Kopfbereich

Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Inhalt

Bärtle, Jochen - Grusel, Grüfte, Groschenhefte Bd. 1 Drucken E-Mail
Geschrieben von Horst Hermann von Allwörden   
Dienstag, 3. Juni 2008

Jochen Bärtle - Grusel, Grüfte, GrschenhefteGrusel, Grüfte, Groschenhefte Bd. 1
Der deutsche Grusel-Heftroman von 1968 bis 2008
von Jochen Bärtle
408 Seiten / 27,50
ISBN 978-3-8370-4043-2
hier erhältlich
BOD/Eigenverlag

„Der deutsche Grusel-Heftroman von 1968 bis 2008 – Eine Serienübersicht zum 40-jährigen Jubiläum“ besagt der Untertitel des Buches von Jochen Bärtle. Damit verspricht er nicht zuviel. Nachdem ich die 408 Seiten in aller Eile gelesen habe, möchte ich den Untertitel eigentlichen noch um das Wort: „Das Standardwerk“ ergänzen. Was mich auch zu dieser Einschätzung bringt ist, dass der Autor sich all der potentiellen Fehler beewusst ist. Er räumt nämlich freimütig ein, dass er keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit erhebt. Im Gegenteil er hat sogar eine Mailadresse eingerichtet, die Korrekturen aufnehmen soll (errata(at)40jahre.groschenhefte.net). Die Korrekturen sind hier einzusehen.

Dennoch bzw. gerade deswegen: Ich verneige mein Haupt vor dem Autor und seiner Arbeit.

Da hat einer mit viel Sachverstand geschrieben, hat nach jeder verfügbaren Info geforscht, recherchiert ohne Ende und ein Buch zustande gebracht, dass den Kenner der Materie beeindruckt und den Laien zum Staunen bringen dürfte.

Gut, hier und da findet man Fehler, habe selbst den einen oder anderen entdeckt und werde wahrscheinlich noch mehr finden und dann dürfte Uwe Schnabel noch mal drüber gehen und diverse Fehler finden und Daten ergänzen können (denn Uwe ist mein Guru, was Daten angeht).

Dennoch schmälert dass in keiner Weise Jochen Bärtles Arbeit, denn (wie erwähnt) er ist sich trotz seiner Akribie seiner Unzulänglichkeit und der oft unsicheren Datenlage (die oft eine Mischung aus Wahrheit, Gerüchten und Legenden ist) mehr als bewusst. Das zeichnet ihn aus und macht seine Arbeit umso wertvoller.

Der Aufbau ist nicht alphabetisch, sondern er stellt Serien und Reihen in Zusammenhang, arbeitet sich durch die Jahre. Alles sehr gut und informativ geschrieben. Das Lesen ist sehr angenehm. An manchen Schlußfolgerungen und Auslegungen reibe ich mich auch, interpretiere die Daten anders. Aber:  Das ist nichts, was Jochens Arbeit auch nur ansatzweise schmälert. Möglicherweise liege ich falsch oder gar wir beide.  Aber es ist ein zusätzlicher Reiz beim Schreiben.

Das Buch ist betont sachlich gehalten und verzichtet weitesgehend auf Meinungen und Rezensionen, denn das ist nicht Aufgabe dieses Buch. Es verschafft aber einen ausgezeichneten Überblick über die Serien und Reihen (nebst Subserien und Ablegern).

Trotz des Preises von 27,50 € kann ich jedem, der sich für den Horrorheftroman interessiert, dieses Buch nur empfehlen. Ein phantastisches werk, dass wirklich dem Anlass des 40. Horrorheftjubiläums gerecht wird.

Wie würde es in der Werbung einer australischen Fastfood-Kette heißen: „KAUFEN!!!!“

 

Kommentar schreiben

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.

:D:lol::-);-)8):-|:-*:oops::sad::cry::o:-?:-x:eek::zzz:P:roll::sigh:
Fett Kursiv Unterstrichen Link Zitat

Sicherheitscode
Aktualisieren

< zurück   weiter >
design by i-cons