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50 Jahre James Bond: DIE BOND-ROMANE - LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU

Die Romane
Liebesgrüße aus Moskau

Donovan Grant (deutscher Vater, irische Mutter) wächst in England auf und wird nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund seiner Lust am Töten zum Killer des russischen Geheimdienstes, genauer gesagt für die Abteilung SMERSCH (Smert Schpionam = Tod den Spionen).

Seitdem lautet Grants Name Krassno Granitski, Tarnname Granit.


1Um den westlichen Geheimdiensten einen Schlag zu versetzen, plant Generaloberst Grubozaboischikow, der Leiter von SMERSCH, unter Mitwirkung von Rosa Klebb, Leiterin der Operationsabteilung von SMERSCH, und dem Killer Grant einen großen Coup.

Der britische Geheimagent James Bond soll umgebracht und diskreditiert werden. Der dadurch ausgelöste Skandal soll die gegnerischen Geheimdienste schwächen, sodass diese nicht mehr voll einsatzfähig sind.

Um 007 in eine Falle zu locken, wird dem britischen Geheimdienst in Gestalt von Tatjana Romanowa, einer Chiffrierexpertin, ein Köder zugeworfen.

Die schöne Russin, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes als russische Überläuferin agieren soll, soll sich laut Informationen des britischen Geheimdienstes in James Bond verliebt haben.

James Bond bekommt daraufhin von M den Auftrag, die angebliche Überläuferin, die sich in der Türkei aufhält, zu überprüfen und danach nach England zu bringen.

007 begibt sich nach Instanbul, wo ihn Darko Kerim, Leiter von T (Türkei), unterstützt. Dort beginnt die Falle nach und nach zuzuschnappen. Und als Bond die Türkei mit dem Orient-Express verlassen will, schlagen seine Gegner zu.

Am 8. April 1957 erschien mit LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU der fünfte James Bond-Roman aus der Feder von Ian Fleming, der ohne Frage DER James Bond des Kalten Krieges ist.

Der Roman gibt zu Anfang eine gute Charakterisierung des psychopathischen Donovan Grant, der nach Ende des Zweiten Weltkrieges zur Killermaschine von SMERSCH geworden ist. Zudem bekommt der Leser einen interessanten Einblick in die Vergangenheit Grants und die Abteilung SMERSCH.

Das große Manko von LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU ist allerdings, dass der Roman am Anfang zu langatmig geschrieben ist. Nach der Vorstellung von Grant und den Einblicken in SMERSCH passiert auf den ersten 100 Seiten leider so gut wie nichts. Diesen langatmigen ersten Teil seines Romans hätte Fleming lieber erheblich kürzen sollen, um die Handlung schneller voranzubringen sowie interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.

Ein weiteres Manko des Romans ist, dass James Bond im ersten Drittel von LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU überhaupt nicht auftaucht. Erst ab Teil zwei, genauer gesagt auf Seite 139, tritt 007 in Erscheinung bzw. in Aktion.

Danach entwickelt sich die Handlung des Romans aber sehr gut, der in weiten Strecken für den gleichnamigen James Bond-Film mit Sean Connery übernommen wurde. 

Am Ende des Romans wird James Bond von SMERSCH-Agentin Rosa Klebb mit einer Stahlklinge vergiftet. Diese Szene aus dem Buch zeigt, dass die Romanfigur im Gegensatz zu der Filmfigur kein Supermann, sondern ein ganz normaler Mensch ist, was ihn interessanter und sympathischer macht, als die bisweilen arg überzogene Figur in den Bond-Filmen.
1
LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU
Originaltitel: FROM RUSSIA WITH LOVE
von Ian Fleming
Aus dem Englischen von Stephanie Pannen und Anika Klüver
Titelbild von Michael Gilette
Taschenbuch, 382 Seiten
ISBN 978-3-86425-078-1
12,80 Euro

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