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Lassiter unter der Lupe einer Frau: »Eine harte Nuss, ich weiss schon, Mr. LASSITER« - »Die Frau, die zu viel wusste« (Lassiter 2372)

Lassiter unter der Lupe»Eine harte Nuss, ich weiss schon, Mr. LASSITER«
»Die Frau, die zu viel wusste« (Lassiter 2372)

Die Eisenbahnlinie zwischen Sacramento und Kansas wird immer wieder von Banditen überfallen. Mehr als zwanzig Tote und Unsummen von Beutegeldern gehen auf das Konto der Bande.Die Armee ist verzweifelt. Jedes Mal, wenn Soldaten mitfahren, bleiben die Überfälle aus. Washington hat den Verdacht, dass innerhalb der Eisenbahngesellschaft oder der Armee ein Informant für die Outlaws arbeitet.

Man hat Hinweise erhalten, dass einige der Banditen kurz vor den Überfällen in Cheyenne, Wyoming, den Zug bestiegen und ein Stück mitgefahren sind, bevor sie zuschlugen. LASSITER bekommt von der Brigade Sieben den Auftrag, den Informanten zu finden und zusammen mit den Outlaws unschädlich zu machen.
Gemäß dem Motto: „inästäche, usäbutzä, au wenn’s schwärfallt“

(Achtung an alle Studierten oder Hobby-Linguisten, klinische Linguisten, Wortsemantiker, mögliche Welten-Semantiker, Sprachreformer, Verbforscher, Prosodie-Forscher, Dialektologen und andere Sprachenfreaks unter Euch: das ist Schweizerdeutsch und heißt; Hineinstechen, die Angelegenheit bereinigen, auch wenn der Auftrag für CORNELIUS LASSITER schwierig sein wird).

Der Mittelsmann der Brigade Sieben, William Brandon, ist sich der Tatsache bewusst, dass der Auftrag für LASSITER eine „harte Nuss“ sein wird. Doch Washington und Brandon sind überzeugt, dass nur LASSITER als „Spezialist für harte Nüsse“ diesen Auftrag erfolgreich bewältigen kann. Die Tatsache, dass die wirtschaftliche Zukunft der Vereinigten Staaten von der Eisenbahn abhängt ist LASSITER bekannt. Genau aus diesem Grund hat sich LASSITER selbst einen Schwur geleistet, dass er alles daransetzen wird um dem fehlbaren Raubgesindel das Handwerk zu legen. Doch zuerst muss LASSITER, gemäß Order von Washington, mit dem Zug nach Cheyenne fahren, um sich mit dem Staatsrichter Anderson zu treffen. Lassiter hoffte, von Anderson, der den Ruf hat, der beste Schütze von Wyoming zu sein, neue Informationen über die Banditen zu erhalten. Hätte CORNELIUS geahnt, was ihn in Cheyenne erwarten würde, so glaube ich, wäre er vermutlich trotzdem in den Zug gestiegen, um seinem Ruf als „HÄRTESTEN MANN SEINER ZEIT“ gerecht zu werden. Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. (Scherzhafter Kommentar, wenn ein Ereignis anders als geplant verläuft.Manche Quellen schreiben den Ausspruch dem deutschen Dichter und Karikaturisten Wilhelm Busch 1832–1908 zu).

Bevor ich mit meiner Rezension beginne, ist ein Wort der Warnung  für alle Grammatik-Fanatiker angebracht:
Auch wenn Ihr Eure Freunde, Familien oder gar Arbeitskollegen in den Wahnsinn treibt - Regeln sind dazu da, dass sie eingehalten werden, und ich verstehe, dass Ihr alles daran setzt, dass das auch so bleibt. Ihr liebt die deutsche Sprache und es blutet Euch das Herz, wenn jemand noch nicht einmal die Kommasetzung richtig beherrscht. Konrad Duden und Co. wäre stolz auf Euch!

Alle, die sich an solchen Fehlern stoßen, bitte ich, diese Rezension nicht weiterzulesen, denn es könnten Schreibfehler, falsche Satzzeichen und andere Grammatik-Fehler vorhanden sein. Besten Dank für die Kenntnisnahme.

Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt, und dass mir im Nachhinein jaaaaa keine Klagen kommen…!


Die Frau, die zu viel wussteZum Roman:
In diesem LASSITER-Roman geht es ganz schön zu und her. Doch immer so, dass man vom Autoren überrascht und von seiner erzählten Geschichte eingefangen wird. LASSITER beschreibt er glaubwürdig, charmant und mit einem gesunden Humor. Der Schiess-Wettkampf zwischen LASSITER und dem Richter Anderson ist super geschildert und sehr gut ihn die Handlung integriert. Der Roman bietet eine durchgehend hohe Spannung. Die anschauliche Situationsbeschreibung in den Handlungsszenen fesselt, lässt kaum eine Lesepause zu und reduziert so meinen Nachtschlaf. Der Autor, der mir leider nicht bekannt ist, hat eine Story geschrieben, die nichts zu wünschen übrig lässt, außer vielleicht, dass man sie zu schnell gelesen hat. Ich glaube zu wissen um welchen Autor es sich gemäß seines Schreibstils handeln könnte, doch leider liegt mir keine endgültige Bestätigung für meine Vermutung vor.

Der Roman fängt an mit einer sympathischen Lehrerin aus Omaha, Nebraska - gelegen am Missouri -, die bei einem Preisausschreiben eine Zugfahrt nach San Francisco in einem Pullmanwagen von der Eisenbahngesellschaft der Central Pacific Railroad gewonnen hat. Mistress Jane Turner ist eine Witwe anfangs 20. Ihren Mann hatte sie mit gerade mal 19 Jahren durch den Biss einer Klapperschlange verloren. Seit zwei Monaten ist sie mit Amry McMillan verlobt, der die Tätigkeit eines bewaffneten Begleitmann bei der Eisenbahn ausübt. Jane hatte Amrys Werben lange wiederstanden, denn sie wusste nicht, ob sie ihren verstorbenen Mann überhaupt jemals vergessen konnte.

Es kommt wie es kommen musste. Der Zug wird von den Banditen überfallen, und Jane überlebt als einzige Person, indem sie sich unter dem Bett eines Schlafabteils verstecken kann. Was sie dort unter dem Bett erleben muss, erzählt der Autor so realistisch, dass man sich mitten in der Geschichte wiederfindet und die Schreckenszeit von Jane miterlebt, mitleidet und die Angst, die sie empfindet, zu spüren glaubt.

Jane kann aus ihrem Versteck unter dem Bett erkennen, dass einer der Banditen, als seine Maske ein Stück hochrutscht, ein dunkelbraunes Muttermal zwischen Schulteransatz und Nacken hat. Als der Outlaw vor dem Bett auf die Knie geht, um unter das Bett zu schauen, glaubt sie, ihr letztes Stündlein habe geschlagen. Sein Gesicht ist mit einem braunen Sackstoff verhüllt, im Atemschlitz sieht Jane weiße Zähne zwischen trockenen Lippen, in den Sehschlitzen das Weiß von zwei Augenäpfeln. Jane fühlt sich, als würde sich der Blick des Maskierten wie Brandpfeile in ihre Stirn bohren. Und dann geschieht ein kleines Wunder: der Mann verlässt, nachdem er noch einmal unter das Bett geschaut und sie anscheinend nicht gesehen hat, das Schlafabteil. Beim Verlassen des Abteils erkennt Sie, dass dem Banditen am linken Stiefel ein Teil seiner silbernen Sporen abgebrochen ist. In Jane Kopf rotierte ein Karussell aus Bildern und aufgewühlten Empfindungen. „Er hat mich nicht gesehen.“ Ihre Lippen bewegen sich stumm. Sie dankt dem Allmächtigen, dass sie nicht entdeckt wurde. Doch die Freude währt leider nur kurz. Hinter ihrem Tränenschleier sieht sie, wie die Abteilungstüre wieder zur Seite gleitet. Ein Fahrgast lag zusammengekrümmt vor ihrem Abteil in einer Blutlache. Seine feuchten Augen blinzelten. Sie konnte erkennen, dass er noch lebte und sie ansah. Einer der Verbrecher bückt sich bei dem Verwundeten und entnimmt aus dessen Jackentasche eine kleine Schatulle und will  sie öffnen. In diesem Moment greift der angeschossene Fahrgast nach der Schatulle und schlägt sie dem Bandit aus dessen Hand. Ein goldener Ring mit ovalem blauem Stein kullert bis in Janes Abteil, ja fast bis zu ihr unter das  Bett.

Jane glaubt, ihr Herz rutsche ihr ins „Höschen“ bei dem Gedanken, entdeckt zu werden. Wenn der Bandit gleich seine Beute wieder in die geraubte Schatulle einsammeln würde – und Jane zweifelte nicht daran, dass er das tun würde-, dann würde sein Blick auf den Ring fallen und vielleicht auch auf sie. Jetzt war guter Rat teuer. Den Ring ins Feuer werfen konnte sie nicht, war ja auch nicht ihr Schatz! So entschloss sie sich, den Ring mit zwei Fingern aus dem Abteil zu schnippen. Natürlich hat der Verwundete keine Chance gegen den Banditen. Der Verbrecher zog seinen Revolver aus dem Holster und setzte dem Schwerverletzten ohne mit der Wimper zu zucken den Lauf auf die Brust und drückte ab. Ein Entsetzensschrei staut sich in ihrer Kehle. Es kostet sie alle Kraft, den Schrei zurückzuhalten. Tränen strömen ihr über die Wangen. Als sie die Augen wieder öffnet, sieht sie, wie der Bandit auf dem Boden des Abteils die verlorenen Geschmeide wieder versucht  einzusammeln. Dabei kommt er so nahe an Janes Versteck vorbei, dass sie die grauen Barthaare in seinem Mundschlitz erkennen kann. Kurze Zeit später entfernt sich der Mann und gesellt sich zu den anderen Banditen. Als sie eine „gefühlte Ewigkeit“ später Hufschlag hört, wagt sie sich, ihr Versteck zu verlassen. Ein Wunder ist geschehen: Sie hat als einzige Person den Überfall überlebt. Erst drei Tage nach dem Überfall  ist sie soweit, dem Townmarshal und dem Staatsrichter des Wyoming-Territoriums Kirk Anderson Rede und Antwort zu stehen. Nach jeder Einzelheit fragte er, und Jane erzählte ihm alles. Es wird ein langes Gespräch. Anschließend forderte er sie auf, mit niemandem über den Ring, das Muttermal, das halbe Spornrädchen und so weiter zu sprechen. Janes Verlobter, Amrys McMillan, kümmerte sich liebevoll und rührend um Jane und bringt sie mit der Kutsche nach Omaha zurück.

Ein paar Tage später bekommt sie Post vom Staatsrichter Anderson. Sie müsse nach Cheyenne kommen und als Zeugin aussagen. Einer der Zugräuber sei gefasst worden. Als sie den Namen des Banditen liest, glaubt sie den Boden unter ihren Füssen zu verlieren. Sie liest den Namen zweimal, sie liest ihn dreimal, doch es blieb dabei: Er lautete Edward Turner, ihr älterer Bruder ist der gefasste Outlaw. Jane ist es nicht bewusst, dass ihr Leben in Gefahr ist, denn für die Banditen ist sie die Frau, die zu viel weiß. Sie ist überzeugt, dass ihr Bruder unschuldig ist, denn er besitzt kein Muttermal im Nacken oder hat je silberne Sporen besessen. Sie ahnt nicht, dass der Tod ab jetzt ein ständiger Begleiter für sie sein wird und dass McMillan nicht das ist, was sie ihn ihm sehen will. Wie heißt es doch so schön:

„Dem Ende einer Lüge folgt die Stunde der Wahrheit“

(Zitat von Franz Georg Gustav Kern * 9. Juli 1830 in Stettin; † 14. Dezember 1894 in Berlin).

Als sie erkennt wer ihre wahren Feinde sind, ist es für Jane schon fast zu spät…

Glaubwürdige realistische und lebendige Actionszenen:Positiv:
Action-Szenen gehören meiner Ansicht nach zur kniffligsten Sache in einem Roman. Kein anderer Szenentyp muss so viele Funktionen gleichzeitig erfüllen und auch noch sehr präzise geschrieben sein, damit Effekte nicht wirkungslos verpuffen. Der Autor dieses LASSITER-Romanes löst diese Aufgabe mit Bravour. Dem Autor gelingt es, die Actionszenen für mein Empfinden glaubwürdig, lebendig, spannend und realistisch darzustellen.

„Das muss ich mir nicht bieten lassen!“ McMillans Vater zielte auf Jane. Lassiter drückte ab- der Graubart schrie auf und ließ die Waffe fallen. Der Cowboy neben ihm zog. Lassiter schoss zum zweiten Mal- der Cowboy drehte sich einmal um sich selbst, prallte gegen den Eichenstamm und rutschte auf den Boden.

Seite 63

Lassiter zielte auf den Ast, über den das Seil gespannt war. Viermal schlug er mit der Hand über den Hahn seines Remington, vier Kugeln schlugen in Seilfasern und Holz ein.

Seite 63

Ein Kriterium, das ich immer wieder aufzeige ist die ...
... Geheimhaltung der Brigade Sieben.

Positiv:
LASSITER gibt sich bei seiner Zugbekanntschaft Paula als tollkühnen Kopfgeldjäger von einer Privatdetektei aus New Orleans aus. Dem Richter Anderson erklärt er, dass er ein Agent der Eisenbahngesellschaft sei und als der gute Mann und „beste Schütze von Wyoming“ misstrauisch wird und hartnäckig nachhakt, schenkt er Anderson reinen Wein ein. Jedenfalls einen Schluck.

Ich finde, der Autor hat das gut und gekonnt gelöst und glaubwürdig in die Geschichte integriert. 

LASSITER mit Paula im Zug nach Cheyenne

„Paula Clifton. Du darfst Paula sagen.“ Sie beugte sich nahe an sein Ohr, und er roch den Duft eines süssen Parfüms. Es konnte noch nicht lange her sein, dass sie es aufgelegt hatte. „Bist du einer dieser tollkühnen Kopfgeldjäger?“, fragte sie flüsternd. „Sieht man mir das etwas an?“ Lassiter unterdrückte ein Grinsen.

Seite 11

LASSITER mit Paula im Zug nach Cheyenne

Lassiter liess sie in dem Glauben, er wäre Kopfgeldjäger einer Privatdetektei aus New Orleans und tischte ihr ein paar Revolvergeschichten auf.

Seite 12

LASSITER bei der Gerichtverhandlung von Edward Turner

Ein Empfehlungsschreiben von Brandon und der Eisenbahngesellschaft hatte ihm die Tür zu Richter und Marshal geöffnet. Sie hielten ihn für einen hochrangigen Agenten der Central Pacific Railroad und glaubten, er habe den Auftrag, ein mögliches Fehlverhalten des bewaffneten Begleitschutzes während der Überfälle auf den Zug nach San Francisco zu untersuchen.

Seite 21

LASSITER mit Richter Anderson

„Arbeiten Sie am Ende gar nicht für die Eisenbahngesellschaft? Sind Sie etwa ein US-Marshal? Raus mit der Sprache.“

Seite 34

LASSITER mit Richter Anderson

Weil er so hartnäckig nachhackte und Lassiter um jeden Preis einen Aufschub der Hinrichtung erreichen wollte, schenkte er Anderson reinen Wein ein. Jedenfalls einen Schluck. „Es gibt Leute in Washington, die sind sehr daran interessiert, dass diese mörderischen Zugüberfälle ein Ende nehmen.“

Seite 34

Ein Thema, das mir als Waffensammlerin von Western-Waffen sehr am Herzen liegt sind...
... »authentische Waffen«!

Da beschreitet der Autor in diesem Lassiter Roman leider den "Weg des geringsten Widerstandes". Ich persönlich finde es schade, wenn man nur von einem Cold Navy oder einem Remington schreibt. Beim Cold Navy zum Beispiel gab es verschiedene Modelle:

Cold Navy 1851:
Der Colt Navy Model 1851 wurde von Colt als Belt-Model (Gurtmodell) bezeichnet und kam 1851 auf den Markt. In der Größe liegt der Navy zwischen dem Pocket und dem Dragoon. Der Navy hatte einen achtkantigen 7.5-Zoll-Lauf und wurde im Kaliber .36 (selten .40) produziert. Wie der Dragoon und der Pocket hatte er eine am Lauf angebrachte Laderamme. Zwischen 1851 und 1872 wurden in Hartford über 215.000 Stück dieser sechsschüssigen Waffe hergestellt. Eine nicht bekannte Stückzahl ging im Sezessionskrieg an die US-Armee und die US-Marine. Auch andere Länder verwendeten Navy-Colts. So ist bekannt, dass die Lieferung einer Anzahl dieser Revolver an Russland von Preußen abgefangen wurde und mit der Bezeichnung KM von der Marine eingesetzt wurde. Auch Österreich verwendete diese Waffen und stellte in Innsbruck Nachbauten her. Colt Navy Mod. 1851 Dieses klassische Modell war auch bei Zivilisten sehr beliebt und daher weit verbreitet

Cold Navy 1861:
Zu Beginn des Bürgerkrieges hatte Colt den Navy zu einer schlanken, stromlinienförmigen Waffe mit einem verbesserten Ladehebel weiterentwickelt. Der 1861 Navy wird oft als Colts schönster Revolver gefeiert. Das zweite Navy-Modell im Kaliber .36 avancierte bald zu einem der beliebteren Modelle im Sezessionskrieg (auf beiden Seiten). Die Waffe wurde oft auch als New Model Navy Revolver bezeichnet. Das Design des Laufes wurde vom 1860er Army-Modell übernommen. Der Rest der Waffe entspricht dem Navy Mod. 1851. Zwischen 1861 und 1872 wurden über 38.000 Stück hergestellt. Die ersten hundert Modelle wurden noch mit kannelierten Trommeln ausgeliefert. Um die Produktion zu vereinfachen, wurde wieder auf die glatten Trommeln zurückgegriffen.

Nachfolgemodelle:
Perkussionsrevolver wurden bis in die 1870er Jahre angeboten, obschon Colt nach dem Auslaufen des Rollin White Patents im April 1869 nicht mehr an der Herstellung von Patronenrevolvern gehindert war. Um Lagerbestände abzubauen bot Colt auf Hinterladung abgeänderte Revolver, die Colt Conversions und den auf gleicher Basis neu gebauten Colt Open Top zu günstigen Preisen an und auch nach dem Erscheinen des legendären Colt Single Action Army 1873 fanden diese ihre Abnehmer.

Sicher könnte man dieses Thema noch ausführlicher beschreiben, doch ich bin überzeugt, dass meine Ausführungen für diesen LASSITER-Roman vollumfänglich genügen.

Unter dem "Weg des geringsten Widerstandes" verstehe ich folgende persönliche Definition. Für mich ist der "Weg des geringsten Widerstandes" der direkte Weg geradeaus ohne Umwege. Nehmen wir das Wasser, das aus einer Quelle auf einem Berg entspringt und hinunter ins Tal fließt. Wenn das Wasser seinen Weg sucht, dann ist es in den seltensten Fällen der kürzeste Weg. Es sucht DEN Weg auf dem es am leichtesten – möglichst OHNE Widerstand - fließen kann. So ist das auch mit den Waffenbezeichnungen in diesem Roman. Stört aber den Lesefluss in keiner Weise und ist Kritik auf hohem Niveau.

Quelle Literatur:
Revolver/Untertitel: Colt Single Action Army, Smith & Wesson No 3, Colt Open Top, Colt Double Action Revolver Model 1877 und 1878, Smith & Wesson No 1, Colt House 1871, S&W Model 686-3 Eurotarget, Nagant M1895, Dan Wesson Model 44, Webley-Revolver/ Books LLC, Reference Series 2011

Edward C. Ezell, Handguns Of The World - Military Revolvers and Self-Loaders from 1870 to 1945, Barnes & Noble Books Inc., 1993, ISBN 0-88029-618-6

W. H. B. Smith, Joseph E. Smith, Small Arms Of The World - a basic manual of small arms, 10th Edition, Stackpoole Books, Harrisburg, Pennsylvania, 1973, Seite 159, ISBN 0-88365-155-6

R. Bruce McDowell, A Study of Colt Conversions and other Percussion Revolvers, Krause Publications, Iola, WI, 1997, ISBN 0-87341-446-2

Norm Flayderman, Flaydermans Guide to antique American Firearms, 8th Edition, Krause Publications, Iola, WI, 2001, ISBN 0-87349-313-3

Sex bei der Serie LASSITER:
Allgemein gilt: LASSITER Romane sind Western, in denen Frauen mitspielen. Sie sind keine Sexromane vor der Kulisse des Wilden Westens.

Positiv:
Der Charakter von Jane Turner ist gekonnt in die Geschichte eingefügt und wird glaubwürdig geschildert.

Auch Paula Clifton weiss zu überzeugen und gefällt.

Die Sexszenen in diesem Roman sind sehr stimmig und „blumig“ beschrieben.

Die Protagonisten beissen und saugen sich durch die Szenen und sind äußerst amüsant!

Ich möchte hier nur ein paar Sequenzen zitieren:

„Du fühlst dich gut an“, flüsterte sie und legte den Kopf in den Nacken, um ihm ihre Kehle anzubieten. Er saugte sich daran fest, und endlich klaffte das Mieder so weit auseinander, dass ihre Brüste ihm entgegen quollen.

Seite 13

Er zog sie näher zu sich heran und grub seine Zähne in das weiche Fleisch.

Seite 15

Aua!!!

„Paula stöhnte so hingebungsvoll und laut, dass Lassiter beschloss, dem Organisten ein ordentliches Trinkgeld zu geben. Seine Musik nämlich übertönte Paulas lustvolles Stöhnen.“

Seite 15/16

„In seiner Hose glühte einer und schrie nach Erlösung.“

Seite 16

„In Janes Bauch kochte etwas über, und glühend heiss schoss es ihr bis in die Zehenspitzen hinunter und bis zu den Haarwurzeln hinauf.“

Seite 28

Negativ:
Leider gelingt es dem Autor nicht, eine zusätzliche Frauenrolle im Roman zu schaffen, die ohne sexuelle Bezüge positive Funktionen hat.

Positiv:
Der Autor benutzt den Ausdruck „Höschen“.

Paula kicherte, stand auf und stieg aus Kleid und Mieder. Nur in Höschen, Stümpfen und Hüfthalter stand sie vor ihm.

Seite 13

Anderson streichelte ihre Hüften und Taille und fand endlich den Höchsenbund.

Seite 54

Negativ:
Der Autor beschreibt in seinem Text, dass einer der Banditen einen Saddlecoat aus schwarzen Gummi trage. Ich glaube aber, dass es den Begriff „Gummi“ im wilden Westen noch gar nicht gab. Vielleicht wäre Kautschuk oder Leder besser gewesen. Stört aber den Lesefluss in keiner Weise und ist Kritik auf hohem Niveau.

Schwarzer Gummi-Saddlecoat (Rubber) kennt man eher aus der SM-Szene….grins

Seine Gelenke knackten. Ein schwarzes Tuch verhüllte seinen Kopf. Auch er trug einen Saddlecoat aus schwarzem Gummi, dazu schwarze Lederhandschuhe.

Seite 9

Zeittafel von der Kautschukgeschichte:
Lange bevor ein weißer Mann seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzte und über unermesslichen Gold- und Silberschätzen den unscheinbaren Kautschuk nicht beachtete, wussten die Ureinwohner Mittelamerikas - die Azteken und Mayas - sowie die kriegerischen Eingeborenenstämme der „Grünen Hölle“ des Amazonasstromes vielfältige und nützliche Dinge aus der Milch des „weinenden Baumes“ zu formen. Für rituelle Spiele stellten sie daraus unter anderem Bälle her. Diesen Baum nannten sie „caao-chu“, woraus über das französische Wort caoutchouc unser Kautschuk wurde. Aus seinem milchigen Saft fertigten die Eingeborenen Schuhe, Flaschen und Bälle. Europäische Botaniker gaben dem Baum, der zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehört, den Namen „Hevea brasiliensis“. Mit dem Gummi, wie wir es heute kennen, hatte dies jedoch noch nicht viel gemein. Erst durch die Vulkanisation, die Charles Goodyear 1939 erfand, wurde aus dem Kautschuk wirklich elastisches Gummi.

  • 1846: Der Engländer Alexander Parkes entdeckte die Kaltvulkanisation (Parkes-Prozess) mit Schwefelmonochlorid. 1849: Gründung der ersten deutschen Kautschukwarenfabrik durch William Elliot in Berlin.
  • 1856: Weltkautschukverbrauch 7000 Tonnen.
  • 1860: Es gelang dem Naturwissenschaftler Greville Williams, bei der Trockendestillation Kohlenwasserstoff zu isolieren. Die Substanz, die er Isopren nannte, ist der Grundbaustoff des Naturkautschuks.
    Brasiliens Kautschukmonopol trieb die Preise in die Höhe. Kautschuk war zeitweilig teurer als Silber.
  • 1867: Robert William Thomson erfand den Kautschukreifen für Hochräder.
  • 1873: Dem Engländer Cross gelang als erstem der Versuch, 3000 Samen und Pflanzen aus Brasilien  auszuschmuggeln. Die Samen keimten jedoch nicht auf, und die Pflanzen gingen trotz sorgsamster Pflege ein.
  • 1876: Henry Wickham brachte auf abenteuerlichen Wegen 70 000 Samen nach England. Im Kew-Garden zu London reiften sie. Später konnten 2600 Kautschuk Pflänzchen nach den Plantagen in Ceylon und Malasya verfrachtet und dort eingepflanzt werden. Von diesen gingen 1800 auf. Damit war der Grundstock für die  ersten Kautschukplantagen in Südostasien gelegt.
  • 1878: Die ersten Tennisbälle wurden hergestellt. 1879 Der Franzose G. Bouchardat zeigte den grundsätzlichen Weg zur Herstellung von synthetischem Kautschuk durch Polymerisation. Er führte flüssiges, aus trockener Destillation von Kautschuk gewonnenes Isopren in einem mehrere Monate dauernden Prozess in eine kautschukähnliche feste Masse über.
  • 1882: Der Engländer W. A. Tilden stellte die Strukturformel von Isopren auf. Er wiederholte das Experiment von G. Bouchardt mit Isopren aus einer anderen Quelle, nämlich aus dem Naturprodukt Terpentin, und konnte somit erstmals Kautschuk aus einem nicht aus Kautschuk gewonnenen Rohstoff synthetisieren.
  • 1884: Hohlraum-Fahrradreifen von Macintosh.
  • 1888: Der irische Tierarzt John Boyd Dunlop aus Belfast erfand unabhängig von Thomson den Fahrrad-Luftreifen.
  • 1889: 550 kg Plantagenkautschuk erschienen auf dem Markt.
  • 1890: William Barlett erfand den Reifenwulst.
  • 1893: Erste Cordgewebekonstruktion für Reifen.
  • 1894: Die Gebrüder Michelin entwickelten die erste brauchbare Konzeption eines demontierbaren Luftreifens für Automobile.
  • 1895: Dunlop rüstet in England das erste Automobil mit Luftreifen aus.
  • 1896: Goodrich konstruierte den ersten Luftreifen in den USA.
  • 1900: Der russische Chemiker J. Kondakov wandelte Dimethylbutadien, das chemisch leichter zugänglich war als Isopren, durch langwierige Wärmebehandlung in ein elastisches Polymerisat mit allerdings unzureichendem Eigenschaftsbild um. Hierbei handelte es sich um den ersten vollsynthetischen Kautschuk, der allerdings in     seiner Zusammensetzung vom Naturkautschuk abwich.
  • 1909: Der deutsche Chemiker Fritz Hofmann erfand den ersten brauchbaren synthetischen Kautschuk     (Polyisopren) und erhielt das erste Patent auf diesem Gebiet.
  • 1910: Der deutsche Forscher C. D. Harries und unabhängig davon die englischen Chemiker F. E. Matthews und E. Stränge entdeckten, dass sich die Polymerisation durch den Einsatz von Alkalien, vor allem von Natrium, erheblich beschleunigen ließ. Damit war die Basis für eine Grossindustrielle Synthesekautschukproduktion gelegt. Die starke Motorisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließ den Kautschukpreis auf 28 Mark/kg     steigen. Der Weltkautschukverbrauch betrug 100.000 t. Da ab diesem Zeitpunkt größere Mengen an Plantagenkautschuk auf den Markt kamen, fiel der Preis allerdings in der Folge wieder ab.
  • 1912: Herstellung der ersten Reifen aus vollsynthetischem Isopren-Kautschuk. Der damalige Chef der Farbenfabriken Bayer, Geheimrat Carl Duisberg, fuhr mit diesen Reifen ohne Panne von Leverkusen zu einer Tagung nach Freiburg im Breisgau. Diese Leistung fand auch das Interesse von Kaiser Wilhelm II., der die Wagen seines Marschalls mit solchen Reifen ausrüsten ließ.

Quelle: MERKUR Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken: Heft 7 / Juli 2014

Diese Zeittafel ist nur ein kleiner Auszug von der Geschichte des Kautschuks.

Sicher könnte man dieses Thema noch ausführlicher beschreiben, doch ich bin überzeugt, dass meine Ausführungen für diesen LASSITER-Roman vollumfänglich genügen.
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Meine absolut „besten“ Sätze im Heft:


Jane Turner im Zug nach San Francisco

Wie draussen die Blitze über den Himmel, so zuckten ihr hundert Fragen durchs Hirn.

Seite 5

(Ja! Also so ist es bei mir auch. Ich sitze auf der Couch und schaue fern und zack, schon rasselt es tausend von Gedanken.)

Paula Clifton im Zug mit LASSITER

Ihre Haut war rosig, in ihrem Blick wehte jener feuchter Schleier, der ihm sofort verriet, wonach sie sich sehnte.

Seite 11

(Hmm, feuchter Schleier in ihrem Blick? Ist mir jetzt persönlich noch nie aufgefallen, dass ich ein solcher Blick habe, der Männer sagt, wonach ich mich sehne. Man lernt halt nie aus… ich finde es aber süss beschrieben)

Fahrgast und Bankräuber

Er hatte seinem Mörder unter den Mantel gegriffen und aus der Jacke gezogen, was er greifen konnte.

Seite 14

(Okay, was das wohl alles war….ujujujujj…)

Jane Turner im Streit mit ihrem Verlobten Amry McMillan

Er sagte tatsächlich: Lass uns reden, Darling.

Seite 58

(Streit mit der Freundin = verbales Minenfeld)

Negativ:
Diese Kritik geht ans Lektorat:
Richter Anderson ändert seinen Vornamen von Kirk auf Ken, und kurze Zeit später heißt er wieder Kirk.

Negativ:
Diese Kritik geht ans Lektorat:

Der gute Mann McMillan wechselt im Roman leider des Öfteren seinen  Vornamen. Einmal heißt er Amry McMillan, das nächste Mal Amoz McMillan um kurz darauf wieder Amry McMillan zu heißen.

Negativ:
Diese Kritik geht ans Lektorat:

Sie hätte schwören, dass es noch nicht seiner Hand gelegen hatte, als er zu ihr herüber geblinzelt hatte…

Seite 10

„Ich rufe die Zeugin Mrs. Jane Turner auf.“ Seine Stimme hörte sich an, als würde sie von sehr weit herkommen. Jane sass wie gelähmt. „Haben Sie gehört was ich sage, Mrs. Anderson? Ich möchte sie vor den Geschworenen befragen.

Seite 20

Wiederum falscher Name

„Lass uns eine Runde tanzen“, er irgendwann:

Seite 44

Sicher sind das nur Flüchtigkeitsfehler und kann dem Autor nicht angekreidet werden, aber das hätte vom Lektorat mit Leichtigkeit ausgebügelt werden können.

Die Frau, die zu viel wussteTitel
Dass man bei zwei verschiedenen Serien den gleichen Titel innerhalb von vierzehn Tagen benutzt, finde ich schon speziell. Sehr einfallsreich scheint mir das nicht, oder hat der Bastei Verlag ein Problem mit Frauen, die zu viel wissen?

Dafür wirst du hängen, Mave!Cover:
Das Cover vom aktuellen LASSITER-Roman gefällt mir sehr gut. Die Farbzusammenstellung sowie die Komposition sorgen für ein stimmiges, harmonisches Gesamtbild. Prägnant, auffällig, aber keineswegs aufdringlich.

Ein echt gutes Western-Cover, das auch bei der Adult-Western-Serie „Jack Slade“ „Dafür wirst du hängen, Mave!“, Autor: Helmut Werner, als Band 81 am 10.10. 2000 Verwendung fand.


Brigitta Creanna Rogenmoser-GrobFazit:
Prädikat „Top“. Eine weitere Perle in der LASSITER Heft-Reihe.

Dem Autor gelingt es mit seinem packenden und humorvollen Schreibstil, den bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino mächtig ankurbeln und seinem fundierten Wissen zu den geschichtlichen Hintergründen, das Wildwest-Feeling vor dem geistigen Auge seines Lesers entstehen zu lassen. Man hat das Gefühl, ständig mitten im Geschehen zu sein und man kann einfach nicht mehr aufhören zu lesen! Die Adult Szenen sind seit langem das Beste und Humorvollste, was ich bei einem LASSITER-Roman gelesen habe.

Lieber Autor, danke für den tollen Lesegenuss! Mit diesem Roman haben Sie die Messlatte sehr weit nach oben angesetzt – und ich lasse mich überraschen, ob der nächste LASSITER-Roman in einer Woche da mithalten kann.


Heftvorschau Bastei Webseite auf diesen Roman:

Die Steigung nahm kein Ende, der Zug fuhr immer langsamer. Blitze zuckten über den schwarzen Himmel, Donner hallte, Regen prasselte auf die Geröllhänge und klatschte gegen die Waggonfenster. Jane sank in ihre Polsterbank und seufzte behaglich. Von der trockenen Geborgenheit eines Luxuswaggons aus konnte man sogar ein Unwetter genießen. Selbst Jane, die sonst Angst vor Gewittern hatte, konnte das.
Bis ein Schatten am Zugfenster vorbei huschte. Jane fuhr hoch und presste die Stirn gegen das Glas.
Das Rattern der Räder und das Schnaufen der Lok setzten sich für einen Moment gegen Donner und Platzregen durch. Der Zug kroch nur noch den Anstieg nach Cheyenne hinauf.
Da! Wieder ein Schatten! Blitze erleuchteten den Himmel – und einen Wimpernschlag lang sah Jane einen maskierten Reiter. Ein Schrei entfuhr ihr.

Die Frau, die zu viel wusste
Lassiter 2372
von Jack Slade (?)
Cover: Boada / Norma
Ersterscheinung: 30.12.2017
1,80 € / 3,50CHFr
Bastei

Ich wünsche allen Lesern, Autoren und Mitarbeitern des Bastei Verlages, dem Admin, allen Rezensenten und allen Verantwortlichen vom Zauberspiegel ein schönes neues Jahr

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Kommentare  

#31 Harantor 2018-01-07 09:52
Ach und Whisky und Horn sind aus dem selben Material ...? - Haar und Horn sind es. Hat MadMike selbst festgestellt. So dass beim Verbrennen ein durchaus ähnlicher Geruch entstehen mag.

Aber zum einen drückt man das Brandeisen ins Fell (so dass einem schon die Logik sagt, da verbrennt Fell) und zum anderen kommt noch ein Aromaanteil (verbranntes Fleisch) hinzu, so dass es von der sprachlichen und sensorischen Eindruck eben nicht davon sprechen kann, dass da Horn brennt.

Ich bin nicht aufgeregt. Mir macht das Spaß.
Zitieren
#32 Feldese 2018-01-07 11:05
Du bleibst halt der altbekannte Spaßvogel, solltest aber nicht vergessen, dass der arg kritisierte Autor nur einen Geruchsvergleich beschrieben hat.
(Mike hat dann der Rezensentin, die das nicht verstanden hatte, lediglich versucht zu erklären, woran dieses liegt.)

Und tätsächlich riecht es so - und weder nach gegrillten oder auch auf dem Grill zu lange liegengelassenem Fleisch plus deines beim Grillanzünden angesengelten Bartes. Sondern genauso wie, als Du früher aus Spaß (als der schon erwähnte Spaßvogel) deine abgeknappsten Finger- oder Zehennägel abgefackelt hast (bevor Du evtl. zum Uhuschnüffeln übergegangen bist oder dich netteren Pflanzen gewidmet hast).

Aber natürlich ist das Geruchsempfinden so unterschiedlich wie die Geschmackszuordnung beim Whiskytasting.

Doch Du bist wieder schnell auf dem Nebenschauplatz gelandet. Es ging ja eigentlich nicht um das von Dir so geliebte und breitgewalzte Haar und Horn. Sondern um den Umgang mit anderen Meinungen, auf die gerade die schärfsten, austeilenden Kritiker so unangemessen in Wortwahl und Darstellung (auch des Andersmeinenden) reagieren.

Wie gesagt, ich gehöre zu denen, die sich freuen, Stellungnahmen von Verantwortlichen zu lesen, und verstehe unter Gejammere etwas ganz anderes.
Z.B. die Aufforderung an einen Andersmeinenden und Kritisierenden, doch das Geschriebene zukünftig zu meiden. Oder persönliche, gar finanzielle Betroffenheit bei ihm zu wittern (Büttel des Verlags). Bzw. ihm gar seine Nationalität vorzuwerfen.

Das erscheint mir jämmerlich und unangemessen.
Aber wohl kaum die Erklärungen eines Lektors, mag man sie nun teilen oder nicht.
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#33 Harantor 2018-01-07 11:17
Der Vergleich ist F A L S C H ... Denn wann brennt schon mal ein Horn. Darum geht es. Jeder der so einen Geruch wahrnimmt denkt an Fell und nicht an Horn.

Und was Du in Deiner Jugend getrieben hast, musst Du nicht auf andere anwenden.

Und eben weil die Verteidigung denkbar schwach ist das Jammern (für mich).
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