| Von der Neufassung zum Original |
|
|
| Geschrieben von Jochen Adam | |
| Samstag, 6. Februar 2010 | |
Von der Neufassung zum OriginalDoch selbst als entschiedener Gegner von Neufassungen sollte man keinesfalls vergessen, dass Remakes und Adaptionen durchaus ihren Wert haben, rufen Sie doch einem breiten Publikum das Original wieder in Erinnerung – oder machen ihm gar erst einmal bewusst, dass es das entsprechende Werk überhaupt gibt. Das wiederum ist die Grundlage dafür, dass Menschen auf die Idee kommen, sich mit dem Original auseinander zu setzen. Um nur mal ein paar Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung zu nennen: Um abschließend noch ein aktuelles Beispiel zu bringen: Disney und Tim Burton sei Dank griff ich vor wenigen Tagen kurzerhand zur Buchfassung von »Alice im Wunderland«. Eine glückliche Fügung, wenn ich das so sagen darf, hat mich das Buch doch bestens amüsiert. Ohne die Neuverfilmung wäre ich in der Buchhandlung allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach einfach an dem Roman vorbeigegangen, ohne ihm einen zweiten Blick zu gönnen. Von daher bin ich jedem Remake und jeder Adaption dankbar, stößt sie mich doch stets auf das Original, macht mich neugierig auf dieses oder animiert mich dazu, es mir, sofern bereits bekannt, ein weiteres Mal zu Gemüte zu führen. Ohne die viel kritisierten Neufassungen wäre mir so einiges entgangen – einfach deshalb, weil eben erst diese, ganz unabhängig von ihrer Qualität, meine Neugier am Original entfachen konnten. |
| < zurück | weiter > |
|---|