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Wenn John Sinclair 60 Jahre ist - Die neue Geisterjäger-Generation

Knock, KnockWenn John Sinclair 60 Jahre ist
Die neue Geisterjäger-Generation

Irgendwie war der Kosmos, der die Charaktere um den Geisterjäger John Sinclair betraf recht überschaulich. Nun hatte ja vor einiger Zeit (so lange ist es ja noch irgendwie nicht her) Helmut Rellergerd, besser unter seinem Pseudonym Jason Dark bekannt, ja angekündigt, das er nunmehr kürzer treten möchte. Und seit dem gibt es eine muntere Riege an Autoren, die sich den neuen Romanen um den Geisterjäger annehmen.

DarklandDoch auch der Kosmos um den Geisterjäger selbst expandierte plötzlich.

Was den Heftroman betrifft gab es sogar Zuwachs der bisher allerdings hier im Zauberspiegel noch nicht so wirklich angekommen zu sein scheint. Zumindest hält sich die Berichterstattung samt Rezensionen um die Serie DARK LAND doch noch sehr in verschwindend geringen Grenzen. Zumeist dreht sich hier noch alles um Romane der frühen Periode der Originalserie JOHN SINCLAIR oder eben um deren inszenierte Lesungen, wobei auch hier eher auf die Klassiker zurück gegriffen wird ... also mehrheitlich auch aus der Zeit der Anfänge.

Wenn Kinder groß werden:
Ab und an hatte ich ja immer mal wieder versucht, in die Serie JOHN SINCLAIR/Erstauflage hinein zu kommen. Ein richtiger Fan wurde ich zwar nie, aber ab einem gewissen Punkt in meiner Jugend wurde ich durch Schulfreunde kurzzeitig (etwa ein bis zwei Jahre) mit dem Virus um den Geisterjäger von Scotland Yard infiziert. Dabei hatten es mir stets die Hefte angetan, wo meine damaligen Lieblingsmonster (die Vampire) noch die größte Rolle spielten. Schon damals hatte nämlich Helmut Rellergerd in manchen Romanen z.B. andere Dämonen beschrieben, die mich wahrlich zum Lachen animierten. Ich erinnere mich da an einen kurzen Passus in einem Heft, wo er einen kugelartigen Dämon mit Armen und Beinen und vielen Augen beschrieb. Fragt mich heute nicht mehr, welches Heft das war und Nein, eine wirklich wichtige Rolle sollte dieses putzige Kerlchen in der Handlung auch nicht spielen, aber ich hatte damals das Gefühl, in einem Comedy-Roman gelandet zu sein.

Nun gut, späterhin also, wo ich es ab und zu nochmals probierte, in die Serie wieder rein zu kommen (was mir aber nicht mehr wirklich gelang), tauchte auch schon mal ein kleiner Junge auf mit dem Namen Johnny Conolly und eingefleischte Fans wissen natürlich recht gut, wer die Conollys sind. Tja, und der ist nun um einiges älter geworden und muss sich nun in der Spin-off-Serie DARK LAND selbst mit dämonischen Kreaturen herum schlagen.

Da bekommt man dann zu lesen, das Johnny nunmehr durch einen Dämon seine Mutter verloren hat. Auf den Dämon hat er dann gleich mal zwei Silberkugeln verschossen, als der durch ein Dimensionstor fliehen wollte. Dabei  pflügt eine der abgeschossenen Kugeln dem Dämon eine tiefe Furche in den Schnabel (warum fallen mir dabei immer die Papageien auf den Schultern diverser Piraten ein, die schmutzige Witze reißen). Erledigt ist der Dämon damit allerdings noch nicht und so eilt ihm Johnny Conolly gleich mal durch das Dimensionstor hinterher und landet in der Anderswelt, wo er damit auch irgendwie ohne Rückfahrkarte gestrandet zu sein scheint. Und dort, in Twilight City lernt er Abby kennen und trifft an jeder Ecke Dämonen die nichts besseres zu tun haben, als hier ein dunkles Abziehbild der menschlichen Welt zu pflegen.

Den einzigen Roman den ich aus dieser Spin-off-Serie besitze, ist die Nummer 5 mit dem Titel ABTRÜNNIG und hier habe ich rund zehneinhalb Seiten geschafft zu lesen, bevor ich das Heft resigniert wieder zugeklappt hatte und weit weg legte. Was hätte man da alles aus der Grundidee machen können und dann das. Also ehrlich, so holt man mich wirklich nicht ins Boot oder kitzelt an meinem Interesse. Aber vielleicht hat sich jemand ja mal dieser Hefte angenommen und fühlt sich berufen, hier etwas näher im ZAUBERSPIEGEL auf die Handlung und die einzelnen Abenteuer einzugehen. Doch es kam noch mehr...!

Das kalte KindJohn Sinclair kurz vor der Rente:
Das nächste Spin-off-Projekt gibt es dann allerdings nur als eBook, obwohl ich hier die Infos zur Handlung sogar interessanter finde als bei DARK LAND. Da ich aber nun keine eBooks lese und wegen dem Bastei Verlag auch nicht damit anfangen werde, bleibt mir nur die zweite Möglichkeit, hier einmal hinein zu schnuppern. Denn neben den eBooks bekommt man die Storys auch als inszenierte Lesung, obwohl ich die Bezeichnung inszenierte Lesung irgendwie auch nicht so ganz für richtig betrachte. Denn irgendwie ist das Ganze eine Art Zwischending zwischen inszenierter Lesung und Hörbuch. Halt von beidem etwas, was nun nicht heißen soll, das auch so etwas nicht ansprechend sein kann. Ganz im Gegenteil. Selbst nennt man es bei Lübbe Audio eine "inszenierte Lesung mit Geräuschen und Musik", was aber irgendwie zu lang erscheint für eine schnelle Bezeichnung.

So habe ich mal nachgesehen, was da schon so alles mittlerweile auf dem Markt ist von diesem Spin-off unter dem Titel SINCLAIR ACADEMY. Und vom Inhalt her griff ich zuerst einmal nach der zehnten inszenierten Lesung (bleiben wir einfach mal bei der Bezeichnung) mit dem Titel DAS KLALTE KIND. Zumindest machte mich dieser Titel neugierig ... ja, er hatte was ... aber etwas abschreckend war dann für mich im ersten Moment die Spielzeit.

DAS KALTE KIND gibt es nämlich auf zwei CDs mit einer Laufzeit von lockeren zwei Stunden und 21 Minuten. Der Autor Carson Hammer präsentierte mir also hier faktisch ein Romanheft für die Ohren. Da stellt sich also die Frage: Kann mich dieser Autor mit der Story fesseln oder muss ich mich auch hier auf Disney-Dämonen wie von Rellergerd schon mal zum Besten gegeben einstellen, bzw. muss ich mich hier auch auf lustige Schnabeltiere in meinem Hinterkopf einrichten?

Erinnern sie sich an die Spukgeschichten aus ihrer Kindheit? Über Geister, Vampire und Dämonen? All diese Geschichten sind wahr. Es stimmt vielleicht nicht jedes Wort, aber viel mehr als die meisten Leute glauben.

John Sinclair
(Zitat: Seite seitens Bastei Entertainment zur Serie SINCLAIR ACADEMY - DIE NEUEN GEISTERJÄGER)

John Sinclair spielt hier übrigens nicht die erste Geige sondern taucht mal etwas mehr, mal etwas weniger eher am Rande auf. Wie dies Mentoren im hohen Alter so zu tun pflegen, denn im Zentrum steht ein eher junges Team das Sinclair irgendwann mal in naher Zukunft die Rente durch ihre Arbeit sichern sollen.

DarklandDas kalte Kind, sein Schrei und der baldige Tod:
Mary Austin, gerade mal Anfang Zwanzig kam noch nie wirklich mit ihrer Mutter klar. Sie hatte Mary sogar mehr als einmal zu verstehen gegeben, das sie ein nie gewolltes Kind war. Doch Mary hofft es nun allen zeigen zu können. Doch dann vernimmt sie plötzlich Geräusche die es nicht geben dürfte und ein geheimnisvolles blaues Licht erscheint vor ihrem Bett. Es ist die Geistererscheinung des kalten Kindes und dieses stößt einen entsetzlichen Schrei aus, der Mary fasst das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Völlig verzweifelt wendet sich Mary an die Trainees der Sinclair Academy und John Sinclair persönlich, der nunmehr schon reichlich in die Jahre gekommen ist. Man findet nicht nur heraus, dass das kalte Kind Angela heißt und bei einer Schneelawine umgekommen ist, wie auch alle anderen Einwohner eines kleinen englischen Dorfes vor knapp 200 Jahren. Doch Angelas Leiche wurde nie gefunden. Doch wem das Geisterkind erscheint und wer einmal ihren Schrei gehört hatte, ist kurze Zeit später gestorben.

Jack Archer, der sich mittlerweile zu seiner Team-Kollegin Staysy hingezogen fühlt, sieht indessen kaum noch eine Chance auf eine festere Beziehung zu ihr. Doch als Staysy bemerkt, wie zuvorkommend er sich um die völlig verstörte wie hübsche Mary kümmert, kocht bei ihr auch etwas die Eifersucht hoch. Und dann bekommt man noch heraus, das Mary den Trainees nicht wirklich alles erzählt hat. Und eine Abtreibung könnte durchaus ein Grund sein, weshalb sie von dem kalten Kind heimgesucht wird.

Als man in einer Scheune direkt dort, wo früher die Lawine die Menschen getötet hatte, eine Seance mit einer alten Puppe von dem Geistermädchen Angela abhält, geschieht schreckliches. Die Puppe beginnt sich zu bewegen und Kinderreime aufzusagen. Doch bald verändert sich diese Stimme und die scheinbar harmlosen Reime auf erschreckende Weise und Blut schießt förmlich aus der Puppe heraus. Dem nicht genug taucht ein Schattenreiter der Hölle auf und bedroht das Leben nicht nur von Mary, sondern das aller Anwesenden.

Sind die Tage von Mary wirklich gezählt und können die Trainees der Sinclair Academy nun wirklich das Leben der jungen Frau noch retten?

Mein kritischer Eindruck:
Fangen wir erst einmal mit den kritischen Dingen an. Thomas Balou Martin macht seine Sprecherrolle (übrigens die einzige) recht gut, doch um die einzelnen Charaktere heraus zu arbeiten, spricht er schon mal des öfteren mit einer verstellten Stimme.

Sorry, aber wenn er beginnt, einem weiblichen Charakter eine weichere, weibliche Stimme zu verleihen, hört sich das eher etwas weinerlich an und man hat sofort das Bild eines vollbärtigen Transvestiten im Kopf der einen zu kurzen Rock über einem übergroßen Hintern trägt. Mir ist ja bewußt, das weitere Sprecher bzw. Sprecherinnen auch mehr Geld kosten, aber zumindest eine Sprecherin mit einer entsprechend ansprechenden Stimme hätte Lübbe Audio ruhig noch hinzuziehen können. Das hätte der Sache gut zu Gesicht gestanden und ansprechender gewirkt. So dauert es leider etwas, bis das man dieses spaßige Bild eines Bud Spencer mit Minirock und BH aus dem Kopf bekommt und sich wieder völlig in die eigentliche Handlung vertiefen kann.

Ein zweites Manko ist dann der Moment, in dem die Musik einsetzt (z.B. gleich zu Anfang), was aber glücklicher Weise nur recht selten passiert. Die Musik schraubt sich nämlich vom Klang her immer höher und übertönt faktisch am Ende die weiteren Dialoge ziemlich, so das man schon wie ein Luchs aufpassen muss, um eben diesem Dialog noch folgen zu können. Da könnte man etwas sauberer arbeiten. Aber wie gesagt, die gesamte inszenierte Lesung läuft gute 141 Minuten und die Musik ist darin nur ein seltener Faktor, was aber auch für diverse Toneffekte gilt.

Im Grunde geht es in dieser inszenierten Lesung auch um mehrere Seiten. Da sind z.B. die Trainees, die auch noch ihre eigenen Probleme haben. Sei es nun der Wunsch, nochmals mit den verstorbenen Eltern in Kontakt treten zu können (der Charakter Hassan Al-Baghdadi) oder das Gefühlschaos und die hormonellen Wallungen zwischen Jack Archer und Staysy Cole. Nur die vierte wichtige Figur der Asiatin Sachiko Mito ist in dieser inszenierten Lesung etwas zur Randfigur geworden. John Sinclair kommt das eine oder andere mal vor, aber man nimmt ihm hier locker den 60-jährigen müden Geisterjäger ab, der nun eher als der weise Rentner im Hintergrund agiert.

Dann haben wir wie gesagt noch Mary, die nicht immer gleich mit allem heraus rückt und manchmal etwas undurchsichtig, wenn nicht sogar unlogisch reagiert. Und dann haben wir dann noch das kalte Kind, eine Geistererscheinung die hier ein Ziel verfolgt, das so schnell nicht offenzulegen ist und der dämonische Schattenreiter, bei dem man auch über lange Strecken nicht weiß, wie dieser sich in die Handlung logisch einfügt (was er aber gegen Ende dann doch tut).

Der Beginn der Handlung ist recht gut und spannend gelungen und auch die ausführliche Seance in der Scheune (CD 1.) und später der Endkampf mit dem höllischen Schattenreiter (CD 2.) sind wirklich auf hohem Niveau, was den Horror-Flair betrifft. Da passen auch die stimmlichen Toneffekte wie die Faust aufs Auge und können leichte bis mittlere Gänsehaut auslösen. Das Ende selbst ist aber wieder irgendwie so typisch für eine Nebenserie von JOHN SINCLAIR. Denn die Trainees wären eigentlich verloren, käme da nicht ein Engel (auch auf einem Pferd) daher und nimmt das mal locker in die himmlichen Hände. Das ist zwar alles recht nett gemeint, zumal man diesen Engel auch noch wie einen Transsexuellen beschreibt (Gesichtszüge weder eindeutig männlich noch weiblich), doch hätte ich hier eher eine findige Aktion der eigentlichen neuen Geisterjäger erwartet.

Gesamt gesehen ist die inszenierte Lesung allerdings doch zu 80 Prozent durchweg als gelungen zu bezeichnen mit einigen ordentlichen Effekten aus der Horrorkiste. Die Länge von 141 Minuten mag zuerst abschrecken, doch mit diesen verschiedenen Handlungssträngen leider nicht anders zu lösen. Man muss sich eben vorstellen, man hat hier ein Romanheft vor sich, das man statt zu lesen anhören muss.

Gerade die Horror-Effekte, die schön lange ausgebaut sind und der komplexen Story das nötige Genre-Flair geben, reißen da so manchen Kritikpunkt wieder heraus, so das ich dem Gesamtprojekt mit dem Titel DAS KALTE KIND durchaus noch vier von insgesamt fünf Punkte geben möchte.

Wer sind denn die "Trainees"?
Jack Archer - war seinerzeit bei der British Army und ist in der Academy eher der Underdog. Seit seinen Einsätzen trägt er das dämonische Mal des Iblis auf seiner linken Brust, das sofort zu schmerzen beginnt, sollte sich ein Dämon nähern.

Staysy Cole - wurde auf Barbados als uneheliche Tochter einer haitianischen Voodoo-Priesterin geboren. Sie ist die Kämpferin und Power-Frau der Academy. Selbst ist sie zwar keine Voodoo-Priesterin, beherrscht aber durchaus einige nützliche Voodoo-Fähigkeiten.

Hassan Al-Baghdadi - wird auch als der Trickser bezeichnet. Geboren in Kairo ist er jedoch in Birmingham/England aufgewachsen. Hassan hatte selbst einmal einen Dschinn heraufbeschworen, der dann jedoch seine Familie tötete. Er überlebte nur deshalb, weil er Dank seiner besonderen Fähigkeit für die Sinne der Dämonen nahezu unsichtbar ist.

Sachiko Mito - stammt aus Japan/Kyoto und wirkt eher wie ein Püppchen, was auch noch durch ihre immer wieder wechselnde und mitunter schrillen Haarfarbe unterstrichen wird. Einmal in Wut geraten, entwickelt sie jedoch geradezu übermenschliche Kräfte und körperliche Schnelligkeiten, die man ihr beim ersten Anblick kaum zutrauen würde. Zudem ist sie eine perfekte Samurai-Schwertkämpferin.

Das kalte KindDas kalte Kind
Sinclair Academy
von Carson Hammer
Regie: Maria Spengler
Musik: Alexander Khromov
Projektmanagement: Verena Märzke
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)
Artwork: Thomas Krämer
Sprecher: Thomas Balou Martin
VÖ: 2017/inszenierte Lesung Nr. 10.
Dauer: 141 Minuten/2 CDs
Produktart: Inszenierte Lesung mit Geräuscheffekten und Musik
ISBN: 978-3-7857-5540-2
Vertrieb: Tonpool Medien GmbH
Lübbe Audio

Kommentare  

#1 Cartwing 2017-08-09 06:52
Zitat:
Nun hatte ja vor einiger Zeit (so lange ist es ja noch irgendwie nicht her) Helmut Rellergerd, besser unter seinem Pseudonym Jason Dark bekannt, ja angekündigt, das er nunmehr kürzer treten möchte.
naja, ein paar Jahre sind inzwischen schon ins Land gegangen. Mittlerweile schreibt er nur noch selten. Die "neuen" Autoren sind längst keine Co-Autoren mehr. Eher könnte man JD nun als Gastautor bezeichnen, denn viel mehr ist er nicht mehr. Seit die Neuen das Ruder übernommen haben, ist ja wieder sehr viel los in der Serie, aber der Background bzw. die Entwicklungen der Handlung und der Figuren werden von dem ehemaligen Chefautor weitestgehend ignoriert.
#2 Laurin 2017-08-09 12:57
Stimmt schon Cartwing, ist schon wieder eine Weile her. Aber in meinem Alter fliegt die Zeit manchmal nur und man meint immer, das es doch eigentlich vor kurzem passiert sein müsse.

Wenn dann aber der ehemalige "Chefautor" bei seinen nun seltenen Auftritten nicht mehr ins Gesamtgefüge passt, dann sollte JD doch lieber gänzlich die Finger davon lassen. Mal sehen, vielleicht riskiere ich ja irgendwann doch nochmals einen Blick in die Serie bei den ganzen neuen Autoren (kenne hier nur ein Heft von Michael Breuer aus Köln und das war damals richtig erfrischend gut). Verschlimmert kann es sich ja kaum noch haben seit JD alleine daran schrieb.
#3 Cartwing 2017-08-09 14:43
Zitat:
Stimmt schon Cartwing, ist schon wieder eine Weile her. Aber in meinem Alter fliegt die Zeit manchmal nur und man meint immer, das es doch eigentlich vor kurzem passiert sein müsse.
stimmt, geht mir genauso...

Und ja, es hat sich wirklich nicht verschlimmert. Im Gegenteil. Wenn ausgerechnet der böse Sinclair Rezensent, der "Legendendemontierer", wie man mich auch schon mal scherzhaft nannte, wieder in die Serie einsteigt, dann heißt das schon was. ;-)
Wenn du mal wieder ein paar gute Hefte lesen willst, würde ich dir die "Täufer" Trilogie empfehlen, obwohl es da ratsam wäre, die Hefte 1900 - 2000 zu kennen.
Sehr gut war z.B. der Roman "Ich, Myxin" von Timothy Stahl

Zitat:
Wenn dann aber der ehemalige "Chefautor" bei seinen nun seltenen Auftritten nicht mehr ins Gesamtgefüge passt, dann sollte JD doch lieber gänzlich die Finger davon lassen
besser wär das, aber so ganz kann und will er noch nicht aufhören, auch wenn er da inhaltlich und auch vom Stil her überhaupt nicht mehr reinpasst. Aber er ist halt der Schöpfer des Ganzen und man respektiert und verehrt ihn als solchen nach wie vor.
#4 Laurin 2017-08-09 17:00
Zitat Cartwing:
besser wär das, aber so ganz kann und will er noch nicht aufhören, auch wenn er da inhaltlich und auch vom Stil her überhaupt nicht mehr reinpasst. Aber er ist halt der Schöpfer des Ganzen und man respektiert und verehrt ihn als solchen nach wie vor.

Nun ja, er kann halt nicht völlig loslassen. Andererseits sollte man gehen, wenn man noch respektiert und verehrt wird. Ist zumindest besser, als wenn man das verliert und jeder einem als mittlerweile altem Gaul liebend gerne den Gnadenschuss verpassen will. :sigh:
#5 Toni 2017-08-09 23:37
Interessanter Artikel. Letztens hatte ich am Bahnhof einen Dark Land in der Hand. Würde mich auch mal wieder reizen was vom alten John Sinclair zu lesen. Mit ihm hat schließlich damals alles angefangen.
Schade dass Helmut irgendwann anfing langweilig zu werden.
Das mit der rennenden Zeit kenne ich übrigens auch
#6 Laurin 2017-08-11 20:15
@ Toni:
Ich kann das durchaus nachvollziehen, wenn das Niveau bei den Romanen von Rellergerd ab einem gewissen Punkt merklich abgesunken ist.
Wenn jemand über so viele Jahre, zum größten Teil alleine, an einer Serie schreibt, ist da irgendwann mal die Luft raus.

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