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»Schön war die Jugend?« - Ausflüge in die Romanheftvergangenheit: Eine Stadt spielt riskant (Lobo 222)

Schön war die Jugendzeit? -  Ausflüge in die RomanheftvergangenheitAusflüge in die Romanheftvergangenheit:
»Eine Stadt spielt riskant«
Lobo 222 von Randy Maverick (Wolfgang Rahn)

Nach „Ronco“ folgt zwingend logisch „Lobo“! Die Brüderserien ritten einige Jahre mehr als erfolgreich Seite an Seite, wobei die vorliegende aus der doppelt so alten Serie hervorging. War Ronco schon ein Schweiger vor dem Herrn, war das Halbblut Lobo Gates offenbar derjenige, mit dem es aufgrund partnerschaftlicher Schweigsamkeit auf dem langen, einsamen Weg zu Gerechtigkeit und Frieden am einfachsten auszuhalten war.

Lobo, ein Halbblut, Kind eines Weißen und einer Apachenfaru, war offenbar irgendwann eigenständig genug, um die Weiten des Westens auf eigene Faust zu durchqueren, nicht zuletzt, nachdem Roncos eigentliche Mission ja irgendwann mal zu ende gegangen war.

An Härte nahmen sich die verbissenen Serien wohl nicht viel, allerdings drehte man in Lobos Fall dann auch noch ein wenig an der Gewaltschraube und präsentierte eine für die 70er erkleckliche Menge an Erotik, die meistens an Beschreibungen üppiger weiblicher Rundungen angelehnt war – bei Lobo ging der Held auch mal ins Bordell.

Und weil jede Serie ja auch ein gewissen Alleinstellungsmerkmal benötigt, ändert man – etwas bemüht – die Vorzeichen.

Schon die Auftragscover legten sich da aufgrund eines gewissen Bekanntheitsgrads und der nötigen Aktualität sehr strukturiert fest: Ronco sollte wohl in die Richtung Terrence Hills gehen, während Lobo auf den Covern direkt bei dem guten alten Charles Bronson abgemalt war, obwohl deutsche Romanheftverlage genauso wie amerikanische Spielfilme aus dem seligen Hollywood wohl bis heute nicht verstanden haben, dass Bronsons kantiges Gesicht nicht im Geringsten indianischer, sondern litauischer-tartarischer Herkunft war.

Inhaltlich teilte man die Motivation fair auf: während Ronco der zu Unrecht beschuldigte Einzelgänger auf der Suche nach Gerechtigkeit war, dem ständig Schlimmes wiederfuhr, hatte Lobo mit seiner Halbblutidentität die Scheiße schon von Geburt an am Schuh.

Während man Ronco also wegen der vielen Steckbriefe nicht vertraute, konnte man bei Lobo getrost die Rassismuskarte spielen und im harten, wilden Westen versuchen, den Helden als minderwertiges Tier, das man einfach zu zerquetschen durfte/konnte/sollte/wollte, darstellen.

Da nahm dann auch die Zivilisations- und Kapitalismuskritik dann deutlich ab und man konnte sich stärker auf gängige Westernplots konzentrieren, bei denen der Gute und Gescholtene aus irgendeiner hinteren Ecke seiner Existenz immer wieder den „goodwill“ und die Motivation aufbringen musste, um den ganzen Rassistenschweinen, die an wirklich jeder Ecke lauerten, zu zeigen, wer hier wirklich einen Arsch in der Hose hatte. Natürlich war das wesentlich eindimensionaler und ermüdender (und auch weniger verständlich, wenn ich so meinen ersten „Lobo“ rückblickend betrachte), hatte aber den Vorteil bei den Spontanlesern, dass es einen schnelleren „Payback“ gab, bei dem den Bösen der Garaus gemacht wurde und allen anderen ein Spiegel vorgehalten wurde, bevor Lobo dann flugs den Will Kane machen konnte.

In meinem Fall habe ich einen Roman aus der Spätphase der Serie gewählt, die Serie „starb“ (wie „Ronco“) noch im Jahr 1981 einen überhasteten Tod aus finanziellen Gründen mit Band 253. Der Autor Randy Maverick (klasse Porno-Name, Jungs!) war übrigens das Pseudonym von Wolfgang Rahn, den ich ja bei den Gruselromanen schon mal auf dem Teller hatte.

Aus meiner Sicht macht Rahn seine Sache ordentlich, aber dann doch sehr routiniert, wobei die Wendungen des Romans durchaus ansehnlich rüberkommen, allein das Finale und ein fetter Anachronismus, bei dem das Lektorat offenbar gerade Betriebsfeier hatte, sind nicht so ganz überzeugend. Und der Name der Ortschaft...naja…

Eine Stadt spielt riskant»Für meinen Kumpel auch noch so‘ne Tüte. Wir hatten heute noch kein Abendessen!«
Hell comes to Snag City! (Yeah!)

Unser aller Halbblutfreund Lobo Gates hat sich – offenbar im letzten Roman – ein gar schmerzhafte Kugel im Brustbereich eingefangen und wird nun auf der Farm von Hannah Grant (natürlich Witwe!) aus christlicher Nächstenliebe gesund gepflegt. Verschafft hat ihm die Kugel der lokale Tycoon Mat Marlowe (das zweite T war aus!), der mit seinen Revolvermännern bedrohlich durch die Gegend reitet.

Der kompletten Stadt geht wegen dem fiesen Möpp der Arsch auf Grundeis, aber keiner hat genug Mumm, um mal kollektiv zu den Waffen zu rufen.

Dummerweise haben sich die Bürger zu einer anderen Form von Gegenwehr entschlossen und die reitet auch schon in die Stadt: Lukey Sheridan und Rod Vinton, zwei Berufskiller von der enorm schnellen Sorte und durchtrieben noch dazu.

Die beiden entern den Saloon, scheißen den Barkeeper Shorty wegen der Qualität seines Whiskystandards zusammen und lassen sich mit dem guten, heraus gepressten Stoff dann flaschenweise voll laufen, ohne auch nur ein Anzeichen von Delirium zu zeigen.
 
Die beiden provozieren auch noch einen Jungmann namens Steve, der aber von Grants Vormann Lee Hunter noch gerade so aus der Gefahrenzone gezogen wird.

Würde er Socken tragen, wäre Lobo über die Auswahl der Mietkiller völlig von denselben, denn er kennt das üble Duo und rät von weiterer Zusammenarbeit ab, bzw mahnt schon mal, dass das nicht gut gehen wird.

Und schon geht es los mit der Misere: die vereinbarten 3000 Dollar sollen nach Ansicht der Killer nur für Marlowes Tod sein, aber der hat ja noch eine Sicherheitstruppe, die pro Kopf nochmals 2000 kosten soll. Da ahnt Hunter langsam, dass er einen Fehler gemacht hat.

Wieder auf der Ranch zeigt der Vormann nun allmählich ziemlich unsympathische Züge, denn Lobos Vorschlag, den Marshall von Sandville nach Snag City zu holen (der hiesige Marshall Kendall ist nur ein gemütlicher Papiertiger), behagt ihm gar nicht und der übliche Rassismus sickert auch schon an die Oberfläche. Weil Lobo als Halbblut aber wohl keine Überzeugungskraft bei der Justiz hat, muss er mitreiten.
Unterwegs überlegt es sich Hunter aber noch schnell anders und greift den Verwundeten an, es kommt zur Prügelei, die Lobo leider verliert – aber Hunter erschießt ihn nicht, sondern glaubt, Lobo würde in der Wildnis verbluten.

Inzwischen hat Mat Marlowe aber spitz gekriegt, was läuft und als Hunter wieder in der Stadt ist, hat er mit den Killern für 8000 Dollar schon einen Kompromiss ausgehandelt. Die Killer sind aber bereit, für 10.000 ihren eigentlichen Auftrag wieder aufzunehmen und schicken den inzwischen ziemlich mürben Hunter los, um die Kohle bei den Ranchern locker zu machen.

Während die Killer so tun, als würden sie die Stadt verlassen, ist Lobo in der Wüste wieder zu sich gekommen und sich mühsam nach Sandville geschleppt. Dort kennt er noch die vollbusige Carry, doch vor das Liebesspiel hat der Herrgott die Überzeugungsarbeit gesetzt. Sheriff Clark scheint zwar gut sortiert zu sein, hat aber neben Steckbriefen von  Sheridan und Vinton auch noch einen von Lobo (na logo!) und kastelt ihn deswegen ein. Lobo hatte die Angelegenheit zwar damals mit dem ehemaligen Sheriff geklärt, doch der ist inzwischen leider tot.

Marlowe geht nun zum Angriff über und lockt Hunter von der Grant-Farm, um ihn anschließend durch seine Männer ordentlich klein machen zu lassen. Kurz darauf hat er schon die Schlinge um den Hals, als die beiden Killer in praktisch letzter Minute nach einer weiten Schleifen noch die Szenerie betreten.

Lobo schmort derweil in Sandville in der Zelle und sieht den Richter/Henker schon anrücken, bis seine geliebte Carry den Sheriff über die tatsächlichen Umstände aufklärt. Leider ist sie inzwischen die Ehefrau des sturen Gesetzeshüters, der Lobo frei lässt, aber die Runde auf Matratze fällt leider aus. (Auch wegen gebotener Eile!)

Vinton und Sheridan fangen nun endlich an zu arbeiten, erklären kurz die Umstände und knallen dann Marlowes Truppe nieder, während das eigentliche Ziel per Pferd vorerst flüchtet. Sein harter Ritt zum hiesigen Marshal bringt jedoch so gut wie gar nichts, denn der ist viel zu gemütlich, um den Mord an Marlowe (in seinem Büro) zu verhindern. Anschließend fängt Kendall sich dummerweise selbst ein paar Kugeln, als er zu jovial auftritt.

Hunter hat inzwischen die Rancher bei Hannah Grant versammelt und diesen das Kopfgeld aus der Börse diskutiert, als Lobo zur Tür rein kommt. Seine Botschaft kommt aber gar nicht gut und Hunter lässt seinen niederen Trieben endgültig die Zügel schießen. Es kommt zur Schlägerei, dann fast zur Schießerei – und wieder mal hilft dem Halbblut keiner der Anwesenden (außer Mrs. Grant). Aber die Nachricht, dass der Marshal tot ist und die Killer jetzt die Stadt regieren wollen, bringt alle wieder zur Besinnung.

Prompt stehen die Meuchelmörder auch schon vor Grants Tür und wollen ihr Geld, als Lobo auf einen wilden Plan verfällt. Er will, als Hunter getarnt, so tun, als würde er das restliche Geld holen und damit Grants zweiten Sohn retten, der auf den Weiden ist – er will die Leute alle auf den Ranches versammeln. Weil alle anderen feige sind, darf er den Job übernehmen, der aber nur solange gut geht, bis er auf dem Pferd sitzt, dann eröffnet Hunter das Feuer auf die Killer, die sich prompt auf Lobos Fährte setzen.

Während sich die Rancher unzufrieden wieder über Land verteilen, will Hunter – jetzt im kompletten Raffgier-Modus, die hagere Hannah und das Kopfgeld eintüten und Fahnenflucht begehen und dazu opfert er auch gern mal Hannahs Kinder (tolle Basis für eine künftige Ehe!) Weil er aber – natürlich - auf Widerstand stößt, reitet er allein los.

Lobo kann unterdessen die Killer nicht abschütteln und bereitet einen Hinterhalt vor, bei dem er per Gewehr die Verfolger beschießt, aber scheinbar keinen Erfolg hat. Er kann aber schließlich entkommen und auf den anderen Ranchs Bescheid geben.

Am nächsten Morgen taucht ein Rancher namens Sheet bei Hannah und Lobo auf, der seinen Sohn Steve (den Hitzkopf aus dem Saloon) sucht. Als Sheridan und Vinton auftauchen und ihr Geld verlangen, hetzt Lobo sie auf Hunter, der das Geld besorgen ist (jaja…), doch die Killer hinterlassen ein Todesopfer: Steve, vor die Türschwelle geschleift.

Gemeinsam reitet man nach Snag City, wo sich die Killer angeblich mit Hannahs Sohn Josh im Saloon verbarrikadiert haben. Sie geben Lobo eine Stunde, um das Geld zu besorgen. Es kommt zu Verhandlungen und einem Schusswechsel und Barkeeper Scotty wird wegen akuter Dummheit erschossen. Schließlich kann er Sheridan zu einem Zweikampf auf offener Straße herausfordern, bei dem der Killer den Kürzeren zieht. Weil er das Schlimmste befürchtet, muss Lobo den Saloon stürmen, muss dann aber feststellen, dass er Vinton am Vortag mit dem Gewehr doch angeschossen hat und dieser bei dem kurzen Schusswechsel auch seine zweite Schusshand eingebüßt hat.

Kurz darauf stellt sich heraus, dass der Gefangene im Saloon nicht Hannahs Sohn, sondern Lee Hunter ist, der genau dieses Gerücht mit den Killern ausgebrütet hat, um Lobo und Hannah überhaupt anzulocken. Arschloch, das er ist, redet er sich auch weiter um Kopf und Kragen, bekommt zur Selbstverteidigung eine Waffe und wird erschossen. Vinton blüht vermutlich der Strick, aber da sitzt Lobo schon wieder im Sattel, um sich vor den Feiglingen und Hannahs Jobangebot in Sicherheit zu bringen…

»Alter Dummkopf! Das hätte leicht ins Auge gehen können!« - »Es IST ins Auge gegangen. Er ist tot!«
Man spürt es schon: so ganz rund ist das nicht, was Wolfgang Rahn da produziert hat, vor allem das Finale knarrt in allen Gelenken. Der wahnwitzige Harakiri-Angriff des Barkeepers; die unnötige Entscheidung des Killers für ein Duell; der besemmelte Vormann Lee Hunter, der zwar im Laufe des Romans seinen eigenen Plan mühsam in der Balance hält, dann immer wieder mit seinen jähzornig-rassistischen Ausbrüchen in Gefahr bringt und am Ende praktisch darum bettelt, erschossen zu werden – das alles ist nicht ganz so überzeugend, wie es hätte sein könne, sind die Grundzüge des Plots und die entsprechenden Wendungen eigentlich ganz gut vorbereitet und ausgeführt.

Obwohl in den Showdown eine Menge hinein gekramt wird, wird erst zu viel geredet, dann wieder muss die Action in die letzten fünf Spalten mit Gewalt gepresst werden und dann bricht der Roman Hals über Kopf ab. Alles nicht rund, aber schlecht ist der Roman deswegen noch lange nicht, immerhin dürfen sonst alle Figuren allzu depperte Wendungen meiden.

Mein Lieblingsbock (geschossen!) findet sich übrigens auf Seite 49, wenn einer der Killer Lobo fragt: „Von weitem sahst du aus wie ein Roboter. Bist du vielleicht einer?“ und Lobo antwortet: „Spielt das eine Rolle?“ anstelle von „WTF redest du da für ein krauses Zeugs? Wir haben gefühlt 1875!“
Da hat dem Autoren der Wille zum lockeren Spruch (siehe auch erstes Zitat, bei dem unverständlicherweise das Wort „Tüte“ für eine Flasche Whisky steht) einen kreativen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das sind aber Marginalien.

Der wesentliche Grund dafür, dass ich „Ronco“ vermutlich „Lobo“ vorziehen würde, ist das „One-Trick-Pony“, dass hier hinter dem Protagonisten steht, der eigentlich, außer etwas fatalistischem Edelmut und einem Gewissen, keine charakterlichen Züge aufweist.

Die ganze Serie, vermute ich, stand im Zeichen des praktisch landesweit herrschenden Rassismus gegenüber Indianern und Mischlingen, minus einiger brauchbarer Christenmenschen. Ersterer war dann vermutlich permanent für die Komplikationen und Rückschläge verantwortlich, denen Lobo ständig ausgesetzt ist und die er überwinden muss, Letztere retteten ihm vermutlich immer mal wieder den Allerwertesten.

Es sind also nicht alle schlecht, aber doch enorm viele. Sogar so ziemlich die Meisten. Was angesichts der hier herrschenden pauschalen Ablehnung aller Orten (und ohne besonderen Grund) schon ein wenig dick aufgetragen wirkt.

Da traf „Ronco“ in der letzten Woche den Ton und den romanheftgebundenen Western-Realismus noch ein wenig besser – ich denke mal, wenn diese Ausgangslage in „Lobo“ Bestand hatte, hätten mich die Plots schon bald wegen Eindimensionalität gelangweilt. Aber immerhin verzeichnen wir hier als TV-Serien-Vergleich den „Kung Fu“ (Carradine und so…) zu Roncos „The Fugitive / Auf der Flucht“.

Also diese Woche keine Begeisterung, aber gute Unterhaltung mit kleinen, manchmal sehr amüsanten Dellen, aber immer noch auf sehr hohem Niveau.

Als Nächstes stehen dann ganz andere Stories zur Auswahl, Humor, das Serienfinale einer mit Erotik angereicherten Reihe oder eben einen Katastrophen-Zwitter. Ich würfel das dann mal mit meinem Colt aus...

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Kommentare  

#1 Feldese 2017-12-12 09:30
Da man immer wieder über Äußerungen stolpert, dass sich die "Lobo"-TB-Serie (auch qualitativ) von den Heftromanen abhebe, wäre es klasse, wenn Du dir diese einmal zum Vergleich vornehmen würdest.
Wäre interessant, deine Meinung dazu zu hören!

(P.S.: Zu Bronsons "litauisch-tatarischer" Optik: Ich finde schon, er wäre prima als Navajo durchgegangen!
Was ja auch durch bestimmte Völkerwanderungs-Theorien und demnach einer evtl. Herkunftsverwandtschaft nicht von ungefähr kommen könnte.)
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#2 Andreas Decker 2017-12-12 09:59
Ich kenne keinen Rahn-Roman, der bei mir einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen hätte.

Lobo ist im Laufe der Zeit sichtlich entschärft worden. Unter den ersten 50 oder so sind ein paar großartige und ziemlich ruppige Romane dabei, da waren Egli, Baumann und vor allem Wilms in Hochform.

Aber die späteren Romane sind ziemlich durchschnittlich.
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#3 Feldese 2017-12-12 10:05
@Andreas
Wie siehst Du denn den Vergleich Lobo-TBs und -Heftserie? Lassen die TBs auch nach?
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#4 Feldese 2017-12-12 10:26
Gerade wiedergefunden:

Alfred Wallon schrieb am 2. 1. 2012 um 23:13:

"Die Romanhandlung zu LOBO ist ganz einfach zu erklären. Die Hefte hatten keinen durchgehenden roten Faden, sondern waren Einzelabenteuer. Bei den Taschenbüchern waren die ersten drei oder vier Ausgaben zusammenhängend - danach gab es auch Einzelromane.

Allerdings standen gut 90 % der Hefte in einem eklatanten Gegensatz zu den Taschenbüchern - nämlich qualitativer Art. Während ich damals beim Lesen der Hefte den Eindruck hatte, dass man hier eine Art Konkurrenz zu Lassiter schaffen wollte, waren die Taschenbücher auf einem sehr hohen Niveau angesiedelt.
Hier gab es auch sorgfältig recherchierte historische Hintergründe - das war ein Lesegenuss. Ich erinnere mich noch gut an die Romane KRIEGER STERBEN und DER LETZTE WEG ZUM SONNENTANZ - beides übrigens Romane von Dietmar Kügler. Allein dafür hätten die Taschenbücher schon das Prädikat "besonders empfehlenswert" verdient." (Zitat Ende)
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#5 Grubert 2017-12-12 11:26
Ich habe von den Lobos den Großteil derer gelesen die von Egli (alias Lee Roy Jordan) stammen, und deren Qualität ist durchgehend sehr gut. Teilweise exzellent.
Eglis 4 Lobo TBs liegen da von Niveau her nicht drüber. Ganz im Gegenteil, sein schwächster Lobo (und auch der ist noch lesbar) ist ein TB (die Nr. 8), und der Beste ist ein RH (Nr. 187).

Ansonsten kenne ich von Lobo nur noch das TB Nr. 50, und das ist ein zwar gut gemeinter, aber doch ein eher mittelmäßiger, teil langweiliger Roman, der allen Egli RHen weit unterlegen ist.

Es kann natürlich sein daß die anderen RHe trotzdem mesit Durchschnittsware sind.

Egli hat auch 6 Roncos geschrieben (in denen auch immer Lobo dabei ist), die sind weniger einfallsreich, die liegen alle unter den Lobos. Sind aber auch noch über dem RH-Durchschnitt angesiedelt.
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#6 Toni 2017-12-12 20:10
Wolfgang Rahn hat mir mal ein recht langes Interview gegeben. Sehr sympathischer Typ. Er hielt sich nicht unbedingt für eine große Nummer, zumindest auf dem Gruselsektor.
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