| # 135: Des Barden Lied vom erneuten Treffen auf Burg Frankenstein (1990) |
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| Geschrieben von Michael Müller | |
| Freitag, 5. Februar 2010 | |
# 135: Des Barden Lied vom erneuten Treffen auf Burg Frankenstein (1990)Was für‘ne RUM AG?, wird sich jetzt der Unwissende fragen. AG steht doch für Aktiengemeinschaft oder Arbeitsgemeinschaft, und was hat das mit RUM zu tun? Fragen über Frage die geklärt werden sollen - doch nicht hier und heute, denn über die RUM AG werde ich gesondert berichten, denn dieses gehört ebenfalls zu meine schöneren Erinnerungen an die Vergangenheit. Nur soviel sei gesagt: die RUM AG setzte sich aus Ralf Radzuweit, Uwe Schnabel und Michael Müller - also mir, zusammen, und die Anfangsbuchstaben der Vornamen ergaben RUM. Die RUM AG war wie eine Marlos-Spezialeineheit, die immer dann eingesetzt wurde wenn bedarf war – z .B das Eintüten der Clubletter usw. In die Analen der Marlos-Geschichte ist die RUM AG aber durch ihre RUM GHOSTHUNTER AG-Stories eingegangen, die ich als eine Mischung aus deutschen Ghostbusters und Johannes Santa-Clara Parodie betrachtet hatte. Die besten Stories der RUM AG verfasste meiner Meinung nach Ralf, wenn ich da nur an IN DEN GASSEN VON WHITECHAPLE denke - das war wahrlich damals sein Meisterstück! Aber diese Geschichten werden wohl nie wieder ans Tageslicht kommen, bzw wird es wohl keine neuen RUM GHOSTHUNTER AG Stories geben. Den mit dem Einschlafen des Dan Shocker‘s Fantastik-Clubs, der nie starb sondern nur wie Dörnröschen in einen tiefen Schlaf versank, endete auch die RUM AG. Nun gut, ich schweife ab. Kommen wir, oh ihr begierigen Leser, deren Augen diese Zeilen verschlingen, wieder zu der 13. Zusammenkuft in Darmstadt und Burg Frankenstein. Wie es sich bei mir so eingebürgert hatte, fand ich mich schon Freitags in der Resesidenz von Uwe Schnabel ein, der ja bekanntlich hoch über Frankfurt thront. Nein Hassan war nicht mehr dran! Uwe spannte mich nach Ankunft gleich für irgendeine Tätigkeit ein - und Babsy, Uwes Katze und der heimliche Herr im Haus, unterbrach mich gerne zwischendurch bei meiner Arbeit, da ich, durch meinen wiederholten Aufenthalt im Schnabelschen Quartier, als adäquater „Mensch-der-die-Katze-streicheln-muss-Ersatz” von ihr auserkoren war. Als Sabine endlich kam, durfte diese erstmal beim Kofferpacken helfen. Dann machten wir uns zu dritt auf den Weg, tanken noch schnell, und holten Ralf vom Frankfurter Bahnhof ab. Ralf und ich durften uns hinten auf der Rücksitzbank ausbreiten. Plötzlich neigte sich das Auto zur rechten Seite, und bis heute blieb es ein Geheimnis ob Uwe oder Ralf Schuld waren, denn beide saßen rechts. Aber Sabines Standgirl-Versuch war gleich darauf vorbei, und kurz vor 19 Uhr erreichten wir alle glücklich unser Hotel. Für 19 Uhr war ein Tisch reserviert worden, und für uns Zimmer. Wobei letztere Reservierung scheinbar untergegangen war. Doch wer Uwe Schnabel kennt, der kennt auch seine Beharrlichkeit, und irgendwann gab man auf und uns die Zimmerschlüssel. Schnell begaben wir uns auf die Zimmer und ließen unser Gepäck dort, dann nichts wie runter zu dem reserviertem Tisch. Dort saßen wir, Sabine, Uwe, Ralf und meine Wenigkeit, und warteten auf die anderen Mitglieder des DSFC, die sich zum Vorabendtreffen angemeldet hatte. Diese Wartezeit nutzen wir um als RUM AG Ideen auszubrüten. Eine Tasche mitten auf unserem Tisch, die keinem von uns gehörte, erregte Uwes Aufmerksamkeit. Er starrte sie an, aber da es leider keine Truhe aus magischem Birnbaumholz war, und auch keine Beine besaß, blieb diese beharrlich dort wo sie war - auf dem Tisch. Ralf Grosser rettete die Tasche im letzten Augenblick vor dem Verderben einfach irgendwo in eine Ecke gestellt zu werden, denn er bekannte sich als alleiniger Besitzer dieser. Nun wurde aus dem RUM AG - Meeting also ein offizielles (wenn auch kleines) Marlos-Treffen. Dann trudelten auch Will „ehemals Schnabel” Lüders mit seiner Freundin Regina ein. Immer mehr Menschen kamen, darunter auch welchen die zum ersten Mal auf einem Marlos Treffen waren - wie zum Beispiel Ariane und ihr Freund Andree. Harry Pfister und Sandra Holder kamen als Letzte, aber die hatten ja auch den längsten Anfahrtsweg aus der Schweiz. Dieser Abend war mehr ein gemütliches Zusammensitzen und klönen, denn ein Marlos-Con, denn dieser fand ja auch eigentlich erst am Samstag statt. Mit einem kleinen Spaziergang um 23 Uhr ließen wir den Abend ausklingen. Ralf und ich waren noch länger aufgeblieben, wir konnten damals auch welchem Grund auch immer nicht einschlafen. So musste der Fernseher her halten, denn die Glotze schläfert ja bekanntlich ein. Am Samstag, den 28. Juli im Jahre unseres Herren 1990, kamen wir trotz Schlafmangel früh aus den Federn und machten uns über das Frühstück her. Nur Uwe nahm das Bett etwas länger Beschlag. Nach dem Frühstück durfte Sabine Uwe schnell nach Frankfurt zurück fahren, da er seinen Schlepptop (damals waren die Laptops noch etwas großer und kompakter!) vergessen hatten. Diese Zeit nutzen wir (Ralf und ich) aus und erkundeten getrennt Darmstadt-Eberstadt. Und obwohl wir dabei die RUM AG T-Shirts trugen, fielen wir ganz und gar nicht auf! Wie sollte man auch damit auch auffallen? Ein Cartoongeist der sich ne Flasche RUM in den Hals kippt auf den Shirt ist ja ganz normal! :-) Das sich niemand traute uns nach Autogrammen zu fragen lag wahrscheinlich weniger an dem unglaublichen Bekanntheitsgrad der RUM AG, sondern eher an den im Kopf der Passanten rumschwirrenden Gedanken: „Was sind den das für Irre?” Irgendwann überholte mich ein getunter Opel Manta mit schweizer Kennzeichen - Harry Pfister. An der nächsten Tankstelle überholte ICH ihn dann, da sein Manta Durst hatte. Zirka 13 Uhr waren die meisten Marlosianer im Lokal versammelt und warteten. Nein nicht auf das Christkind, es war schließlich erst Juli, sondern auf Sabine und Uwe. Da es einen Stau auf der Autobahn gegeben hatte verspäteten sich beide. Als wir dann aber alle versammelt waren, machten wir uns geschlossen Richtung Burg Frankenstein auf. Auf der Burg waren schon einige Marlosbürger/innen versammelt, und so begann erstmal das allgemeine „Jeder-begrüßt-Jeden”. Dieses Treffen hatte einen kleinen bitteren Nachgeschmack für mich. Ich hatte eine Cola bestellt und diese auch bekommen. Wie in einigen Restaurants üblich schwamm eine Zitronenscheibe in der Flüssigkeit. Tja, leider war diese nicht entkernt, so daß ich damals einen Erstickungsanfall bekam, da sich dieser Kern zwischen Speise- und Luftröhre verkannte. Ich kann mich noch erinnern das zwei Marlobürger mich an den Beinen Kopf nach unten schüttelten, so dass der Kern rausfiel. Einer davon war unser HvA, an den Zweiten erinnere ich mich nicht genau - war‘s Nicky Pressburger? Jedenfalls hatte die beiden Helfer mordskräfte, denn damals war ich auch nicht gerade ein Leichtgewicht! Harry Pfister meinte noch das ich ihm das nicht antun könne (das Ersticken), denn sonnst müsse er die Witzseite des Marlos-Letters selbst gestalten. Das konnte ich den Marlosbürgern ja nicht antun. Ihr wisst ja was man den Schweizern bezüglich des Humors nachsagt :-) So witzelten wir noch ein bisschen über meinen Beinahetod, denn wir wollten ja kein Trübsal blasen, sondern einen Marlos-Con feiern. Und auf so einem Con stirbt man einfach nicht, man lässt höchstens seinen Astralkörper erscheinen - aber den Trick habe ich bis heute noch nicht hinbekommen. Muss mal Björn Hellmark fragen wie der das macht! Der angemietete Raum wurde langsam voll und das Servierteam hatte alle Hände voll zu tun um Speis und Trank zu bringen. Endlich kam Jürgen mit seiner Frau Karin, und sofort wurde der Herr von Marlos, der Beherrscher des Mikrokosmos, etc. etc. von seinen Fans umlagert. Unsere Schweizer Eidgenossen hatten mal wieder „Berge” von Jürgens Schweizer Liebeingsschokolade (O-Ton Jürgen: Die beste Schokolade die ich kenne und genieße.) aus dem Ärmel geschüttelt. Gegen 22 Uhr verließ Jürgen samt Frau die Bildfläche und das gemütliche Besisammensein fand statt. Doch kurz vor 23 Uhr war die Zeit den Raum zu verlassen, die das Burg Restaurant wollte schließen. Ralf und ich standen an der Tür und schüttelten jedem der hinaus wollte die Hand. Ralf hatte noch einen Spendenteller zur Hand um Geld zu sammeln. Er war der Meinung das die Marlosbürger gerne und begierig dafür zahlen um den Mitgliedern der RUM AG die Hand zu schütteln. Na ja, sooo falsch konnte er nicht gelegen haben, denn es kam ein (ich weiß nicht mehr wieviel) nettes Sümmchen zusammen. Dieses wurde dann an Sabine als Tankfüllbeigabe überreicht. Als die RUM AG (Ralf, Uwe, ich) mit Sabine im Anhang dann zum Parkplatz gingen, kam uns ein Auto eines der Autoren entgegen, die anwesende gewesen waren. Ralf wollte eigentlich nicht ausweichen und meinte das Trivalfiguren nicht sterben können. Darauf konterte ich lakonisch: „Die werden höchstens eingestellt!” Nach dem wir ins Tal gefahren waren trafen wir im Hotel „Stadt Heidelberg” auf das damalige Team des „Papier-Zauberspiegel”. Horst von Allwörden bestätigte Uwes Meinung das die Pizzen zwar kleiner, dafür aber auch teurer geworden waren. Irgendwann gingen wir dann alle ins Bett. Am Sonntag, dem 29. Juli im Jahre unseres Herren 1990 frühstückten wir, wobei Uwe und Sabine das Recht des Zuspätkommens wahrnahmen, und saßen dann noch bis alle gegangen waren. Um 12:45 Uhr verschwand der letzte Marlosbürger und die RUM AG war wieder alleine. Wir nutzen die Zeit bis endlich unser bestelltes Essen kam und verfassen zusammen den damaligen Con-Bericht. So schließe ich erneut meine Erzählung, und erhebe das Glas Whisky auf alle Marlosbürger die es noch gibt, und hoffe auf eure geneigte Aufmerksamkeit beim nächsten Barden-Bericht. Euer, Mikail the Bard |
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