| Heskia entsteht |
|
|
| Geschrieben von Jwan Reber | |
| Montag, 28. April 2008 | |
|
Das Jahr 2007 neigte sich langsam seinem Ende, als mich eine E-Mail
von Horst Hermann von Allwörden, dem Chef des Zauberspiegels, erreichte. Horst
hat das Talent, in kurzen Worten alles nötige auf den Punkt zu bringen. «Thomas
Rippert vom Hörplaneten meldet sich bei dir, wegen einem
Hörspiel-Cover». So in etwa hat sich seine Mail gelesen. Voller Spannung
erwartete ich somit die Mail des Ripper(s)t...! Da die Festtage vor der Türe
standen und die Schweizer Armee im Januar einen dreiwöchigen «Besuch» von mir
erwartete, waren meine zeitlichen Möglichkeiten ziemlich eingeschränkt. Thomas
Rippert vom Hörplaneten, meldete sich dann schon bald bei mir und fragte mich
an, ein Cover für die Hörspielserie «Die Legende von Mythrâs» zu zeichnen. Ich
war von diesem Projekt auf Anhieb begeistert! Die detaillierten Infos sollten
aber erst folgen. Mir erging es ähnlich wie es vom Schauspieler Samuel L.
Jackson erzählt wird: Als er den Drehbuchtitel «Snakes on a plane» las, war es
für ihn klar, die Rolle anzunehmen ohne mehr über den Inhalt zu wissen.
«Mythrâs» wurde mein «Snakes on a plane» – ein so genannter «No Brainer». Wie
sich herausstellte passte auch der Termin in meinen Kalender. Bevor ich mich
aber hinter die Umsetzung des Covers machen konnte, hörte ich imaginär in
meinem Hinterkopf Status Quo inbrünstig: «You're in the army now!», singen. Etwa sechs Wochen später... Thomas lieferte mir
die nötigen Infos und den Link zum Teaser von «Mythrâs». Stark! Der knapp
dreiminütige Ausschnitt aus dem Hörspiel verhiess eine abenteurliche Geschichte voller Fantasie und
Spannung. Nebst Thomas Rippert, der für den Hörplaneten die gestalterischen
Wünsche erfüllt, war Dennis Rohling meine zweite Kontaktperson. Er sprach bei
dem Hörspiel mit und ist eine der treibenden Kräfte des Hörplaneten. Ihn durfte
ich mit meinen Fragen durchlöchern, was den Inhalt des ersten Covers
beinhaltet. Das Cover sollte durch Heskia, eine der Hauptfiguren geziert
werden. Dennis liess meiner Fantasie freien Lauf... Heskia durfte Parallen mit
den grossen Kriegerinnen aus Büchern, Comics und Fernsehen aufweisen.
Referenzen waren Red Sonja, Xena und ähnliche. Klar war, es sollte etwas
eigenständiges sein. Hm, das hört sich toll an, dachte ich mir und
liess meinem Brainstorming freien Lauf. Schon bald begann Heskia in meinen Gedanken Form anzunehmen...
Hmmm... Schöne Formen! Muss ich erwähnen, dass sie nackt war, nur ein Schwert
auf sich trug und sich in Zeitlupe durch eine verträumte Landschaft kämpfte?
Öhem, Spass beiseite! Heskia nahm aber tatsächlich Form an und ich hatte schon
eine ziemlich genaue Vorstellung, wie sie aussehen sollte. Und natürlich auch
davon, was sie tragen sollte... Die erste Skizze wollte auf Papier gebannt
werden! Es sollte einerseits eine Charakterstudie werden, Heskia aber auch
gleich in einer Action-Pose zeigen. Ich fertigte die erste Skizze mit Bleistift
an und versuchte, die Figur bereits mit klaren Formen umzusetzen. Die
weiblichen Proportionen habe ich meines Erachtens natürlich umgesetzt –
plastische Chirurgie erübrigt sich ja zum Glück beim Zeichnen.
Heskia die Heilerin war geboren! Jwan Reber, 13. April 2008 |
| < zurück |
|---|