Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Dolph Lundgren und seine Filme: ICARUS

ICARUS

Edward Genn wurde von dem russischen Geheimdienst unter dem Codename ICARUS in den USA als Schläfer bzw. Killer eingesetzt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion arbeitet der nun seriös gewordene Geschäftsmann  und Familienvater Genn eher unfreiwillig für ehemalige Mitglieder des KGB‘s, die nun zum organisierten Verbrechen gehören, weiter als Killer.

Nach einem  Liquidierungs-Auftrag in Hongkong scheint die wahre Identität von Icarus  aufgeflogen zu sein. Denn nun ist nicht nur der ominöse Mr. Graham hinter ihm her, sondern auch Killer haben es auf ihn abgesehen, die auch versuchen seine Familie zu liquidieren.


So muss  Icarus nicht nur sich und seine Familie beschützen, sondern auch herausfinden, wer hinter dem Liquidierungsauftrag steckt. Aber bis auf seine Frau, die ihm nach ihrer Versöhnung hilfreich zur Seite steht,  ist Genn auf sich alleine gestellt und kann keiner Person trauen, denn auch ehemalige Kollegen stellen sich gegen ihn und wollen ihn töten ….

Wie in seinen vorigen Arbeiten als Regisseur präsentiert Dolph Lundgren auch mit ICARUS, seiner bisher letzten Regiearbeit aus dem Jahre 2012, wieder einen handwerklich perfekt gemachten Action-Film, der ohne Schnick Schnack auszukommen vermag und in dem der Schwede als Killer auch eine überzeugende Darstellung abliefert.

Leider ist FSK16-Fassung des Films um über drei Minuten gekürzt worden. Und diese Kürzungen werden leider schon zu Beginn des Films deutlich. Denn als der Killer Icarus in Hongkong seinen Liquidierungsauftrag erledigt und plötzlich mehr Leichen am Boden liegen, als Lundgren in der Rolle des Killers vorher Verbrecher erschossen hat, muss man sich schon wundern, wo die plötzlich alle hergekommen sind. Auch die Erschießung des Wortführers der Hongkonger Gangster fiel dabei der Schere zum Opfer.

Eine weitere stark gekürzt Szene ist der Kampf mit den beiden Straßenarbeitern, die sich als Killer entpuppen. Während Icarus noch mit einem Gegner am Boden kämpft, steigt er Sekunden später in seinen Wagen, fährt ab und lässt die Leichen BEIDER Killer zurück, die am Boden liegen.

Ebenfalls nicht in der geschnittenen FSK16-Fassung enthalten ist u. a. die Scheunen-Szene. Nachdem Kerr ihren ehemaligen ‚Kollegen‘ Icarus verraten hat, will sie ihn mit Hilfe ihrer Leute erschießen. Doch sie wird durch das Eingreifen von Grahams Leuten abgelenkt, so dass Icarus seine Chance nutzt und sie mit einer Mistgabel tötet.

Aber auch der Showdown am Ende des Films, in dem sich Icarus an seinen ‚Freund‘ Vadim rächt, dem er einst das Leben gerettet hat, der hinter dem Tötungsauftrag steckt, ist erheblichen Kürzungen unterworfen.

Alles in allem sollte man aufgrund dieser erheblichen Verstümmelung des Films auf jeden Fall zur Uncut-Version von ICARUS greifen, denn die Schnibbelei in der FSK16-Version mindert erheblich den ‚Filmgenuss‘.

 

ICARUS
USA 2010

Regie: Dolph Lundgren

Darsteller
Dolph Lundgren as Icarus/Edward Genn
Stefanie von Pfetten as Joey
Katelyn Mager as Taylor
Lindsay Maxwell as April
Samantha Ferris as Kerr
John Tench as Serge
Bo Svenson as Vadim
David P. Lewis as Mr. Graham
Monique Ganderton as Kim

Geschnittene Fassung: 81:25 Minuten
Ungeschnittene Fassung: 84:28 Minuten

 

Zur EinleitungZur Übersicht

 

© by Ingo Löchel

Der Gästezugang für Kommentare wird vorerst wieder geschlossen. Bis zu 500 Spam-Kommentare waren zuviel.

Bitte registriert Euch.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.