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Kauzige Typen und andere Anekdoten... - Diesmal: Hendrik van Buggenum Drucken E-Mail
Geschrieben von Horst Hübner   
Dienstag, 24. Juni 2008

Der Heftroman nach HübnerKauzige Typen und andere Anekdoten...

Diesmal: Hendrik van Buggenum

Mit dieser Folge geht "Der Heftroman nach Hübner" in die Sommerpause bis September

Horst Hübner hat jahrelang bei Bastei und Marken gearbeitet. Dabei erlebte er den Sturm und Drang des Unterhaltungsformats Heftroman mit.

Als Redakteur in Bergisch Gladbach und Köln lernte er zahlreiche Autoren kennen. Darunter gab es Großwildjäger, verhinderte Spione und viele andere mehr. Einige dieser Typen beschreibt Horst Hübner in Anekdoten.

Diese Typen wiesen nicht selten eine bunte, bewegte und teilweise auch tragische Lebensgeschichte auf.

Diesmal etwas über jemand, den ich sowohl bei Bastei als auch bei Marken erlebt habe: Hendrik van Buggenum.

Ich möchte noch über Hendrik van Buggenum erzählen. Der kam ja aus der Düsseldorfer Verlags- bzw. Redaktions-Szene zum Bastei-Verlag. Er kannte Gott und die Welt. Hin und wieder zog es ihn wieder nach Düsseldorf und er nahm uns dann mit. Ich erinnere mich an eine Tour, die haben wir mit ihm zusammen gemacht. Dabei war noch Luther, einer der Star-Vertreter des Bastei-Verlages. Er sollte übrigens nachher den Verlag Erber aufkaufen bzw. hat er sich da eingekauft und dann den Verlag Luther-Erber mitbegründet.

Aber noch mal zurück nach Düsseldorf zu unseren Erlebnissen mit van Buggenum. Auch Rolf Kalmuczak war dabei. Wir einen Zug durch Düsseldorf gemacht und eine riesige Sause veranstaltet. Wir sind bei Charles Wilp, dem damals prominentesten Fotografen, gelandet, der übrigens fantastische Bilder machte, z.B. für Werbungen wie Warm-Wasser-Bereiter oder Fanta.

Er hatte immer tolle Ideen und sein Adlatus, seine rechte Hand und auch sein Freund, der Herr Fleischmann, die waren zusammen ein Team. Charles Wilp hat den Herrn Fleischmann in Gegenwart von Fremden immer nur als „der Herr Fleischmann“ angesprochen.

Wir waren an diesem Abend, als wir die Sause veranstalteten, zur Premiere des Circus Krone in Düsseldorf eingeladen. Wir sind in Obhut des Pressemannes völlig versackt. Mehr oder weniger nach der Pause, also zum zweiten Teil des Premierenprogrammes des Circus Krone, sind wir dort aufgetaucht. Wir kamen gerade in den Vorraum, als die Elefanten zu ihrer Nummer aufgestellt wurden.

Die Elefanten trugen wahnsinnige Geschirre. Fast zum Schluss durfte sogar ein Jungbulle mitmachen, der war nicht aggressiv. Die Leitkuh sollte nun die Prozession in die Manege führen und ganz zum Schluss lief ein wahnsinnig kleines Elefäntchen. Dieses trug ein Kostüm, das war gestrickt oder gehäkelt. Bei näherem Hinsehen war es ein Elefantenkostüm zum Überstreifen mit großen Wackelohren und einem Rüsselchen, das mit Draht versteift war. Das ganze Ding war ein Hund!

Und dann hat dieses Ding auch gebellt, als wir in die Nähe kamen. Das Elefäntchen sollte hinter diesen großen Elefanten, also als letztes Tier hinter dem Jungbullen einziehen.

Unsere benebelten Köpfe haben sehr schnell begriffen, dass in diesem Kostüm kein Elefant steckte, sondern ein Hund, der jetzt das Elefäntchen in einem grasgrünen Häkel- oder Strickkleid abgeben sollte.

Da blieb Charles Wilp, voll wie er war, völlig erschlagen im Vorraum stehen, beugte sich runter und guckte sich das Tier genau an.

Dann dreht er sich um, schaute zu van Buggenum und fragte: „Van Buggenum, sag mal, hast Du schon mal einen grünen Elefanten gesehen?

 

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