Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Lassiter unter der Lupe einer Frau: »Auch der schlechteste Roman hat seine gute Seite: Die letzte!« - »Verrat am Boston Creek« (Lassiter 2373)

Lassiter unter der LupeAuch der schlechteste Roman hat seine gute Seite:
Die letzte!

»Verrat am Boston Creek« (Lassiter 2373)

Der Boston Creek ist eine Handelsader für die Region und den US-Bundestaat Oregon, der auch als „Beaver State“ bekannt ist.

Die Oregon Trade Company befährt den Fluss mit einem halben Dutzend Flussbooten. Seit einigen Monaten werden sie von Banditen überfallen.

Diese nennen sich selbst „Sons of Liberty“. Das gerissene Vorgehen der Flussbanditen hatte selbst die erfahrenen Kapitäne der Oregon Trade Company in Erstaunen versetzt. In einigen Fällen waren die Angreifer mit hölzernen Schwing-Vorrichtungen auf die Flussschiffe gelangt, die irgendwo in den Bäumen am Ufer montiert gewesen waren. Sie hatten sich daran abgelassen wie eine Horde Artisten aus einem Wanderzirkus (gewaltige Leistung bei einer Bande von 6 Personen, davon zwei Invalide und eine Köchin!). Die Bande aus versprengten Kolonisten stahl alles, was nicht niet- und nagelfest war. Gemäß Washington sind die „Sons of Liberty“ eine Kolonistengruppe, die sich von der Oregon Trade Company bedroht fühlt. Sie stiehlt und vernichtet die Schiffsladung und droht damit, den ganzen Staat Oregon in Unruhe zu stürzen. Der Gouverneur nimmt die Drohung der Bande sehr ernst. In den letzten Monaten ist deutlich geworden, dass die Kolonisten großen Rückhalt in der Bevölkerung genießen. Der Gouverneur befürchtet, dass die Taten der „Sons of Liberty“ die Stimmung der Bevölkerung  gegen die Oregon Trade Company kippen könnte. LASSITER bekommt von Bergman, Mittelsmann der Brigade Sieben, den Auftrag, den Kolonisten das Handwerk zu legen und den Anführer an ein Gericht zu übergeben. LASSITER soll als Lotse auf dem Boston Creek für die Oregon Trade Company arbeiten.

LASSITER ist auf der „McKenzie“, dem Flaggschiff der Oregon Trade Company nicht willkommen. Die Vermutung, dass die „Sons of Liberty“ einen Mann aus ihren Reihen einschleusen würden und so die Routen der Schiffe zu erfahren, liegt nahe. Diesmal hat es LASSITER nicht leicht, seinen Auftrag zu erfüllen und zu allem Übel kommt noch dazu, dass der Sicherheitschef Pearson seine Fähigkeiten als Lotse auf einem Flussschiff anzweifelt.

Doch LASSITER wäre nicht der „HÄRTESTE MANN SEINER ZEIT“,  wenn er an der schwierigen Aufgabe verzweifeln würde. LASSITER nimmt die Herausforderung an, wohl wissend, dass der Auftrag ihm das Leben kosten könnte…


Verrat am Boston CreekZum Roman:
Dies wird keine schöne Rezension. Ich sage das gleich vorweg, weil ich leider wirklich absolut nicht viel Positives an diesem Roman finden kann, und ich hiermit alle Fans der LASSITER-Romane und vor allem den Autor vorwarnen möchte: Es tut mir wirklich leid lieber Autor dieses Lassiter-Romans. Die folgende Rezension richtet sich nicht gegen Sie persönlich und ich möchte Ihre Gefühle und Fähigkeiten auf dem Gebiet der zwischenmenschlichen Beziehungen nicht verletzen, aber mit diesem Roman haben Sie echt ins Klo gegriffen. Und zwar ziemlich, ziemlich tief!

Okay, dass ich an dem Roman wenig Gutes fand, hätten wir damit also aus dem Weg. Der Schreibstil war zwar okay, aber auch nichts Überragendes und stellenweise ließen die Formulierungen mich daran zweifeln, ob den schon mal ein Lektor zu Gesicht bekommen hat. Der Roman wirkt auf mich, als sei er nicht ganz fertig geschrieben worden, wie ein Entwurf, der noch ausgearbeitet werden muss. Die Charaktere sind alle sehr flach, hohl, hölzern, unglaubwürdig und ohne jede Persönlichkeit oder Fähigkeit, sich weiter zu entwickeln. Als sie zum ersten Mal vorgestellt wurden, fand ich sie noch gut, aber mit jeder weiteren Seite wollte ich sie nur noch loswerden. Und LASSITER… oh Mann, LASSITER. Der „taffe Mann“, der hier als härtester Mann seiner Zeit agieren soll, ist einfach nur ein wenig hohl und in meinen Augen absolut unrealistisch und sowas von dermaßen weit weg von jeder Person, mit der ich Empathie empfinden könnte, dass ich den Roman ohne ihn besser gefunden hätte. Und LASSITER ist der Hauptprotagonist! Das sagt glaube ich alles. Ich war kurz davor zu klatschen für so viel Unsinn. Tolle Geschichte, die hier vermittelt wird. Absolute Glanzleistung  vom Autor, aber so was von…..

Aber es handelt sich hier ausschließlich um meine persönliche Meinung, falls jemand diesen Roman tatsächlich gut finden kann, sei ihm/ihr das vergönnt.

Der Roman fängt mit dem Mord zur Weihnachtszeit von Abigail Blakesley im verschneiten Philadelphia, Pennsylvania, durch den Mörder Pearson S. Clark, Sicherheitschef der Oregon Trade Company an. Für die Gattin von Hugh Blakesley, dem Vize-Direktor der angesehenen Oregon Trade Company kamen die Messerstiche so unerwartet und schnell, dass Abigail nichts von ihnen spürte. Sie durchstießen ihren Magen und ihre rechte Hüfte, dann zwei weitere ihre Brust oberhalb des tropfenförmigen Muttermals, von dem Pearson nichts wissen konnte.

Wieso der Vize-Direktor der angesehenen Oregon Trade Company an der Ostküste der Vereinigten Staaten in Philadelphia wohnt und nicht an der Westküste wird leider im Roman nicht erklärt. Portland, Salem oder Eugene hätten da mehr Sinn gemacht.

Zwanzig Jahre später amüsiert sich LASSITER bei der Einweihung einer „verholzten Stahlbrücke“ über den Willamette River mit der jungen Dame Goldie. Mit dem Mittelsmann der Brigade Sieben und Brückenbauingenieur Bergman, dem man eine große Karriere bescheinigt (kein Wunder wenn jemand eine Holz-Brücke als Stahlbrücke verkauft, die es 1875 noch gar nicht gab, dazu aber später mehr…) spricht man mit hellseherischen Gaben über den Eiffelturm, der noch nicht mal in Planung ist, aber von einem Mister Eiffel zügig vorangetrieben wird und natürlich über den neuen Auftrag von der Brigade Sieben.

LASSITER, der den Auftrag von der Brigade Sieben bekommen hat eine Bande, die sich „Sons of Liberty“ nennt und böse, böse Kolonisten sind, dingfest zu machen, heuert nach dem Gespräch mit Bergman auf dem Flaggschiff der Oregon Trade Company als Lotse an. Vom Sicherheitschef der Firma misstrauisch betrachtet schippert man frohen Mutes den Willamette River entlang (LASSITER hat ja an Hand einer Flusskarte in nur einer Nacht die ganzen Untiefen und Gefahren des Flusses auswendig gelernt. Passt schon, denkt sich LASSITER, bin ja der härteste Mann meiner Zeit….), um dann in den „Boston Creek“ zu gelangen, wo die arg bösen Kolonisten warten. Was für ein Endziel oder Ort das Dampfboot anstrebt, verschweigt die Geschichte leider. LASSITER warnt den Kapitän des Fluss-Schiffes, dass bald eine Untiefe kommen würde, doch niemand hört auf den neuen Lotsen. Schiff fährt auf Grund, alle sind geschockt. Sogar die Banditen glauben ihren Augen nicht zu trauen, dass die „McKenzie“ an der Stelle auf Grund gelaufen ist, wo sie noch vor einer Stunde ihre edlen Körper gewaschen haben (finde es natürlich nicht fair von LASSITER, das Flussschiff gerade an dieser Stelle auf Grund laufen zu lassen, gemein so etwas, aber auch).

LASSITER erkundet mit Pearson S. Clark das Flussufer und trifft auf die glorreichen und ach so gefährlichen Banditen, die zuerst alle nur Revolver haben, dann aber wie ein Wunder mit Karabiner das Feuer erwidern. Invalide werden zu kriechenden Super-Banditen, die ab sofort nur noch als Flusspiraten oder Flussbanditen beschrieben werden. Von Kolonisten ist ab der Hälfte des Romans keine Rede mehr.

Die ›gefährliche‹ Bande besteht aus 6 Personen:

  • Anna Blakesley, Anführerin und Banditen-Fürstin und Tochter von Hugh Blakesley dem Direktor der Oregon Trade Company, die zuerst aus einer Kajüte aus Portland verschwindet und danach aus Blakesleys Haus in Sacramento geflohen ist mit wenig mehr am Leib als einem Tageskleid.
  • Lum Dobbs, ein Chinese und der Stratege vom Dienst.
  • Tommie Pollard, ein Invalide, dem das rechte Bein fehlt aber munter kriechen, laufen und reiten kann und mit drei Schusswunden immer noch voll einsatzfähig ist; ein richtiger Cyborg des Wilden Westens…
  • Jimmy Pollard, ein Invalide mit einem fehlenden rechten Arm.
  • Willis Ratliff, ein alter Mann, der handwerklich sehr geschickt ist.
  • Melinda Homber, Mädchen für alles.

Ich habe wirklich selten einen so unrealistischen Roman gelesen. Der Plot und das, was hier vermittelt wird, sind auf so vielen verschiedenen Ebenen einfach falsch, verquer und seltsam geschrieben.

Glaubwürdige Actionszenen:
Ich empfinde die Action-Szenen in diesem LASSITER-Roman nur anstrengend und nervend. Die Charaktere agieren gefühllos, hölzern und einfach nur hohl und sind leblos.

Negativ:
LASSITER im Kampf mit den „Kolonisten“

Plötzlich raschelten die Zweige hinter Lassiter. Der große Mann wirbelte herum und riss den Remington in die Höhe, als zwei Gestalten dicht an ihm vorbei sprangen. Sie gingen in die Hocke, schnellten zu ihm herum und gaben Schüsse auf ihn ab. Nur um Haaresbreite entging Lassiter seinem Tod. Er hechtete über Tommie hinweg, warf sich ins Gebüsch und erwiderte das Feuer.

Seite 26/27

Wieso die beiden Angreifer dicht bei LASSITER vorbei springen und nicht versuchen, ihn zu überwältigen, was ja weit logischer gewesen wäre, entzieht sich meiner Kenntnis und macht für mich keinen Sinn.

Negativ:
Pearson S. Clark auf der Flucht vor dem  Bandit Tommie Pollard

„Halt an!“, verlangte der Bandit und reckte den Colt in die Höhe. Er trug einen zerlumpten Verband um die Schusswunde im Oberschenkel, die Clark ihm am Fluss verpasst hatte. „Du kommst nicht weit!“
Ohne länger Zeit zu vergeuden, schlug Clark mit dem Ellbogen auf den verletzten Schenkel des Banditen. Er traf ihn in der Mitte der Wunde, was ihm der Einbeinige mit einem ohnmächtigen Aufschrei dankte. Zur selben Zeit packte Clark nach dem Revolver. Er hielt die Waffe eine Weile am hinteren Griffende, bevor er sie ganz in die Hand bekam und die restlichen beiden Schüsse in der Trommel auf den Einbeinigen abfeuerte.

Seite 44

Ein Verletzter und einbeiniger Bandit reitet als einziger dem flüchtigen Pearson S. Clark nach, und die anderen fünf Banditen warten seelenruhig im Sumpf-Camp auf ihren „einbeinigen Super-Banditen“. Unglaubwürdiger geht‘s gar nicht mehr, der arme Kerl wäre ohne Hilfe niemals auf ein Pferd gestiegen, geschweige noch im Galopp geritten.

Negativ:
Der einbeinige Bandit Tommie Pollard reitet wieder….

„Noch knapp sechs Meilen“, sagte Tommie Pollard und drehte sich im Sattel zu Lassiter und Anna um. „Die Lavasteine machen uns die Pferde müde. Ich würde einen Weg nördlich dieser Lavazunge vorschlagen.“

Seite 49

Kurz darauf reitet der nun mit einem Beinschuss und zwei Armschüssen versehrte einbeinige Bandit zum nächsten Einsatz. Aber Hallo… verarschen kann ich mich auch selber und brauche dazu nicht einen LASSITER-Roman!

Ein Kriterium, das ich immer wieder aufzeige ist die
Geheimhaltung der Brigade Sieben:


Positiv:
Lassiter gibt sich im Auftrag der Brigade Sieben als Lotse aus, um verdeckt ermitteln zu können. Gut gelöst, ist aber leider einer der wenigen positiven Punkte dieses Romans.

LASSITER und Bergman beim Gespräch

„Sie erhalten eine Stellung als Lotse für die Oregon Trade Company“, fügte Bergman mit einem Lächeln hinzu.

Seite 10

Hugh Blakesley im Gespräch mit Pearson S. Clark

„Wie heißt der neue Lotse? Ich will wissen, mit wem ich es zu tun habe.“ Pearson sann einige Sekunden lang nach. „Wenn ich mich nicht täusche, hieß er Lassiter.“

Seite 12

LASSITER mit einem Matrosen des Flussdampfers „McKenzie“

“Wollen Sie an Bord? Leichtmatrose? Kombüse? Deckhilfe?
„Lotse“, sagte der Mann der Brigade Sieben und faltete die Verfügung des Stewardship Board auseinander, die er tags zuvor von Adams J. Bergman erhalten hatte. Sie wies ihn als verantwortlichen Lotsen für den Boston Creek aus.

Seite 12

Ein Thema, das mir als Waffensammlerin von Western-Waffen sehr am Herzen liegt sind...
... »authentische Waffen«!

Positiv:
Pearson S. Clark benutzt einen Alten Sharps-Konföderierten-Karabiner. Wie bitte…habe ich da richtig gehört… er benutzt einen alten Sharps-Konföderierten-Karabiner?!

Der Karabiner war im amerikanischen Bürgerkrieg bei den Kavallerieeinheiten sowohl der Unionstruppen als auch der Konföderierten Truppen sehr populär. Es wird geschätzt, dass bei den Unionstruppen insgesamt über 80‘000 Sharps-Karabiner im Einsatz waren, während die Kavallerie der Konföderierten über 5‘000 in den Südstaaten hergestellte Richmond Sharps-Karabiner verfügte. Eine seltene Variante des Sharps-Karabiners war der Coffee-Mill Sharps mit einer im Kolben eingebauten Kaffeemühle.
Sharps-Karabiner

Aus dem alten Sharps-Konföderierten-Karabiner in Clarks Armen fauchte ein fünfzehn Zoll langer Feuerstoß, der den dämmrigen Sumpfwald um sie herum zum Leuchten brachte.

Seite 36

Negativ:

Mit einer Hand schob Clark eine weitere Patrone in den Kasten, mit der anderen stieß er Lassiter harsch zur Seite.

Seite 36

Bei solchen Zeilen merkt man, dass der Autor noch nie einen Sharp-Karabiner nachgeladen hat, geschweige denn, einmal damit geschossen. Zum Laden einer Sharp setzt man den Hahn in die Laderast. Dann senkt man den Fallblock-Verschluss mittels des daran angelenkten, beweglichen Abzugsbügel ab. Danach führt man eine Patrone in die als Patronenführung dienende Lademulde ein und schiebt sie in das Patronenlager. Nach dem Schliessen des Abzugbügels und des Spannen des Hahnes ist der Sharps-Karabiner geladen und schussbereit. Und dazu braucht man beide Hände!

Und zur Information für all die Leser und Waffen-Experten, die meinen: „Was weiß denn eine Frau schon von Waffen und vom Schießen?“ Als langjährige ausgebildete, aktive 25/50 und 300 m Ordonnanz-Sturmgewehr- und Pistolen-Schützin glaube ich schon, ein fundiertes Wissen über Schusswaffen und das Schießen im Allgemeinen zu besitzen:

Keine Mechanik besitzt einen eigenen Willen. Eine Waffe schießt nicht von selbst. Eine Aktion, wie etwa das Betätigen des Abzuges, das Aufschlagen der Waffe usw. kann einen Schuss auslösen. Die Waffen selber sind «sicher». Gefährlich sind fehlerhafte Manipulationen an der Waffe und der fahrlässige Umgang damit. Die Sicherheit einer Waffe richtet sich also nach dem Ausbildungsstand und der Erziehung des Schützen. Ist ihm während dieser Ausbildung eingeprägt worden, den Respekt vor der Waffe zu wahren und die vier Sicherheitsgrundregeln zu befolgen, kann Unfällen vorgebeugt werden. Zwischenfälle sind möglich, nicht aber Unfälle. Zwischenfälle oder Unfälle mit Waffen werden nicht nur im Schießstand oder auf dem Schießplatz verursacht, sondern überall dort, wo damit hantiert wird. Sicherheitsgrundregeln sind deshalb sowohl beim Schießen, als auch im Umgang mit der Waffe immer zu beachten bzw. anzuwenden. Die Anwendung der vier Sicherheitsgrundregeln wird von allen Waffenträgern vorausgesetzt und ist Pflicht. Bei Rechtshändern nennt man die rechte Hand die starke, die linke die schwache Hand. Bei Linkshändern ist die linke Hand die starke. Analog dazu wird auch das Bein und der Fuß bezeichnet.

Die vier Sicherheitsgrundregeln:

  • 1. Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten.
    Es gibt keine Ausnahmen. Der Umgang mit Waffen ist konsequent und bedingungslos ernst zu nehmen. Die Unfälle werden meistens mit vermeintlich ungeladenen Waffen verursacht;

  • 2. Nie eine Waffe auf etwas richten, das man nicht treffen will.
    Die meisten Schiessunfälle sind auf die Nichteinhaltung dieser Regel zurückzuführen. Wenn jemand diese Bestimmung verletzt und darauf aufmerksam gemacht wird, so antwortet er in der Regel: «Meine Waffe ist nicht geladen!» (Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten);

  • 3. Solange die Visiervorrichtung nicht auf das Ziel gerichtet ist, muss der Zeigefinger außerhalb des Abzugbügels gehalten werden.
    Durch einen angeborenen Reflex verkrampft der Mensch in Stresssituationen die Hände. Die Kraft, die dabei ausgeübt wird, kann bis zu 20 kg betragen. Befindet sich der Zeigefinger am Abzug (Abzugswiderstand 2,0 kg), kann ungewollt ein Schuss ausgelöst werden. Der Zielvorgang benötigt mehr Zeit, als nur mit dem Zeigefinger an den Abzug zu gelangen. Der Schütze verliert dabei also keine Zeit, dafür gewinnt er an Sicherheit;

  • 4. Seines Zieles sicher sein.
    Das Ziel ist vor dem Schießen immer zu identifizieren. Der Schütze muss sich über die Konsequenzen bei Querschlägern, Fehlschüssen und beim Durchschlagen des Zieles im Klaren sein. Er ist für jeden abgegebenen Schuss verantwortlich.

Quellen:

  • Pistolen Reglement Schweizer Armee Dokumentation 27.220 d Ausbildungsgrundlagen für Schützenmeister, 9 mm Pistole 1949 (SIG P210)

  • Reglement Schweizer Armee Dokumentation 53.96, 5,6 mm Sturmgewehr 1990, Neue Gefechts-Schiess-Technik (NGST)

Literatur:

  • Revolver/Untertitel: Colt Single Action Army, Smith & Wesson No 3, Colt Open Top, Colt Double Action Revolver Model 1877 und 1878, Smith & Wesson No 1, Colt House 1871, S&W Model 686-3 Eurotarget, Nagant M1895, Dan Wesson Model 44, Webley-Revolver/ Books LLC, Reference Series 2011

  • Das Schießen mit Perkussions-Hinterladern - Sharps Karabiner und Sharps Gewehr Verlag: Wolfgang Stephan
    2007 ISBN-13: 9783000114472

Sex bei der Serie LASSITER:
Nun ja…die leidigen Sexszenen!

Das erste Zwischenspiel findet zwischen Goldie und LASSITER unter der neu eingeweihten Brücke zu Beginn des Romans statt.

Goldie ist eine schöne und verheiratete Rothaarige, und ich zitiere: mit fein gezeichneten Lippen einer Schauspielerin und den zarten Schultern einer Nymphe, der zu widerstehen jedem Mann innere Pein bereitet hätte.

Man möge mir verzeihen, aber diese Passagen sind weder stimmig noch erotisch, sondern ringen mir nur ein müdes Lächeln ab!

Die zweite Szene spielt sich zwischen der Banditenführerin Anna und LASSITER ab, als er von der Bande gefangen genommen wurde.

Auch diese Szenen sind unglaubwürdig und lachhaft. So inszeniert sich Anna als eine Domina mit ihrer Reitpeitsche und als „knallharte“ Verhörerin, das man ihr aber leider in keinster Weise abnehmen kann.

Und dann gibt es noch die gute Melinda Homber, die als Mädchen für wirklich alles herhalten muss…

Meine absolut »besten« Sätze im Heft:
Pearson S. Clark beim Mord an Abigail Blakesley

Den kostbar geschmückten Weihnachtsbaum der Blakesley würde Clark nicht anrühren.

Rota Seite

(Da sind wir aber alle froh. Halleluja, der Baum hat überlebt und wurde nicht geschändet und missbraucht. Hosianna, ein Wunder ist geschehen…)

Anna Blakesley und Tommie Pollard

Von Zeit zu Zeit beeindruckte Anna der Scharfsinn, mit denen die zwei Brüder zu Werke gingen, waren sie doch ansonsten nicht unbedingt das, was man die hellste Kerze auf dem Leuchter nannte.

Seite 20

(schön gesagt...)

LASSITER über die Banditen

„Sie waren auf dieser Flussseite unterwegs. Ich weiss nicht, ob sie bewaffnet sind.“

Seite 24

(Nun ja…unbewaffnete Banditen??? Sicher, sicher…)

LASSITER im Kampf mit Pearson S. Clark

Noch ehe er den Satz beenden konnte, schlug ihm Lassiter mit der Faust quer durchs Gesicht. Der Kinnhaken beendete Clarks Redefluss und sandte den Sicherheitsmann zugleich in Morpheus‘ Arme.

Seite 25

(Wo hat der gute Mann denn überall sein Kinn, wenn man bedenkt, dass LASSITER mit seiner Faust ihm quer durchs Gesicht schlug…..)

Blakesley zu LASSITER

„Aber die Frage muss gestattet sein, weshalb Sie wie ein Phoenix aus der Asche kamen?“

Seite 29

(Toller Vergleich! Der Autor hat einen Hang zu mythologischen Wesen, sei es der Phoenix, die Medusa oder Neptun!)

Matrose zu Pearson S. Clark

„Sir, das Tau fasert!“  rief der Gescholtene und hielt dem Sicherheitschef das malträtierte Zugtau hin. „Es wird reissen bis hinauf nach Salem!“

Seite 30

(Soooo ein langes Seil möchte ich sehen…..)

LASSITER und Anna

„Sie dürfen Anna zu mir sagen, wenn Sie wollen.“ „Ich sagte Sträfling zu Ihnen“, erwiderte Lassiter. „Sie überfallen die Schiffe einer harmlosen Handelsgesellschaft und stehen skrupellos.“

Seite 38

(Mein lieber Schwan! Solch einen Stuss habe ich lange nicht mehr gelesen…)

LASSITER gefesselt auf einem Stuhl und der Banditen-Fürstin ausgeliefert

Er konnte regelrecht fühlen, wie ihm die Selbstbeherrschung zwischen den Fingern zerrann.

Seite 40

(Spanischer Hand-Jass, fünf gegen einen….)

Lum Dobbs Bandit und Chinese

„Sein Freund war`s!“, sagte Lum Dobbs, der Chinese mit dem Pferdeschwanz auf dem Rücken.

Seite 44

(Okay, Pferdeschwanz auf dem Rücken, wo bitte soll er denn sonst sein….)

Tommie zu seinem Bruder Jim

„Klappe, Jim!“, knurrte Tommie und fuchtelte mit der Hand. Er klopfte seinem Pferd mit dem Beinstumpf in die Seite.

Seite 50

(Man stelle sich dies mal vor! Wahnsinn!)

Lum Dobbs, Bandit und Chinese

Der Zopf des Chinesen wirbelte bei jedem Wort durch dessen Nacken, als würde eine unsichtbare Hand daran zupfen.

Seite 51

(…ohne Worte!)

Auf der Ranch von Hugh Blakesley

Sie hatten die Herde aus knapp fünfhundert Rindern durchqueren müssen, die noch immer auf der Ranch vor den Three Sisters gehalten und von Blakesleys Vormann Henry Duggart beaufsichtigt wurde. Die Tiere hatten besser im Futter gestanden, als sie vermutet hatten, und aus diesem Grund hatte Blakesley länger als beabsichtigt mit Duggart gesprochen.

Seite 52

(Hmm, wenn die Tiere besser im Futter sind als der Chef erwartet, spricht er also länger mit seinem Angestellten als beabsichtigt. Alles klar macht irgendwie Sinn…..)

Tommie Pollard, der einbeinige Bandit im Einsatz

„Tommie braucht seine Zeit! Er hat nur`ne kleinere Krücke mitgenommen!“

Seite 54

(Verstehen wir natürlich! Gib alles Tommie und lass dir Zeit! Hast ja nur ein Bein und drei Schussverletzungen intus, bin begeistert von so viel Einsatz, gut gemacht Tommie, gut gemacht….!!! Mein persönlicher Held im Roman!!!)

Anna Blakesley im Einsatz

Die blondhaarige Anführerin der Son of Liberty ging in die Hocke und lehnte den Karabiner an die Brust.

Seite 54

(An welche denn, die linke oder die rechte…?)

Negativ:
Diese Kritik geht ans Lektorat:

Der zweite Bandit war ohne jeden Zweifel eine Frau, was die Frage aufwarf, was er bei den Sons of Liberty zu suchen hatte.

Seite 27

Er war die Arme in die Luft und lehnte sich dann seitlich an die Reling.

Seite 48

„Entweder gehörst du Bande und machte, was wir dir jede Woche sagen, oder die Sons of Liberty sind nicht länger der richtige Platz für dich.“

Seite 51

Die Liste ließe sich noch weiterführen…

Ebenso werden wiederum Personen mit dem falschen Namen geschrieben, wie z.Bsp. Pearson D. Clark der Mörder von Abigail ist und Pearson S. Clark der Stellvertreter von Blakesley.


Negativ:
Die Bezeichnung der Banditen als Kolonisten lassen mich meinen Kopf schütteln und verwundert die Augen reiben. Sicher, jeder kann mit seinem Kopf machen was er will, und seine Augen reiben bis sie tränen, aber dass in den 1880-er Jahren noch „Kolonisten“ in Oregon ihr Unwesen treiben, daran zweifle ich stark. Oregon liegt im Westen der Vereinigten Staaten in der Region Pazifischer Nordwesten und wurde im Jahr 1859 als 33. Bundesstaat in die USA aufgenommen. Wenn man von Kolonisten in Oregon spricht, kommt das noch am ehesten in der Zeit vor 1846  in Frage als die USA und Großbritannien das Oregon-Gebiet gemeinsam verwalteten und nicht in den 1880-er Jahren.

Auszug vom Buch Die Oregon-Frage: Amerikanische Expansionspolitik und der Pazifische Nordwesten, 1814-1848: Autor Johannes Eue

Die Kontakte zwischen der Hudson`s  Bay Company und den Amerikaner, die nach Oregon kamen, waren - abgesehen von einzelnen aggressiven Begegnungen, wie der zwischen Peter Skene Ogden und Johnson Gardner - von einer insgesamt recht freundlichen Haltung geprägt. So fand Jedediah Smith in Notsituationen mehrfach Aufnahme und Unterstützung in Fort Vancouver, wodurch Mc McLoughlins wohl einen neuen Krieg wie den zwischen Nordwest und Hudson`s Bay Company vermeiden wollte, der unweigerlich auf beide Seiten zu schweren Verluste geführt hätte. Auf wirtschaftlicher Ebene wurden die amerikanischen Trapper jedoch unerbittlich bekämpft. Auch Siedler, die seit Mitte der 1830er Jahre langsam nach Oregon einsickerten, fand bis Mc Loughlins Ausscheiden aus der Gesellschaft 1845 immer Unterstützung für ihre am Willamette River beim „Chief Factor“, doch bekämpfte die Hudson`s Bay Company gleichzeitig entschieden jene Amerikaner, die sich nördlich des Columbia niederlassen wollten. Dadurch sollte das vermeintlich zukünftige britische gebiet für den Pelzhandel offengehalten, einer weiteren amerikanischen Ausbeutung südlich des Columbia gleichzeitig das Wasser abgegraben werden. Potentielle Konkurrenten wie Benjamin Bonneville und Nathaniel Wyeth wurden hingegen boykottiert, so dass sie in Oregon nicht Fuss fassen konnten.
Insgesamt war also die Politik der Hudson`s Bay Company darauf ausgerichtet, das Gebiet am Columbia River möglichst lange für den Pelzhandel zu konservieren, maximale Profite zu gewährleisten und jegliche Ansiedlungen dort zu unterbinden. Erst als eine zunehmende Organisierung der amerikanischen Siedler einsetzte, kam es zu ersten Versuch einer Ansiedlung von britischen Kolonisten in Oregon, um ein Gegengewicht zu schaffen und eine baldige Lösung der Oregon-Frage zu verhindern. Hier offenbart sich eine Schizophrenie der Politik der Hudson’s Bay Company in der Endphase dieser Problematik, da die Gesellschaft generell an einer Besiedlung des Gebietes nicht interessiert sein konnte. Während ihr Vorgehen in den 1820er Jahren noch rückhaltlose Unterstützung in der Britischen Regierung fand, ging der Einfluss der Hudson`s Bay Company mit dem Bedeutungsverlust des Pelzhandels zurück, so dass ihre Interessen zwischen 49. Breitengrad und Columbia letztlich im Vertrag von 1846 zugunsten einer Friedlichen Lösung geopfert wurde.

Oregon – Der Biberstaat im Westen
Die Geschichte menschlicher Besiedelung des heutigen Oregon lässt sich mindestens 13‘000 Jahre zurückverfolgen, so alt sind die archäologischen Funde, die im Süden des Bundesstaats gemacht wurden. Immerhin bis ins 16. Jahrhundert datieren lässt sich die Anwesenheit von indianischen Kulturen, beispielsweise der Nez Perce oder der Chinook. Aus den Überlieferungen von Ureinwohnern weiß man auch, dass bereits um 1565 spanische Schiffe, von Südostasien aus kommend, an der Küste Oregons Station machten. Dennoch dauerte es bis in die 1770er Jahre, bis das Gebiet von Expeditionen besucht wurde, zunächst von der spanischen Krone finanziert, dann auch im Auftrag des britischen Königshauses. George Vancouver, ein britischer Expeditionsleiter, befuhr 1792 den Columbia River.
An der Mündung des Flusses bezogen dann die Teilnehmer der Expedition von Lewis und Clark 1805 ihr Winterquartier, die den pazifischen Nordwesten der USA im Auftrag von Thomas Jefferson erkundeten und kartographierten. Die Erkundung durch Lewis und Clark (1805–1806) sowie durch den britisch-kanadischen Kartographen David Thompson (1811) zeigte, dass das Gebiet für den Pelzhandel in Nordamerika von großem Interesse war, weil es große Bestände an Biber und Nerz gab. 1811 errichtete der New Yorker Investor Johann Jakob Astor das Fort Astoria an der Mündung des Columbia River, um einen Handelsposten seiner „Pacific Fur Company“ zu gründen. Im Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 musste die „Pacific Fur Company“ den Stützpunkt an die Briten abgeben, dennoch wurde Fort Astoria damit die erste dauerhafte Ansiedlung von Weißen in Oregon. Von 1842 bis 1843 erreichten mehr Siedler Oregon. Es drohte ein erneuter Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien, bis die Streitigkeiten im Oregon-Kompromiss 1846 beigelegt wurden. Aus dem amerikanischen Teil wurde 1848 das Oregon-Territorium gebildet, das in etwa die heutigen US-Bundesstaaten Washington, Oregon, Idaho und Wyoming sowie das westliche Montana umfasste. Wenige Jahre später gab es eine erneute Gebietsreform, nach der Oregon am 14. Februar 1859 als 33. Staat in die Union aufgenommen wurde.

Die damals die Vereinigten Staaten spaltende Frage der Sklaverei ließen die Autoren der Staatsverfassung Oregons von 1857 zunächst offen. Sie legten in einer Volksabstimmung drei Fragen vor: Die Annahme der Verfassung, ob die Sklaverei in Oregon zulässig sein sollte und ob freie Schwarze Bürger in Oregon sein dürften. Rund 10‘300 Einwohner beteiligten sich und nahmen die Verfassung an (70 %), schlossen die Sklaverei aus (75 %) und bestimmten, dass freie Schwarze sich nicht in Oregon niederlassen durften (90 %). Die Abstimmungsergebnisse sorgten in Washington für umfangreiche Debatten, die die Aufnahme als Bundesstaat um rund 18 Monate verzögerten. Erst im Februar 1859 stimmte der Kongress dem Beitrittsantrag zu, Oregon wurde der 33. Bundesstaat und der einzige, in dem Schwarze weder als Sklaven noch als Freie zugelassen waren. Die Beschränkungen für Schwarze fielen in Oregon erst mit dem 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, nachdem die Konföderierten Staaten von Amerika den Sezessionskrieg verloren hatten.
 
Oregon Trail
Die Berichte dieser und folgender Expeditionen brachten Pelzjäger nach Oregon, die erste Forts errichteten, ab 1833 folgten christliche Missionare. Das Territorium wurde ab 1818 von Briten und Amerikanern gemeinsam verwaltet, bis Großbritannien 1846 im Oregon-Abkommen das Land an die USA abtrat. Ab 1836 unternahmen rund 12‘000 Emigranten die 2‘000 Meilen lange Wanderung von Independence, Missouri, ins Oregon Territory. Bis 1884 war der Oregon Trail der meistgenutzte aller Routen in der westlichen Expansion der Vereinigten Staaten. Bereits ab 1841 hatten Pelzhändler und Kirchengesandte gemeinsam einen Vorläufer einer Verwaltungseinheit geschaffen, in der Aufgaben an einzelne Personen verteilt wurden. In den folgenden Jahren trafen immer mehr Siedler aus dem Osten des Landes über den Oregon Trail in der Region ein, mit der Zwangs-Umsiedelung der Indianervölker und der vereinfachten Verteilung des verfügbaren Lands durch neue Gesetze stieg die Zahl der Neuankömmlinge ab 1850 noch deutlich an. Durch den Bau von Eisenbahnlinien in den 1880-er Jahren wurde der Zuzug nach Oregon dann noch weiter erleichtert, während die Handelswaren von hier, beispielsweise Getreide und Holz, einen deutlich leichteren Zugang zu den Absatzmärkten im Mittleren Westen und an der Ostküste hatten. Eine kleinere Zahl Soldaten aus Oregon wurden während des amerikanischen Bürgerkriegs eingezogen, um auf Seiten der Regierungstruppen zu kämpfen.

Mit dem Bau eines Staudamms am Columbia River 1937 wurden die Weichen für eine Industrialisierung Oregons gestellt, mit der allerdings die Trennung der hier lebenden Menschen in Gruppen wie arm und reich, in Oregon geborene und zugezogene, aber auch Schwarze und Weiße, noch weiter vorangetrieben wurde. Oregon ist traditionell ein Staat, dessen Einwohner sehr unterschiedliche Gesinnungen und Interessen haben und in dem auch politische Ideen abseits des Mainstream einen Boden finden. Bei Wahlen und Abstimmungen im Bundesstaat ist daher bis heute das gesamte politische Spektrum von links bis rechts in deutlich weiterem Ausmass als in anderen Regionen des Landes vorzufinden.

Seite 71-73

Zeittafel:
ca. 7000 v.Chr. Besiedlung durch Indianer (Bannock, Chinook, Klamath und Nez Percé)
1579  der englische Seefahrer Francis Drake entdeckt die Küste des heutigen Oregon
1775 die spanischen Seefahrer Bruno de Heceta and Juan Francisco de la Bodega y Cuadra nehmen das heutige Oregon für Spanien in Besitz
1778 der britische Seefahrer James Cook erreicht die Küste des heutigen Oregon
1791 der britische Kapitän Gray befährt den Oregon River (heute der Columbia River zwischen den Staaten Oregon und Washington)
1792  britische Inbesitznahme
1805–1806 · die US-amerikanische Lewis-und-Clark-Expedition durchstreift das Gebiet
1811  der britische Kartograph David Thompson erreicht die Küste des heutigen Oregon auf dem Landweg
1811  Gründung von Fort Astoria durch US-Amerikaner
1812 die USA erheben Anspruch auf das Oregon-Gebiet (heutige Staaten Oregon, Washington, Idaho)
20.10.1818 Vertrag zwischen USA und Großbritannien über die gemeinsame Verwaltung des Oregon-Gebiets
1819 Spanien verzichtet auf seine Besitzansprüche
15.06.1846  das Oregon-Gebiet südlich des 49. Breitengrades wird an die USA übergeben, nördlich davon an Großbritannien
03.03.1849 Bildung des Oregon-Territoriums (heutige Staaten Oregon, Washington, Idaho, einschließlich Dakota, Montana und Wyoming)
⦁  02.03.1853 Abtrennung des Washington-Territoriums
⦁  14.02.1859  Oregon wird 33. Staat der USA

Sicher könnte man dieses Thema noch ausführlicher beschreiben, doch ich bin überzeugt, dass meine Ausführungen für diesen LASSITER-Roman vollumfänglich genügen.

Quellen:

  • Die Oregon-Frage: Amerikanische Expansionspolitik und der Pazifische Nordwesten, 1814-1848: Autor Johannes Eue

  • Great & Minor Moments in Oregon History: An Illustrated Anthology of Illuminating Glimpses Into Oregon's Past from Prehistory to the Present Erscheinungsdatum: 01.12.2008  ISBN  978-0-9802436-0-4 

Negativ:
Ich begrüße es, wenn Autoren eine solide historische Recherche durchführen. Im Bezug der Center Street Bridge in Salem hätte der Autor seine Aufgabe nur dann mit Bravour erfüllt, wenn er denn die Stahlbrücke über den Willamette River von 1891 meinen würde. Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass die Äusserung über den Bau des Eiffelturmes wie im Roman beschrieben, so nicht stimmen kann. Wenn man bedenkt, dass die erste Stahlbrücke in Salem über den Willamette River 1891 eingeweiht wurde, kann es nicht stimmen, das Herr Eiffel in Bälde mit dem Bau eines Stahlturmes in Paris beginnt. Dieser war nämlich bei der Pariser Weltausstellung im Jahr 1889 eröffnet worden. Die Bauarbeiten dauerten von Januar 1887 bis März 1889. In mir keimt  der Verdacht auf, dass der Autor dieses LASSITER-Romanes vielleicht die erste Brücke über Willamette River bei Salem gemeint hatte, die im Dezember 1886 eröffnet worden war. Leider aber war diese erste Brücke über den Willamette River hauptsächlich aus Holz gebaut und nicht aus Stahl.

Der Autor nimmt es leider mit der Geschichte nicht so genau. Besonders bei Western-Romanen, die irgendwie auf historischen Begebenheiten beruhen, ist es sehr ärgerlich, wenn Produkte, Bezeichnungen oder ähnliches verwendet werden, die es zu der Zeit, in der die Geschichte spielt, noch gar nicht gegeben hat. Im Roman wird erzählt, dass die Überfälle der Bande mit dem wohlklingenden Namen „Sons of Liberty“ („Söhne der Freiheit“) seit einigen Monaten stattfinden würde. Umso verwunderlich für den Leser ist dann die Aussage vom Sicherheitschef der Oregon Trade Company Pearson S. Clark an LASSITER, dass der erste Überfall der „Kolonisten“ am zehnten August 1875 stattfand. Also man bedenke, 12 Jahre vor dem Baubeginn des Eiffelturmes und 16 Jahre vor der Fertigstellung der ersten Eisenbrücke über den Willamette-River bei Salem. Solche Fehler sind sehr schade und hätten mit einer sauberen Recherche nicht passieren dürfen. Da wird meines Erachtens der Leser für dumm verkauft und nicht ernst genommen.

LASSITER mit seiner Gespielin Goldie

Das Paar lag in dem Streifen aus kniehohem Gras, der den Flusslauf des Willamette River säumte und sie vor den Blicken annähernd zweihundert Stadtbewohner schützte, die zur Eröffnung der Stahlbrücke gekommen waren. Die Männer und Frauen des nahen Salem trugen fast ausnahmslos Sonntagstracht und hätten das unzüchtige Treiben am Ufer zweifelsohne missbilligt.

Seite 6

Bergman der Konstruktor der Brücke über den Willamette River und Mittelsmann der Brigade Sieben

„Außergewöhnlich!“ sagte einer der Geschäftsmänner gerade und nahm den Zylinder vom Kopf. Er blickte zur Brücke empor und hob den rechten Arm. „Wie elegant diese Trägerarchitektur ist! Sie werden einmal zu den Größten Ihres Fach zählen!“ „Hört, hört!“, rief ein anderer Herr und sah Bergman streng an. „ Wie dieser Tage zu erfahren ist, beginnt man bald auch in Paris mit dem Bau eines Stahlturmes! Ein Herr Eiffel treibt das Vorhaben voran!“

Seite 8

Schade, dass der Autor keinen historischen Brückenbauingenieur wie z. Bsp. Gustav Lindenthal in der Geschichte einbaut. Im Jahr 1874 wanderte Lindenthal in die Vereinigten Staaten aus. Bis 1870 war Lindenthal in Brünn unter anderem Lehrling und Praktikant bei einer Maschinenfabrik. Die Zeit zwischen 1870 und 1874 verbrachte er in Wien, dort war er unter anderem tätig als Ingenieur bei der Elisabeth-Bahn, dann erbaute er in München und in der Schweiz Gebirgsbrücken.

Quelle:

  • Der Bauingenieur, Geschichte eines Berufes: Verlag Bauwesen (1994) ISBN-13: 978-3345002663

LASSITER im Gespräch mit Bergman

„Die Herren haben recht. Es ist ein ausgesprochen schönes Bauwerk.“ „Aufrichtigen Dank!“, sagte Bergman und stemmte die Arme in die Seiten. Er sah zum gegnerischen Flussufer, auf dem die Brücke einen weiteren Pfeiler erreichte. „Die Obstplantagen auf der anderen Seite des Willamette River sind von grosser Bedeutung für Salem. Sie müssen rasch und leicht zu erreichen sein.“

Seite 9

Wieso bitte „gegnerisches“ Flussufer?

Pearson S. Clark im Gespräch mit LASSITER

„Die Telluride war unser erstes Flussschiff. Sie ist zweimal von den Sons of Liberty überfallen worden und ging vor zwei Monaten bei einem Brand in Salem in Flammen auf“

Seite 33

Pearson S. Clark im Gespräch mit LASSITER

„Clark kniff die Augen zusammen und versuchte sich zu entsinnen. „Am zehnten August im Jahr 1875“

Seite 34

Und das sich jetzt jaaaaa kein geschichtlicher Unfug in meine Rezension einschleicht, hier die etwas größeren Ausführungen über den Eiffelturm und die Brücken über den Willamette River bei Salem.

Geschichte des Eiffelturms:
Unter regem Interesse der Öffentlichkeit begannen am 28. Januar 1887 die Bauarbeiten mit den Grabungsarbeiten für die Fundamente. Anlass für den Bau des Turms war das 100jährige Jubiläum der französischen Revolution im Rahmen der Weltausstellung 1889 in Paris. Der französische Ingenieur Alexandre Gustave Eiffel war mit seinem Unternehmen Eiffel & Cie für die Baumaßnahmen verantwortlich. Der Architekt Charles Léon Stephen Sauvestre konzipierte den Eiffelturm im Auftrag des Schweizers Maurice Koechlin, der mit seinem Kollegen Emile Nougier die Idee für den Turm hatte und den ersten Entwurf entwickelte.

Am Bau des Eiffelturms waren zwischen 80 und 250 Arbeiter beteiligt, wovon nur ein Arbeiter bei den Bauarbeiten ums Leben kam, was gemessen an damaligen Maßstäben bemerkenswert war.

Nachdem die Bauarbeiten am 28.01.1887 aufgenommen worden waren, wurden die Arbeiten an den Fundamenten bis Mai 1887 abgeschlossen. Am 01.06.1887 begannen die Arbeiter mit dem Bau der Pfeiler. Einen Monat später wurde die Montage des Turms in Angriff genommen. Am 29.04.1888 wurden die vier Beine des Turms auf der Höhe der ersten Plattform miteinander verbunden. Die Montage des Turms ist am 30.03.1889 beendet und Alexandre Gustave Eiffel ersteigt am 31.03.1889 erstmals die 1710 Stufen des Turms.

Im Jahr 1889 wurden auch die Aufzüge im Eiffelturm installiert. Die Aufzüge für den Ost- und den Westpfeiler, die den Boden mit der ersten Plattform verbinden, wurden von Roux, Combaluzier und Lepape geliefert. Im Nord- und im Südpfeiler wurden Aufzüge von Otis installiert, die den Boden mit der zweiten Plattform verbinden. Für den Personenverkehr zwischen der zweiten Plattform und der obersten Plattform lieferte Edoux die Aufzüge.

7.739.401,31 Francs wurden für den Bau des Eiffelturms investiert.

Der Eiffelturm war mit einer Höhe von 307 Metern von 1889 bis 1930 das höchste Gebäude der Erde. Damit löste der Turm das Washington Monument, das 169,3 Meter hoch war, an der Spitze ab. 40 Jahre später übernahm das Crysler Building mit einer Höhe von 319 Metern die Spitzenposition.

Am 01.01.1890 wurde die Konzession des Turms um zwanzig Jahre verlängert.

Center Street Bridge über den Willamette River bei Salem:
Salem hat über 100 Brücken, einschließlich derjenigen über Bäche und Straßen, aber die wichtigsten sind diejenigen über den Fluss, der durch sie fließt, die Willamette.

Die Geschichte der Brücken über den Willamette River beginnt im Dezember 1886 mit der Eröffnung der ersten Center Street Bridge. Es wurde als notwendig erachtet, Salem und West Salem zusammen zu verbinden. Vor dieser Zeit war es nur mit der Fähre möglich den Fluss zu überqueren, oder zu schwimmen… Dies war die erste Brücke über den Willamette und kostete $ 49‘901. Sie wurde hauptsächlich aus Holz gebaut. Die Brücke war in der falschen Position in Bezug auf die Strömungen gebaut worden und fiel am 3. Februar 1890 in den Fluss. Zwanzig Minuten vor zwei Uhr nachmittags brach die Brücke knapp über der Wasserlinie entzwei. Der Absturz war furchtbar ... Alles, was von der Brücke übrig blieb, war der Ansatz von Zentrum und seine zwei Stützpfeiler. Die Frage, ob die Regierung oder ein privates Unternehmen die Brücke wieder aufbaut, wie lange es dauern oder ob die Regierung in der Zwischenzeit eine kostenlose oder mautpflichtige Fähre für Überfahrten bereitstellen würde, wurde heftig diskutiert. Schließlich wurde beschlossen, dass die Stadt Salem, Marion County und Polk County gemeinsam den

$ 60‘000 schweren Bau einer neuen Stahlbrücke mit Betonpfeilern auf der Center Street finanzieren sollten. Die Eröffnung der Brücke im Jahr 1891 stieß auf öffentliche Aufmerksamkeit, zumindest seitens der Nachrichtenmedien, die beklagten, dass die Brücke $ 25‘000 über dem Budget und schlampig gebaut mit dem Potenzial, bei dem ersten starken Regen wegzuwaschen zu werden. Die Kritik dauerte für die nächsten zwei Jahrzehnte bis die Brücke schließlich ersetzt wurde.

Diese dritte Center Street Bridge wurde am 30. Juli 1918 in einem Ausbruch patriotischer Inbrunst eingeweiht. Die historischen Aufzeichnungen zeigen, dass Frank Davey die Einführungs-Rede hielt. Programm-Vorsitzender war F.T. Wrightman assistiert von W.H. Dancy. Andere Helfer waren Frank Smith, Marschall; Charles Archered Auktionator; und Henry W. Myers, Leiter des Amerikanischen Roten Kreuzes. Das Rote Kreuz war der Nutznießer der 3000 Dollar, die von den verschiedenen Konzessionen aufgebracht wurden. Dazu gehörten Postkarten, Mittagessen und die Privilegien, die Ersten zu sein. Chas. H. Vick und Elbert A. Thompson zahlten 500 Dollar, um als Erste ein Fahrzeug über die Brücke zu fahren. Das fragliche Fahrzeug war ein Fordson-Traktor. Mrs. William Colder aus Polk County zahlte 100 Dollar, um als Erste die Lichter anzünden zu können, die die Brücke erhellten. Es gab eine pompöse Nachmittagsparade an diesem Tag und die Lokalzeitung berichtete, dass schätzungsweise 20‘000 Menschen zu gegen waren. (Was damals Salems ungefähre Bevölkerungszahl war). Die Würdigung der Brücke erfolgte auf einer Plattform unter dem östlichen Zugang zur Brücke. Nach der Weihung der Brücke durch die beiden Rotkreuzmitarbeiterinnen, Frau Catherine Fowle und Fräulein Gladys Bartholomew, wurde die Brücke dem Verkehr übergeben.

In Salem gibt es noch zwei weitere Stahl-Brücken über den Willamette River, die wurden aber beide viel später gebaut und kann vom Autor nicht gemeint sein.

  • 1. Union Street Railroad Bridge
    Erbaut in den Jahren 1912-13. / Koordinaten: 44°56′50″N 123°02′30″W
    Die Union Street Railroad Bridge wurde von Waddell & Harrington entwickelt. Waddell & Harrington war eine amerikanische Ingenieurgesellschaft, die Brücken von 1907 bis 1915 entwarf. Sie wurde 1907 als eine Partnerschaft von John Alexander Low Waddell (1854-1938) und John Lyle Harrington (1868-1942) gegründet und hatte seinen Sitz in Kansas City, Missouri. Weitere Büros hatte die Firma in Portland, Oregon, British Columbia und Vancouver. Das Unternehmen entwickelte mehr als 30 vertikale Hebebrücken für Autobahnen und Eisenbahnen. Die Brücke wurde für die Salem, Falls City und Western Railway gebaut, die 1901 als Logging-Eisenbahn von Louis Gerlinger und Charles K. Spaulding eingegliedert wurde. Nach dem ersten Bau einer Linie zwischen Dallas und Falls City 1903 erreichte die Linie 1909 die ehemals separate Stadt West Salem; Passagierservice über den Willamette nach Salem wurde mit der Fähre zur Verfügung gestellt. Southern Pacific gewann im Jahr 1912 die volle Kontrolle über die „Salem, Falls City und Western Railway“ und baute die Brücke, um die Linie mit der Valley Main Line im Jahr 1913 zu verbinden, und wurde damals auch unter dem Namen „Salem, Falls City & Western Railway Bridge“ bekannt.

  • 2. Marion Street Bridge       
    Erbaut in den Jahren 1952-1954 / Koordinaten: 44°56′45″N 123°02′33″W
    Die Marion Street Bridge ist eine Automobilbrücke in Salem, Oregon, USA. Sie überspannt den Willamette River, um Salem und West Salem zu verbinden, und dient als „Dirigent“ für die Oregon Route 22. Die Brücke führt den Fahrzeugverkehr in westlicher Richtung. Der Verkehr umfasst zwei Fahrspuren. Der Bau begann im Dezember 1952 und die Brücke wurde 1954 eröffnet. Die Brücke wurde gebaut, um die Center Street Bridge zu ergänzen. Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung war die Marion Street Bridge die längste Brücke ihrer Art westlich des Mississippi.

Sicher könnte man dieses Thema noch ausführlicher beschreiben, doch ich bin überzeugt, dass meine Ausführungen für diesen LASSITER-Roman vollumfänglich genügen.


Quellen:

  • Steamboats of the Willamette River: The Willamette River flows northwards down the Willamette Valley until it meets the Columbia River at a point 101 milesTimmen, Fritz, Blow for the Landing , Caxton Printers, Caldwell,
    ISBN 0 87004 221

  • Der Bau der eisernen Brücken in England und Amerika. Werner; Nachdr. d. Ausg. Wien, Förster, 1852 Edition (1975) ISBN-13: 978-3804111486

  • Die Oregon-Frage: Amerikanische Expansionspolitik und der Pazifische Nordwesten, 1814-1848: Autor Johannes Eue

  • Der Eiffelturm: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (24. Oktober 2015) ISBN-13: 978-3518466322

  • Der Eiffelturm: Geschichte und Geschichten Gebundene Ausgabe: 351 Seiten Verlag: Matthes & Seitz Berlin; Auflage: 1 (11. Juni 2014) ISBN-13: 978-3882213843

Negativ:
Was ich sehr schade finde ist, dass der Autor keinen der grossen Nebenflüsse zum Willamette River in seiner Geschichte berücksichtigt hat und stattdessen einen fiktiven und unbedeutenden Nebenfluss namens „Boston Creek“  und „Chippapaw River“ den Vorzug gibt. Die sehr wohlklingenden und realen Nebenflüsse zum Willamette River hätten meiner Meinung nach besser zum Roman gepasst. Für mich als geschichtsinteressierte Leserin ist dies sehr schade, hätten doch genau solche kleinen Details den aktuellen LASSITER- Roman ein wenig glaubwürdiger gemacht. Vielleicht wollte er einen Zusammenhang mit der Tea-Party in Boston herstellen?  Macht aber nicht wirklich Sinn, die Banditen „Sons of Liberty“ zu nennen oder schaut der Autor die Serie „Sons of Anarchy“?

LASSITER im Gespräch mit Bergman

„Sons of Liberty?“ wiederholte Lassiter. „Wie die Rebellen bei der Tea-Party-Rebellen in Boston?“

Seite 9

LASSITER im Gespräch mit Bergman

“Boston Creek?“ fragte Lassiter und schüttelte den Kopf. „Das Telegramm hat diesen Ort nicht genannt.“ „Weil es zu gefährlich wäre“, gab Bergman zu Antwort und nickte. Er schaute auf den Willamette River hinaus. „Der Boston Creek ist ein Zufluss dieses Flusslaufes. Er durchquert einige hundert Meilen von hier die Cascade Range.“

Seite 9

LASSITER im Gespräch mit Bergman

„Der Boston Creek ist eine Handelsader“

Seite 9

Der Willamette River ist ein Nebenfluss des Columbia River mit einer Länge von ungefähr 300 Kilometern im nordwestlichen Oregon. Der Willamette River entsteht durch den Zusammenlauf von Coast Fork Willamette River und Middle Fork Willamette River bei Springfield (Oregon) und mündet bei Portland in den Columbia River.

Linke Nebenflüsse zum Willamette River:           
1. Long Tom River     (240 Kilometer)              
2. Marys River         (212 Kilometer)           
3. Luckiamute River     (174 Kilometer)           
4. Yamhill River    (  89 Kilometer)                         
5. Tualatin River    (  45 Kilometer)                       

Rechte Nebenflüsse zum Willamette River:
6. McKenzie River    (282 Kilometer)
7. Calapooia River    (190 Kilometer)
8. Santiam River    (174 Kilometer)
9. Molalla River    (  58 Kilometer) 
10. Clackamas River    (  40 Kilometer)

Für alle Historiker und anderen geschichtlich interessierten Personen, die jetzt in meiner Rezension nach einem groben geschichtlichen Unfug suchen und meinen, dass in Amerika ja sicher irgendwo ein „Boston Creek“ existieren müsse, all denen gebe ich natürlich vollumfänglich recht.

Der mir persönlich bekannte Nebenfluss namens „Boston Creek“ ist in Alaska und nicht in Oregon und mündet in den Eureka Creek. Der Eureka Creek fließt südwestlich am Fuß der Baker-Minook-Kluft. Er verläuft etwa 7,2 km in südwestlicher Richtung, biegt dann ab und verläuft 4,0 km südlich bis zur Kreuzung mit Pioneer Creek. Es hat eine Reihe von kleinen Nebenflüssen von der Nordwestseite, aber keine aus dem Südosten. Der größte ist der Boston Creek, der etwa 3,2 km lang ist und an seiner Biegung den Eureka Creek verbindet. Die anderen Nebenflüsse sind Rinnen.

Sicher existieren in ganz Amerika noch einige andere „Boston Creeks“ und man könnte dieses Thema noch ausführlicher beschreiben, doch ich bin überzeugt, dass meine Ausführungen für diesen LASSITER-Roman vollumfänglich genügen.

Quellen:

  • Durch Washington und Oregon: Zwischen Wein, Wellen und Vampiren Books on Demand;  
    1. Auflage: 21. Dezember 2015 ASIN: B019N3IDKS

  • The Columbia River Treaty Revisited: Transboundary River Governance in the Face of Uncertainty Oregon St Univ Pr 1. Dezember 2012 ISBN-13: 978-0870716911

  • Hiking the Pacific Crest Trail Oregon: Section Hiking from Siskiyou Pass to Bridge of the Gods Mountaineers Books 30. Juni 2017 ISBN-13: 978-1594858765

Die Jagd nach dem goldenen HengstTitel:
Das Cover eines Romanes ist das erste, was einem Leser ins Auge fällt. Direkt darauf registriert er den Titel. Und genau wie das Cover muss auch der Titel das Interesse des Lesers wecken. Der Titel eines Romanes sollte, genau wie das Cover, Aufmerksamkeit erregen und sich von anderen vergleichbaren Western-Serien (z.Bsp. Coltman vom Kelter-Verlag) abheben. Der Titel eines LASSITER-Romans sollte vor allem eins: zum Inhalt passen. Er sollte ein Versprechen an den Leser sein und ihm vermitteln, was er von dem Heft zu erwarten hat.

Doch obwohl der Titel zeigen soll, worum es geht, darf er dennoch nicht zu viel verraten. Der Titel sollte gleichzeitig informativ, aber auch ein Geheimnis sein – und so die Neugier des Lesers wecken. Ich finde, er muss aussagekräftige Worte enthalten, die beim (zukünftigen) Leser ein Bild entstehen lassen. Ein Bild, das zu der Geschichte und der Atmosphäre eines Romans vom „HÄRTESTEN MANN SEINER ZEIT“ passt. Beim Titel  des vorliegenden Romans „Verrat am Boston Creek“ trifft dies leider vollumfänglich nicht zu und passt meines Erachten nicht zum Inhalt der Geschichte.


Cover:

Für ein LASSITER-Roman ein gutes und solides Western-Cover, das auch bei der Adult-Western-Serie „Jack Slade“ „Die Jagd nach dem goldenen Hengst“, Autor: Timothy Stahl, als Band 72 am 08.08.2000 Verwendung fand.

Brigitta Creanna Rogenmoser-GrobFazit:
Leider ist der LASSITER- Roman nicht so gut wie erhofft ausgefallen und kann in keinster Weise mit dem Roman der vergangen Woche mithalten. Der Roman hat mich nicht überzeugt. Es ist wie bei einem Restaurantbesuch: Man bestellt ein Menü, das einen kulinarisch verwöhnt und ist zufrieden und gesättigt. Eine Woche später besucht man das Restaurant noch einmal und bestellt das identische Menü der Vorwoche in der Annahme, genauso kulinarisch verwöhnt zu werden. Man wird aber von der dargebotenen Speise bitter enttäuscht, da in der Zwischenzeit der Koch gewechselt hat und das bestellte Menü nur schwer geniessbar ist.

Der Roman erfüllt alle Klischees und Vorurteile, die es zum Heftroman gibt. Das ist wirklich ein Schundroman. Da will man dem Leser doch tatsächlich weismachen, dass eine Bande von sechs Nasen – dazu gehören 2 Invalide und zwei Frauen – ein Unternehmen, den Staat Oregon und sogar die Brigade Sieben terrorisiert! Wenn es nicht zum Lachen wäre, würde ich den Roman am liebsten in eine Flasche stecken, in den Rhein werfen und nach Köln runter schippern lassen!

Die Story ist meiner Meinung nach zu dünn, vorhersehbar, zum Teil unlogisch und wirr geschrieben. Die Charaktere empfinde ich sehr eindimensional, unglaubwürdig und austauschbar, und beim Lesen hatte ich das Gefühl, nie so richtig am Boston Creek angekommen zu sein. Nichts wofür der Autor eine Kreativitätsmedaille verdient hätte. Beim Autor leuchtet alles, nur sein Roman ist zappenduster!

Für mich ein ungenügender, schlechter LASSITER-Roman und wahrlich kein Highlight der Serie. Wieder mal ein Kandidat auf meine persönliche „Hall of Shame“-Liste!

Der Plot war ...okay und passt schon irgendwie… zu einem „ungenügenden“ LASSITER-Roman. Da hätte mehr drin gelegen, schade...


Heftvorschau Bastei Webseite auf diesen Roman:

Das zweistöckige Haus in der Wentmore Street lag in tiefstem Dunkel und trug eine dünne Schneeschicht auf dem Dach. Dass es in Philadelphia schneite, war selten genug, aber dass der Schneefall in dieser Nacht eingesetzt hatte, spielte Pearson S. Clark in die Hände.
Der künftige Mörder zog das Messer aus dem Futteral. Geduckten Hauptes schlich er zwischen den penibel gestutzten Koniferen hindurch, die den Garten des Ehepaares Blakesley prägten, und pirschte sich an die steinerne Grundmauer des Wohnhauses heran.
Aus dem Fenster über ihm drang Kerzenschein. Den kostbar geschmückten Weihnachtsbaum der Blakesleys würde Clark nicht anrühren. Er würde sich bloß die Kehle von Abigail Blakesley vornehmen, wie man es ihm aufgetragen hatte.
Drinnen erklang leiser Gesang...

Verrat am Boston Creek
Lassiter 2373
von Jack Slade (?)
Cover: Boada / Norma
Ersterscheinung: 09.01.2018
1,80 € / 3,50CHFr
Bastei

Zum 1. ArtikelZur Übersicht - In eigener Sache

Kommentare  

#16 Creanna 2018-01-15 12:16
@Feldese
Schade, dass Dir meine Rezension so bitter aufstösst... :-* und die Ausführungen über Brücken in Oregon, Wasserläufe und den Eiffelturm Dir nicht gefallen haben.
Von Dir lese ich auch keine konstruktive Meinung über den Roman. Es scheint mir, dass Du verzweifelt Schwachstellen in meiner Rezi suchst und Dich dann darauf einschiesst. Und Götter sei Dank, wenn jemand wie der "Hobbyhistoriker" - der übrigens die gleiche Quelle benutzt wie ich - Dir den Weg zeigt, wo Du deine Zähnchen hineinbeissen kannst.
www.salemhistory.net/transportation/bridges.htm
Über den Roman an und für sich kommt von Dir gar nichts.
Hättest Du den Roman und die Rezi genau gelesen, so wär es Dir aufgefallen, dass auf Seite 34, die Sache mit 1875 behandelt wird. Und warum kommst Du drauf, dass es ein Tippfehler ist?
Und mich würde es Wunder nehmen, wie denn Dir der Roman mit dem einbeinigen Super-Tommie gefallen hat. Um das geht es hier doch!

Und was den "Running Gag" anbelangt, kaust Du ja auch immer wieder auf demselben Horn/Haar herum. ;-)
Zitieren
#17 Feldese 2018-01-15 13:09
Unsinn, Creanna, Deine Rezension ist mir nicht bitter aufgestoßen. (Dass ich sie am Thema vorbeigehend und bezüglich "Lassiter" nicht pointiert sowie was die Rechercheinschätzung betrifft schlicht als falsch empfand, kann ja nur eine unmaßgebliche Sicht sein.)

Mir stößt nur Dein "Gejammer auf niedrigem Niveau" (um Harantors Kritik an den Darstellungen Mikes zu zitieren) auf, wenn jemand nicht Deiner Meinung ist. Oder gar von dir als tolle oder falsche Fakten Gelobtes bzw. Gebrandmarktes richtig stellt.

Da wirst Du augenscheinlich schnell so schmallippig wie es Mike fälschlicherweise vorgeworfen wurde. Und gehst, statt auf das Kritisierte einzugehen, lieber unsouverän auf die Nationalität des Kritisierenden ein, ob es nun um falsche Darstellungen von dir in der Rezi oder in den Kommentarspalten (Arizona) geht.
Oder siehst in der Kritik einen grundsätzlichen Angriff auf Dich. Oder Frauen als Westernleser. Oder die Schweiz...

Das finde ich schade. (Dass ich übrigens auf irgendwelchem Horn herumgeritten haben soll, ist ebenso Unsinn. Ich habe da Vorreiter Harantor nur geantwortet.)

Zum obigen Lassiter: Hier nimmst Du eine von Dir falsch eingeschätzte Datierung der Romanhandlung zum Anlass, auf der deiner Meinung nach mangelnden Recherchefähigkeit eines Romanautors einzudreschen und eine Wissensausbreitung bis hin zu Daten des Eiffelturms vorzunehmen. Wem's gefällt...
(Aber es gibt eben manchmal bessere (mit Foto) als von dir recherchierte Daten.)

Nur einmal fällt das Jahr 75. ALLES andere in dem Roman deutet auf das Jahr 1886 hin.
Was lässt Dich meinen, dass es sich bei der Angabe nicht um einen der von dir so gern zitierten Schreib- bzw. "Lektoratsfehler" handelt?
Weil dann deine ganze Recherchekritik samt ausufernder Schilderung in sich zusammenfällt wie die Stahlbrücke 1890?

Das ist das Selbstgefällige, was Windeler kritisiert hat.

Ich hab übrigens, da Du es ansprichst, einige Kritiken bezüglich "Lassiter"s beigesteuert.
Und in zumindest einem Punkt stimmen wir, obwohl unsere Erwartungshaltungen bezüglich der Serie völlig unterschiedlich, wenn nicht gegenläufig sind, überein: Auch ich schätze die Romane von Kolja Van Horne sehr.

Wie ich grundsätzlich auch das schätze, was Du an Aufwand leistest, obwohl Du ja gemäß eigenem Statement eigentlich Sinnvolleres zu tun hättest. Denn da kann man es wie Flynn halten. Sch... auf den Inhalt, hauptsächlich der Name ist richtig geschrieben und es wird Aufmerksamkeit erzeugt.

Und das gönne ich halt der "letzten neugeschriebenen Westernserie im normalen Heftformat Deutschlands", dass sie nämlich ein bisschen in den Fokus gerät abseits des albernen Bumswestern-Vorurteils.
Und das leistest Du hier prima.
Zitieren
#18 Creanna 2018-01-15 13:47
Ach, lieber Feldese, Deine Meinung zum Inhalt meiner Rezensionen nehme ich selbstverständlich zur Kenntnis, kann und werde sie aber nicht teilen.
Wenn der Inhalt meiner Rezensionen für Dich nur Sch... ist, kann ich das eh nicht ändern und eine vorgefasste Meinung ist nur schwer zu revidieren. Solche Diskussionen laufen ja eh ins uferlose.
In einem Punkt gebe ich Dir Recht: die Romane von Van Horne sind momentan wirklich die Besten der Serie.

Der springende Punkt ist - wie Du ja so schön schreibst - die ungewollte Aufmerksamkeit, die meine Rezis seitens Verlag/Autoren/Lektoren hervorrufen. Und jetzt reagieren die Verantwortlichen wie aufgeschreckte Hühner, denen man die Eier aus dem Nest stiehlt.

Und jetzt nochmals: wie fandest denn Du den Roman 2373??? Oder hast Du ihn nur quergelesen???
Zitieren
#19 Feldese 2018-01-15 14:15
Ich habe ihn tatsächlich nicht quer, aber noch nicht bis zum Ende gelesen.
Das ist auch der Grund, warum ich noch nicht soviele Rezis von dir gelesen hab. (Nicht weil du Kritischen geraten hast, diese zu meiden.) Eigentlich lese ich solche nämlich nur, wenn ich den Roman schon kenne, um nicht gespoilert zu werden.
(Zudem wären sie mir wohl auch zu ausufernd bzw. auf der anderen Seite zu standardisiert und Punkte betreffend, die mich weniger interessieren wie Waffen, Lassiters Geheimhaltung, die Sexszenen oder Auflistungen von Schreibfehlern.)

Und Winter ist bei mir in der Regel keine "Lassiter"-Zeit.

Ich lese hier aber sehr wohl stets die Kommentarspalten. Und beim Runterscrollen bleib ich dann tatsächlich immer mal wieder auch bei Rezipassagen, speziell den Zitaten, hängen.

Hier nun war es anders, da ich gleich wegen der Exkurse an der Rezi ob ihrer Besonderheit oder Seltsamkeit hängengeblieben bin. Hier ist die Rezi ja nur noch Anlass für mehrere Referate.

(Ich hab übrigens NICHT geschrieben, dass der Inhalt Scheiße ist! Sondern Flynn zitiert, dass der Inhalt letztlich EGAL ist! Möchtest Du Leute eigentlich immer falsch lesen?)

Du schreibst von der Aufmerksamkeit, die deine Rezis "seitens Verlag/Autoren/Lektoren hervorrufen. Und jetzt reagieren die Verantwortlichen wie aufgeschreckte Hühner, denen man die Eier aus dem Nest stiehlt."

Wo findet das denn bitteschön statt?
Hier sind doch Des und Kolja ganz ruhig und sachlich auf deine Besprechungen eingegangen, wie ich ja auch, wie schon betont, Mikes Ausführungen alles andere als unsachlich empfand.

Wenn es diese Aufregung auf facebook geben sollte, wäre es an der Zeit, da mal drüber sachlich und darstellend mit Zitaten im zauberspiegel zu berichten.
Mit der Betonung auf sachlich, nicht als beißenden Kommentar, sondern als Bericht.
Solche Abläufe würden bestimmt auch Hefteleser interessieren, die sich nicht bei facebook tummeln oder tummeln wollen.
Zitieren
#20 Harantor 2018-01-15 17:44
zitiere Feldese:
ohne mal irgendeine Meinung zu "Lassiter" beizutragen,


Es ist von Seiten der Herausgeber des Zauberspiegel nicht zwingend vorgesehen (aber gern genommen), dass Kommentare etwas "beitragen" müssen.

Und Creannas sehr akribische Rezensionen mit dem Gemecker nach 2366 auf eine Stufe zu stellen ist schon putzig. Mike kann es nebenbei viel besser, seine Serien zu verteidigen, aber das hier wirkte so lächerlich. Da kam der Des und sagte, im Zauberspiegel und Facebook werde was Negatives über einen Lassiter-Roman gesagt und er hat auf die Schnelle was zusammengeschustert. Und schon war das Horn am Dampfen.

Am besten wäre gewesen, gar nichts zu sagen. Für uns hier was nützlich was den Zuspruch der Leser angeht. Die hastig zusammengeschusterte Kritik ging an der Rezensentin ging voll daneben.

Und einem User zu unterstellen, der meiner Meinung ist und den Unsinn gern auf die Schippe nimmt eine "Zitiermaschine" zu nennen, währen Du ja nur eine Meinung vertrittst hat schon was. Nichts was mir gefällt, aber es ist tollkühn. Soll ich nun im Gegenzug behaupt, dass Du elastisch in die Darmwindungen des Bastei Verlages passt? Also sei bitte vorsichtig, wem Du was unterstellst.

zitiere Feldese:
@Harantor
Und ich dachte schon, Du kommst jetzt wieder mit dem Argument der "freien Gewichtungsmöglichkeit", die es deiner Meinung nach den Rezensenten/innen erlaubt, jeden Unsinn zu schreiben... :lol: :P


Und natürlich ist es die Deutungshohheit des Rezensenten auf die ich hinaus will, weil es das Obejektivierbare nicht gibt. Aber es hätte doch so schön gepasst. Objektiv gab es 1875 keine Brücke da. Oder ist es ein Tippfehler, den die Redaktion hätte beseitigen müssen? (Schönenbröcher, Du hast geschlafen, denn der Roman spielt mehr als ein Jahrzehnt später) - im Übrigen ist diese Vemutung sehr doof (ich hoffe du merkst das) und durch nichts gedeckt. Und schon mag die Brücke von 1886 aus Holz, Beton und/oder Stahl gebaut sein. Es gab sie zum Zeitpunkt des Romans noch gar nicht ... Und nun liegt es im Auge des Rezensenten/der Rezensentin, dem Umstand Bedeutung zuzumessen oder eben nicht. Demzufolge solltest Du mit dem Wort Unsinn sehr vorsichtig umzugehen.

Erinnere ich mich übrigens recht oder bist du beim Roman mit dem verbrannten Horn nicht sogar zu einem ähnlichen Schluss wie Creanna gekommen?

zitiere Feldese:

Hier nun war es anders, da ich gleich wegen der Exkurse an der Rezi ob ihrer Besonderheit oder Seltsamkeit hängengeblieben bin. Hier ist die Rezi ja nur noch Anlass für mehrere Referate.

Wie eine Rezension aufgebaut ist, und ob diese Exkurse enthält liegt im Ermessen der Rezensentin. Und Creanna hat eben aus der Kritik gelernt, die man an ihren Texten geübt hat, so dass sie nun gleich die Exkurse einbaut. MICH erfreut das. Wenns Dich nicht erfreut, wissen wir das nun. Aber es interessiert micht nicht und hoffentlich auch die Rezensentin nicht.

Und wenn Du wissen willst, ob und was bei Facebook abgeht (im Übrigen nichts mehr), so werde da Mitglied und trete den Gruppen bei. Dann erfährst Du es aus erster Hand. Und dann brauchst Du nicht immer fragen, ob und was und ob Du nicht doch was sehen kannst.
Zitieren
#21 Feldese 2018-01-15 20:00
Wie wird immer so gern geschrieben: Wer lesen kann, ist im Vorteil. (Und dann erübrigt sich vieles.)

Ich hatte Creannas ausführliche Rezis NICHT mit dem von Dir zitierten Gemecker oder Gejammer gleichgesetzt. Sondern einige ihrer Kommentare in den Kommentarspalten (in denen ja auch deiner Meinung nach Mike gejammert hätte. Wobei ich diese gerade nicht mit Mikes Stellungnahme "gleichgesetzt" habe, sondern in diesen eher das Kritisierenswerte gesehen hatte.)

Und dass man bei dem ständigen Wiederholen des immer blöder werdenden Horn-Witzes an dich denken muss, hat ja jetzt auch diese Einlassung wieder gezeigt. (Ich hatte zunächst - ungelogen! - gedacht, Mumbel... sei ein Nickname von Dir!)

Natürlich liegt Aufbau und Inhalt der Rezi im Ermessen Creannas, das musst du nicht immer wieder extra betonen.
Bisher dachte ich aber, dass man auch in den Kommentarspalten nicht nur seine Jubelmeinung loswerden darf.
(Hättest Du übrigens den betreffenden Roman gelesen, der ja durch andere Hinweise zeitlich einzuordnen ist, und würdest beachten, wann "Lassiter" in der Regel spielt, fändest Du meine "Vermutung" nicht "doof".)

Und ja, ich war auch schon mal mit Creanna einer Meinung. (So what? Warum auch nicht, sie kennt sich mit "Lassiter" aus und reduziert ihn nicht wie andere ignorant auf Bumswestern.) Bezüglich der Gesamtbewertung deines geliebten Horn-Westerns allerdings nicht (da nur bezüglich der zweiten Hälfte) und bezüglich einer positiven Einschätzung eines anderen Western samt seiner "tollen Waffenbeschreibung" und seines "gelungenen Umgangs mit Lassiters Geheimagententätigkeit" auch nicht.

(Dass das so war, ist übrigens sogar objektivierbar ;), denn natürlich gibt es auch Objektivierbares. Und nicht nur ein Autor, auch ein Rezensent kann Fehler machen.)

Aber ja, du stilisierst mit deinem ständigen Reingrätschen und Wiederholen nur einen Konflikt zwischen mir und deiner Rezensentin hoch, den ich so gar nicht sehe. Auch da ich gar nicht alle ihre Rezis kenne.
Allerdings habe ich durch dich jetzt schon 20 Euro gewonnen, was ja auch etwas ist.

P.S.: Es war nur eine Nachfrage an Creanna und Vermutung, wo es denn diese von ihr erwähnte Aufregung um ihre Rezis von seiten des Verlags gäbe, da ich hier davon nichts gemerkt hatte. Hier lag ja die Aufregung auf anderer Seite.

Dass ein Verlag mit einer solchen Erfolgsserie allerdings von Einzelkritik so erschüttert werden könnte, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Wie hier schon eine Gegendarstellung mit Gejammer gleichgesetzt wurde, wird nun Diskussion irrtümlich mit "Aufregung" gleichgesetzt???
Zitieren
#22 Harantor 2018-01-15 20:21
Ich habe meinen Spaß mit Dir. Da brennt zwar wieder jede Menge Horn. Völlig objektivierbar müffelt es danach.

Ich sehe auch keinen Konflikt. Ich sehe nur einen penetranten Erbsenzähler.

Und Du darfst, wie ich schon mal ausführte, Deine Meinung haben, aber Du darfst nicht damit rechnen, dass sie unwidersprochen bleibt oder man sich nicht über sie lustig macht.
Zitieren
#23 Feldese 2018-01-15 22:09
Nö, das ist klar.
Warum sollte ich dein Schicksal nicht mit dir teilen?
Zitieren
#24 Harantor 2018-01-15 22:16
Dann teile und sei fleißig ... Objektiviere eifrig und dann sehen wir weiter.

Ich paraphrasiere: Ich schwöre, dich erst dann zu sperren, wenn ich deiner überdrüssig bin.

Beim stinkenden Horn von St. Lassiter.
Zitieren
#25 Feldese 2018-01-15 22:48
Bei der Prämisse hast Du ja Glück, dass man dich hier nicht sperren kann! :lol:
Zitieren
#26 Harantor 2018-01-15 22:51
Um es klar zu sagen: My House - My Rules.

Und ich kann den Grubert und Heizer mittlerweile gut verstehen
Zitieren
#27 Feldese 2018-01-15 23:13
Jetzt bin ich doch etwas enttäuscht, so eine billige Replik sollte deiner nicht würdig sein.
Aber andererseits konnte ich ja Des und Joachim Otto und... auch immer verstehen.
Zitieren
#28 Harantor 2018-01-16 08:19
Mit dieser Replik will ich das Thema abschließen. Wir werden mit Sicherheit wieder aneinandergeraten. Aber die die Diskussionen um die eigentliche Rezi gehen unter. Ab jetzt moderiere ich Nerviges weg.

Ende der Ankündigung
Zitieren
#29 Feldese 2018-01-20 09:01
zitiere Creanna:
(...) wie fandest denn Du den Roman 2373???


Meine Meinung findet sich hier
www.bastei.de/forum/thread.html?bwthreadid=4673&bwpage=49
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles