu schießen, und dafür in den Innendienst versetzt wird usw. usw. Was bilden die beim MI6 eigentlich für Versager und Luschen aus?

Und Daniel Craig? Geboren 1968, sieht der Schauspieler in einigen Szenen so aus, als wäre er fast sechzig Jahre alt, hätte eine Hungerkur hinter sich und mindestens 10 oder 15 Kilo abgenommen. Man erinnere sich. Liam Neeson war in dem Film 96 HOURS 55 Jahre alt, als er den Film gedreht hat. Und dem Schauspieler nahm man seine Rolle ohne Wenn und Aber ab. Unabhängig von seinem Alter.

Bei Daniel Craig bekommt man langsam so seine Zweifel und auch die beiden Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson scheinen langsam wirklich nicht mehr zu wissen, wo denn nun die Reise von Bond hingehen soll.

Da muss man langsam an den Sinn und Zweck der Figur von James Bond zweifeln. Zumal Daniel Craig in wenigen Jahren die Fünfzig erreicht hat. Was für ihn bedeutet, wie zuvor Pierce Brosnan, dass er das James Bond-Zepter dann an einen jüngeren Kollegen abzugeben hat. Sonst wird er wie Brosnan von den Bond-Produzenten abgesägt und hinausgeschmissen.

1Alles in allem ist SKYFALL zwar der bisher erfolgreichste James Bond-Film, dafür aber einer der unglaubwürdigsten und schlechtesten Filme der Serie, der sich in die Reihe von DER MANN MIT DEM GOLDENEN COLT und MOONRAKER einreihen kann.

Und wo CASINO ROYALE die Bond-Reihe neu gestartet und ihr wirklich neue Impulse gegeben hat, hat SKYFALL diese guten neuen Ansätze leider wieder ad absurdum geführt. Sehr schade.

Hinzu kommt, dass der Film ein einziger Werbeträger ist. Das hat auch seinen Grund. Da die Bond-Produzenten nicht genug Geld für den Film zusammenbekamen (was etwas verwundert, hat doch EIN QUANTUM TROST immerhin fast 590 Millionen US-Dollar eingespielt) und MGM in Insolvenz ging, wurden diverse Großfirmen angeschrieben, um für den Film Geld zu 'spenden', damit er überhaupt gedreht werden konnte. 

Und die Firmen waren sehr spendabel und 'spendeten' großzügig. Und so kamen munter viele Milliönchen zusammen. Das Resultat dieser 'Spenden' sind in den gezielten Produktplatzierungen im Film unverkennbar zu 'bewundern'.

Bereits im Vorspann begegnet man Audi, Heineken Bier, Land Rover, Hyundai, CAT Bagger und VW Beetle (was auch noch explizit im Film gesagt wird). Und so geht diese 'Werbekampagne' den ganzen Film gezielt und munter weiter ...

Zur Einleitung - Zur Übersicht

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2013-12-05 12:37
Bonds Actionszenen infrage zu stellen ist doch eigentlich nicht die Mühe wert, oder? Was dem Zuschauer da schon für ein Schwachsinn aufgetischt wurde ... Wenn ich bloß an den letzten Bond mit Brosnan denke, *schauder*. Die Eisszene in Skyfall wäre ein guter Fall für die Mythbuster :D

Mal ehrlich, warum sollte M sympathisch sein? Das ist die Frau, die missliebige Zeitgenossen ermorden und Frau Merkel abhören läßt. Die hat skrupellos zu sein, und natürlich gibt sie den Schießbefehl. Leute wie Bond sind ersetzbar, egal wie gut sie sind. Gibt immer Jüngere und Fittere. Hätte sie den Befehl nicht gegeben, wäre sie falsch auf ihrem Posten. Und Moneypenny als schlechte Scharfschützin, na ja, Gibbs war andersweitig beschäftigt :D

Die Werbung hat mich auch nicht gestört. Solange kein Werbespot den Film unterbricht und Bond kein Werbebanner auf dem Smoking trägt, was soll's.

Aber ich gebe dir recht, dass das Drehbuch Schrott war. Diese hyperkomplizierten Schurkenpläne, die nur funktionieren können, wenn der unbeteiligte Passant X in drei Wochen wie immer um 13:34 seine Zeitung kauft und darum die Überwachungskamera blockiert - und das natürlich auch brav tut, weil sonst die Geschichte nicht funktioniert - , sind immer schwer unglaubwürdig.

Abgesehen von der dämlichen und unterentwickelten Geschichte fand ich den Film aber auch handwerklich oft schlampig gemacht. Da gibt es völlig unnötige Anschlußfehler. Z.b wenn M und Kincade durch den Geheimgang verschwinden, etabliert wird, dass die Tür von innen verschlossen wird, und Bond sie drei Minuten später einfach so öffnet, weil sie plötzlich unverschlossen ist.

Ich kann auch nicht verstehen, warum der Film so erfolgreich war. Aber dieses schlampige Erzählen, wo sich keiner mehr um die innere Logik schert und alle wie Grenzdebile handeln, weil es spektakulär aussehen muss, vermiest mir mittlerweile fast jeden Hollywoodfilm. Aber den durchschnittlichen Kinogänger scheint das nicht zu stören. Seltsam.
Zitieren
#2 Pisanelli 2013-12-05 14:03
Also, es war nicht der beste Bond aller Zeiten, aber er hat mir wieder besser gefallen als der davor. Und M fand ich klasse. Ist schade, dass Judi Dench jetzt aufhören muss.
Zitieren
#3 c.r.hays 2013-12-06 07:28
Ich habe diesen Film tatsächlich erst vor drei Tagen zum ersten mal gesehen.

Es ist kein Bond, und es wird auch kein Bond werden...

Bond in der Familien-Psyche etc... Wie schwul ist das denn!!!
Zitieren
#4 Lefti 2013-12-06 12:30
War ja mal wieder klar...!
Ich meine, dass A.D. das erste Posting zu diesem Thema gepostet hat. ;-) :D
Wie wir ja nun alle wissen und auch in vorangegangenen Diskussionen ausgiebigst besprochen und analysiert haben, ist Craig der beste Bond aller Zeiten!
Nun! Da gibt es nichts zu rütten.
Wer anderer Meinung ist hat eben schlicht keine Ahnung! :P
Das dat Drehbuch nicht so gut war, dafür kann er ja nichts, gelle?
Am Drehbuch merkt man sofort, dass zu viele Köche den Brei verdorben haben... :-x
Aber hey! James Bond ist Popcorn-Kino. Da heißt es Gehirn ausschalten. :D
Das M diverse Fehlentscheidungen entscheidet... Nun, M ist schon etwas älter, da kann das passieren. - Ich merke das ja schon an mir selber... :-* :lol:
Die erste Hälfe war der Film ein typischer Bondfilm: Exotische Schauplätze: Istanbul und Singapur, die dicken, großen Leguans... War schon dufte. Aber dann das typische Landhaus-Anwesen, dass es gegen eine kleine Übermacht zu verteidigen gilt gab es schon in unzähligen anderen Filmen... :zzz
Aber dafür(!) gab es mal wieder eine typische, geheime James-Bond-Geheimwaffe: Den alten Aston Martin. - Der wurde total zerlegt! :D

Zitat:
Drei Monate später sieht man Bond, wie er zum Alkoholiker geworden ist. Zudem nimmt er Drogen
Das waren doch nur Schmerztabletten. ;-)
Kann man denn in drei Monaten zum Alki werden? Was hätte er denn sonst in den drei Monaten, in denen er untergetaucht ist und sich von seinen Wunden erholt hat, tun sollen? Im Internet surfen? :sigh:

Zitat:
Und Daniel Craig? Geboren 1968, sieht der Schauspieler in einigen Szenen so aus, als wäre er fast sechzig Jahre alt, hätte eine Hungerkur hinter sich und mindestens 10 oder 15 Kilo abgenommen.
Ich bin 1969 geboren und sehe jeden Freitag Abend so aus! :D
Ich fands cool, dass seine schweren Verletzungen und die anschließende schwere Erholung, bzw. Sumpferei (inkl. Sauferei) ihm ins Geschicht geschrieben stand.
Dafür hat Craig Daniels vorher bestimmt mindestens drei Nächte durchgemacht, um so auszusehen und stand gewiss ungeschminkt vor der Kamera. :D

Zitat:
der Bösewicht in Gestalt von Javier Bardem
Der sah so selten dämlich und häßlich aus...! Einfach herrlich! :lol:
Der hat mich an 'Herbert von Krolock', den schwulen, blonden Vampir aus 'Tanz der Vampire' erinnert. :D

Zitat:
dann lässt Bond auch noch ohne mit der Wimper zu zucken, Severine von Raoul Silva umbringen, obwohl er Sekunden später alle bewaffneten Männer Silvas blitzschnell ausschaltet.
Nun, mitten im Film haben die Produzenten bemerkt, dass Berenice Marlohe wirklich nicht schauspielern kann. Daher musste sie weg und das Drehbuch wurde während des Drehs ganz schnell umgeschrieben... :-*

Letzten Endes war Skyfall der Auftakt, bzw. legte die Weichen, dass James Bond wieder der gute, alte Spiogentenfilm wird: Geheimagenten-Wagen, das klassische, holzvertäfelte Büro von M, Money Penny, Aufträge in Aktenmappen auf Papier, statt via eMail aufs Handy, die Lizenzen für Blofeld sind frei und James Bond soll demnächst wohl wieder den klassischen Hut tragen... :-*
Zitieren
#5 Valerius 2013-12-06 13:34
Das hängt vermutlich damit zusammen, dass der durchschnittliche Kinogänger anscheinend sein Gehirn vor dem Kinoeingang abgibt. Ansonsten kann ich mir die Erfolge mancher Filme auch nicht erklären.
Zitieren
#6 Larandil 2013-12-06 14:59
zitiere Valerius:
Das hängt vermutlich damit zusammen, dass der durchschnittliche Kinogänger anscheinend sein Gehirn vor dem Kinoeingang abgibt. Ansonsten kann ich mir die Erfolge mancher Filme auch nicht erklären.

Tja. Erinnert ihr euch an "Gravity"? Den Moment, als George und Sandra an der ISS vorbei zu fliegen drohen und Sandra gerade eben noch mit einem Bein in den Fallschirmleinen der defekten Rückkehrkapsel hängen bleibt? Als George mit seinem ganzen Gewicht an ihr hängt und sagt: "Tschüß, mach's gut!" und seine Leine kappt, damit er sie nicht mitreißt auf seinem Fall in die Unendlichkeit?
Blödsinn. Fake. Da gibt's nichts, was weiter an ihm ziehen könnte, wenn die Leinen und Sandras Raumanzug inklusive Bein ihn erst mal zum Stehen gebracht haben. Entweder reißt es ihr das Bein ab, wenn die kinetische Energie zu hoch ist - oder es gibt einen kräftigen Ruck, der ihr vielleicht den Oberschenkel ausrenkt, und George hängt mit der Relativgeschwindigkeit Null am Leinenende.
Na, wer hat sich nach dem Kino darüber beschwert? Wem ist es überhaupt aufgefallen?
Zitieren
#7 Pisanelli 2013-12-06 15:45
@Larandil: Oh, wenn man dem Internet traut, waren das einige. Und lies mal den Wikipedia-Artikel zum Film, da werden alle Unkorrektheiten fein säuberlich aufgeführt. Also scheinen schon einige bemerkt zu haben, dass da was nicht stimmt. Aber es war eben nicht die Masse. Und solche Tricks hat doch jeder Actionfilm. Welche Actionszene entspricht denn überhaupt der Realität. "Mythbuster" hat da schon zigmal bewiesen, dass vieles nicht möglich ist. Aber es macht halt Spaß, zuzusehen und sich darüber nicht den Kopf zu zerbrechen. Wer keine Ahnung von Physik hat, den stört sowas nicht. Und wer hat schon Ahnung von Physik? Und wer will sich bei cooler Action schon den Spaß verderben lassen? Es geht darum, dass es Spaß macht, nicht, dass es richtig ist ;-)
Zitieren
#8 Andreas Decker 2013-12-07 14:11
zitiere Pisanelli:
Und wer will sich bei cooler Action schon den Spaß verderben lassen? Es geht darum, dass es Spaß macht, nicht, dass es richtig ist ;-)


Auch wieder wahr. Allein bei Supernatural sind Dean und Sam so oft quer durch den Raum gegen eine Wand gedonnert worden, dass sie in der Realität längst im Rollstuhl sitzen würden. Aber so ein harter Winchester schüttelt das mannhaft ab. :D
Zitieren
#9 Neraide 2013-12-13 14:12
Noch so eine zeitlose Ungereimtheit :D

www.sueddeutsche.de/gesundheit/studie-britischer-mediziner-james-bond-ist-wohl-alkoholiker-1.1842315

Man stelle sich vor: ein Bond mit Potenzstörung! Das Idealbild des Agenten bräche zusammen! :lol:
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.