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HORROR EXPERT – Mordende Leichen

Horror ExpertMordende Leichen

Erber und Luther – zwei Namen, die aus der Geschichte der phantastischen Literatur in Deutschland nicht wegzudenken sind und noch heute Anlass zur Kontroverse bieten. Die Reihe »Horror expert« war Vorreiter auf dem Taschenbuchmarkt und machte den interessierten Leser mit einem Genre bekannt, das hierzulande erst in den Anfängen steckte.

Das lohnt einen näheren Blick auf eine ziemlich in Vergessenheit geratene Reihe.



Mordende LeichenMordende Leichen
von Hayatt Verrill
Horror expert Nr. 2
Übersetzt von Unbekannt
1971
Luther Verlag


Was passiert?
Auch im zweiten Band blieb Horror expert eine Anthologiereihe. Diesmal erwarteten den Leser allerdings insgesamt sechs Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sowohl, was Inhalt als auch Herkunft angeht.

Hayatt Verrill: Mordende Leichen
Der reiche Wissenschaftler Dr. Farnham zieht sich auf die Karibikinsel Abilone zurück. Sein Ziel ist die Unsterblichkeit. Ein Serum, das den Alterungsprozess anhält. Aber der besessene Wissenschaftler gibt sich damit nicht zufrieden. Er arbeitet weiter. Groß ist das Erstaunen, als das verbesserte Serum nicht nur ein Meerschweinchen von den Toten zurückholt, sondern es tatsächlich unsterblich macht. Es ist einfach nicht mehr totzukriegen. Noch während Farnham die Tragweite seiner Erfindung verdaut, erschüttert ein Vulkanausbruch die Insel.

Der scharfsinnige Wissenschaftler erkennt sofort die Möglichkeit, sein Serum im großen Stil auszuprobieren. Er fährt in ein von der Katastrophe heimgesuchtes Dorf und gibt fleißig Spritzen. Dummerweise verwandelt sich jeder der von den Toten auferstandenen in ein rasendes Monster mit kannibalischen Tendenzen. Sie zerfleischen sich gegenseitig, da sie aber unsterblich sind und abgetrennte Gliedmaßen einfach nachwachsen, nimmt das Spiel kein Ende.

Farnham schaltet notgedrungen die Behörden ein, die das Dorf von der Außenwelt isolieren. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die "Plage der lebenden Leichname" zu beenden, treibt man schließlich Stollen unter das Dorf und sprengt es mit so viel Sprengstoff in die Luft, dass die Unsterblichen ins All katapultiert werden sollen. Was möglicherweise sogar geschieht. Farnham, dem respektierten Wissenschaftler, geschieht nichts. Mit dem Rest seines Vermögens baut er ein Krankenhaus auf der Insel und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Daphne du Maurier: Das Alibi
Mr. Fenton ist verheiratet und vom Leben in London gelangweilt. Um auszubrechen, mietet er sich in den Slums ein Zimmer bei der Ausländerin Anna Kaufmann, die einen kleinen Jungen und keinen Mann hat. Natürlich ist die Untervermietung illegal. Anna ist durchaus bereit, für die fürstliche Bezahlung auch als Liebhaberin zu dienen, wovon der entsetzte Fenton aber – angeblich - nichts wissen will. Er hat sich plötzlich in den Kopf gesetzt, Maler sein zu wollen. Wenn er nicht gerade Mordfantasien hat, für die sich Anna so gut anbietet. Die er, wie sich am Ende herausstellt, in die Tat umgesetzt hat, indem er das Kind, das er Anna macht, im Müll entsorgt und die Frau zusammen mit ihrem Sohn in der Wohnung vergast. Was er aber alles verdrängt und ihm erst wieder bewusst wird, als ihn die Polizei damit konfrontiert.

May Sinclair: Die Villa Desiréé
Mildred Eve hat sich in den reichen Louis Carson verliebt, der sie in seiner Villa in Cannes unterbringt. Aber dort ist schon bereits seine erste Frau in der Hochzeitsnacht gestorben, und angeblich geht ihr Geist dort um. Wie Mildred zu ihrem Entsetzen selbst erleben muss.

Robert Bloch: Die Käfer
Als Hartley aus Ägypten zurückkehrt, hat er sich verändert. Hätte er mal besser nicht die Mumie geklaut, die mit dem Fluch des Skarabäus belegt ist. Ein Fluch, der nur zu real ist, denn die Käfer hetzen ihn in den Tod.

Fred C. Smale: Die V-Kraft
Die Wissenschaftler Walter und der Ich-Erzähler stoßen auf dieses seltsame Stück Metall, von dem die seltsame Vital-Kraft ausgeht, die die Umgebung ins Chaos stürzt. Am Ende versenken sie es im Meer, wo der Schrecken aber nicht gebannt scheint.

Emory Connor: Das Tor der sechs Schrecken
Peking. 1900. Beim Boxeraufstand verschanzen sich die Briten in ihrer Botschaft. Der schneidige Militärattache Paxton will seine Braut Dorothea beschützen. Da hat er aber die Rechnung ohne Hsui Tang gemacht, die einst die chinesische Gesandte war, jetzt aber als Schwarzer Drache im knappen Lederkostüm und mit Peitsche die Katakomben unter der Botschaft beherrscht. Paxton darf zusehen, wie man Dorothea und ihre Dienerin Bettina nackt ankettet, um sie (und Paxton) erst einmal auszupeitschen. Dann kommen all die anderen Folterinstrumente zum Einsatz, bis Hsui Tang am Ende die hungrigen Flussraten in dem Drahtkäfig holt. Nachdem Paxton zusehen durfte, wie die Ratten Bettina bei lebendigem Leib zerfleischen und seine geliebte Dorothea an der Reihe ist, willigt er ein, den Schwarzen Drachen zu unterstützen. Aber Paxton kann die Chinesin überlisten, die sich am Ende nackt in ihrem Drahtkäfig wiederfindet. Und die Ratten sind immer noch hungrig.

Horror Expert 2Worum geht es?
Waren die Stories in Horror expert Nr.1 etwas angestaubt, greift man im zweiten Band noch tiefer in die Mottenkiste.

Hyatt Verrills "Mordende Leichen" ist eine Novelle aus dem Jahre 1927 aus dem SF-Magazin "Amazing Stories". Nicht unbedingt das, was man mit dem Begriff Horror assoziiert. Oder neu. Erzählt in einem für die Epoche typisch pompösen Stil – "Die erstaunlichen Geschehnisse, die vor vielen Jahren auf der Insel Abilone abrollten und deren Dramatik sich zu einem neuen Höhepunkt der Weltgeschichte steigerte, wurden nie in irgendeiner Form veröffentlicht." - ist es eine aus heutiger Sicht (unfreiwillig) komische und darum recht unterhaltsame Story. Wie Dr. Farnham die Eingeborenen der Karibikinsel ungestraft in seine Versuchskaninchen verwandelt, die danach zu kannibalischen Irren mutieren, dürfte heute viele Leser mit entsprechender Sensibilisierung entsetzen. Aber vermutlich haben die schon bei den Schilderungen der Tierversuche genug. Wenn der gute Doktor seinem Kaninchen den Kopf abtrennt, der freilich wieder anwächst, und das alles vom Autor so völlig arglos und selbstverständlich als Errungenschaft dargestellt wird, ist das schon eine bizarre Lektüre. Genau wie die Idee, die Zombies mit TNT buchstäblich in den Orbit zu schießen. Man muss es gelesen haben, um zu glauben.

Auffällig ist auch, wie sehr die bekannten Horror-Filme "Re-Animator" und vor allem "Bride of Re-Animator" Farnhams Story ähneln. Auch wenn dort konzeptionell H.P.Lovecrafts "Herbert West – Re-Animator" Pate stand, lässt einen schon grübeln, wie sehr Farnhams Monstren denen im Film ähneln, wo dann genau wie in der Erzählung auch schon mal abgetrennte Hände zusammenwachsen und Unheil stiften.

Daphne du Maurier vorzustellen, dürfte wohl unnötig sein. "Rebecca", "Die Vögel", verfilmt von Hitchcock. Ihre Geschichte "Das Alibi" aus dem Jahr 1955 funktioniert auch heute noch, und selbst wenn die Autorin keine typische Genre-Autorin ist – was in diesem Zusammenhang zumeist bedeutet, dass sie nicht für Pfennige eine Kurzgeschichte nach der anderen für die amerikanischen Magazine rausgehauen hat – passt die Geschichte schon in eine Horror-Anthologie. Dafür ist es mal wieder keine Erstveröffentlichung, erschien die Geschichte bereits 1962 bei Fischer.

May Sinclair war trotz ihres verhältnismäßig überschaubaren Werkes eine in England bekannte Autorin von Geistergeschichten. "Villa Desiréé" ist eine häufig anthologisierte Geschichte, die in diesem Fall wie du Maurier Kurt Singers "Gothic Reader" entnommen wurde, jenem unerschöpflichen Quell für die frühen Horror expert. Es ist eine sehr subtile Geschichte, die ganz im Stil des Erscheinungsjahres 1921 erzählt ist und der die Übersetzung bei den verquasten sexuellen Themen, die im Hintergrund lauern, nicht unbedingt gerecht wird.

Robert Blochs Story von den ägyptischen Käfern erschien zuerst 1935 in "Weird Tales" und dürfte viele Genre-Autoren insgeheim inspiriert haben, nicht zuletzt Filme wie den Action-Kracher "Die Mumie" von Stephen Sommers. In dieser frühen Phase seiner Karriere hat Bloch gern über Ägypten und seine Magie geschrieben, darunter auch einige Erzählungen, die im Lovecraft-Universum spielen. Die Geschichte ist recht gelungen und trotz ihres Alters relativ frisch, vor allem die letzte Szene, in der die Mumienkäfer aus der Leiche des armen Hartley platzen.

So ganz neu war die Idee mit den ägyptischen Todeskäfern jedoch nicht; ein sehr ähnliches Konzept verwandte bereits Sax Rohmer 1918 in einem Kapitel seines überragenden Horrorromans "Brood of the Witch-Queen", den jeder Liebhaber des klassischen Horrorromans gelesen haben sollte. Die Übersetzung von Pabel als "Die Mumienkäfer" ist in Ordnung.

Übrigens ist auch dieser Bloch bei Luther keineswegs die deutsche Erstveröffentlichung. Die Story war ebenfalls Bestandteil von Heynes "15 Grusel-Stories" von 1964.

Womit wir zur frühesten Geschichte des Bandes kommen. Fred C. Smales "Die V-Kraft" erschien 1913 im bekannten Magazin "All-Story". In derselben Ausgabe gab es den ersten Teil von E.R.Burroughs "Warlord of Mars". Hier lässt sich schon schwerer argumentieren, warum die Geschichte unbedingt in eine moderne Horror-Anthologie gehören sollte. Sie ist weder besonders gruselig noch besonders gut. Entnommen wurde sie dem wenig erfolgreichen Magazin "Bizarre Fantasy Tales" von 1970, das nur aus Nachdrucken bestand und es gerade mal auf 2 Ausgaben brachte.

Und da die Rede gerade von obskuren Magazinen ist, kommen wir zur letzten Story. Emory Connors "Das Tor der sechs Schrecken" entstammt dem Magazin "Web Terror Stories". Das Magazin – oder besser gesagt eine seiner Inkarnationen - erschien bei Candar Publishing von 1957 bis 1964 und hat eine interessante und wechselvolle Geschichte. Zuerst hieß es "Saturn, The Magazine of Science Fiction" und wurde von Donald Wollheim betreut, dem späteren Herausgeber von DAW Books. Nach 5 Ausgaben war aber Schluss. Man vollzog einen krassen inhaltlichen Wechsel, behielt aber die Jahrgangsnumerierung bei, um Porto zu sparen. Man benannte es in "Web Detective Stories Magazine" um und brachte Krimis, kürzte den Titel nach mehren Ausgaben zu "Web Detective". Nach einem erneutem konzeptionellen Wechsel hieß es dann bis zur Einstellung "Web Terror Stories".

So beliebig das Magazin auch anmuten mag, hatte es je nach Inkarnation manchmal hochkarätige Autoren. (Oder anders ausgedrückt, Stories von hochkarätigen Autoren, die diese nicht in besser zahlenden Magazinen hatten unterbringen können oder billig nachzudrucken waren.) In der letzten Ausgabe von "Web Detective Stories" waren Henry Slesar, Harlan Ellison und Edward D. Hoch vertreten. Die fand man auch im angesehenen "Ellery Queen's Mystery Magazine".

Aber "Web Terror Stories" versuchte dann ein Revival der Shudder Pulps, jener Vorkriegsmagazine wie "Thrilling Mystery" oder "Terror Tales". Doch S/M-Geschichten mit Leder, Fesseln und Peitschen, in denen aufmüpfige Frauen – und die Männer auch, was in dem Zusammenhang gern vergessen wird - das bekommen, was sie vorgeblich verdienen, wollte 1963 offenbar keiner mehr lesen. Was bei solch zugegeben oft plattem misogynem Unsinn wie in "Web Terror Stories" keine allzu große Überraschung ist. Es gab Geschichten wie "The Girl in the Iron Collar – It took a time machine to teach a feminist the facts of life" (Das Mädchen mit der eisernen Halsfessel – Nur die Zeitmaschine konnte der Feministin beibringen, wie sie sich zu benehmen hat), wo der Titel interessanter als die schrecklich maue Story ist. Oder eben so etwas wie "Das Tor der sechs Schrecken", was man heute vermutlich in die Kategorie Torture Porn stecken würde. Es lässt sich schwerlich abstreiten, dass das reine Exploitation ist, wie man sie obendrein beim derzeitigen Zeitgeist gern auch noch als rassistisch bezeichnet. Man kann nicht einmal behaupten, dass die Story besonders originell wäre, im Gegenteil. Fast den gleichen Plot gab es schon 1928 in George Fielding Eliots berühmt/berüchtigter Geschichte "The Copper Bowl" in "Weird Tales", von der man hier offensichtlich abgeschrieben hat. Als Fingerübung in Sadismus trifft die Geschichte aber durchaus die richtigen Töne und ist drastischer erzählt als die Vorbilder in den Shudder Pulps.

Bei der Auswahl im "Horror expert" drängt sich einem der Eindruck auf, dass man sich von dem Literaturagenten Kurt Singer ein Paket mit Kurzgeschichten zusammenstellen ließ. Und es muss ein recht umfangreiches Paket gewesen sein; in den späteren Horror-Anthologien von Luther tauchen noch diverse Stories aus diesen eher zweitklassigen Quellen auf.

Das Impressum wirft Fragen auf. "Herausgegeben von Kurt Singer" ist dort vermerkt, was auch in den Folgebänden auftaucht. Sind die ersten Bände von Luthers Taschenbuchoffensive auf dem Gruselmarkt möglicherweise vollständig in Amerika von Kurt Singer zusammengestellt worden? Sind es darum fast alles deutsche Zweitveröffentlichungen, wenn auch neu übersetzt? Wäre es nicht einfacher gewesen, man hätte einfach eine bereits veröffentlichte Original-Anthologie genommen? Spekulieren wir weiter. Ist Singer womöglich auch der Übersetzer gewesen?

Vorstellbar ist es. Denn Kurt Singer (1911-2005) war Österreicher. Geboren 1911 in Wien als Kurt Deutsch zog er 1919 nach Berlin, wo er seine spätere Frau Hilde, ebenfalls eine Jüdin, kennenlernte. Im Untergrund schrieben sie gegen das Nazi-Regime und mussten 1934 zuerst nach Schweden fliehen. Dort nahm er den Namen seiner Mutter "Singer" an. Unter anderem gründete er das "Carl von Ossietzky Komitee". Nach der Veröffentlichung von "Göring. Tysklands farligste man", (Göring, Deutschlands gefährlichster Mann) 1939 verlangten die Nazis Singers Auslieferung. Mit viel Glück konnte das Paar nach Amerika fliehen, wo es weiter politisch tätig war und gegen den Nazi-Terror arbeitete. Die Angehörigen der zurückgebliebenen Familien wurden von den Nazis ermordet.

In "I spied and survied" (1980) schilderte Kurt Singer seine Erlebnisse im Krieg. Das Buch wurde nie in Deutschland veröffentlicht.

Nach dem Krieg und seiner Scheidung zog Singer nach Kalifornien, wo er weiter schrieb und eine Literaturagentur gründete. Neben Bibliografien über Hemingway und den Komiker Danny Kaye nebst Sachbüchern betätigte er sich auch als Herausgeber von Genre-Literatur. Ab Mitte der 60er beschäftigte er sich verstärkt mit der Phantastik. Allerdings beinhalten seine Anthologien grundsätzlich nur Nachdrucke und zählen sicherlich nicht zu den Sternstunden des Genres.

Und so muss sich auch Horror expert 2 die Kritik gefallen lassen, eine Wühltischanthologie zu sein. Da hier bei den Stories wie zu der Zeit in Deutschland üblich auf jede Einführung verzichtet wurde, müssen die Geschichten auf Augenhöhe bestehen. Was bei diesen Beiträgen nicht funktionieren kann. Man muss sich vergegenwärtigen, dass es hier um Veröffentlichungen aus einem Zeitraum von gut 60 Jahren und zwei Weltkriegen mit all ihren Umwälzungen geht. Für einen Autor wie Fred C. Smale, der in einer Zeit schrieb, in der es noch kein Wahlrecht für Frauen gab, wäre das Werk von Emory Connor reine Pornografie gewesen, und von du Mauriers Story wäre er vermutlich auch nicht begeistert gewesen. Die Herangehensweise macht das Buch letztlich völlig beliebig. Da spielt es auch keine Rolle, wer nun für die Zusammenstellung verantwortlich war.

Warum das nun die letzte Grusel-Anthologie im "Horror expert" war und man ab jetzt mit Romanen weitermachte, bleibt ebenfalls offen. In der Folgezeit gab es Kurzgeschichten nur als Füllmaterial, wenn man mal wieder merkte, dass der Text zu kurz war, um den vorgegebenen Umfang als "Doppelband" füllen zu können. Das ist alles relativ widersprüchlich und willkürlich in der Verfahrensweise. Von den auf dem Klappentext zitierten Autoren von Weltruf findet man hier gerade mal zwei, und Hyatt Verrill steht vermutlich auch nur deshalb statt Daphne du Maurier auf dem Titel, weil "Mordende Leichen" nun mal fetziger als "Das Alibi" klingt.

Horror Expert 2Die Originale:

  • Hyatt Verrill
    The Plague of the Living Dead
    Erstveröffentlichung: Amazing Stories April 1927
    Nachdruck: The Plague of the living Dead & More Tales of the Uncanny, Hrsg von Kurt Singer, Sphere Books 1970

  • Daphne du Maurier
    The Alibi
    Erstveröffentlichung: The Breaking Point, Gollancz, 1959
    Nachdruck: The Gothic Reader, Ace Books, 1966

  • May Sinclair
    The Villa Desiréé
    Erstveröffentlichung: Hutchinson's Magazine, 1921
    Nachdruck: The Gothic Reader, Ace Books, 1966

  • Robert Bloch
    Beetles
    Erstveröffentlichung: Weird Tales, Dezember 1938
    Nachdruck: Yours Truly, Jack the Ripper, Belmont, 1962

  • Fred C. Smale
    The V-Force
    Erstveröffentlichung: All-Story Dezember 1913
    Nachdruck: Bizarre Fantasy Tales, Fall 1970

  • Emory Connor
    Mistress of the Six Gates of Horror
    Erstveröffentlichung: Web Terror Stories 4, Candar Publishing, April 1964

Das Titelbild:
Wieder ein thematisch beliebiger, aber gelungener Papala. Für die Auswahl von Illustrationen hatte Luther manchmal ein Händchen. Man denke nur an den frühen Uli Stein in "Luther's Grusel-Magazin".

Quellen:

  • Kurt Singer:
    https://jewishsantabarbara.org/portraits-of-survival/survivor-stories/kurt-singer

  • Hilde Singer:
    www.tagesspiegel.de/berlin/nachruf-auf-hilde-singer-geb-1911-nie-wieder-deutsch/10033684.html

  • ISFDB

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Kommentare  

#1 Heiko Langhans 2017-09-11 00:29
Beeindruckend.
#2 Schnabel 2017-09-11 14:27
Kann ich auch nur sagen...
#3 Toni 2017-09-11 15:21
Ich kannte keine von den Storys. Sehr interessant, dass Bloch auch nicht an den gefräßigen Käfern vorbei kam. Da hat sich Lawrence wahrscheinlich auch bedient. :-)
Bin gespannt auf den ersten Roman...
#4 Andreas Decker 2017-09-12 10:39
Danke.

An menschenfressenden Totenkäfern kommt man auch nicht vorbei ;-) Ich habe Bloch und seine satirischen/humoristischen Fantastik-Stories früher nie gemocht. hat sich auch nicht geändert, nichts ist so schlecht gealtert wie satirische SF. Aber der Rest seines Schaffens gefällt mir immer besser.
#5 Laurin 2017-09-12 16:51
Nun ja, die "Totenkäfer" sind mir zum ersten mal (und bisher einzigen mal) wirklich durch den Film DIE MUMIE aufgefallen. Schätze mal, das ich da wohl eine Menge Glück hatte. :D

Ansonsten scheint mir die Auswahl an Kurzgeschichten aber wohl abwechslungsreicher als bei dem ersten TB zu sein. Hört sich zumindest wie eine Wundertüte an, was ja auch nicht immer so schlecht sein muss.
#6 Erlkönig 2017-09-12 20:49
Andreas Decker
Was du da zum 2. Band alles zusammengetragen hast, könnte man wohl als akribischen Informationsfluß bezeichnen. Macht echt Spaß.

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