Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Marcel's Zamorra-Lesereise: Im Bannstrahl des Verfluchten

MarcelsIm Bannstrahl des Verfluchten
Professor Zamorra 103

Kim Lisöjn kann Kontakt zum Jenseits aufnehmen und mit den Verstorben reden. Er will nun mit einem Verstorbenen in Kontakt treten, der vor mehr als 1000 Jahren gelebt hat.

Jene Person ist aber nicht erfreut, dass ihre Ruhe gestört wird und beleidigt Kim. Dieser erfährt aber, dass er Kontakt mit dem Dämon Narko hatte.


Im Bannstrahl des VerfluchtenDaraufhin er Professor Zamorra einen Brief schreibt.

Einige Tage später erhält Zamorra ein Päckchen von Kim, welches ihm Rafael Bois überreicht. Innen drin ein Brief und eine Tonbandspule. Die Aufnahme ist auf Schwedisch, zudem in einem Schwedisch, dass schon, laut Zamorra, uralt sein soll. Er spult das Band im Normaltempo zurück. Aber sein Gerät verfügt über eine Mithörkontrolle, durch die er nun alles Rückwärts hört. Das wiederholt er zweimal, da er etwas Neues hört - ein Approxiom. Etwas Rückwärts gesagtes, dass Sinn ergibt. "Beim nächsten Mal bekomme ich dich, Mann aus der Zukunft ..."

Kurz danach bucht Nicole zwei Karten in den Ort Vammala, in Finnland. Durch Kims Telefonnummer erfährt Nicole, aber derzeit kann man ihn nicht erreichen, da ein Schneesturm nördlich von Helsinki die Leitungen zerstört hat.

Kims Freundin, Astrid Läla, spürt dass mit dem letzten Schädel, der gefunden wurde, etwas nicht stimmt. Sie verlässt aufgewühlt das Haus, denn ihr ist nicht entgangen, dass Kim seit drei Tagen immer seltsamer wird. Später erhält er einen seltsamen Anruf. Danach will er Kontakt zum Dämon aufnehmen, aber alle Versuche scheitern. Dann endlich folgt eine Antwort, aber anders als gedacht, denn die Antwort erklingt hinter ihm ...

Er dreht sich um, aber sieht nichts. Zudem scheint der Totenschädel boshaft zu grinsen und plötzlich entsteht am Kopf ein Hals, und nach und nach der ganze Dämon. Kim will fliehen, aber es ist zu spät, er wird von einem Pokal eingesogen, dann erlischt sein Bewusstsein.

Nach einem Umweg, Unwetterbedingt, landen Zamorra und Nicole endlich in Helsinki. Von dort geht es per Taxi zum Bahnhof, von dort weiter nach
Tampere. Und dies ist noch nicht das Ende der langen Reise. Nach weiteren Umstiegen kommen sie endlich am Ziel an, wo sie in Kims Haus auf Astrid treffen, die erklärt, dass ihr Freund verschwunden sei. Sie erzählt von dem Fund des Schädels, wodurch Zamorra eine Ahnung hat. Er möchte den Schädel sehen, und wird von Astrid ins Labor geführt - das gesuchte Objekt ist aber verschwunden. Zamorra will Kim wiederfinden, aber weiß noch nicht, wo er ansetzen soll.

Da fällt ihm im Kamin etwas auf, ein verbranntes Schriftstück, das jedoch noch lesbar ist. Lisöjns letzte Worte, ehe der Dämon ihn zu sich holte ...

Kim befindet sich in einer Alptraumwelt. Es scheint zwar noch die Erde zu sein, aber vor sehr langer Zeit. Da er gefesselt ist, kann er sich kaum bewegen.

Auf den Tonbändern Kims findet Zamorra leider keinen Anhaltspunkt, der weiter hilft. Dann erkennt er, dass Kim eine Beschwörungsformel benutzt hatte, die  er - Zamorra! - in die Öffentlichkeit gebracht hatte. Doch die notwendigen Riten, die nötig waren, damit die Formel wirkte, hatte der Professor nicht genannt. Nach dem Abendessen bittet er Nicole mit Astrid zu gehen, was sie sogar macht. Und genau das beunruhigt ihn, denn er kennt Nicole.

Dann wiederholt er, wenngleich ohne Schädel, das Ritual mit dem der Dämon beschworen wurde. Und nach einigen Versuchen hat er Erfolg, aber der Dämon
droht ihm - als Zamorra sein Amulett nehmen will, ist er erschrocken: das Amulett ist weg!

Kim erwacht erneut. Einige Männer stellen in seinem Sichtbereich einen Tisch auf, wie eine große Tafel, zudem an jedem Tischende jeweils ein Stuhl. Dann wird er zum Tisch gezerrt und hingesetzt, dann werden seine Stricke durchtrennt. Der Stuhl gegenüber ist noch leer. Frauen erscheinen und stellen Schüsseln und Teller ab. Seine Henkersmahlzeit? Plötzlich bilden die Männer um den anderen Stuhl einen Halbkreis - der Dämon erscheint.

Narko erklärt, dass es Kims letzte Mahlzeit sei. Doch dieser nimmt es gelassen hin, da er eh damit gerechnet hatte, sterben zu müssen. Denn Narko will unsterblich werden - ist er etwa doch kein Dämon, sondern nur ein böser Magier? Jedenfalls, so vermutet Kim, ist ein Menschenopfer dazu norwendig. Er! Dann wird er auf einem Opferstein gefesselt, und Narko murmelt unhörbar vor sich hin. Plötzlich wird er gestört und hört, wie ihn jemand ruft, was ihm missfällt, denn noch ist er nur ein Mensch, will aber zum Dämon werden. Dazu braucht er aber ein besonderes Menschenopfer. Einen Menschen aus der Zukunft! Dann tötet er sein Opfer, ...und wird zum Dämon, der sich auf den Weg zu Zamorra macht.

Die Umgebung des Professors verändert sich. Etwas scheint ihn einzusaugen, und er kann sich kaum widersetzen. Der Dämon erscheint und will Zamorra einsaugen, um dessen Kraft zu erhalten. Da stürzt Nicole in den Raum und hält das Amulett hoch, welches sie an sich genommen hatte.

Nun kann sich der Professor der Macht des Angriffs widersetzen, aber er packt Nicole und springt mit ihr in den Pokal. Sie finden sich in grauer Vorzeit wieder, wo schon Kim Lisöjn gelandet war. Die Dorfbewohner wollen beide töten, werden aber von Narko daran gehindert, da er die Kraft der beiden für sich haben will. Doch das Amulett verhindert, dass sich der zum Dämon gewordene Hexer Zamorra und Nicole zu sehr nähern kann, was ihn nicht tangiert, denn zur Not kann er das Amulett ja auch von Zamorra durch seine Diener entfernen lassen. Dann erklärt er dass das Mädchen, also Nicole, morgen ihnen gehören würde. Die Menge gröhlt.

Am nächsten Tag ist es soweit - Narko übergibt Nicole den Männern, aber Zamorra greift ohne Gnade an, was die anderen schockiert, denn mit Gegenwehr hatte niemand gerechnet. Narko flieht, denn er erkennt die Macht des Amuletts. Nicole kann sich eine Axt greifen und kämpft ebenfalls.

In den Augen der Fenna steht pure Verwunderung: eine Frau, die sich ihnen widersetzt? Das gab es noch nie! Dadurch gewinnen beide Zeit, und können in einem Boot fliehen, werden aber verfolgt. Doch sie können entkommen und sind fürs Erste in Sicherheit.

Narko tobt, als die Männer wiederkommen, von Möwen zerhackt sind und seine Feinde nicht dabei haben. Drei von ihnen lässt er bei lebendigen Leibe auf den Palisaden des Dorfes aufspießen! Und sollte man die beiden Fremden nicht schnell finden, wird es jedem so ergehen. Indies setzen Zamorra und Nicole den Weg zu Fuß fort. Nacn einiger Zeit können sie von einer Erhöhung aus den Ort einsehen, wo sie an Land kamen: Rauch.

Scheinbar brennen die Fenna alles nieder! Sie nähern sich wieder dem Dorf, denn Zamorra ahnt, dass sie nur von dort zurück in ihre Zeit können. Dort sind außer den Frauen, und Narko, nur noch zwei Wachen, die Zamorra schlafen legt. Man nimmt ihnen die Kleidung und Helme, um als sich Fenna zu tarnen.

Sie begeben sich zu Narko, wo es zum Kampf gegen ihn kommt. Dort sieht er auch Kims Leiche, ehe er Narko töten kann, indem er mit ihm einen Schwert regelrecht halbiert. Doch da er ein Dämon ist, leben diese Hälften weiter. Aber dann lösen sie sich auf und der der Schädel bleibt übrig. Er wird eins mit dem Kelch, den Zamorra aber ebenfalls zerstören kann. Dann öffnet sich der Zeittunnel ...

Sie kommen zu sich: auf dem Schloss. Dadurch dass Zamorra Narko in der Vergangenheit völlig vernichtet hat, konnte Kim dessen Schädel nie finden, nie in die Zeit der Fennen geraten, nie von ihm getötet werden ... Sie erhalten Post von Kim, der beide zu einem Versuch einlädt.

Ein spannender und gut geschriebener Roman, aber hallo?

Wenn durch die Vernichtung Narkos in der Vergangenheit der Schädel nie von Kim gefunden wurde, dann würde Kim niemals das Experiment durchführen, wodurch letztendlich auch Zamorra und Nicole nie in die Vergangenheit, um das Jahr 1000, gelangen. Dadurch könnte Zamorra jedoch Narko nicht vernichten. Daher finde ich dies völlig unlogisch. Abgesehen davon, gab es nur wenig zu meckern. Vor allem, wieder einmal das Cover, das nur wenig mit dem Roman zu tun hat, wirkt unpassend. Vor allem: im Bannstrahl WELCHES Verfluchten? Es gab keinen. Narko ist gemeint, klar. Aber er wurde freiwillig zu einem Dämon - anstatt gegen seinen Willen. Verflucht würde ich das also kaum nennen.

Im Bannstrahl des Verfluchten
Professor Zamorra 103
von Robert Lamont (= Frank Helgath)
30. Mai 1978
Bastei Ver
lag 

Gäste sind momentan nicht mehr berechtigt Kommentare zu schreiben, da täglich bis zu 200 Spamkommentare gelöscht werden mussten.

Bitte registriert Euch beim Zauberspiegel. Wir suchen nach einer Lösung.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles