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Eine Legende wird vierzig Jahre alt - Die Kürzungen in der DK-Neuauflage - 80. Teil - Die Geisterspinne

  Dämonenkiller zum 40.Eine Legende wird 40 Jahre alt
Die Kürzungen der Neuauflage
Die Geisterspinne

Als am 12. April 1983 die Neuauflage der Dämonenkiller-Serie startete, war ich hocherfreut, denn es bestand für mich die Chance, daß ich endlich das Ende des Baphomet-Zyklus (Dämonenkiller 130 – 149) in Heftformat erhalten könnte. Leider wurde nichts daraus und das lag unter anderem daran, dass der Erich Pabel-Verlag auf eine glorreiche Idee kam.


Im Sinne des Jugendschutzes begann man damit, sämtliche (möglicherweise) jugendgefährdenden Stellen in den Dämonenkiller-Romanen zu entfernen.

Schauen wir uns mal an, was in Dämonenkiller-Roman Nr. 79 Die Geisterspinne gekürzt wurde:

Der Dämonenkiller erscheint "Im Zeichen des Bösen" (Vampir Horror Bd. 23)Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 4, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 5, 1. Spalte, 3 Absatz

„Dann sind wir eben in Landnähe“, sagte Dorian laut.
Er dachte an die Karte, die er in der verschütteten Alchimistenküche von Michele da Mosto gefunden hatte, seiner eigenen, früheren Werkstatt. Auch Parker hatte sie gesehen, ebenso die Stelle, die von dem Geheimnisvollen, der die Pest eingeschleppt hatte, markiert worden war. Von dem angeblichen Versteck der Mumie des Hermes Trismegisto wußten allerdings nur Coco, Parker und Dorian selbst. Diese Mumie suchten sie. Es wäre sinnlos gewesen, den anderen erklären zu wollen, daß Dorian Hunter in Hermes Mumie das Geheimnis des Steins der Weisen vermutete. Sie glaubten ohnehin nicht besonders viel. Es ging ihnen um die Bezahlung, das Abenteuer und die versprochene Beute.
„Ich habe mich nicht geirrt, Parker. Hört!“
Jeff bedeutete ihm, die Maschinenleistung zu drosseln. Binnen weniger Sekunden verringerte das Schiff seine Fahrt, die Wellen wurden kleiner.

1Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 7, 1. Spalte, 5. – 7. Absatz

„Dann sind wir eben in Landnähe“, sagte Dorian laut.
„Ich habe mich nicht geirrt, Parker. Hört!“
Jeff bedeutete Mignone die Maschinenleistung zu drosseln. Binnen weniger Sekunden verringerte das Schiff seine Fahrt, die Wellen wurden kleiner.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 7, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 7, 2. Spalte, 4. Absatz

Die Möwen griffen an. Es waren Hunderte riesiger, blutroter Vögel, die sich auf. die Menschen stürzten. Sie kamen von allen Seiten.
Dorian begriff, daß es ein gefährlicher Angriff sein konnte, und verscheuchte ein Tier dicht über Cocos Kopf. Die Möwe schlug mit den Schwingen. Ihr Genick brach. Dorian schleuderte den Kadaver zurück in den kleinen Schwarm.
Sie rannten und flüchteten in panischem Schrecken hinunter ins Schiff.
Der erste Schuß krachte. Jeff Parker lief auf den nächsten Niedergang zu. Er schoß ungezielt, aber die geringe Entfernung ließ ihn fast immer treffen. Auch er flüchtete unter Deck. Zerfetzte und blutende Möwenkörper schlugen dumpf auf das Deck auf und glitten, lange, rote Blutspuren hinterlassend, zuckend über die Anbauten.
Immer mehr Kette lief polternd durch die Aussparung, während sich die Sacheen rückwärts bewegte, um den Heckanker auszubringen.
Eine Möwe rammte die Frontscheibe, brach sich das Genick und rutschte am Glas herunter. Parker feuerte in die Luft. Zwei Angreifer starben in einer Wolke roter Federn.
„Andrea! Hierher! In den anderen Steuerstand!“
„Ich komme.“
Die Möwen waren rasend vor Wut und Gier. Sie schwirrten um die Aufbauten des Schiffes herum und stürzten sich auf alles, was sich bewegte.
Andrea Mignone sprang mit zwei Sätzen den Niedergang hinunter und blieb neben Parker stehen, der die schwere Schrotflinte nachlud. Ein roter Vogel rammte den heißen Schaft des Schornsteins, ein anderer schlug gegen die Bordwand, der dritte schoß wie ein Falke herunter auf die beiden Männer. Wieder feuerte Jeff aus kürzester Entfernung. Der zerfetzte Möwenkörper fiel auf Mignones Rücken, während der gerade mit einem gewaltigen Sprung in den Raum hineinhechtete und zum Ruder rannte. Wieder heulten die Motoren auf. Der Heckanker fiel.
Dann schlug krachend die schwere Mahagonitür zu.
Jeff Parker senkte die Flinte. Draußen schwirrten noch immer die kreischenden und schreienden Möwen um das Schiff, aber sie fanden kein Ziel mehr für ihre wütenden Angriffe.
Blutrote Möwen, dachte Parker. Sie waren am Ziel. Das mußte die verdammte Insel sein, die Dorian gesucht hatte. Einen Augenblick lang packte ihn eine würgende Angst vor den dunklen Geheimnissen, die auf sie lauerten. Die rasenden Vögel waren nur der Anfang, die Begrüßung sozusagen. Die magische Sphäre des Nebels hatte sich wieder um die Insel gelegt und hielt die Jacht gefangen und mit ihr die dreizehn Insassen.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 9, 1. Spalte, 8. Absatz – Seite 10, 1. Spalte, 2. Absatz

Die Möwen griffen an. Es waren Hunderte riesiger, roter Vögel, die sich auf. die Menschen stürzten. Sie kamen von allen Seiten.
Dorian begriff, daß es ein gefährlicher Angriff sein konnte, und verscheuchte ein Tier dicht über Cocos Kopf. Die Möwe schlug mit den Schwingen. Dorian schleuderte sie zurück in den kleinen Schwarm.
Sie rannten und flüchteten in panischem Schrecken hinunter ins Schiff.
Der erste Schuß krachte. Jeff Parker lief auf den nächsten Niedergang zu. Er schoß ungezielt, aber die geringe Entfernung ließ ihn fast immer treffen. Auch er flüchtete unter Deck. Möwenkörper schlugen dumpf auf das Deck auf.
Immer mehr Kette lief polternd durch die Aussparung, während sich die Sacheen rückwärts bewegte, um den Heckanker auszubringen.
Eine Möwe rammte die Frontscheibe, brach sich das Genick und rutschte am Glas herunter. Parker feuerte in die Luft. Zwei Angreifer starben in einer Wolke roter Federn.
„Andrea! Hierher! In den anderen Steuerstand!“
„Ich komme.“
Die Möwen waren rasend vor Wut und Gier. Sie schwirrten um die Aufbauten des Schiffes herum und stürzten sich auf alles, was sich bewegte.
Andrea Mignone sprang mit zwei Sätzen den Niedergang hinunter und blieb neben Parker stehen, der die schwere Schrotflinte nachlud. Ein roter Vogel rammte den heißen Schaft des Schornsteins, ein anderer schlug gegen die Bordwand, der dritte schoß wie ein Falke herunter auf die beiden Männer. Wieder feuerte Jeff aus kürzester Entfernung. Der zerfetzte Möwenkörper fiel auf Mignones Rücken, während der gerade mit einem gewaltigen Sprung in den Raum hineinhechtete und zum Ruder rannte. Wieder heulten die Motoren auf. Der Heckanker fiel.
Dann schlug krachend die schwere Mahagonitür zu.
Jeff Parker senkte die Flinte. Draußen schwirrten noch immer die kreischenden und schreienden Möwen um das Schiff, aber sie fanden kein Ziel mehr für ihre wütenden Angriffe.
Rote Möwen, dachte Parker. Sie waren am Ziel. Das mußte die verdammte Insel sein, die Dorian gesucht hatte. Einen Augenblick lang packte ihn eine würgende Angst vor den dunklen Geheimnissen, die auf sie lauerten. Die rasenden Vögel waren nur der Anfang, die Begrüßung sozusagen. Die magische Sphäre des Nebels hatte sich wieder um die Insel gelegt und hielt die Jacht gefangen und mit ihr die dreizehn Insassen.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 8, 1. Spalte, 5. Absatz

Er wies auf das Bugfenster, hinter dem noch immer der rasende Schwarm der riesigen Vögel umherflatterte. Die blutgierigen Tiere prallten in der Luft zusammen und schrien. Rote Federn segelten ins Wasser. Immer wieder verfing sich ein Körper in den Seilen der Reling und zappelte, hilflos kreischend. Die Artgenossen stürzten sich auf das Tier und hackten mit ihren gekrümmten Schnäbeln in das Federvieh. Immer wieder krachte ein Vogel in vollem Flug blind gegen das Stahlblech oder ein Fenster, schlug mit den Flügeln und hinterließ Spuren von Blut und Kot. Unablässig gellten die häßlichen Schreie in den Ohren der Menschen.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 10, 2. Spalte, 1. Absatz

Er wies auf das Bugfenster, hinter dem noch immer der rasende Schwarm der riesigen Vögel umherflatterte. Die rasenden Tiere prallten in der Luft zusammen und schrien. Rote Federn segelten ins Wasser. Immer wieder verfing sich ein Körper in den Seilen der Reling und zappelte, hilflos kreischend. Die Artgenossen stürzten sich auf das Tier und hackten mit ihren gekrümmten Schnäbeln in das Federvieh. Immer wieder krachte ein Vogel in vollem Flug blind gegen das Stahlblech oder ein Fenster. Unablässig gellten die häßlichen Schreie in den Ohren der Menschen.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 10, 2. Spalte, 12. Absatz – Seite 11, 1. Spalte, 2. Absatz

Auf der Karte war die Fundstelle durch ein magisches Zeichen eingekreist. Dorian deutete darauf und wiederholte: „Der Geheimnisvolle, der die Pest damals eingeschleppt hat, hat diese Stelle markiert. Ich bin sicher, daß sich inzwischen die ganze Insel verändert hat. Nicht einmal die Bucht erkenne ich wieder.“
Er sah hinaus auf die Klippen, den schmutzigen Strand, die Felsen und Mittelmeermacchia. Wie es hinter der Nebelwand aussah, ahnte er nicht.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 13, 1. Spalte, 12. Absatz – Seite 13, 2. Spalte, 2. Absatz

Auf der Karte war die Fundstelle durch ein magisches Zeichen eingekreist. Dorian deutete darauf und wiederholte: „Mario Balsamo, der die Pest damals eingeschleppt hat, hat diese Stelle markiert. Ich bin sicher, daß sich inzwischen die ganze Insel verändert hat. Nicht einmal die Bucht erkenne ich wieder.“
Er sah hinaus auf die Klippen, den schmutzigen Strand und die Felsen. Wie es hinter der Nebelwand aussah, ahnte er nicht.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 12, 2. Spalte, 4. Absatz

Wieder befahl die unbekannte Stimme: „Nimm alle deine Geschöpfe, nimm alle Krieger und befiehl der Bestie! Kämpfe, Antiope! Treibe die Eroberer zurück! Trinkt das Blut des ersten Opfers und kämpft! Denkt an nichts anderes als an den Kampf!“

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 15 1. Spalte, 3. Absatz

Wieder befahl die unbekannte Stimme: „Nimm alle deine Geschöpfe, nimm alle Krieger und befiehl der Bestie! Kämpfe, Antiope! Treibe die Eroberer zurück! Denkt an nichts anderes als an den Kampf!“

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 13, 1. Spalte, 5. Absatz – Seite 13, 2. Spalte, 2. Absatz

Dann warf sich die Spinne mit den Riesenscheren herum und riß den Mann von den Beinen. Der Kämpfer zog das Schwert mit einer verzweifelten, aber ungeschickten Bewegung aus dem Boden und versuchte sich zu wehren. Die Spinne packte ihn. Die ineinanderfließenden Schatten auf der Mauer aus hellem Stein zeigten es der Amazonenkönigin. Schnell schnappten die Scheren zu und schlossen sich um den Hals des ungeschickten Opfers. Der Kopf wurde abgetrennt. Er fiel nach unten und rollte aus dem Schattenbild.
Gerade, als sich die Amazonenkönigin aus ihrer Erstarrung löste, flüsterte die befehlende Stimme wieder. „Hole die Krieger, Antiope! Sie sollen sich am Blut dieses Opfers sättigen. Und dann zieht in den Kampf!“

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 15, 2. Spalte, 5. Absatz – Seite 16, 1. Spalte, 2. Absatz

Dann warf sich die Spinne mit den Riesenscheren herum und riß den Mann von den Beinen. Der Kämpfer zog das Schwert mit einer verzweifelten, aber ungeschickten Bewegung aus dem Boden und versuchte sich zu wehren. Die Spinne packte ihn. Die ineinanderfließenden Schatten auf der Mauer aus hellem Stein zeigten es der Amazonenkönigin. Schnell schnappten die Scheren zu und schlossen sich um den Hals des ungeschickten Opfers. Der Krieger wurde zu Boden  und verschwand aus dem Schattenbild.
Gerade, als sich die Amazonenkönigin aus ihrer Erstarrung löste, flüsterte die befehlende Stimme wieder. „Hole die Krieger, Antiope! Und dann zieht in den Kampf!“

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 14, 1. Spalte, 3. Absatz – Seite 14, 2. Spalte, 5. Absatz

„Krieger!“ rief sie laut. „Gehorcht mir! Folgt mir hinauf ins Sonnenreich! Dort trinken wir das Blut des Opfers. Kampf wartet auf uns! Hinter mir her, Kämpfer aus allen Teilen der Welt!“
Undeutliches Murmeln, Waffengeklirre, zahlreiche andere Geräusche und gelegentliche Flüche in unbekannten Sprachen antworteten ihr.
Die Krieger erwachten und erhoben sich von den steinernen Betten. Es war ein weiteres Wunder. Wie in einer der Sagen, die blinde Sänger zur Leier vortrugen. Schlafende Krieger, die von Zeit zu Zeit erwachten, um sich in den Kampf zu stürzen. Eine ewige Armee. Ein Heer, wie es jeder König brauchte.
Antiope rannte in das nächste Gewölbe hinein  und wiederholte ihre Befehle. Auch dort kannte sie die Waffen und Rüstungen der meisten Kämpfer nicht; einige schienen rätselhafterweise aus Stoff zu bestehen.
Der zweite Saal erwachte, die zweite Gruppe rührte sich, um ihr zu folgen.
Kurze Zeit später drängten siebzig der schlafenden Helden in den Korridor und hasteten, stolperten und stampften klirrend und in vielen Sprachen murmelnd hinter ihr her.
Schließlich erreichten sie eine breite Treppe. Knochen lagen hier, weiß und von Ameisen abgenagt. Menschenschädel und ein Tiergeweih polterten die Stufen hinunter.
Als sich Antiope mit einem großen Satz von der obersten Stufe schnellte, sah sie den kopflosen Kämpfer, aus dessen Hals Blut strömte. Die Krieger hinter ihr stießen ein johlendes Geheul aus und stürzten sich auf das Blut.
In diesem Augenblick erfaßte Antiope, welcher Natur diese kleine Schar von Helden war. Sie alle waren gestorben oder eingeschlafen, denn sie entstellten die Wunden furchtbarer Schlachten. Trockenes Blut platzte von der Haut ab, als sie sich bewegten.
Es war ein Heer aus Kämpfern aller Zeiten - aus jenen dunklen Tagen, die vor Antiopes Amazonenstamm vergangen waren, aus ihrer eigenen Zeit, aber aus anderen Ländern, und aus den Jahren und Jahrhunderten danach, die sie nicht kannte. Sie mußte lange, sehr lange geschlafen haben.
„Ich kenne den Feind nicht“, sagte sie leise, als sie ihre blutige Handfläche im Gras abwischte und durch die Gasse ging, die von den Kriegern für sie gebildet wurde. „Aber ich weiß jetzt, daß Helden aller Zeiten mir gehorchen. Wir werden die Eindringlinge aus unserem Land fegen wie niedriges Geschmeiß.“
Die Krieger waren gesättigt. Ihre Körper strotzten vor Kraft. Ein Schluck warmen, dampfenden Blutes hatte auch die Amazonenkönigin mit Entschlossenheit und Kampfeslust erfüllt.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 16, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 17, 1. Spalte, 6. Absatz

„Krieger!“ rief sie laut. „Gehorcht mir! Folgt mir hinauf ins Sonnenreich! Kampf wartet auf uns! Hinter mir her, Kämpfer aus allen Teilen der Welt!“
Undeutliches Murmeln, Waffengeklirre, zahlreiche andere Geräusche und gelegentliche Flüche in unbekannten Sprachen antworteten ihr.
Die Krieger erwachten und erhoben sich von den steinernen Betten. Es war ein weiteres Wunder. Wie in einer der Sagen, die blinde Sänger zur Leier vortrugen. Schlafende Krieger, die von Zeit zu Zeit erwachten, um sich in den Kampf zu stürzen. Eine ewige Armee. Ein Heer, wie es jeder König brauchte.
Antiope rannte in das nächste Gewölbe hinein  und wiederholte ihre Befehle. Auch dort kannte sie die Waffen und Rüstungen der meisten Kämpfer nicht; einige schienen rätselhafterweise aus Stoff zu bestehen.
Der zweite Saal erwachte, die zweite Gruppe rührte sich, um ihr zu folgen.
Kurze Zeit später drängten siebzig der schlafenden Helden in den Korridor und hasteten, stolperten und stampften klirrend und in vielen Sprachen murmelnd hinter ihr her.
Schließlich erreichten sie eine breite Treppe. Knochen lagen hier, weiß und von Ameisen abgenagt. Menschenschädel und ein Tiergeweih polterten die Stufen hinunter.
Als sich Antiope mit einem großen Satz von der obersten Stufe schnellte, sah sie den kopflosen Kämpfer. Die Krieger hinter ihr stießen ein johlendes Geheul aus und stürzten sich auf das Opfer.
In diesem Augenblick erfaßte Antiope, welcher Natur diese kleine Schar von Helden war. Sie alle waren gestorben oder eingeschlafen, denn sie entstellten die Wunden furchtbarer Schlachten. Trockenes Blut platzte von der Haut ab, als sie sich bewegten.
Es war ein Heer aus Kämpfern aller Zeiten - aus jenen dunklen Tagen, die vor Antiopes Amazonenstamm vergangen waren, aus ihrer eigenen Zeit, aber aus anderen Ländern, und aus den Jahren und Jahrhunderten danach, die sie nicht kannte. Sie mußte lange, sehr lange geschlafen haben.
„Ich kenne den Feind nicht“, sagte sie leise, als sie durch die Gasse ging, die von den Kriegern für sie gebildet wurde. „Aber ich weiß jetzt, daß Helden aller Zeiten mir gehorchen. Wir werden die Eindringlinge aus unserem Land fegen wie niedriges Geschmeiß.“
Die Krieger waren gesättigt. Ihre Körper strotzten vor Kraft.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 15, 2. Spalte, 8. Absatz

Dorian schoß und traf zwei Vögel im Flug. Der dritte drehte kreischend in einer Wolke blutiger Federn ab.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 18, 1. Spalte, 8. Absatz

Dorian schoß und traf zwei Vögel im Flug. Der dritte drehte kreischend in einer Wolke von Federn ab.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 17, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 18, 1. Spalte, 3. Absatz

Ron Clarke griff nach seinem Revolver. Er schlug damit um sich, feuerte auf die Tiere, trat auf sie und zerrte an ihnen, als sie sich in Brancas Kragen und Arme verbissen. Helles Blut spritzte über das weiße Glasfibermaterial und die gelben Sitze. Zwei Schrotschüsse krachten donnernd. Ein Fisch schnappte nach Rons Hand. Gianni trieb sein Messer durch den Tierkörper und nagelte ihn an die Bordwand. Dann packte er das Gewehr, sprang einen Meter von Ron weg und handhabte die Waffe wie einen Baseballschläger.
„Verdammte Höllenbrut!“ fauchte Ronald.
Er war meistens betrunken, aber jetzt, im Augenblick der Lebensgefahr, handelte er zuverlässig und äußerst kaltblütig. Er fegte einen Raubfisch mit dem Waffenlauf zur Seite. und riß das Messer aus der Bordwand, warf es Branca zu, duckte sich und zertrat dem Fisch, der ihn verfehlt hatte und sich auf dem Bo¬den krümmte, den Kopf. Dann fing er einen anderen Fisch und zerschlug ihm das Rückgrat.
Jeff Parker, dem ein Fisch eine stark blutende Stirnwunde beige¬bracht hatte,. bewegte sich mit der schnellen Routine eines Sportlers. Er schoß, lud nach und benutzte den schweren Doppellauf der Büchse als Schlagwaffe. Hin und wieder riß er einen der Fische von Dorian oder Dubois weg und schlug sie tot. Nie¬mand sprach. Nur das Rauschen des Wassers, das Brummen der Motoren und die wilden Schreie der ausge-setzten Äffchen waren zu hören und ab und zu das Kreischen einer Möwe.
Coco und die drei anderen Mädchen kauerten im Salon und starrten zu den Booten mit den kämpfenden Männern hinüber.
Der Schwarm war vernichtet, zurückgeschlagen oder von den hungrigen Möwen zerfleischt. Beide Boote waren während des Kampfes auseinandergetrieben worden. Jetzt schrammte der Steuerbordbug des Bootes, in dem Dorian saß, an einen Felsen. Gleichzeitig erschienen die Körper von Jeff und Dorian über der Bordkante. Die Männer warfen tote, blutende Raubfische ins Wasser.
„Diese Fische gibt es sonst nirgendwo. Sie wirkten wie fliegende Piranhas“, schnaubte Jeff und wischte sich das Blut von der Stirn und aus dem blonden Haar.
„Es sind Fische, die das Geheimnis der Insel hüten sollen. So wie die Möwen.“
Er starrte auf den Felsen, der nur ein paar Meter von ihnen entfernt war. Die beiden Äffchen - sie sahen aus wie entartete Totenkopfäffchen - kämpften noch mit einigen Fischen, die sich in ihre Gliedmaßen ver-bissen hatten. Eines der Tiere lag leblos auf den zerklüfteten Steinen; es war von den Raubfischen förmlich zerfetzt worden. Die schäumenden, kleinen Wellen färbten sich rosa. Das andere Tier sprang hin und her, biß den Fischen das Rückgrat durch, zerriß sie mit den kleinen Fingern, kreischte dabei in den höchsten Tönen und blutete aus vielen kleinen Wunden.
„Es lebt nur noch einer der Kleinen“, sagte Jeff und suchte nach dem Bootshaken.
„Ich glaube, wir sollten ihn mitnehmen“, brummte Dorian und sah sich in dem Boot um.
Mit einem letzten Schuß holte Branca zwei Raubmöwen gleichzeitig aus der Luft. Sie fielen auf den Strand, ehe sie den rettenden Nebel erreichen konnten. Er schien dichter und undurchdringlicher geworden zu sein, während sie gekämpft hatten.
„In Ordnung. Ich sehe nicht ein, warum, aber meinetwegen“, sagte Parker.
Beide Boote waren blutbespritzt. Überall glitzerten Fischschuppen. Branca im anderen Boot zündete sich eine Zigarette an.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 19, 2. Spalte, 3. Absatz – Seite 20, 2. Spalte, 5. Absatz

Ron Clarke griff nach seinem Revolver. Er schlug damit um sich, feuerte auf die Tiere, trat auf sie und zerrte an ihnen, als sie sich in Brancas Kragen und Arme verbissen. Zwei Schrotschüsse krachten donnernd. Ein Fisch schnappte nach Rons Hand. Gianni trieb sein Messer durch den Tierkörper und nagelte ihn an die Bordwand. Dann packte er das Gewehr, sprang einen Meter von Ron weg und handhabte die Waffe wie einen Baseballschläger.
„Verdammte Höllenbrut!“ fauchte Ronald.
Er war meistens betrunken, aber jetzt, im Augenblick der Lebensgefahr, handelte er zuverlässig und äußerst kaltblütig. Er fegte einen Raubfisch mit dem Waffenlauf zur Seite. und riß das Messer aus der Bordwand, warf es Branca zu, duckte sich und zertrat dem Fisch, der ihn verfehlt hatte und sich auf dem Boden krümmte, den Kopf. Dann fing er einen anderen Fisch und zerschlug ihm das Rückgrat.
Jeff Parker, dem ein Fisch eine Stirnwunde beigebracht hatte, bewegte sich mit der schnellen Routine eines Sportlers. Er schoß, lud nach und benutzte den schweren Doppellauf der Büchse als Schlagwaffe. Hin und wieder riß er einen der Fische von Dorian oder Dubois weg und schlug sie tot. Niemand sprach. Nur das Rauschen des Wassers, das Brummen der Motoren und die wilden Schreie der ausgesetzten Äffchen waren zu hören und ab und zu das Kreischen einer Möwe.
Coco und die drei anderen Mädchen kauerten im Salon und starrten zu den Booten mit den kämpfenden Männern hinüber.
Der Schwarm war vernichtet, zurückgeschlagen oder von den hungrigen Möwen zerfleischt. Beide Boote waren während des Kampfes auseinandergetrieben worden. Jetzt schrammte der Steuerbordbug des Bootes, in dem Dorian saß, an einen Felsen. Gleichzeitig erschienen die Körper von Jeff und Dorian über der Bordkante. Die Männer warfen tote Raubfische ins Wasser.
„Diese Fische gibt es sonst nirgendwo. Sie wirkten wie fliegende Piranhas“, schnaubte Jeff und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„Es sind Fische, die das Geheimnis der Insel hüten sollen. So wie die Möwen.“
Er starrte auf den Felsen, der nur ein paar Meter von ihnen entfernt war. Die beiden Äffchen - sie sahen aus wie entartete Totenkopfäffchen - kämpften noch mit einigen Fischen, die sich in ihre Gliedmaßen verbissen hatten. Eines der Tiere lag leblos auf den zerklüfteten Steinen; es war von den Raubfischen getötet worden. Die schäumenden, kleinen Wellen färbten sich rosa. Das andere Tier sprang hin und her, biß den Fischen das Rückgrat durch, zerriß sie mit den kleinen Fingern, kreischte dabei in den höchsten Tönen.
„Es lebt nur noch einer der Kleinen“, sagte Jeff und suchte nach dem Bootshaken.
„Ich glaube, wir sollten ihn mitnehmen“, brummte Dorian und sah sich in dem Boot um.
Mit einem letzten Schuß holte Branca zwei Raubmöwen gleichzeitig aus der Luft. Sie fielen auf den Strand, ehe sie den rettenden Nebel erreichen konnten. Er schien dichter und undurchdringlicher geworden zu sein, während sie gekämpft hatten.
„In Ordnung. Ich sehe nicht ein, warum, aber meinetwegen“, sagte Parker.
Überall glitzerten Fischschuppen. Branca im anderen Boot zündete sich eine Zigarette an.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 20, 1. Spalte, 4. Absatz

Ein weißes, abgenagtes Skelett lag im Windschatten eines Felsens. In den Bootstrümmern entdeckten sie zwei Totenköpfe von Menschen, denen man die Schädel gespalten hatte. An einer luftleeren Rettungsweste klebten getrocknete Algenbüschel.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 21, 2. Spalte, 8. Absatz

Ein weißes, abgenagtes Skelett lag im Windschatten eines Felsens. In den Bootstrümmern entdeckten sie zwei Totenköpfe von Menschen. An einer luftleeren Rettungsweste klebten getrocknete Algenbüschel.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 25, 1. Spalte, 6. Absatz

Gianni fiel fast, als er mit riesigen Sprüngen zwischen der Macchia hervorsprang, den Hang hinunterrannte und die Maschinenpistole über dem Kopf schwenkte. Er bremste keuchend vor den Männern ab.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 28, 1. Spalte, 7. Absatz

Gianni fiel fast, als er mit riesigen Sprüngen zwischen den Büschen  hervorsprang, den Hang hinunterrannte und die Maschinenpistole über dem Kopf schwenkte. Er bremste keuchend vor den Männern ab.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 28, 2. Spalte, 8. Absatz

Dann blickte er Dorian an. Eine Sekunde später verwandelten sich auch seine Augäpfel in weiße, sich windende und drehende Würmer. Mit einem letzten wahnsinnigen Schrei nahm Russo einen Anlauf, rannte auf die Reling zu und schlug dagegen. Der Oberkörper kippte nach vorn, die nackten Füßen verloren den Halt. Der Körper fiel aufklatschend ins Wasser.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 31, 2. Spalte, 8. Absatz

Dann blickte er Dorian an. Mit einem letzten wahnsinnigen Schrei nahm Russo einen Anlauf, rannte auf die Reling zu und schlug dagegen. Der Oberkörper kippte nach vorn, die nackten Füßen verloren den Halt. Der Körper fiel aufklatschend ins Wasser.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 32, 2. Spalte, 6. Absatz – Seite 33, 1. Spalte, 1. Absatz

Gleichzeitig zischte Dorians Flammenwerfer los. Eine gewaltige Feuersäule raste auf die beiden römischen Zenturionen zu, die sich schweigend und mit geschwungenen Kurzschwertern den Eindringlingen näherten. Die Flammen erfaßten die Gestalten aus der Vergangenheit, hüllten sie sekundenlang ein und machten aus ihren Körpern Marionetten, die sich zuckend bewegten. Sie schienen aus Flammen zu bestehen, dann lösten sie sich auf. Ihre Waffen und Körperteile besaßen auf einmal das Aussehen von verbrannten Holzstücken und fielen in sich zusammen.
Gianni Branca erlebte einige Herzschläge lang seine eigene Vision des Schreckens. Zwei Soldaten stürmten auf ihn los. Sie sahen aus wie die Männer, die an Fallschirmen vom Himmel schwebten, als er ein Kind gewesen war. Deutsche Fallschirmjäger. Er hatte seine Maschinenpistole im Anschlag, schloß eine halbe Sekunde lang die Augen und krümmte den Zeigefinger.
Die Waffe begann zu hämmern und jagte die fünfundzwanzig Schüsse in die feldgrauen Körper der Angreifer. Sie starben zum zweitenmal, als die Explosionsgeschosse die Körper zerfetzten. „Achtung! Zur Seite! Geht in Deckung!“ schrie Jeff Parker.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 34, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 35, 1. Spalte, 2. Absatz

Gleichzeitig zischte Dorians Flammenwerfer los. Eine gewaltige Feuersäule raste auf die beiden römischen Zenturionen zu, die sich schweigend und mit geschwungenen Kurzschwertern den Eindringlingen näherten. Die Flammen erfaßten die Gestalten aus der Vergangenheit, hüllten sie sekundenlang ein. Ihre Körper schienen aus Flammen zu bestehen, dann lösten sie sich auf. Ihre Waffen und Körperteile besaßen auf einmal das Aussehen von verbrannten Holzstücken und fielen in sich zusammen.
Gianni Branca erlebte einige Herzschläge lang seine eigene Vision des Schreckens. Zwei Soldaten stürmten auf ihn los. Sie sahen aus wie die Männer, die an Fallschirmen vom Himmel schwebten, als er ein Kind gewesen war. Deutsche Fallschirmjäger. Er hatte seine Maschinenpistole im Anschlag, schloß eine halbe Sekunde lang die Augen und krümmte den Zeigefinger.
Die Waffe begann zu hämmern und jagte die fünfundzwanzig Schüsse in die feldgrauen Körper der Angreifer. Sie starben zum zweitenmal, als die Explosionsgeschosse in ihren die Körpern detonierten. „Achtung! Zur Seite! Geht in Deckung!“ schrie Jeff Parker.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 33, 2. Spalte, 3. Absatz

Dann hämmerte wieder Brancas Maschinenpistole los und zersiebte zwei preußische Grenadiere mit ihren hohen, weißen Mützen.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 35, 2. Spalte, 7. Absatz

Dann hämmerte wieder Brancas Maschinenpistole los und traf zwei preußische Grenadiere mit ihren hohen, weißen Mützen.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 37, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 39, 1. Spalte, 4. Absatz

Drei, vier Äffchen klammerten sich an ihn. Er schlug mit der Waffe um sich, bückte sich und warf sich mit dem Rücken gegen einen Stamm, der ächzte und die anderen mit braunem Holzstaub überschüttete. Ein höllisches Spektakel entstand. Ein Affe fiel zerdrückt von seinem Rücken.
Die sieben Menschen versuchten, sich gegenseitig zu helfen.
Branca riß seinen Revolver heraus, wirbelte zu Eve herum und feuerte neben ihrem Gesicht auf zwei Affen, die gerade begannen, ihre Schulter zu zerfleischen. Eve Foots schrie gellend und durchdringend. Die Geschosse zerschmetterten die kleinen, nur faustgroßen Köpfe der Tiere. Ein kurzer Schuß aus dem Flammenwerfer Dorians verbrannte einen halben Baum voller Affen.
Die Affen, deren schwarze Felle brannten und schmorten, stürzten sich mit wilden Schwüngen in den Sumpf. Überall breiteten sich Rauch und Flammen aus, aber immer wieder erstickten die triefenden Blätter das Lauffeuer.
„Wehrt euch! Jeder hilft dem anderen. Sie sind vermutlich giftig“, schrie der Dämonenkiller und benutzte sein Flammenwerferrohr als Keule.
Einige Dutzend dieser wahnsinnigen Äffchen - auch das Maskottchen hatte sich in einen hysterischen, blutgierigen Angreifer verwandelt - versuchten, die Menschen in den Sumpf zu treiben. Sie hüpften auf die Köpfe der Menschen und schlugen wild und wahllos ihre Zähne in alles, was sie erreichen konnten.
Branca schlug mit dem Kolben der Maschinenpistole zu. Er drosch auf einen Affen ein, der auf Dorians Rücken hockte.
Eve Foots schrie zwar, aber sie behielt einen klaren Kopf. Ihre Maschinenpistole ging fast von selbst los. Fünf oder sechs Äffchen fielen durchlöchert aus den Zweigen und schlugen in den blasenwerfenden schwarzen Sumpf.
Dubois hielt eine Machete in der Hand, schlug damit um sich und packte mit der linken Hand einen Affen, der in seinem Nacken saß. Er schleuderte das kreischende Tier gegen einen Stamm.
Coco Zamis hielt das Tauchermesser Brancas in der Hand und warf sich über Bruno Scemo, der mit dem Flammenwerfer kurze Feuerstöße über die Köpfe der Kämpfenden hinweg abgab.
„Weg von hier!“ brüllte der Dämonenkiller und begann zu rennen.
Seine Jacke war halb zerfetzt. Überall an seiner Kleidung glänzten Blutspuren.
Dorian sprang von Steinplatte zu Steinplatte und blieb stehen, als er einen anderen Teil des Dschungels erreicht hatte. Er drehte sich um, hob den großkalibrigen Revolver, zielte sorgfältig und feuerte langsam die Trommel leer.
Dubois spürte, wie das Explosivgeschoß einen Affen aus den Ästen riß. Ein zweiter fiel, sich immer wieder überschlagend, zu Boden und wurde von Jeff totgetreten.
Wieder schoß ein Feuerstoß aufwärts und hüllte ein halbes Dutzend Angreifer in rote und weiße Flammen ein.
Bruno Scemo schlug mit seinem Messer zu, dann packte er Eves Hand und zog das Mädchen mit sich. Um ihn herum schrien und wimmerten verwundete und verbrannte Äffchen.
Coco hatte das Maskottchen von sich geschleudert und sah entsetzt, wie sich die überlebenden Affen auf ihre Artgenossen stürzten und sie zu zerfleischen begannen.
Scemo hastete heran und fauchte: „Nicht einmal darauf kann man sich verlassen. Wir haben die Viecher verschont, aber sie...“
Dorian sah sich wachsam um, konnte aber im Augenblick keine anderen Gefahren entdecken.
Der Steinpfad führte nach fünfzig Schritten wieder aus dem sumpfigen Gelände hinaus. Als die sieben schwitzenden, hungernden und durstigen Mitglieder der Gruppe zwischen den Bäumen heraustraten, entdeckten sie in der nächsten schmalen Gasse drei der silbernen Fäden, die sie angeblich zum Zentrum der Ruinen führen sollten.
Jetzt begann sich selbst der Dämonenkiller zu fürchten.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 38, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 39, 1. Spalte, 7. Absatz

Drei, vier Äffchen klammerten sich an ihn. Er schlug mit der Waffe um sich, bückte sich und warf sich mit dem Rücken gegen einen Stamm, der ächzte und die anderen mit braunem Holzstaub überschüttete. Ein höllisches Spektakel entstand. Ein Affe fiel von seinem Rücken.
Die sieben Menschen versuchten, sich gegenseitig zu helfen.
Branca riß seinen Revolver heraus, wirbelte zu Eve herum und feuerte neben ihrem Gesicht auf zwei Affen. Eve Foots schrie gellend und durchdringend. Die Geschosse zerschmetterten die kleinen, nur faustgroßen Köpfe der Tiere. Ein kurzer Schuß aus dem Flammenwerfer Dorians hüllte einen halben Baum voller Affen.
Die Affen stürzten sich mit wilden Schwüngen in den Sumpf. Überall breiteten sich Rauch und Flammen aus, aber immer wieder erstickten die triefenden Blätter das Lauffeuer.
„Wehrt euch! Jeder hilft dem anderen. Sie sind vermutlich giftig“, schrie der Dämonenkiller und benutzte sein Flammenwerferrohr als Keule.
Einige Dutzend dieser wahnsinnigen Äffchen - auch das Maskottchen hatte sich in einen hysterischen Angreifer verwandelt - versuchten, die Menschen in den Sumpf zu treiben. Sie hüpften auf die Köpfe der Menschen und schlugen wild und wahllos ihre Zähne in alles, was sie erreichen konnten.
Branca schlug mit dem Kolben der Maschinenpistole zu. Er drosch auf einen Affen ein, der auf Dorians Rücken hockte.
Eve Foots schrie zwar, aber sie behielt einen klaren Kopf. Ihre Maschinenpistole ging fast von selbst los. Fünf oder sechs Äffchen fielen aus den Zweigen und schlugen in den blasenwerfenden schwarzen Sumpf.
Dubois hielt eine Machete in der Hand, schlug damit um sich und packte mit der linken Hand einen Affen, der in seinem Nacken saß. Er schleuderte das kreischende Tier gegen einen Stamm.
Coco Zamis hielt das Tauchermesser Brancas in der Hand und warf sich über Bruno Scemo, der mit dem Flammenwerfer kurze Feuerstöße über die Köpfe der Kämpfenden hinweg abgab.
„Weg von hier!“ brüllte der Dämonenkiller und begann zu rennen.
Seine Jacke war halb zerfetzt.
Dorian sprang von Steinplatte zu Steinplatte und blieb stehen, als er einen anderen Teil des Dschungels erreicht hatte. Er drehte sich um, hob den großkalibrigen Revolver, zielte sorgfältig und feuerte langsam die Trommel leer.
Wieder schoß ein Feuerstoß aufwärts und hüllte ein halbes Dutzend Angreifer in rote und weiße Flammen ein.
Bruno Scemo schlug mit seinem Messer zu, dann packte er Eves Hand und zog das Mädchen mit sich. Um ihn herum schrien und wimmerten verwundete Äffchen.
Coco hatte das Maskottchen von sich geschleudert und sah entsetzt, wie sich die überlebenden Affen auf ihre Artgenossen stürzten und sie zu zerfleischen begannen.
Scemo hastete heran und fauchte: „Nicht einmal darauf kann man sich verlassen. Wir haben die Viecher verschont, aber sie...“
Dorian sah sich wachsam um, konnte aber im Augenblick keine anderen Gefahren entdecken.
Der Steinpfad führte nach fünfzig Schritten wieder aus dem sumpfigen Gelände hinaus. Als die sieben schwitzenden, hungernden und durstigen Mitglieder der Gruppe zwischen den Bäumen heraustraten, entdeckten sie in der nächsten schmalen Gasse drei der silbernen Fäden, die sie angeblich zum Zentrum der Ruinen führen sollten.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 39, 2. Spalte, 8. Absatz – Seite 40, 1. Spalte, 7. Absatz

„Dort bellt einer. Er geht bestimmt auf mich los. Für mich ist ein toter Hund der schönste Hund. Zerschmettert...“
Er konnte nicht mehr ausreden. Der Hund griff an. Es war, wie Wolfi es geahnt hatte. Ein riesiges Tier, gelb und schwarz gefleckt, von der Größe eines Kalbes, sprang aus dem Gebüsch, setzte über einen Stein hinweg und griff mit tierischem Geknurre den sprachlosen Mann an.
„Ich hab's doch gesagt!“ fauchte Wolfi und begann zu schießen.
Er sah entsetzt, daß die Geschosse zwar den riesigen Körper erschütterten und durchschlugen, aber nicht umbrachten.
Dann rasten zwischen dem Tier und Wolfi zwei kurze Flammenwerferstrahlen hindurch kreuzten sich gerade in dem Augenblick, als das Tier mit weit aufgerissenen Augen und entblößten Fangzähnen den letzten entscheidenden Satz machte.
Der Hund sprang direkt in die Flammen hinein und heulte auf. Aber er war noch immer nicht getötet. Er kroch, am ganzen Körper brennend, aus dem stinkenden Flammenbündel hervor, kauerte sich einen Sekundenbruchteil auf den Boden und schnellte dann hoch.
Wolfi sprang zur Seite und benutzte das schwere Gewehr wie eine Keule. Der blauschimmernde Lauf traf das Tier seitlich am Kopf. Fell und Ohren begann sich aufzulösen.
Dorian rannte näher heran und zwängte dem Tier, das den Lauf gepackt hatte und heulend mit den Kiefern daran riß und zerrte, die Düse des Flammenwerfers zwischen die krachenden Zähne.
„Zurück, Wolfi!“ schrie der Dämonenkiller und drückte ab.
Der Teufelshund, der eben noch mit zurückgestemmten Beinen an dem Gewehr gezerrt hatte, begann sich in einer Flammenexplosion aufzulösen.
„Hier hast du deinen Hund!“ sagte Dorian keuchend und lief den anderen nach, die langsam auf die erste, einigermaßen gut erhaltene Mauer zugingen, die sich links am Weg erhob.
Wolfi schüttelte sich schaudernd und spuckte aus.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 39, 2. Spalte, 10. Absatz – Seite 40, 1. Spalte, 7. Absatz

„Dort bellt einer. Er geht bestimmt auf mich los. Für mich ist ein toter Hund der schönste Hund...“
Er konnte nicht mehr ausreden. Der Hund griff an. Es war, wie Wolfi es geahnt hatte. Ein riesiges Tier, gelb und schwarz gefleckt, von der Größe eines Kalbes, sprang aus dem Gebüsch, setzte über einen Stein hinweg und griff mit tierischem Geknurre den sprachlosen Mann an.
„Ich hab's doch gesagt!“ fauchte Wolfi und begann zu schießen.
Er sah entsetzt, daß die Geschosse zwar den riesigen Körper erschütterten und durchschlugen, aber nicht umbrachten.
Dann rasten zwischen dem Tier und Wolfi zwei kurze Flammenwerferstrahlen hindurch kreuzten sich gerade in dem Augenblick, als das Tier mit weit aufgerissenen Augen und entblößten Fangzähnen den letzten entscheidenden Satz machte.
Der Hund sprang direkt in die Flammen hinein und heulte auf. Aber er war noch immer nicht getötet. Er kroch aus dem stinkenden Flammenbündel hervor, kauerte sich einen Sekundenbruchteil auf den Boden und schnellte dann hoch.
Wolfi sprang zur Seite und benutzte das schwere Gewehr wie eine Keule. Der blauschimmernde Lauf traf das Tier seitlich am Kopf. Fell und Ohren begannen sich aufzulösen.
Wolfi schüttelte sich schaudernd und spuckte aus.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 42, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 9. Absatz

Dorian fing mit der linken Hand den Schaft des Kampfbeiles auf und wirbelte herum. Ein osmanischer Krieger zuckte zurück, hob sein gekrümmtes Schwert und schlug zu. Dorian wehrte den Schlag mit dem Flammenwerfer ab und schlug mit dem schweren, rostigen Beil zu. Er spaltete mit einem einzigen Hieb die Brust des Osmanen. Der Krieger starb zum zweitenmal und verwandelte sich in ein Aschenhäufchen.
Gianni Branca wurde von zwei Ägyptern angegriffen. Sie warfen ihre Bögen weg und senkten die langen Speere mit den kantigen Bronzespitzen. Dem ersten Stoß wich Branca aus. Schießen war sinnlos. Er duckte sich, wich auch dem zweiten Stoß aus und feuerte dann den Flammenwerfer ab. Danach ließ er sich zu Boden fallen, als er sah, wie Dubois mit einem gewaltigen Satz zwischen den Kämpfenden und den Feuerstrahlen hindurchsprang, sich auf ein langes Schwert stürzte und wieder auf die Beine kam. Dubois kämpfte wie ein Tiger. Er schlug mit der antiken Waffe wie ein Rasender um sich. Einem Neger schlug er den Kopf ab, einem anderen Mann trennte er den Arm mit der Waffe vom Körper.
„Wir treiben sie zurück!“
Unaufhörlich zischten die Flammenwerfer. Die Krieger der Vergangenheit brachen in die Knie und lösten sich auf. Überall brannte es. Rauch stieg in einer schwarzen Wolke auf. Hin und wieder flog ein Stein oder ein Speer in das Kampfgewimmel. Die Sonne stach.
Und plötzlich war alles vorbei. Die Angreifer befanden sich unterhalb des halb eingestürzten Bogens und im Moment außerhalb der Gefahrenzone.
„Das war die erste Attacke“, sagte Dorian kurz. „Wir haben sie abgewehrt.“
„Aber wir sind noch lange nicht in der Festung“, gab Jeff zu bedenken.
„Und auf die versprochene Beute müssen wir wohl auch noch eine Weile warten“, brummte Gianni. „Wo sind die Schätze, Hunter?“
Dorian deutete geradeaus und dann schräg nach unten.
„Aber die alten Waffen sind ein Vermögen wert!“ schrie Wolfi.
„Wir sammeln sie ein, wenn wir zurückgehen“, versprach Jeff und hob die Schultern.
Eve zog, Brancas Tauchermesser in der Hand, an dem langen Pfeil in Jeffs Arm. Das Mädchen schnitt den Stoff auf, drehte den Pfeil heraus und sah, daß es nur eine heftig blutende, an sich harmlose Fleischwunde war.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 42, 1. Spalte, 2. Absatz – Seite 42, 2. Spalte, 9. Absatz

Dorian fing mit der linken Hand den Schaft des Kampfbeiles auf und wirbelte herum. Ein osmanischer Krieger zuckte zurück, hob sein gekrümmtes Schwert und schlug zu. Dorian wehrte den Schlag mit dem Flammenwerfer ab und schlug mit dem schweren, rostigen Beil zu. Der Krieger starb zum zweitenmal und verwandelte sich in ein Aschenhäufchen.
Gianni Branca wurde von zwei Ägyptern angegriffen. Sie warfen ihre Bögen weg und senkten die langen Speere mit den kantigen Bronzespitzen. Dem ersten Stoß wich Branca aus. Schießen war sinnlos. Er duckte sich, wich auch dem zweiten Stoß aus und feuerte dann den Flammenwerfer ab. Danach ließ er sich zu Boden fallen, als er sah, wie Dubois mit einem gewaltigen Satz zwischen den Kämpfenden und den Feuerstrahlen hindurchsprang, sich auf ein langes Schwert stürzte und wieder auf die Beine kam. Dubois kämpfte wie ein Tiger. Er schlug mit der antiken Waffe wie ein Rasender um sich.
„Wir treiben sie zurück!“
Unaufhörlich zischten die Flammenwerfer. Die Krieger der Vergangenheit brachen in die Knie und lösten sich auf. Überall brannte es. Rauch stieg in einer schwarzen Wolke auf. Hin und wieder flog ein Stein oder ein Speer in das Kampfgewimmel. Die Sonne stach.
Und plötzlich war alles vorbei. Die Angreifer befanden sich unterhalb des halb eingestürzten Bogens und im Moment außerhalb der Gefahrenzone.
„Das war die erste Attacke“, sagte Dorian kurz. „Wir haben sie abgewehrt.“
„Aber wir sind noch lange nicht in der Festung“, gab Jeff zu bedenken.
„Und auf die versprochene Beute müssen wir wohl auch noch eine Weile warten“, brummte Gianni. „Wo sind die Schätze, Hunter?“
Dorian deutete geradeaus und dann schräg nach unten.
„Aber die alten Waffen sind ein Vermögen wert!“ schrie Wolfi.
„Wir sammeln sie ein, wenn wir zurückgehen“, versprach Jeff und hob die Schultern.
Eve zog, Brancas Tauchermesser in der Hand, an dem langen Pfeil in Jeffs Arm. Das Mädchen schnitt den Stoff auf, drehte den Pfeil heraus und sah, daß es nur eine harmlose Fleischwunde war.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 43, 1. Spalte, 7. Absatz

Die sieben Personen kontrollierten ihre Waffen und stürmten durch den Torbogen, über den geheimnisvollen Hof, über knackende und knirschende Gebeine längst Verstorbener und drangen durch das stinkende Gestrüpp in die Burg ein. Von Coco fanden sie keine Spur.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 43, 1. Spalte, 9. Absatz

Die sechs Personen kontrollierten ihre Waffen und stürmten durch den Torbogen, über den geheimnisvollen Hof, über knackende und knirschende Gebeine längst Verstorbener und drangen durch das stinkende Gestrüpp in die Burg ein. Von Coco fanden sie keine Spur.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 44, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 44, 2. Spalte, 1. Absatz

In dem kleinen Hof entbrannte ein erbitterter Schwertkampf. Unaufhörlich klirrten die Eisenklingen. Funkenregen sprühten aus den Schneiden. Das Echo hallte von den blauweißen Mauern zurück. Weiße Gerippe zersplitterten unter den Sohlen der Stiefel und Sandalen. Totenschädel kullerten durch das niedergetretene Gras. Hin und wieder wurde einer der dicken Spinnenfäden durch einem Hieb gekappt. Immer wieder traf Coco den Schild, manchmal die Rüstung; einmal traf sie um Fingerbreite den prächtigen Stachelhelm.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 44, 2. Spalte, 3. Absatz

In dem kleinen Hof entbrannte ein erbitterter Schwertkampf. Unaufhörlich klirrten die Eisenklingen. Funkenregen sprühten aus den Schneiden. Das Echo hallte von den blauweißen Mauern zurück. Hin und wieder wurde einer der dicken Spinnenfäden durch einem Hieb gekappt. Immer wieder traf Coco den Schild, manchmal die Rüstung; einmal traf sie um Fingerbreite den prächtigen Stachelhelm.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 46, 1. Spalte, 4. Absatz

Coco war nicht sehr verwundert, obwohl sie der Umstand, daß sie ihre eigene Sprache sprach und trotzdem verstanden wurde und verstand, etwas verblüffte. Sie parierte einen Schlag, der ihr beinahe den Kopf abgerissen hätte, duckte sich, und der Knauf ihrer Waffe glitt fast aus ihrer schweißnassen Hand.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 46, 1. Spalte, 6. Absatz

Coco war nicht sehr verwundert, obwohl sie der Umstand, daß sie ihre eigene Sprache sprach und trotzdem verstanden wurde und verstand, etwas verblüffte. Sie parierte einen Schlag, duckte sich, und der Knauf ihrer Waffe glitt fast aus ihrer schweißnassen Hand.

* * * 

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 48, 1. Spalte, 9. Absatz – Seite 48, 2. Spalte, 3. Absatz

„Warum ist niemand hier? Warum greift niemand an?“ fragte Bruno Scemo halblaut.
Knochen zersplitterten unter den Sohlen seiner Stiefel.
„Das weiß ich auch nicht“, erwiderte Dorian an der Spitze.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 48, 2. Spalte, 5. + 6. Absatz

„Warum ist niemand hier? Warum greift niemand an?“ fragte Bruno Scemo halblaut.
„Das weiß ich auch nicht“, erwiderte Dorian an der Spitze.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 48, 2. Spalte, 11. Absatz

Hinter den Ecken, Säulen und Mauern nahmen die geheimnisvollen Geräusche zu. Klappernd rollte ein halb zerschmetterter Totenkopf ein paar Stufen hinunter.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 49, 1. Spalte, 4. Absatz

Hinter den Ecken, Säulen und Mauern nahmen die geheimnisvollen Geräusche zu.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 50, 1. Spalte, 6. Absatz – Seite 50, 2. Spalte, 4. Absatz

Plötzlich veränderte sich der Körper Scemos. Seine Hände und Füße, selbst das fremde Material der Stiefel, blähten sich auf und flossen langsam auseinander. Der Schatten kroch in den Körper oder wurde vom Körper aufgesaugt. Auch die Handgelenke und die Unterschenkel Scemos veränderten ihre Form und wurden zu dicken, Blasen werfenden Säulen, die langsam auseinanderflossen. Faules und schwarzes Fleisch erschien unter der platzenden Haut.
Noch einmal schrie Bruno auf, dann verwandelte er sich in ein zuckendes, aufgeblähtes Bündel.
Die Umstehenden waren gelähmt. In diesen Minuten hätte man sie unbemerkt niedermachen können. Noch gellte das Echo des letzten Schmerzensschreies durch die Gänge, Kammern und Treppentürme, als sich der Schatten mit einem lautlosen Ruck endgültig in den Körper zurückzog. Gelblich-weiße Nebel wallten von dem rasch in sich zusammensackenden Haufen in die Höhe.
„Es sind die Schatten der ruhelosen Seelen“, sagte Dorian heiser. Er mußte sich mehrmals räuspern. Dorian schmerzte dieser sinnlose Tod. „Diese Seelen sind verdammt, unter den Lebenden sich Opfer zu suchen.“
Branca sagte hart: „Ich verstehe kein Wort, Hunter.“
Es klang eindeutig wie ein Vorwurf. Aus den gelben Nebeln wurde eine weiße Wolke. Dann verwandelte sich die breiige Masse des zuckenden Körpers in eine Substanz, die wie nasse Asche aussah. Langsam sickerte der Rest von Bruno Scemo in den Schmutz und Abfall des Hallenbodens ein.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 50, 2. Spalte, 4. Absatz – Seite 51, 1. Spalte, 1. Absatz

Plötzlich veränderte sich der Körper Scemos. Seine Hände und Füße, selbst das fremde Material der Stiefel, blähten sich auf und flossen langsam auseinander. Der Schatten kroch in den Körper oder wurde vom Körper aufgesaugt. Auch die Handgelenke und die Unterschenkel Scemos veränderten ihre Form und wurden zu dicken, Blasen werfenden Säulen, die langsam auseinanderflossen.
Noch einmal schrie Bruno auf, dann verwandelte er sich in ein zuckendes, aufgeblähtes Bündel.
Die Umstehenden waren gelähmt. In diesen Minuten hätte man sie unbemerkt niedermachen können. Noch gellte das Echo des letzten Schmerzensschreies durch die Gänge, Kammern und Treppentürme, als sich der Schatten mit einem lautlosen Ruck endgültig in den Körper zurückzog. Gelblich-weiße Nebel wallten von dem rasch in sich zusammensackenden Haufen in die Höhe.
„Es sind die Schatten der ruhelosen Seelen“, sagte Dorian heiser. Er mußte sich mehrmals räuspern. Dorian schmerzte dieser sinnlose Tod. „Diese Seelen sind verdammt, unter den Lebenden sich Opfer zu suchen.“
Branca sagte hart: „Ich verstehe kein Wort, Hunter.“
Es klang eindeutig wie ein Vorwurf. Aus den gelben Nebeln wurde eine weiße Wolke. Dann verwandelte sich die Masse des zuckenden Körpers in eine Substanz, die wie nasse Asche aussah. Langsam sickerte der Rest von Bruno Scemo in den Schmutz und Abfall des Hallenbodens ein.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 52, 1. Spalte, 10. Absatz – Seite 53, 2. Spalte, 1. Absatz

Die Helden waren aus ihrem langen Schlaf geweckt worden. Ein Schluck warmes Blut - es mußte Ronald Clarke gewesen sein, der mit der Bestie gekämpft und diesen chancenlosen Kampf verloren und mit seinem Blut und Leben bezahlt hatte - genügte, um sie zu wahren Kampfmaschinen werden zu lassen. Sie gehorchten der Spinne. Sie waren nur durch ihre eigenen Waffen zu schlagen und zu töten und - durch das Feuer.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 53, 2. Spalte, 9. Absatz – Seite 54, 1. Spalte, 1. Absatz

Die Helden waren aus ihrem langen Schlaf geweckt worden. Es mußte Ronald Clarke gewesen sein, der mit der Bestie gekämpft und diesen chancenlosen Kampf verloren und mit seinem Leben bezahlt hatte. Die Helden waren zu Kampfmaschinen geworden. Sie gehorchten der Spinne. Sie waren nur durch ihre eigenen Waffen zu schlagen und zu töten und - durch das Feuer.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 56, 2. Spalte, 2. Absatz

Die Spinnenbrut versuchte, durch die Maschen des Netzes zu entkommen. Einige von ihnen griffen blind an. aber sie verströmten ihren schleimigen Lebenssaft unter den Schwerthieben. Ein Tier rannte wie besessen die Felswand hinauf; es hob sich von dem leuchtenden Belag ab. Cocos Schwert spaltete den Körper. Ununterbrochen gruben sich die Schwertspitzen in die zuckenden Körper. Längst mußte die Spinnenbestie gemerkt haben, daß ihre Brut vernichtet wurde.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 56, 1. Spalte, 2. – 3. Absatz

Die Spinnenbrut versuchte, durch die Maschen des Netzes zu entkommen. Einige von ihnen griffen blind an. aber sie verströmten ihren schleimigen Lebenssaft unter den Schwerthieben. Ein Tier rannte wie besessen die Felswand hinauf; es hob sich von dem leuchtenden Belag ab. Cocos Schwert spaltete den Körper.
Längst mußte die Spinnenbestie gemerkt haben, daß ihre Brut vernichtet wurde.

* * *

Die Geisterspinne
Dämonenkiller Nr. 79
Seite 59, 1. Spalte, 4. Absatz – Seite 59, 2. Spalte, 7. Absatz

Jeff Parker, der die letzten Stufen heruntergewirbelt war, richtete den Flammenwerfer erneut auf das Monster und drückte ununterbrochen auf den Auslöser. Immer wieder zischten Flammenstöße aus der Düse und verwandelten die Spinne in ein Gebilde, das an allen Enden und Ecken brannte. Es drehte sich rasend schnell um sich selbst und gab fauchende und zischende Laute von sich. Unaufhörlich klickten und klapperten die riesigen Scheren.
Sekunden später erschien Dorian, erkannte nach einem kurzen Rundblick die Lage und handelte entsprechend. Weder die Schatten noch die Helden aus der Vergangenheit, die in drei verschiedenen Torbögen und Ausgängen erschienen, irritierten ihn.
„Wir schaffen es, Coco!“ brüllte er und feuerte drei lange Feuerstöße aus seinem Flammenwerfer ab.
Die Spinnenbestie hatte sich zusammengekauert, die Reste der blutenden und brennenden Beine unter den kochenden, aufplatzenden Körper gezogen und sich mit den verschmorenden Scheren selbst gebissen. Sie starb fast im Zentrum der großen Höhle. Jeff, Dorian, Gianni und Dubois bildeten eine Gruppe rund um die beiden Amazonen.
„Die Bestie haben wir besiegt. Wir haben nur noch zwei Gegner - die Schattenseelen und die Krieger“, sagte Dorian.
Antiope rannte an dem schmorenden und stinkenden Haufen, der noch vor Sekunden eine Herrscherspinne gewesen war, vorbei.
Sie hob das Schwert und schrie: „Ich werde die Krieger aufhalten. Helft mir, Fremde!“
Coco umarmte flüchtig Dorian und deutete mit dem Schwert auf ihre seltsame Freundin. „Helft ihr! Vielleicht überleben wir die nächsten Stunden.“
Die Halle verwandelte sich in ein Schlachtfeld, und das binnen weniger Sekunden. Die Königin der Amazonen, die sich nach dem Tod der Riesenspinne als Herrscherin fühlte, schrie den Kriegern Befehle entgegen und hob das Schwert.
Jeff Parker stand hinter ihr und verbrauchte die letzten Liter der Flammenwerfer-Flüssigkeit. Die Spinnenbestie, nur noch ein Haufen Materie, der stinkenden, schwarzen Qualm verbreitete und unkontrol-liert zuckte, gab einen schrillen Schrei von sich und verendete endgültig.

Die Geisterspinne
Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 79
Seite 58, 2. Spalte, 7. Absatz – Seite 59, 2. Spalte, 1. Absatz

Jeff Parker, der die letzten Stufen heruntergewirbelt war, richtete den Flammenwerfer erneut auf das Monster und drückte ununterbrochen auf den Auslöser. Immer wieder zischten Flammenstöße aus der Düse. Die Spinne drehte sich rasend schnell um sich selbst und gab fauchende und zischende Laute von sich. Unaufhörlich klickten und klapperten die riesigen Scheren.
Sekunden später erschien Dorian, erkannte nach einem kurzen Rundblick die Lage und handelte entsprechend. Weder die Schatten noch die Helden aus der Vergangenheit, die in drei verschiedenen Torbögen und Ausgängen erschienen, irritierten ihn.
„Wir schaffen es, Coco!“ brüllte er und feuerte drei lange Feuerstöße aus seinem Flammenwerfer ab.
Die Spinnenbestie hatte sich zusammengekauert, die Beine unter den kochenden, aufplatzenden Körper gezogen und sich mit den verschmorenden Scheren selbst gebissen. Sie starb fast im Zentrum der großen Höhle. Jeff, Dorian, Gianni und Dubois bildeten eine Gruppe rund um die beiden Amazonen.
„Die Bestie haben wir besiegt. Wir haben nur noch zwei Gegner - die Schattenseelen und die Krieger“, sagte Dorian.
Antiope rannte an dem schmorenden und stinkenden Haufen, der noch vor Sekunden eine Herrscherspinne gewesen war, vorbei.
Sie hob das Schwert und schrie: „Ich werde die Krieger aufhalten. Helft mir, Fremde!“
Coco umarmte flüchtig Dorian und deutete mit dem Schwert auf ihre seltsame Freundin. „Helft ihr! Vielleicht überleben wir die nächsten Stunden.“
Die Halle verwandelte sich in ein Schlachtfeld, und das binnen weniger Sekunden. Die Königin der Amazonen, die sich nach dem Tod der Riesenspinne als Herrscherin fühlte, schrie den Kriegern Befehle entgegen und hob das Schwert.
Jeff Parker stand hinter ihr und verbrauchte die letzten Liter der Flammenwerfer-Flüssigkeit. Die Spinnenbestie, nur noch ein Haufen Materie, der stinkenden, schwarzen Qualm verbreitete, gab einen schrillen Schrei von sich und verendete endgültig.

Das waren die Kürzungen in der DK-Neuauflage Nr. 79. In der nächsten Folge kommen die Kürzungen in der Dämonenkiller-Neuauflage Nr. 80 "Befehle aus dem Jenseits" von Dirk Hess alias Derek Chess dran.

Kommentare  

#1 Cartwing 2017-02-15 06:08
Zitat:
Er dachte an die Karte, die er in der verschütteten Alchimistenküche von Michele da Mosto gefunden hatte, seiner eigenen, früheren Werkstatt. Auch Parker hatte sie gesehen, ebenso die Stelle, die von dem Geheimnisvollen, der die Pest eingeschleppt hatte, markiert worden war. Von dem angeblichen Versteck der Mumie des Hermes Trismegisto wußten allerdings nur Coco, Parker und Dorian selbst. Diese Mumie suchten sie. Es wäre sinnlos gewesen, den anderen erklären zu wollen, daß Dorian Hunter in Hermes Mumie das Geheimnis des Steins der Weisen vermutete. Sie glaubten ohnehin nicht besonders viel. Es ging ihnen um die Bezahlung, das Abenteuer und die versprochene Beute.
schon seltsam, dass man neben den "jugendgefährdenden" auch so eine doch für die serienübergreifende Handlung durchaus wichtige Szene einfach rausgenommen hat...
#2 Andreas Decker 2017-02-15 09:26
zitiere Cartwing:
schon seltsam, dass man neben den "jugendgefährdenden" auch so eine doch für die serienübergreifende Handlung durchaus wichtige Szene einfach rausgenommen hat...


Vielleicht brauchte man ein paar Zeilen mehr für eine Werbung. So was kam vor.

Ein richtig öder Roman. Um die Zeit fing die Serie an zu stolpern.
#3 Cartwing 2017-02-15 14:30
naja, war halt ein Kneifel...
#4 Schnabel 2017-02-15 14:51
Es war wenigstens ein wenig besser, als die davor erschienenen Romane von ihm.

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