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Genderwahn im All - Die Maschinen von Ann Leckie

Die MasdchinenGenderwahn im All
Die Maschinen von Ann Leckie

Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat. Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten.


Die MasdchinenNun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein.

Manchmal muss man sich schon fragen, wie es manche Werke überhaupt schaffen, so viele Preise zu bekommen, obwohl sie eher nichtssagend und nicht gerade sehr innovativ daherkommen, und wer dafür verantwortlich ist, dass solche Werke überhaupt so gepuscht werden und solche Preise erhalten.

Bestes Beispiel hierfür, ist der Debüt-Roman DIE MASCHINEN (Originaltitel: Ancillary Justice) von ANN LECKIE, der doch tatsächlich den HUGO AWARD für den besten Roman sowie den NEBULA AWARD, den ARTHUR C. CLARKE AWARD etc. eingeheimst hat.

Da muss man sich schon fragen, ob es keine besseren Werke im Jahr der Preisverleihung gegeben hat oder ob die Jury-Mitglieder alle samt und sonders besoffen oder zugekifft waren.

Auch müsste man sich die vermutlich politisch korrekte Zusammensetzung der Jurys einmal genauer anschauen.

Und vollkommen daneben ist auch der SF-Roman von ANN LECKIE, indem anscheinend auch der Genderwahnsinn Einzug gehalten hat, denn in dem Werk der Autorin werden alle Figuren, ob männlich oder weiblich, in der weiblichen Form angeredet und bekommen weibliche Bezeichnungen. Die Autorin verwendet somit durchgehende den femininen Genus. So wird aus „Leutnant“ die „Leuntantin“, obwohl der Offizier ein Mann ist usw. usf.

Und das ist auch das einzige ‚spannende‘, wenn man so etwas als „spannend“ bezeichnen kann, was der Roman DIE MASCHINEN zu bieten hat. Denn auf den knapp 550 Seiten passiert so gut wie gar nichts.

Der Roman ist wirklich eine literarische Schlaftablette sondergleichen, dessen dürftige Handlung und nur rudimentär vorhandene Geschichte sich auf monumentaler Ebene und epischer Breite mit den Problemen der Protagonistin beschäftigt, natürlich auch insbesondere mit ihren Problemen mit einem Mann, einer "Leutnantin".


Ebenso in monumentaler Breitseite philosophiert die Autorin über soziale Probleme und Konflikte, die ebenfalls mit einem SF-Roman wenig zu tun haben.

Auch wenn ich jetzt chauvinistisch wirke, was mir aber vollkommen egal ist, sollten meiner Meinung nach manche Autorinnen einfach die Finger von der SF und anderen phantastischen Genres lassen, weil sie es einfach nicht können und es auch nicht fertig bringen, diesbezüglich einen vernünftigen Roman zustanden zu bringen.

Wenn sie über irgendwelche Probleme ihrer Protagonistinnen oder über soziale Probleme etc. schreiben wollen, dann sollten sie ein Sachbuch oder einen sogenannten Romance-Kram etc. schreiben. Darin können sie dann hemmungslos über die bösen Männer herziehen oder irgendwelche kruden Themen und Thesen vertreten und einbauen.

Aber bitte, und darum bitte ich innigst, nicht zu versuchen, eine Art Space Opera auf Papier zu bringen oder in den Computer zu tippen, indem nichts, aber auch gar nichts passiert. Und in dem die Autorin nur auf lächerliche und nichtssagend Weise über die Probleme ihrer armen Protagonistin herumfabuliert, die es u. a. mit den Männern ach so schwer hat. Armes Mädchen. Da kommen mir wirklich die Tränen.
Die Masdchinen
Die Maschinen

(Ancillary Justice)
von Ann Leckie
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen
Paperback, 544 Seiten
ISBN: 978-3-453-31636-2
14,99 Euro

Heyne

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#16 Des Romero 2015-04-26 09:19
Der WoK-Blog macht Lust auf mehr, die Rezensionen auf Amazon eher nicht. Die Rezensenten geben größtenteils nachvollziehbare Begründungen für ihre Ablehnung des Werkes an und kritisieren vor allem das, was Ingo ebenfalls anprangert (wenn auch etwas rüde). Das bestärkt mich natürlich wieder einmal in meiner Meinung, dass Rezensionen und Awards keine Hilfestellung für den Kauf eines literarischen/filmischen Werkes darstellen. Daher bleibt mir in diesem Fall nur das Naheliegende: Bücherei aufsuchen, die ersten 10 oder 20 Seiten lesen und selbst entscheiden.
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#17 Hermes 2015-04-26 10:30
Zitat:
Ancillary Justice is an unusual novel, reflecting the nature of its narrator. Breq has lived in one form or another for thousands of years but in many ways she is socially naive. This expresses itself in her language. She can communicate with most races but not necessarily correctly. She doesn't readily know gender pronouns; everyone is `she' unless Breq is corrected. This has the rather peculiar result that we are not sure whether we are being introduced to men or women and, as we work this out, there are surprises. However, for me, this reinforced how little gender can matter when a story's narrator has far more basic identity problems to solve. While this use of the `she' pronoun has been an issue for some readers, it mattered little to me and I enjoyed the rare excuses for humour that it provided to the novel.
Das ist ein Zitat aus einer Rezension auf Amazon, allerdings Amazon UK. Dort wird die Verwendung der weiblichen Bezeichnungen erklärt. Das bringt mir als Leser mehr als all die verschwörungstheoretischen Ausführungen bei Ingo.
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#18 Valerius 2015-04-26 10:48
Ach Hermes, nerve nicht. Was Du für ein Geisteskind bist, zeigt sich doch schon daran, dass Du Leute in Ecken und Schubladen einordnest und eine Autorin sowie deren Meinung und Buch abqualifizierst, weil sie Deiner Meinung nach in die christlich-konservative Ecke gehört. Demnächst ist Frau Kelle auch noch homophob oder rechtskonservativ oder gleich ein Nazi.
Also erkläre doch bitte mal den Kommentatoren und Lesern des Zauberspiegels was du unter dem Begriff 'Ecke' verstehst.
Du gehörst bestimmt auch zu den Leuten, die ständig auf die Meinungsfreiheit pochen, aber wenn Leute anderer Meinung sind als du, kommt man dann gleicht mit irgendwelchen der Phobie-Keule usw. usf. daher, um diese Leute zu verunglmpfen. Ein wirklich erbärmliches und unqualifiziertes Geschwafel, was Du da von Dir gibst.
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#19 Valerius 2015-04-26 10:52
Und um mal eines an dieser Stelle mal klar zu stellen.
Der Titel "Genderwahn im All" stammt nicht vom Autor dieser Rezension.
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#20 Valerius 2015-04-26 12:04
An dieser Stelle möchte ich auch noch eine wichtige Nachricht los werden.

Da wir hier ja alle so nett zusammensitzen.

Ich werde meine Mitarbeit beim Zauberspiegel ... ab Mitte, aber spätestens ab Ende Mai etwas reduzieren müssen.

Die Zeit ist gekommen, sich endlich mal um eigen Projekte etc. zu kümmern.

Und da die Zeit und die Lebenszeit sowieso knapp bemessen bzw. begrenzt ist, wird es ab
Ende Mai einige Artikel-Serien von mir beim Zauberspiegel treffen, die die nächsten
Monate erst einmal ruhen müssen.

Welche das sein werden, wird sich ab Ende Mai zeigen.

Bis wann das dauern wird, kann ich noch nicht genau sagen. Aber bestimmt bis Ende des Jahres.

Auch wäre es ganz nett, wenn mich einige Mitarbeiter beim Zauberspiegel oder die, die
es werden möchten, bei den Rezensionen ein bisschen entlasten könnten.

Denn auf Dauer ist das nicht zu schaffen.

Gesucht werden u. a. Rezensenten für Romane des Goldmann Verlages oder für Filme und Serien
des Labels Tiberius Film.

Also, wer Lust hat, einfach melden.

Harantor sagt dazu: Hieraus werden wir noch ne Nachricht oder nen Artikel basteln.
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#21 Harantor 2015-04-26 14:12
Bitte vermeidet unnötige persönliche Schärfe in der Diskussion. Streitet über das Buch der Dame, aber stellt Euch nicht selbst in irgendwelche Ecken. Dies zur Einführung.

In der Tat stammt der Titel des Beitrags von mir. Es hat sich im Laufe der Jahre eingebürgert, dass die Rezensionen in "Unter der Lupe" kurz sind. Längere Texte erscheinen auf der Startseite des Zauberspiegel. Diese Texte bekommen einen Titel von mir, der eine zentrale Aussage des Textes aufgreift. Das war auch hier so... Zumal Ingo auch den Begriff "Genderwahnsinn" im Text benutzt.

Aber bitte diskutiert über die SWache, nicht über Ecken, in Dir alle nicht hineingehört (vielleicht mit Ausnahme der 'Verschwörungstheoretikerin' und Gastkommentatorin Alina). Danke ...
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#22 Hermes 2015-04-26 15:35
@ Ingo/Valerius

Wäre schon ein Fortschritt, wenn du dich in deinen Rezis/Postings auf Inhalte und Infos konzentrieren würdest.
Zitat:
Da muss man sich schon fragen, ob es keine besseren Werke im Jahr der Preisverleihung gegeben hat oder ob die Jury-Mitglieder alle samt und sonders besoffen oder zugekifft waren.
Sowas hat doch in einer Rezi nichts zu suchen, ist ehrabschneidend und zudem sachlich falsch.

Zitat:
Du gehörst bestimmt auch zu den Leuten, die ständig auf die Meinungsfreiheit pochen, aber wenn Leute anderer Meinung sind als du, kommt man dann gleicht mit irgendwelchen der Phobie-Keule usw. usf. daher, um diese Leute zu verunglmpfen. Ein wirklich erbärmliches und unqualifiziertes Geschwafel, was Du da von Dir gibst.
Das ist die gleiche Schiene wie bei Hugos. Du wirst beleidigend und wenn es Gegenwind gibt, bist du beleidigt und stellst dich als verfolgtes Opfer dar.

Lies mal richtige Sachbücher und weniger Verschwörungskram, dann werden deine Rezis hoffentlich auch besser.
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#23 Roland 2015-04-26 15:46
Oh Götter oder Göttinnen (wenn es euch gibt), lasst Hirn vom Himmel regnen!
Was ist eigentlich mit einigen Menschen los? Seid ihr bei eurer Geburt irgendwie auf den Boden gefallen oder sowas? Wieso wird immer so ein Aufstand um die Genderfrage gemacht????

FRAUEN SIND EBENSO WIE MÄNNER, MENSCHEN!!!! NIEMAND IST MEHR WERT ALS EIN/E ANDERE/R!!!!!

FRAUEN GEBÄREN LEBEN!!! FRAUEN gebieren sogar verrückterweise Männer die später (durch irgendwelche idiotischen Ideologien oder verdrehte Einflüsse) FRAUENHASSER werden und ihnen das gleichberechtigte MENSCHSEIN absprechen.!
Ich frage mich was manchen Männern das Recht gibt, sich und ihr Geschlecht zum Mittelpunkt des Universums zu machen!
Moment, ist ja eigtlich ganz einfach: weil diese androzentrischen Geisteskranken absolute Machtmenschen sind, die einfach Spaß daran haben, andere zu unterdrücken und ihnen ihre krude Sichtweise und ihren Willen aufzuzwingen!

Ganz ehrlich, dank dem Internet und dem geistigen Dünnschiss (ja, ich umschreibe es nicht nett) den viele Männer da anonym von sich geben, schäme ich mich inzwischen dafür zu dieser Gattung zu zählen. Chats, Foren und Kommentar-boxen quellen über vor Diskriminierungen gegenüber Mädchen und Frauen und die Typen sind auch noch stolz drauf. Ich glaube kaum, dass mit gesundem Menschenverstand IRGENDEIN GOTT es gutheißen würde, wenn IN SEINEM NAMEN Frauen (also MENSCHEN) benachteiligt oder erniedrigt werden!!!
NEIN, es sind verblendete Hohlköpfe mit MACHTKOMPLEXEN überall auf der Welt, die gegen eine Gleichstellung der Geschlechter sind und die Herabwürdigung und Gewalt gegenüber dem weiblichem Geschlecht fördern, nichts anderes!

Und Kommentare wie von Ingo Löchel und Valerius" zeigen bildschön auf, dass sie mitten unter uns sitzen. Der deutsche Prollo ist allgegenwärtig und extrem rückständig. Sieht man an den Amazon-Bewertungen. In Amerika wird "Ancillary Justice" mit Lob überschüttet.
Deutschland und Gender-Fortschritt.....lachhaft.

Was hinterlassen wir unseren Kindern? Umweltverschmutzung, Terrorismus, Rassismus und die Sklavenrasse namens Frau...zumindest wenn es nach den Auffassungen nicht weniger Siwilhanologen und dummer Herdenfanatiker geht. SCHLIMM!!!

Ann Leckie sollte noch 100 solcher Bücher schreiben!!! Und andere Schriftsteller sollten ihr nachziehen!!!
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#24 Kaffee-Charly 2015-04-26 22:44
Ich weiß gar nicht, worüber ihr euch alle so aufregt.
Gemessen an den Verkaufszahlen bei Amazon (.com und .de) ist das Teil in der deutschsprachigen Fassung doch sowieso ein Flop. Das Werk rangiert sogar noch hinter den Produkten von Self Publishern. (Da habe ich in den letzten beiden Monaten ja schon mehr von meinen Amateur-Machwerken verkauft.)
Für ein preisgekröntes Werk ist das ein ziemlich mageres Ergebnis (was auch eine Menge über die tatsächliche Wirkung von literarischen Auszeichnungen aussagt).
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