Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Ein phantastischer Filmklassiker - Forscher, ein wildes Mädchen und Erdkern-Monster

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 105
Forscher, ein wildes Mädchen und Erdkern-Monster

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Gewisse Genre-Beträge nahmen sich dabei selbst nicht zu ernst.


Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)
Bei Regisseur Kevin Conner hatte Doug McClure (DENEN MAN NICHT VERGIBT/1960 oder DAS GRAUEN AUS DER TIEFE/1980) wohl wirklich einen Stein im Brett. Denn der Schauspieler durfte damals ja unter dessen Regie bereits im Film CAPRONA - DAS VERGESSENE LAND/1975 und 1978 dann nochmals in der Jules Verne Verfilmung TAUCHFAHRT DES GRAUENS das phantastische Genre aufmischen.

In Deutschland war McClure damals allerdings wohl noch eher als Cowboy Trampes in der Westernserie DIE LEUTE VON DER SHILOH-RANCH bekannter. Diese Rolle spielte er auch in einigen Kinofilmen, die auf der bekannten Serie basierten. Ob letztere es jemals ins deutsche Kino oder zumindest ins Fernsehprogramm schafften, kann ich hier nicht wirklich mit Bestimmtheit sagen. Eigentlich war ich schon damals nicht zum Fan von Westernfilmen geboren und auch wenn wohl jede Folge bei uns zu Hause im Fernsehen von meinen Eltern gesehen wurden, habe ich heute kaum noch eine wirkliche Erinnerung daran zurück behalten, außer eben, das es die Serie damals gab.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Aber das ist wirklich nicht so schlimm, denn von allen damaligen Westernserien hatte ich eh nur das eine oder andere aus der Serie BONANZA im Gedächtnis behalten. Das aber lag eher an dem sympathischen Schauspieler Dan Blocker als Eric "Hoss" Cartwright und weil ich deren Küchendiktator Hop Sing, gespielt von Victor Sen Yung, als recht lustig empfand. Und dann war da ja noch Lorne Greene als Ben Cartwright, von dem ich aber eher wirklich etwas mitbekommen hatte, als er den Commander Adama in KAMPFSTERN GALACTICA spielte. McClure hatte ich da eher irgendwie später als eine schlechtere Kopie von "Little Joe" aus BONANZA (gespielt von Michael Landon) im Kopf behalten. Aber wie gesagt, ich war nie ein großer Fan von Western und da kann in späteren Jahren doch einiges aus dem Gedächtnis durcheinander geraten sein.

Gut, ich schweife gerade wohl ein wenig ab, aber das ist nicht so schlimm, denn über den Film DER SECHSTE KONTINENT (auf der DVD auch als DER 6. KONTINENT verkürzt betitelt und ohne den Zusatz "ANGRIFF DER DINOSAURIER versehen) gibt es im Netz in deutscher Sprache nicht wirklich viel an inhaltlichen Informationen, die es lohnen würde, eindringlicher recherchiert zu werden.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Die Schönheit und der seltene Komiker:
Absoluter Blickfang auch in diesem Film ist natürlich wieder Caroline Munro als Prinzessin Dia, die McClure als draufgängerischen David Innes gleich den Kopf verdreht. Nur ist es etwas blöde, wenn man die typischen Gepflogenheiten zwischen Mann und Frau unten im Erdkern nicht auf der Agenda hat. Denn wer dort einer hübschen Maid vor böser Gefahr bewahrt, hat in der Regel schon das halbe Ehegelübde abgelegt ohne es wirklich zu bemerken. Aber das kriegt David dann irgendwie wohl doch noch flott auf die Reihe, nachdem er Prinzessin Dia wiedergefunden hat. Doch wie das in den Filmen damals so Standart gewesen zu sein schien, kommen sie am Ende doch nicht wirklich zusammen. Tja, dieses Problem hatten wohl schon Legionen von Westernhelden die die schmachtende junge Frau hinter sich lassen um dem Morgenrot entgegen zu reiten. Und dieses Schicksal hatte Caroline Munro (DRACULA JAGT MINI-MÄDCHEN/1972 oder STAR CRASH - STERNE IM DUELL/1978) dann ja vorher in ihrer Rolle im Hammer-Film CAPTAIN KRONOS - VAMPIRJÄGER (hatten wir ja vor kurzem noch hier im ZAUBERSPIEGEL schon besprochen) 1974 schonmal erleben. Da werde ich das Gefühl nicht los, das man früher weder nicht wollte, das sich die sogenannten Helden fortpflanzen oder sie waren schlicht nur blind und dämlich. So ein Leckerchen lässt man doch nun wirklich nicht irgendwo versauern.

Der nächste wichtige Charakter in DER SECHSTE KONTINENT war dann niemand anderes als Peter Cushing in der Rolle des Dr. Abner Perry. Cushing (EMBRYOS DES BÖSEN/1973 oder KRIEG DER STERNE/1977) vorzustellen dürfte hier im ZAUBERSPIEGEL wohl so sein, wie Eulen nach Athen zu tragen (die könnten eigentlich auch selber fliegen). Schließlich gehörte er damals faktisch zum Urgestein was die Genre-Filme von HAMMER betraf. Lustige Rollen waren für Cushing allerdings hierbei kaum vergönnt. Vielleicht mal eine Szene und wenn, dann wohl eher recht unfreiwillig. Im Film DER SECHSTE KONTINENT jedoch gibt er den etwas trotteligen Wissenschaftler in Höchstform und zeigt so durchaus, das er auch eine komödiantische Seite aufweisen konnte.

Das dies aber so war, lag schlicht auch an dem Umstand, das Kevin Conner hier keinen Film drehte, den man nun wirklich ernst nehmen sollte. Alles in dem Film weist eher darauf hin, das man hier wirklich ein positives Stück Trash drehen wollte, auch wenn die Story auf der Novelle AT THE EARTH'S CORE von Edgar Rice Burroughs (JOHN CARTER VOM MARS, TARZAN oder CAPRONA - DAS VERGESSENE LAND) basiert, die er 1914 zum ersten mal publiziert hatte. Und es ist nur schwer zu glauben, das Burroughs hier eine eher lustige Novelle verfasst hatte, die dann 1922 als Hardcover-Ausgabe erneut verlegt wurde.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Wütende Wildsäue und Saurier als Schnabeltier:
Das der Film nicht gerade für den ernsten Nerv der Kinogänger produziert wurde, konnte man auch anhand der Monster sehen, die sich im Film so tummeln. Ähnlich wie in den frühen japanischen Filmen um das Monster GODZILLA stampften hier Personen in lustigen Monster-Gummianzügen herum, die irgendwie nicht wirklich gefährlich aussahen. Egal ob es sich dabei um aufrecht gehende Wildschweine handelte, die nach Frischfleisch ausschau hielten oder einem Saurier, dem man einen Schnabel verpasst hatte und der nun wirlich recht gemütlich seinem Opfer folgte, als hätte er schon vor der Mahlzeit Sodbrennen.

Selbst die bösen Wilden waren nicht wirklich von der schnellen Truppe. Zwar wirkte einer recht verschlagen, aber nicht wirklich fix, wenn es darum ging, eben etwas böses zu tun. Und dann waren da ja noch die Bosse des Grauens, die als Hobby die jungen Damen gerne aufs Korn nahmen. Ja, ich meine diese geflügelten Saurier, die scheinbar hoch intelligent (na ja) so ziemlich alles unter ihre Gedankenkontrolle zwingen wollten, was zwei Beine hatte. Und die befehligten dann auch noch so eine kleine Armee von seltsamen Soldaten, die irgendwie gleich aussehen wie Klone und vom Gesicht her wirkten, als wäre mit 200 Stundenkilometer ein Hausschwein mit einem Affen zusammen gestoßen. Als ich den Film damals zum ersten mal im Fernsehen sah, hatten diese "Soldaten" mit ihren lustigen Schweinenasen gleich bei mir alle Lacher auf ihrer Seite. Nein, dieser Film nahm sich wirklich selber nicht zu ernst, was aber durchweg nicht negativ zu betrachten ist, denn schließlich darf es ja in einem phantastischen Film durchaus auch mal lustig zugehen. Ein wirklich gelungener Blickfang war dann noch der riesige Frosch. Der bewegte sich zwar auch kaum, spuckte dafür aber Feuer wie ein Flammenwerfer auf Droge um dann doch mal eben locker vom Felsen geputzt zu werden.

Interessant ist hier aber auch die Szene, in der David Innes in einer Art Arena gegen ein etwas verformtes, riesiges Flusspferd kämpfen muss. Da beschleicht einen dann doch der Verdacht, dass diese Szene glatt als Vorlage für die Szene in STAR WARS: DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER (1983/Episode 6.) hergehalten haben könnte, in der Luke Skywalker auf Tatooine in einer Arena im Boden der Festung von Jabba gegen ein anderes Riesenvieh ankämpfte. Ob man sich hier bei dem Film DER SECHSTE KONTINENT allerdings für diese STAR WARS-Szene hat inspirieren lassen, lässt sich leider weder positiv noch negativ belegen ... schade eigentlich, das wäre nämlich mal ein Brüller für diesen Artikel gewesen.

Doch kommen wir nun langsam mal zur eigentlich Handlung, die mit einer recht bunten Welt im inneren der Erde aufwarten kann und durchaus ab und an auch mal den einen oder anderen spannenden Moment aufzuweisen hat. Man könnte das ganze auch irgendwie als eine gut dosierte Mischung aus Abenteuer, schriller Phantastik mit Comedy-Einlagen betrachten, die man dann mit einigen Priesen Spannung aufgehübscht hatte.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Von Urviechern, einer Prinzessin und dem Mega-Bohrer:
Als Dr. Abner Perry und sein Partner David Innes einen Testlauf mit ihrem neuen bemannten Bohrer starten, kommt es gleich schon zu Schwierigkeiten. Der Turbinenboher frisst sich nämlich mal gleich in rasender Geschwindigkeit zum Mittelpunkt der Erde durch, wobei sie als Passagiere auch den extremen Unterschieden in Sachen Hitze und Kälte ausgesetzt sind.

Als der Turbinenbohrer direkt im Mittelpunkt der Erde stoppt, finden sie dort eine geheimnisvolle neue Welt vor, die durch üppige Farben und einer reichhaltigen Pflanzenwelt gesegnet scheint. Doch kaum auf den noch wackeligen Beinen, werden sie auch schon von einem riesigen Tier verfolgt, das einem Saurier mit Papageienkopf irgendwie recht ähnlich ist. Und dieses Vieh hat sie wohl gleich mal auf seinen Speiseplan gesetzt.

Innes und Perry können diesem Monster zwar entkommen, doch treffen sie recht bald auf gefangene Eingeborene dieser neuen Welt, die von seltsamen Soldaten, die man Sagoth nennt, in Ketten vorangetrieben werden. So nun ebenfalls in Gefangenschaft geraten, werden sie mit einer Umwelt konfrontiert, in der nicht nur gigantische Tiere eine stetige Gefahr bilden, sondern auch riesigen fleischfressende Pflanzen. Von ihren Wächtern hierbei ganz zu schweigen, die nicht gerade zimperlich mit ihren Gefangenen umgehen. Unter den Gefangenen befindet sich auch die hübsche Prinzessin Dia, die aber bei einer Rast von einem anderen Eingeborenen bedrängt wird, der wohl einem verfeindeten Stamm entspringt. David Innes schlägt gleich mal dazwischen, geht aber ansonsten wie ein Gentlemen wieder bei Dia auf Distanz. Ein Fehler, denn wer hier eine Frau rettet, hat sie quasi auch gleich zur eigenen Frau erkoren. Davids Distanz jedoch wird so als tiefe Kränkung von der Prinzessin empfunden.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Die Gefangenen werden indessen zu einer gewaltigen, festungsartigen Stadt geführt, wo sie Zwangsarbeiten als Sklaven ausführen müssen. Ziel hierbei ist unter anderem, den Fluss der Lava stabil zu halten, damit diese die Stadt nicht zerstört. David gelingt in einem allgemeinen Tumult die Flucht. Hier trifft er auf einen anderen Eingeborenen, der ebenfalls fliehen konnte und sich nun hier versteckt. Zuerst sieht man sich als Feinde an, doch als David ihn vor dem sicheren Tod durch die fleischfressenden Pflanzen bewahrt, schließen beide Freundschaft. Ra, wie der Eingeborene heißt, zeigt David den Weg direkt in die Halle, in der die saurierartigen Flugwesen mit federlosen Papageienköpfen und Lederschwingen. Die Mahar, die mit elepathischen Kräften die Sagoth befehligen und eine grausame Herrschaft pflegen, gehören wahrlich nicht zur Gattung Kuschelflugsaurier.

Wie grausam diese intelligenten Flugsaurier sind, zeigt sich für David und Ra kurze Zeit später, als diese die weiblichen Gefangenen quasi hypnotisieren und dann nacheinander brutal töten. David gerät kurzzeitig quasi wieder in Gefangenschaft und muss sein Leben nun in einer Art Arena gegen ein riesiges Monster verteidigen, was ihm aber auch gelingt. Mit Ra zusammen, der sich ebenfalls erfolgreich gegen einen der Mahar erwehren kann, schürt dies bei den anderen Gefangenen den Mut zur Revolution und lässt die feindschaften unter den verschiedenen Stammesangehörigen vergessen.

Auf der Flucht aus den Mauern der Stadt finden David und Dr. Perry auch die verschwundene Prinzessin Dia wieder, die aber gerade von einem feuerspeienden Riesenfrosch bedrängt wird. Kurz darauf gelingt es David auch, den brutalen Unhold zu besiegen, dem Dia als Frau versprochen war. Dr. Perry und David unterweisen die Eingeborenen nunmehr im Umgang mit Pfeil und Bogen und blasen mit den anderen Eingeborenen der verschiedenen Stämme gemeinsam zum Aufstand gegen die Terrorherrschaft der Mahar. Dies gelingt ihnen auch und trotz der hinterhältigen Angriffe der den Mahar hörigen Sagoth, schafft es Ra, den bisher regulierten Lavastrom zu nutzen, um den Stadtstaat der Mahar zu vernichten. Doch Ra wird dabei von einem Sagoth schwer verletzt und bleibt so dem Tode geweiht in der untergehenden Festung der Mahar zurück, da David nicht mehr rechtzeitig zur Rettung eilen kann.

Der Kampf ist zwar gewonnen und die Eingeborenen bereiten bereits die Hochzeitszeremonie von David und Dia vor, die sich nun richtig ineinander verliebt haben. Doch Dr. Perry hat den Turbinenboher wieder flott gemacht und drängt nun seinerseits David dazu, wieder zur Oberfläche der Erde und in die Zivilisation zurückzukehren. Da David nicht bleiben kann und Dia ihre Heimat nicht verlassen will, trennen sich die Verliebten schweren Herzens. Die Rückreise in dem Turbinenbohrer klappt nun ohne weitere Zwischenfälle und bald bohrt man sich im Park des Weißen Hauses der USA wieder auf  die Erdoberfläche.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Meine Filmkritik:
Eigentlich kann ich zu diesem Film nur Tipps geben. DER SECHSTE KONTINENT ist wie gesagt Trash mit dem Hintergrund, das dieser Trash irgendwie wirklich Spaß macht.

Mein erster Tipp daher: Hinterfragt nicht, warum Dr. Perry und David Innes sich gleich mit den Eingeborenen im Erdkern sprachlich verständigen können, sondern nehmt diesen eher unlogischen Faktor einfach mal hin. Zumindest brabbeln die Sagoth-Schweinenasen in einer recht seltsamen Sprache, auf die man nicht unbedingt achten muss, weil ihre Taten auch so für sich sprechen können.

Mein zweiter Tipp: Erwartet im Film keine halbwegs möglichen, realistischen Dinosaurier, denn diese Gummianzug-Monster sind samt und sonders der überdrehten Phantasie der Filmemacher entsprungen und sehen mitunter selbst eher witzig statt bedrohlich aus.

Was Doug McClure als Held angeht, so müht er sich sichtlich ab, hier einen Helden zu präsentieren, was ihm allerdings nicht wirklich so ganz gelingen will. Die Show wird ihm hier auch eindeutig durch Peter Cushing gestohlen, der McClure mit seinem komödiantischen Leistungen faktisch an die Wand spielt. Und Caroline Munro macht das im Film, was sie am besten kann und für das ich sie auch wahrlich in ihren Filmen liebte, nämlich gut aussehen und so meinen Blutdruck in ungeahnte Höhen treibend.

Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)Gesamt gesehen (und wenn man ehrlich sein soll) kommt der Film DER SECHSTE KONTINENT - ANGRIFF DER DINOSAURIER allerdings für mich nicht über satte drei von insgesamt fünf möglichen Punkten hinaus. Etwas besser gestaltete Monster, ein anderer Hauptdarsteller (statt McClure) und noch ein paar gute Szenen mehr für Caroline Munro und der Film hätte wirklich den Anspruch - ein PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER zu sein - stellen dürfen. In Sachen Spaß und Phantasie an sich, gibt es aber nicht viel zu bemängeln und kurzweilig ist der Film durchaus, so das man ihn ab und an immer mal wieder ansehen kann, wenn man pure Unterhaltung ohne Anspruch und intensiven Hirnaktivitäten sucht.

Ausblick auf EIN FILMKLASSIKER:
Muskeln waren schon immer sein Ding, wenn er einen Film drehte. Als er sich das eine oder andere Mal an eher komödiantische Filme heran wagte, konnte er aber bei den Zuschauern nicht so wirklich punkten.

Action lag ihm da mehr und mit Action in den verschiedensten Formen, egal ob im Dschungel, in den Straßen einer Großstadt der USA oder in einem Science Fiction Film, füllte er die Kinos auch hier in Deutschland. Dabei stand er immer irgendwie in Konkurenz zu einem anderen muskelbepackten Helden, der ebenfalls in Sachen Action lange Zeit ein Liebling der Kinofreunde war. Doch nun sind beide doch merklich in die Jahre gekommen, können aber wohl immer noch so manchen Fan ins schwärmen bringen.

In dem Action-Streifen, den ich euch nächsten Samstag präsentiere, lernte unser Held auch seine damalige Frau kennen, die ihn aber recht bald etwas über den Tisch ziehen sollte. Die Ehe hielt jedenfalls nicht lange, war aber für ihn recht teuer.

Unser Held ist in diesem Film zwar ein harter Cop, doch so wirklich wollen die anderen Polizisten mit ihm nichts zu tun haben, weil er eben nie gerne lange herum redet und auch schnell die Waffe im Anschlag hat. Solch einen Cop steckt man (zumindest im Film) in eine polizeiliche Sondertruppe, die wie die Schmuddelkinder der Polizei betrachtet werden.

Im Grunde weiß er nicht wirklich, mit welchen bösen Buben er es hier zu tun bekommt, doch recht bald wird ihm klar, das diese eben ihre Finger bis in die Polizei selbst haben und man sie so auch nie wirklich abschütteln kann. Da kommt einem daher langsam mal der Eindruck, das man einen Maulwurf gleich in der eigenen kleinen Truppe mit sich rumschleppt.

Um das Leben des hübsche Fotomodell aber sicher zu stellen, bleibt ihm bald nichts anderes mehr übrig, als die Straßen zu einem wahren Schlachtfeld zu verwandeln. Und dabei fliegt eine Menge Blei durch die Luft und noch mehr Blut über die Straßen.

So, besser kann ich den Schauspieler und den Film nicht mehr umschreiben, ohne gleichzeitig zu viel zu verraten. Um wen es sich dabei handelt, dürfte eventuell noch leicht herauszufinden sein. Aber ich will ja eigentlich wissen, wer herausfindet, um welchen Action-Streifen es sich hier handelt. Der mag nun aus der zweiten Hälfte der 80er Jahre kein wirklich älterer Filmklassiker sein, aber wann bekommt man den noch in Deutschland zu sehen, wenn man sich hier nicht gleich selbst die DVD oder BD an Land gezogen hat?

Was den Härtegrad angeht, so dürfte dieser Film für den Hauptdarsteller einer der mörderischsten Action-Klassiker (neben einigen anderen Filmen) gewesen sein. Der deutsche Jugendschutz jedenfalls hatte sich damals auch bald recht intensiv an diesem Kinofilm abgearbeitet.

Also, mehr geht nun wirklich nicht an Infos. Und nun seit ihr dran, meine kryptischen Hinweise zu entschlüsseln und hinter das Rätsel zu gelangen. Bis dahin verbleibe ich mal bis zum nächsten Samstag und der Auflösung dieses schönen Rätsels.
Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier (At the Earth's Core)
Der sechste Kontinent, Angriff der Dinosaurier
(At the Earth's Core)
mit Peter Cushing, Doug McClure, Caroline Munro, Gy Grant, Godfrey James, Bobby Parr, Michael Crane, Sean Lynch, Keith Barron, Helen Gill, Andee Cromarty u.a.
Regie: Kevin Connor
Drehbuch: Milton Subotsky
Produktion: Harry N. Blume
Nach einer Novelle von: Edgar Rice Burroughs
Genre: Fantasy/Science Fiction
Laufzeit: 91 Minuten
Bonus: Alternative Schmalfilmfassung, Bildergalerie, Trailer u.a.
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: CMV Laservision
Großbritannien/USA 1976

 Zum ersten Artikel -  Zur Übersicht

 

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2017-08-12 13:05
Keine Liebe für Amicus, das den Film produzierte und immer Hammer vom Thron stoßen wollte? Die haben doch Hammer so oft kopiert und manchmal auch übertrumpft mit Filmen wie "Geschichten aus der Gruft"? Und Hammer hat auch hier die Vorlage geliefert mit seinem "Eine Millionen Jahre" und anderem.

Die damalige Unbekümmertheit, McClure in drei sehr ähnlichen Filmen verschiedene Rollen spielen zu lassen, kennt man heute auch nicht mehr.

Eigentlich finde ich "Caprona" besser, weil sich die Story etwas ernster nimmt. Aber "Kontinent" ist ganz spaßig und Munro immer ansehnlich. :-)

Hm, die Aussicht ist schwer ohne nachzusehen :-) Irgendwie sind diese Actionmovies alle gleich. Ich tippe mal auf "Die Stadtnatter", den ich zwar für echten Trash halte, aber auch im Regal stehen habe.
#2 Laurin 2017-08-12 17:04
Ja, die Konkurrenz zwischen Amicus und Hammer. Oder hatte man sich da nicht unter Umständen auch mal gegenseitig befruchtet ohne die Hosen runter zu lassen? :lol:

Bei "Caprona" muss ich ehrlicher Weise sagen, das ich noch wusste das McClure da mitgespielt hat, aber mehr fällt mir nach den vielen Jahren, wo ich diesen Film schon nicht mehr gesehen habe, heute nicht mehr wirklich ein. :oops:

Mit "Die Stadtnatter" dürftest du eigentlich genau ins Schwarze getroffen haben. :D Nettes Wortspiel. Für mich war der Film übrigens einer (also dem Muskelfreund) seiner Besten Filme. Manches andere, besonders in Sachen Fortsetzung, kippte jedoch nach dem ersten Film extrem ab für mich. :sad:
#3 Friedhelm 2017-08-13 13:19
Die "Amicus-Streifen" fand ich schon damals herrlisch trashig. Und es stimm schon- "Caprona" war da eine kleine Ausnahme. So eine echte Konkurrenz war die wohl nie wirklich für Hammer.
Und wenn man sich die Anthologie-Movies ansieht - dann überrascht es tatsächlich, dass die Dinger damals, im Kino so gut liefen. "Geschichten aus der Gruft" habe ich mir erst vor ein paar Tagen reingezogen - das war wirklich sehr, sehr milder Schrecken.. Okay, in den frühen Siebigern mag man das ander gesehen haben - ist ja immer so.

"Continent" war aber so richtiger Trash.

Was Doug McClure angeht, da scheiden sich die Geister.Aber ich würde ihn nun nicht als schlechtere "Little Joe"-Kopie bezeichnen. Trampas war schon ein etwas anderer Charakter - aber auch nicht "weltbewegend"

Tatsächlich ist den Siebzigern einer der Filme um die "Shiloh-Ranch" im deutschen TV gelaufen. Nur waren das keine Kinoproduktionen, sondern, neben einem Pilotfilm, mehrere überlangFernsehproduktionen..

Und der Ausblick. Da unser Hauptdarsteller doch seine Brigitte kennegelernt. Den "City-Dingsda" fand meine Schwester damals ganz fies..
#4 Laurin 2017-08-13 14:37
Nun ja, da habe ich ja auch was in Sachen Anthologie-Movies von Amicus. So schlecht fand ich das gezeigte da nicht mal, ist aber halt 70er Jahre.

Zitat Friedhelm:
Was Doug McClure angeht, da scheiden sich die Geister.Aber ich würde ihn nun nicht als schlechtere "Little Joe"-Kopie bezeichnen. Trampas war schon ein etwas anderer Charakter - aber auch nicht "weltbewegend"

Wie gesagt, der Vergleich kommt aus der Erinnerung hinsichtlich meiner Jugendzeit. Wirklich interessiert hatten mich die Westernserien aber damals nicht. :-*

Zitat Friedhelm:
Tatsächlich ist den Siebzigern einer der Filme um die "Shiloh-Ranch" im deutschen TV gelaufen. Nur waren das keine Kinoproduktionen, sondern, neben einem Pilotfilm, mehrere überlangFernsehproduktionen..

Wie eben schon erwähnt, kann ich aus eigener Erfahrung da kaum mitreden und habe mich da mal auf die Informationen im Internet verlassen. ;-)

Zitat Friedhelm:
Und der Ausblick. Da unser Hauptdarsteller doch seine Brigitte kennegelernt. Den "City-Dingsda" fand meine Schwester damals ganz fies..

Nun ja, Frauen halt. Da kann ich ein Lied von singen. Die wissen gute Filme mitunter eh nicht zu würdigen. :lol:

Gäste sind momentan nicht mehr berechtigt Kommentare zu schreiben, da täglich bis zu 200 Spamkommentare gelöscht werden mussten.

Bitte registriert Euch beim Zauberspiegel. Wir suchen nach einer Lösung.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles