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HARRISON FORD

Harrison Ford als Indiana JonesHARRISON FORD

Harrison Ford wurde am 13. Juli 1942 als Sohn von Dorothy (geborene Dora Nidelman) und Christopher Ford in Chicago, Illinois, geboren."
"Meine Mutter war jüdisch, mein Vater katholisch, und ich wurde demokratisch erzogen. Wir haben immer für unser Geld gearbeitet. Als Kind schippte ich Schnee, um das nötige Geld zusammenzubekommen, um Mädchen auszuführen. Seitdem hat sich nicht viel verändert: Ich verdiene immer noch mein Geld genau dafür. Um etwas anderes geht es im Leben doch gar nicht.“ (1)

Nach dem Abschluss von der “Maine East Hight School” in Park Ridge, Illinois, in 1960, besuchte er das “Ripon College” in Wisconsin dort kam er auch mit der Schauspielerei in Verbindung.

1964 zog er nach Los Angeles, Kalifornien, um einen Job beim Radio anzunehmen, den er allerdings nicht bekam.

Ford blieb jedoch in Kalifornien und unterschrieb einen Vertrag bei Columbia Prictures, die gerade  auf der Suche nach neuen Talenten waren.

Am 18. Juni 1964 heiratete er Mary Marquardt mit der zwei Kinder  (Benjamin, geboren 1967, und  Willard, geboren 1969) zusammen hat. Das Paar ließ sich 1979 wieder scheiden.

1966 gab Harrison Ford in “DEAD HEAT ON A MERRY-GO-ROUD” (Immer wenn er Dollars roch) sein Film – Debüt.

Es folgten kleine Rollen in “LUV” (Versuch’s doch mal mit meiner Frau, 1967), “A TIME FOR KILLING” (Der gnadenlose Ritt, 1967), “JOURNEY TO SHILOH” (1968) oder “ZABRISKIE POINT” (1970).

1967 gab Ford in „THE MODOC KID“, einer Folge der Serie „THE VIRGINIAN“ (Die Leutge von der Shiloh Ranch), sein TV – Debüt.

Es folgten Gastauftritte in Serien wie „IRONSIDE“ (Der Chef, 1967), „THE MOD SQUD"„THE F.B.I." (FBI, 1969), „DAN AUGUST“ (Dan Oakland, 1971), „GUNSMOKE“ (Rauchende Colts, 1972/1973),  „KUNG FU“ (Kung Fu, 1974) sowie „PETROCELLI“ (Petrocelli, 1974). (Twen – Police, 1968),

Um sich jedoch finanziell abzusichern und seine Familie ernähren zu können, begann Ford nebenher als Zimmermann in einer Schreinerei zu arbeiten und legte darin seine Meisterprüfung ab.

1973 gelang ihm mit dem George Lucas - Film „AMERICAN GRAFFITI“ ein erster Achtungserfolg.

Danach war er in “THE CONVERSATION” (Der Dialog, 1974) und in den Fernsehfilmen “JUDGMENT – THE COURT MARTIAL OF LIEUTENANT WILLIAM CALLEY“ (1975), „DYNASTY“ (1976) und „THE POSSESSED“ (Besessen, 1977) zu sehen.

1976 holte ihn George Lucas für einen weiteren seiner Film vor die Kamera.

Plakat zu STAR WARS (Krieg der Sterne)Mit der Rolle des HAN SOLO in dem Kassenerfolg „STAR WARS“ (Krieg der Sterne, 1977) gelang Harrison Ford der Durchbruch als Schauspieler.

Danach folgten u. a. Filme wie „FORCE TEN FROM NAVARONE“ (Der wilde Haufen von Navarone, 1978), „APOCALYPSE NOW“ (1979), „THE FRISCO KID“ (Ein Rabbi im Wilden Westen, 1979) sowie mit „THE EMPIRE STRIKES BACK“ (Das Imperium schlägt zurück, 1981), der zweite KRIEG DER STERNE – Film, der ebenfalls ein großer Kassenerfolg an den Kinokassen wurde.

Plakat zu RAIDERS OF THE LOST ARKS (Jäger des verlorenen Schatzes)1981 gelang Harrison Ford mit der Rolle des INDIANA JONES in dem Box – Office - Hit „RAIDERS OF THE LOST ARK“ (Jäger des verlorenen Schatzes) der endgültige Durchbruch als Schauspieler.

„Das Konzept war stets das einer Samstagnachmittag-Serie: immer dieselben Charaktere, unterschiedliche Situationen und ein Cliffhanger am Ende, der die Spannung für die nächste Folge zum Zerreißen spannen soll. Mit solchen Formaten bin ich aufgewachsen. Ich finde das sehr unterhaltsam. Was mir aber bei "Indiana Jones" immer sehr wichtig war, ist, dass wir nicht ständig dasselbe drehen. Man muss dem Charakter die Möglichkeit geben, sich weiterzuentwickeln. Nur so erhält man das Interesse des Publikums an dieser Figur, die ja nur ein Teil der gesamten Filmmaschinerie ist. Daher wollte ich im dritten Teil ja auch einen Vater, damit man den Hintergrund des Protagonisten besser versteht.“ (2)
Im Ägypten des Jahres 1936 sind sowohl der "etwas andere" Archäologieprofessor Indiana Jones als auch schurkische Gangster hinter der Bundeslade der Israeliten her. Dazu gesellt sich auch noch eine Gruppe deutscher Herrenmenschen, die glauben, die Reliquie sei der Ursprung der allumfassenden göttlichen Macht. Natürlich schlägt Jones seinen Rivalen das ein oder andere Schnippchen und bringt den sagenhaften Schatz in seine Gewalt. Doch seine Verfolger lassen ihm kaum Zeit zum Atmen...
Henry Jones jr. genannt Indy, die Paraderolle von Harrison Ford
„Der erste der drei Indiana-Jones-Filme ist gleichzeitig DER archetypische Abenteuerfilm der Achtzigerjahre: vollgepackt mit bewährten Handlungsmustern der Abenteuerfilme, einer Menge sehenswerter visueller Effekte und atemberaubender, rasanter Achterbahn-Action. Kino-Magier Steven Spielberg zauberte hier in seiner ersten Zusammenarbeit mit George Lucas beste Unterhaltung mit vielen Momenten zum Schmunzeln und führte damit in eine neue Dimension des modernen Abenteuer- und Actionfilms ein. Oscars gab es für Ausstattung, Ton, Schnitt und Spezialeffekte.“  (3)

 

Nach dem Kassenerfolg des Abenteuerfilmes „JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES“ folgte der SF – Film  „BLADE RUNNNER“ (Der Blade – Runner, 1982)

Plakat zu BLADE RUNNERIm L.A. des 21. Jahrhunderts soll ein Special-Detective, man nennt ihm auch "Blade Runner", vier androidische Replikanten ausfindig machen und liquidieren. Im Laufe seiner Jagd lernt er die "menschlichen" Qualitäten der künstlichen Geschöpfe zu schätzen und muss sich entscheiden, ob er seinen Auftrag trotzdem erfüllen will...

„Nach dem SF-Roman "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" von Philip K. Dick entstand der Sciencefiction-Film der Achtzigerjahre. Regisseur Ridley Scott inszenierte vor der überwältigenden Kulisse einer ebenso gigantischen wie trostlosen Metropole einen ungemein packenden, wegweisenden Thriller, der nichts von seiner Kraft verloren hat. Harrison Ford glänzt in der Paraderolle des zwiespältigen Detectivs, Kontrahent Rutger Hauer liefert eine perfekte Vorstellung des künstlichen Übermenschen.“ (4)

Am 14. März 1983 heiratete er die Drehbuchautorin Melissa Mathison mit der zwei Kinder (Malcolm, geboren 1987, und Georgia, geboren 1990) zusammen hat. Das Paar ließ sich am 6. Januar 2004 wieder scheiden.

1983 war er ein letztes Mal als Han Solo in „RETURN OF THE JEDI“ (Die Rückkehr der Jedi – Ritter, 1983) zu sehen. Es folgten  „INDIANA JONES AND THE TEMPLE OF DOOM“ (Indiana Jones und der Tempel des Todes, 1984)

Plakat zu INDIAN JONES AND THE TEMPLE OF DOOM (Indiana Jones und der Tempel des Todes)
Dieses Mal soll der peitschenschwingende Archäologe Indiana Jones im fernen Indien die entführten Kinder eines Dorfes und den sagenhaften Heiligen Stein finden. Das ist einfacher gesagt als getan, muss sich Jones doch mit zwei Reisebegleitern herumschlagen, die ihm die Suche nicht gerade einfacher machen. Da ist zum einen eine tollpatschige Nachtclubsängerin, zum anderen ein kleiner, aber nicht auf den Kopf gefallener Chinesenjungen...

Kate Capshaw und Harrison Ford im zwweiten Indy-Film
„Das Abenteuerspektakel "Jäger des verlorenen Schatzes" (1980) spielte insgesamt über 112 Millionen Dollar ein. Kein Wunder, dass Produzent George Lucas und Regisseur Steven Spielberg 1984 ein weiteres Abenteuer des unerschrockenen Archäologie-Professors Indiana Jones in Angriff nahmen.
27 Millionen Dollar standen den beiden zur Verfügung, und bereits nach sechs Tagen spielte der Film über 43 Millionen Dollar ein. Der perfekt inszenierte Abenteuerfilm mit rasanten Actionszenen bekam einen Oscar für die besten Spezialeffekte, für die George Lucas verantwortlich zeichnete. Gedreht wurde übrigens nicht in Indien, sondern auf Sri Lanka.“ (5)


und „WITNESS“ (Der einzige Zeuge, 1985)

Plakat zu WITNESS (Der einzige Zeuge)Ein Polizeidetektiv aus Philadelphia kommt wegen eines Mord- und Korruptionsfalles ins Gebiet einer deutschstämmigen Sekte, die die moderne Zivilisation ablehnt. Ein kleiner Amish-Junge ist der einzige Zeuge...

„Einmal mehr eine Paraderolle für Hollywoods Top-Star Harrison Ford, diesmal als Polizist in dieser spannenden Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte von Regisseur Peter Weir. Der Australier, mit dem Ford ein Jahr später in "Mosquito Coast" erneut zusammenarbeitete, drehte einen der wenigen Filme, der sich einfühlsam und atmosphärisch dicht mit den Lebensgewohnheiten der Religionsgemeinschaft der Amish auseinandersetzt. Oscars für das beste Originaldrehbuch und für den Film-Editor Terry Thom Noble, Nominierungen für Ford, Weir und Komponist Maurice Jarre.“ (6)


1986 wurde Harrison Ford für seine Rolle in „DER EINZIGE ZEUGE“ als Bester Hauptdarsteller für den GOLDEN GLODE und für den OSCAR nominiert.

Plakat zu FRANTICZwei Jahre später drehte Ford mit Regisseur Roman Polanski den Thriller „FRANTIC“ (Frantic, 1988)

Zusammen mit seiner Frau Sondra reist der amerikanische Chirurg Richard Walker zu einem medizinischen Kongress nach Paris. Kurz nach der Ankunft in einem Luxushotel bemerken sie, dass Sondras Koffer vertauscht wurde. Als Walker nach einer Dusche wieder ins Zimmer kommt, ist seine Frau spurlos verschwunden.

Entschlossen macht sich der smarte Chirurg auf die Suche nach der Entführten und lernt dabei die ebenso mysteriöse wie attraktive Michele kennen, die offenbar mehr weiß, als sie zugibt...


„Ganz in der Tradition Hitchcocks inszenierte Roman Polanski diesen spannenden, detailreichen und mitunter auch ironischen Thriller. Polanski schuf eine spannungsgeladene Hommage an den Meister des Suspense, die mit brillanten Kamerafahrten, absurden Einfällen und viel Dramatik aufwartet.“ (7)

Es folgten u a. die Filme „WORKING GIRL“ (Die Waffen der Frauen, 1988)

Rache ist süß: Als Chefin Katherine ihr eine brillante Idee klaut, legt sich die betrogene Sekretärin Tess dank Katherines Kleidern und Filofax die Identität einer Karrierefrau zu und nutzt das Büro ihrer vorübergehend abwesenden Chefin.
Selbständig bringt sie einen großen Deal ins Rollen und hat dabei nur einen Verbündeten: den Finanzmakler Jack Trainer - Katherines Lover...


Plakat zu INDIANA JONES AND THE LAST CRUSADE (Indinna Jones und der letzte Kreuzzug)Mit „INDIANA JONES AND THE LAST CRUSADE“ (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug) zum dritten Mal als Indiana Jones,

„Es macht Spaß, Stunt-Szenen auszuarbeiten und zu choreographieren. Warum sollen Stuntmen eine Szene doublen, die ich auch selber drehen kann? Ich möchte, dass der Zuschauer alles so authentisch wie möglich erlebt. Dass er Schmerz und Triumph mitfühlen kann – auch wenn es für mich beim Drehen schmerzhaft ist.“ (8)

Der heilige Gral ist immer noch nicht gefunden, also machen sich die Professoren Jones (Vater und Sohn) erneut auf die Suche - und werden dabei einmal mehr von schurkischen Bösewichtern gejagt. Bis sie den sagenumwobenen Kelch gefunden haben, gilt es, manches Abenteuer zu be- und einer blonden Versuchung zu widerstehen...

 

Harrison Ford zum dritten Mal Indy
„Nach "Jäger des verlorenen Schatzes" (1980) und "Indiana Jones und der Tempel des Todes" (1984) ist dies der dritte Teil der Erfolgstrilogie um den Abenteurer Indiana Jones alias Harrison Ford. Nach einer grandiosen Eingangssequenz, in der man erfährt, wie Indiana Jones zu seinem Hut kam, kommt einem hier fast alles irgendwie bekannt vor.

Doch die abenteuerliche Achterbahnfahrt macht wieder so viel Spaß, dass einem kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Außerdem ist Sean Connery als Vater Jones ein genialer Besetzungscoup.“ (9)

und „PRESUMED INNOCENT“ (Aus Mangel an Beweisen, 1990)

"Es ist die Geschichte eines vernünftigen, sympathischen Mannes, dessen Leben zerstört wird durch seine unkontrollierte sexuelle Obsession für eine Frau. Außerdem ist es eine rasend gute Suspense-Geschichte.“ (10)

Der stellvertretende Staatsanwalt Rusty Sabich erfährt eines Morgens, dass die erfolgreiche Anwältin Carolyn Polhemus in ihrem Appartement vergewaltigt und ermordet wurde. Sabich soll den Fall untersuchen - eine heikle Angelegenheit. Denn der verheiratete Sabich hatte ein kurzes Verhältnis mit der Toten.
Um einen Skandal zu vermeiden, verwischt er in der Wohnung von Carolyn alle Spuren, die auf ihn hinweisen könnten. Doch dann wird er mit seinem Ex- Kollegen Tommy Molto konfrontiert. Und Molto schwört, dass Sabich in der Mordnacht in Carolyns Wohnung war - als Beweisstück präsentiert er ein Bierglas mit den Fingerabdrücken von Sabich. Die unausweichliche Folge: Rusty wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Als Verteidiger engagiert er den brillanten und gefürchteten Anwalt Sandy Stern, der allerdings einige Zweifel an der Unschuld seines Mandanten hat. Bald erfährt Sabich, dass das Justiz-System, dem er sich einst so stark verpflichtet fühlte, ihn nun aggressiv verfolgt, seine Karriere, die Familie und sogar sein Leben zu zerstören droht...

"Rusty ist ein selbstsicherer, kontrollierter Typ. Deshalb wirkt seine Beziehung zu Carolyn umso mehr anormal. Eine solche Obsession ist mir selbst nie begegnet." (11)
„Ein packender Courtroom-Thriller vom Spezialisten Alan J. Pakula, der schon mit "Klute" und "Die Unbestechlichen" zwei Meisterwerke des Genres abgeliefert hat. Bereits neun Monate vor dem Erscheinen von Scott Turows Buch "Presumed Innocent" rissen sich die Hollywood-Produzenten um die Filmrechte. Die Produzenten Sydney Pollack und Mark Rosenberg bekamen schließlich den Zuschlag.“ (12)
Plakat zu PATRIOT GAMES (Die Stunde der Patrioten)1992 übernahm Harrison Ford in der Tom Clancy - Verfilmung   „PATRIOT GAMES“ (Die Stunde der Patrioten, 1992) die Rolle des Jack Ryan.

Aus dem aktiven Dienst ausgeschieden, kann Ryan in London zufällig ein Bombenattentat auf ein Mitglied des englischen Könighauses verhindern. Wieder zu Hause, wird nicht nur er, sondern auch seine Familie fortwährend terrorisiert. Ryan nimmt den alten "Job" wieder auf und geht den Geschehnissen auf den Grund...

Ein Jahr später hatte Ford in „YOUNG INDIANA JONES AND THE MYSTERY OF THE BLUES“, einer Folge der Serie „THE YOUNG INDIANA JONES CHRONICLES“ seinen vorerst letzten TV – Auftritt.


Plakat zu THE FUGITIVE (Auf der Flucht)1994 brachte ihn die Rolle in „THE FUGITIVE“ (Auf der Flucht, 1993), der 1993 mit über 178 Millionen Dollar US-Einspielergebnis zu einem Box – Office - Hit avancierte, eine weitere GOLDEN GLOBE – Nominierung ein.

Als der Chirurg eines Abends nach Hause kommt, überrascht er einen einarmigen Unbekannten, der seine Frau so schwer verletzt hat, dass sie in seinen Armen stirbt. Die Polizei schenkt dem Arzt keinen Glauben und so wird er wegen Mordes zum Tode verurteilt. Durch einen Unfall kann Dr. Kimble fliehen und so dem Tod knapp entgehen. Fortan sieht er sich aber von allen gehetzt und erfährt schließlich, dass sein bester Freund Drahtzieher seines Unglücks ist...

„Ein stellenweise atemberaubender Action-Film mit einem - wie fast immer - gut aufgelegten Harrison Ford als Dr. Kimble, der legendäre Serienheld der 60er Jahre, den seinerzeit David Janssen spielte. Obwohl die Geschichte zumindest dem älteren Publikum hinlänglich bekannt sein dürfte, sorgt die professionelle Inszenierung für enorme Spannung. Besonderer Leckerbissen: die Sequenz mit dem entgleisenden Zug.“ (13)

 

Plakat zu CLEAR AND PRESENT DANGER (Das Kartell)Im selben Jahr war ein weiteres Mal als Jack Ryan in der Tom Clancy – Verfilmung „CLEAR AND PRESENT DANGER“ (Das Kartell, 1994) zu sehen.

Die CIA untersucht den Mord an einem Geschäftsmann. Das Ergebnis ist durchaus überraschend. Denn der Ermordete hatte nicht nur Kontakte zu kolumbianischen Drogenbossen, er galt auch als enger Freund und Vertrauter des US-Präsidenten. Nachdem Mitglieder einer US-Delegation in Kolumbien ermordet werden, wird CIA-Agent Jack Ryan samt Spezialeinheit nach Kolumbien geschickt, um vor Ort der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei gerät er in einen Hexenkessel...

„Nach "Jagd auf Roter Oktober" (1990) und "Die Stunde der Patrioten" (1992) ist dies die dritte Verfilmung eines Tom Clancy-Romans mit dem CIA-Mann Jack Ryan im Mittelpunkt.
Harrison Ford spielt die Hauptrolle hier bereits zum zweiten Mal. Regisseur Phillip Noyce gelingt es trotz einiger Längen die Spannung zu halten. Außerdem ist dieser Film unter der Action-Oberfläche wesentlich kritischer als sein direkter Vorgänger.“ (14)

1996 brachte Ford die Rolle in „SABRINA“ (Sabrina, 1995) seine dritte und letzte GOLDEN GLOBE – Nominierung ein.

Sabrina ist die Tochter Fairchilds, des Chauffeurs der reichen Larrabees. Das Larrabee-Imperium wird vom älteren Sohn Linus geleitet. Bruder David beschäftigt sich mit Tennis, Autos und Frauen. Sabrina liebt David. Doch Papa Fairchild sieht das nicht gern. Er schickt sie nach Paris zur Ausbildung. Nach zwei Jahren kehrt eine strahlende Schönheit zurück. David vergißt seine Verlobte. Der verklemmte Linus ist gegen eine Verbindung seines Bruders mit Sabrina - und endeckt sein eigenes Herz.

„Auch wenn Sydney Pollack eine charmant-witzige Komödie gelang, die beiden Hauptdarsteller haben einfach nicht die schauspielerische Klasse von Audrey Hepburn und Humphrey Bogart. Denn die sind in Billy Wilders erster Version von 1954 einfach unschlagbar. Also ist das Remake von Pollack eigentlich absolut überflüssig, zumindest für die, die das Original kennen und schätzen.“ (15)

Nach den Filmen „THE DEVIL’S OWN“ (Vertrauter Feind, 1997), „AIR FORCE ONE“ (Air Force One, 1997)

Das Flugzeug des US-Präsidenten James Marshall wird von einer Gruppe Terroristen unter der Führung des skrupellosen Ivan entführt. Doch der Chef persönlich zeigt's den abtrünnigen Ex-Sowjets, zumal die zunächst annehmen, dass Marshall bereits mit einer Rettungskapsel aus der "Air Force One" entflohen sei. Die Bösewichter, die eigentlich nur die Freilassung eines Generals erzwingen wollten, haben nicht mit dem Kampfeswillen - schließlich ist die Familie in Gefahr - des Präsidenten gerechnet, denn der agile Staats-Chef hat eine Vergangenheit als Vietnam-Kämpfer...

„Wolfgang Peteresen liefert hier perfekt inszeniertes, effektsicheres und actionreiches Ballerkino mit reichlich Pathos und Patriotismus.
Dazu schmettert militärisch-zackig der Soundtrack von Jerry Goldsmith, der hier eigentlich nur seine Arbeit zu den "Star Trek"-Filmen recyclet hat.“ (16),

folgte die  Abenteuer – Komödie „SIX DAYS SEVEN NIGHTS“ (Sechs Tage sieben Nächte, 1998)

Die ehrgeizige Journalistin Robin Monroe reist mit ihrem Verlobten auf eine traumhafte Südseeinsel. Doch selbst im Urlaub muss sie einen Job annehmen und zu einem Fotoshooting nach Tahiti fliegen. Für den Rücktransfer aufs Festland steht jedoch nur der museumsreife Flieger des Piloten Quinn Harris zur Verfügung. Allerdings können sich Pilot und Passagier überhaupt nicht ausstehen, und so kommt es, dass erst ein aufkommendes Gewitter den Konflikt der beiden Streithähne unterbricht. Als die Maschine von einem Blitz getroffen wird, muss Harris seinen Flieger auf einer Insel notlanden. Das Eiland scheint unbewohnt, doch plötzlich tauchen brutale Südseepiraten vor der Küste auf, die den beiden überhaupt nicht freundlich gesonnen sind...

„Auch wenn hier eigentlich alles vorhersehbar ist, einige spaßige Gags und das gute Darstellergespann sorgen für angenehme Unterhaltung.
Da behaupte noch mal einer, dass die bekennende Lesbe Anne Heche nicht vorheucheln könne, in einen Mann - hier Harrison Ford - verliebt zu sein. Glanzpunkte setzt vor allem Ford: Beispielsweise hat er einen witzigen Auftritt als angeheiterter Hotelbar-Charmeur.“ (17),

und mimte er 2000 in „WHAT LIES BENEATH“ (Schatten der Wahrheit) überraschenderweise einmal den Bösewicht.

Claire Spencer lebt mit ihrem Mann, dem Wissenschaftler Norman, in einem einsam gelegenen Haus an einem wunderschönen See. Nach dem Auszug der Tochter, die in einer anderen Stadt studiert, wird Claire eines Tages Zeuge unglaublicher Vorgänge. Bilder fallen um, sie hört geheimnisvolle Stimmen und schließlich erscheint ihr sogar der Geist einer jungen Frau. Claire verdächtigt bald ihren scheuen Nachbarn, seine Frau umgebracht zu haben, doch dann begegnet sie der Totgeglaubten auf einer Party. Der Schock sitzt tief, aber allmählich kommt Claire der schrecklichen Wahrheit auf die Spur...

 „Ein Horrorschocker von Hollywood-Tüftler Robert Zemeckis ("Forrest Gump") mit den üblichen Spezialeffekten und einem übertriebenen Showdown. Beeindruckend sind die schauspielerischen Leistungen von Harrison Ford und Michelle Pfeiffer, die hier erstmals zusammen vor der Kamera standen.“ (18)

Plakat zu K-19Nach einer kleinen Filmpause kehrte Harrison Ford 2002 mit „K19 – THE WIDOWMAKER“ (K-19 - Showdown in der Tiefe) auf die Kinoleinwand zurück.
 
Harrison Ford in K-191961 ist das Wettrüsten zwischen Ost und West noch in vollem Gange. So wundert es nicht, das sowjetische Führungskräfte trotz vieler Mängel darauf bestehen, dass das erste atomar betriebene U-Boot K-19 in See sticht.
So kommt es wie es kommen muss: ein Leck im Reaktor stoppt die gesamte Mission. Ohne Schutzanzüge gehen Besatzungsmitglieder in den sicheren Tod, um das Leck zu dichten...
„Kathryn Bigelow ("Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis") zeigt hier ein pathetisches Werk, das diesmal die Russen als Helden ausweist. Da man aber nach historischen Ereignissen drehte, will sich eine Spannung kaum einstellen. Dank der namhaften Besetzung bleibt das Interesse an diesem Drama jedoch halbwegs bestehen.“ (19)

Ein Jahr später folgte „HOLLYWOOD HOMICIDE“ (Hollywood Cops, 2003), der allerdings an den Kinokassen floppte.

„Der Film hat sich eben nicht als großer Sommerhit erwiesen. Aber bedenken Sie, dass kleinere Filme wie der unsere es in letzter Zeit sehr schwer hatten gegen die großen Action-Spektakel. Wir konzentrieren uns mehr auf die Figuren, nicht auf die Action. Der Kinotrailer sagte leider etwas anderes aus, aber an einem bestimmten Punkt endet eben auch mein Einfluss.“ (20)

Plakat zu HOLLYWOOD HOMICIDE (Hollywood Cops)Der gealterte Cop Joe Gavilan soll mit seinem junge Kollegen K. C. Calden einen Mordfall in der Rapper-Szene aufklären. Dabei muss sich Gavlian immer wieder als Lehrmeister des Nachwuchs erweisen und auch mal nicht ganz legale Mittel einsetzen, um weiter zu kommen...

„Ein Film, bei dem eigentlich überhaupt nichts stimmt: Autor und Regisseur Ron Shelton nimmt sich unmittelbar nach seinem fesselnden Cop-Film "Dark Blue" erneut dieses Themas an, versucht es diesmal jedoch zu persiflieren. Doch vorhersehbare, lahme Handlungsstränge, schlechte Verfolgungsfahrten und lustlose Darsteller hinterlassen einen ganz üblen Nachgeschmack. So muss man sich ohne jegliches Amüsement durch einen teuren, misslungenen Streifen quälen. Da nützt selbst die namhafte Besetzung nichts mehr!“ (21)

Nach „HOLLYWOOD COPS“ wurde es etwas ruhiger um Harrison Ford. Erst 2006 war Ford mit dem Film „FIREWALL“ wieder auf der Kinoleinwand zu sehen.

Plakat zu FIREWALLJack Stanfield ist für die Computersicherheit einer Bankkette in Seattle zuständig. Doch genau diese Position findet eine Bande Krimineller um deren Boss Bill Cox äußerst interessant.

Kurzerhand dringen sie in Jacks Haus ein, nehmen dessen Frau und Kinder als Geiseln und verlangen von Jack, dass er mal eben via Computer 100 Mio. Dollar auf ein Konto im Ausland umleitet. Doch der alte Recke kennt durchaus Kniffe...

Harrison Ford in FIREWALL
„Filme zu drehen, ist wie das Leben im Schützengraben: Man hat eine Geschichte, die man in einer vorgegebenen, meist kurzen Zeit erzählen muss und das verdammt noch mal auf die richtige Art und Weise.
Sonst hat man seine Chance vergeben. Das alles erreicht man in einer Gemeinschaft, also mit den Kollegen hinter und vor der Kamera.“ (22)


Am 6. Januar 2004 hatte sich Harrison Ford von seiner zweiten Frau, Melissa Mathison, scheiden lassen. Es wurde einer der teuersten Scheidungen Hollywoods.


Seit der Scheidung von seiner zweiten Frau, lebt Ford mit der Schauspielerin Calista Flockhart zusammen.

Harrison Ford und Calista Flockhart2006 mehrten sich die Gerüchte, dass Harrison Ford als INDIANA JONES zurückkehren würde. Und die Gerüchte bestätigten sich.

Und Indy kehrt zurück...









Im Juni 2007 begannen die Dreharbeiten zum vierten Indiana Jones – Film „INDIANA JONES AND THE KINGDOM OF THE CRYSTAL SKULL“ (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels), die 2008 abgeschlossen wurden.

Es herrscht Kalter Krieg zwischen den Großmächten, als Indy 1957 in eine abenteuerliche Mission und ins Visier der russischen KGB-Agentin Irina Spalko (Cate Blanchett) gerät. Auf seine Seite schlagen sich seine trinkfeste Ex-Flamme Marion (Karen Allen) und der aufmüpfige Mutt (Shia LaBeouf), der sein unehelicher Sohn sein könnte.

Zur Zeit steht Harrison Ford in der Rolle des Col. Woodrow Dolarhyde für den Film "COWBOYS AND ALIENS" vor der Kamera.

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© by Ingo Löchel

 

FILMOGRAPHIE
1. Dead Heat on a Merry-Go-Round / Immer wenn er Dollars roch (1966)
2. Luv / Versuch's doch mal mit meiner Frau (1967)
3. A Time for Killing / Der gnadenlose Ritt (1967)
4. Journey to Shiloh (1968)
5. Zabriskie Point (1970)
6. Getting Straight (1970)
7. The Intruders (1970) (TV)
8. American Graffiti (1973)
9. The Conversation / Der Dialog (1974)
10. Judgment: The Court Martial of Lieutenant William Calley (1975) (TV)
11. Dynasty (1976) (TV)
12. The Possessed / Besessen (1977) (TV)
13. Star Wars / Krieg der Sterne (1977)
14. Heroes / Helden von Heute (1977)
15. Force 10 from Navarone / Der wilde Haufen von Navarone (1978)
16. Apocalypse Now (1979)
17. Hanover Street / Das Tödliche Dreieck (1979)
18. The Frisco Kid / Ein Rabbi im wilden Westen (1979)
19. More American Graffiti / Noch mehr American Graffiti (1979)
20. The Empire Strikes Back / Das Imperium schlägt zurück (1980)
21. Raiders of the Lost Ark / Jäger des verlorenen Schatzes  (1981)
22. Blade Runner / Der Blade Runner (1982)
23. Return of the Jedi / Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983)
24. Indiana Jones and the Temple of Doom / Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984)
25. Witness / Der einzige Zeuge (1985)
26. The Mosquito Coast / Mosquito Coast (1986)
27. Frantic / Frantic (1988)
28. Working Girl / Die Waffen der Frauen  (1988)
29. Indiana Jones and the Last Crusade / Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989)
30. Presumed Innocent / Aus Mangel an Beweisen (1990)
31. Regarding Henry / In Sachen Henry (1991)
32. Patriot Games / Die Stunde der Patrioten (1992)
33. The Fugitive / Auf der Flucht (1993)
34. Clear and Present Danger / Das Kartell (1994)
35. Sabrina / Sabrina (1995)
36. The Devil's Own / Vertrauter Feind (1997)
37. Air Force One / Air Force One (1997)
38. Six Days Seven Nights / Sechs Tage sieben Nächte (1998)
39. Random Hearts / Begegnung des Schicksals (1999
40. What Lies Beneath / Schatten der Wahrheit (2000)
41. K-19: The Widowmaker / K-19 - Showdown in der Tiefe (2002)
42. Hollywood Homicide / Hollywood Cops (2003)
43. Firewall (2006)
44. Crossing Over (2008)
45. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (2008)
46. Crossing Over (2009)
47. Extraordinary Measures/Ausnahmesituation (2010)
48. Morning Glory (2010)
49. Cowboys & Aliens (2011)

 

FERNSEHEN
1. The Virginian / Die  Leute von der Shiloh Ranch (2 Folgen, 1967)
2. Ironside/ Der Chef (1 Folge, 1967)
3. The Mod Squad/ Twen-Police (1 Folge, 1968)
4. My Friend Tony (1 Folge, 1969)
5. The F.B.I. / FBI (2 Folgen, 1969)
6. Love, American Style (1 Folge, 1969)
7. Dan August/ Dan Oakland (1 Folge, 1971)
8. Gunsmoke/ Rauchende Colts (2 Folgen, 1972-1973)
9. Kung Fu/ Kung Fu (1 Folge, 1974)
10. Petrocelli/ Petrocelli (1 Folge, 1974)
11. The Young Indiana Jones Chronicles/ Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (1 Folge, 1993)

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