ULTRON als Gegner in THE AVENGERS 2

Joss WhedonIm zweiten AVENGERS-Film wird mit dem  Roboter Ultron ein neuer Gegner gegen das Heldenteam antreten. 

Zudem  können sich die Comic-Freunde auf SCARLET WITCH und QUICKSILVER freuen, die die Avengers im Kampf gegen Ultron unterstützen werden.

Im Gegensatz zu der Comic-Vorlage wird im Film allerdings nicht Hank Pym als Schöpfer von Ultron in Erscheinung treten, auch weil  der Film ANT-MAN erst nach THE AVENGERS 2 in die Kinos kommen wird.


Wie bereits Regisseur Joss Whedon in zahlreichen Interviews hatte verlauten lassen, werde man sich bei der Entstehungsgeschichte des Kampfrobotors Ultron nicht sklavisch an der Comic-Vorlage halten.

D. h. Hank Pym ist damit als Ultron-Schöpfer nicht mehr im Gespräch. Es ist daher zu vermuten, dass die Figur des Tony Stark im zweiten AVENGERS-Film als Erfinder von Ultron herhalten muss.

Bild: Joss Whedon aus der Wikpedia

Kommentare  

#1 Laurin 2013-08-07 20:05
Tja, nur weil man nicht die Originalbesetzung im ersten Avengers-Film gebracht hat und damit eben auch nicht Hank Pym als Ant-Man/Giant, muss man ihn als Schöpfer von Ultron doch nicht grundsätzlich ausschließen und sich was anderes aus den Fingern saugen. Aber sei es drum, sie werden eh machen was sie wollen. :-*
Zumindest schön, wenn man bei Avengers 2 Scarlet Witch und Quicksilver mit einbringt, auch wenn man hier die Serien-Querverbindung zwischen X-Men und Avengers außer Acht lässt.
#2 Valerius 2013-08-08 14:06
Ich bin mal gespannt, ob THE WASP im ANT-MAN-Film mitspielen wird oder ob die Figur des HANK PYM weieren Veränderungen im Film unterworfen ist.
#3 Thomas Mühlbauer 2013-08-09 19:08
Für mich waren damals Die Ruhmreichen Rächer das absolute Highlight unter den Marvel-Comics, und Janet van Dyne gehört als Gründungsmitglied (und Namensgeberin des Teams) unbedingt in eine Realverfilmung, genauso wie "Quecksilber", die "Scharlachhexe" und eben auch "Goliath". Was ich überhaupt nicht mag: wenn für Verfilmungen in Stein gehauene Serienhistorien umgeschrieben werden.
#4 Des Romero 2013-08-11 08:15
Das sehe ich genauso, Thomas. Leider ist in den Comics bereits das ganze Marvel-Universum umgeschrieben worden, um vermeintlich mehr Konsistenz in die Handlung zu bringen. Dabei sind dann vertraute Personen zu Fremden geworden (etwa Nick Fury). Auch Tony Stark als ewig herumblödelnder Großindustrieller ist mir eher unsympathisch. IRON MAN 3 hat zudem aus dem Mandarin eine Witzfigur gemacht, obwohl dieser immer ein eisenharter Gegner von IRON MAN war. Die aktuellen MARVELS sind durchweg grottenschlecht; das Flair der 60er und 70er Jahre ist seit der Einstellung der jahrzehntelang laufenden Serien in den 90ern völlig verschwunden. Und jetzt hat es einen erneuten Reboot der großen Serien gegeben, wo wieder alles über den Haufen geworfen wird. Naja, wenn's den Kiddies heutzutage gefällt. Ich lege mir die alten Reihen in den MASTERWORKS zu und schaue mir parallel dazu die Filme an. Für sich gesehen sind sie recht unterhaltsam.
#5 Andreas Decker 2013-08-11 16:07
Sehe ich auch so. Ich konnte zwar mit den Avengers noch nie etwas anfangen, aber die aktuellen Marvels meide ich auch. Das der xten Einstellung und neuen Nr.1 ist das alles nur noch beliebig. Ich hasse die ständigen Crossover, die nie ein vernünftiges Ende haben, weil sie bloß das Nächste vorbereiten, und ich bezahle keine 4 Dollar für ein Kapitel in einem 6teiler, nur weil alles auf das folgende Trade zugeschnitten wird.

Vermutlich kann man davon ausgehen, dass der Film ganz nett wird. Mich stört nicht, dass Pym und van Dyne fehlen. Ich fand die immer uninteressant.
#6 Thomas Mühlbauer 2013-08-12 12:58
Deshalb habe ich vor Jahren schon meine Comic-Abos gekündigt. Bei DC waren es fast ohnehin nur Vertigo-Sachen (und Legends of the Dark Knight), die aber dann immer mehr ausgedünnt wurden, bis zuletzt kaum mehr etwas Lesenswertes übrig blieb.

Bei Marvel wurden die Neustarts und Wechsel bei den Teams (gerade bei den X-Titeln) so übertrieben, unübersichtlich und von der Logik und Handlung nicht mehr nachvollziehbar, dass ich auch hier ohne Bedauern die Bremse gezogen habe. Vor allem waren auch die knalligen Zeichnungen in einem Maße überzogen, dass die menschlichen Akteure oft nur noch wie Karikaturen wirkten; die elegante Schlichtheit eines Paul Smith oder die feinen und detaillierten Zeichnungen eines John Byrne gab es nicht mehr. Und Des Romero, Du hast absolut recht: Der Mandarin war ein faszinierender Gegner des Eisernen!

Vor allem gibt es keine Tragik mehr, wenn etablierte Charaktere sterben, denn durch irgendeinen blöden Kniff (Parallelwelten werden da gerne verwendet, die dann auf die reale einwirken)können sie jederzeit und beliebig wiederbelebt werden (Jean Grey, Janet van Dyne und diverse X-Men und New Mutants); für die Glaubwürdigkeit einer Serie ist das nicht förderlich, weil man weiß, das die Leute im Prinzip "unsterblich" sind und man deshalb nicht um sie bangen muss. Das originale Ende von Jean Grey hat ja auch zum "Mythos X-Men" beigetragen, nachdem Jean als eine Hauptfigur in Uncanny X-Men 137 starb. Nur hat man diese Legende dann Jahre später geopfert, um die Serie X-Factor mit einem Kracher starten zu können...

Die Faszination bei den Avengers lag für mich immer in der Vielschichtigkeit der Mitglieder. Neben "edlen Helden" ohne Fehl und Tadel gab es da auch (geläuterte) Schurken, Mutanten und Götter oder einfach nur Menschen, die durch besondere erlernte Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu stießen, wie zum Beispiel "Falkenauge" oder "Die Schwarze Witwe" (die mir in ihrem ursprünglichen Kostüm viel besser gefiel als mit ihrem späteren Bodysuit, mit dem heutzutage ohnehin fast alle Heldinnen ausgestattet scheinen). Aber auch hier gilt: Nach dem ersten Relaunch war ebenfalls Schluß.
#7 Lefti 2013-08-12 15:04
zitiere Thomas Mühlbauer:
Für mich waren damals Die Ruhmreichen Rächer das absolute Highlight unter den Marvel-Comics, und Janet van Dyne gehört als Gründungsmitglied (und Namensgeberin des Teams) unbedingt in eine Realverfilmung, genauso wie "Quecksilber", die "Scharlachhexe" und eben auch "Goliath". Was ich überhaupt nicht mag: wenn für Verfilmungen in Stein gehauene Serienhistorien umgeschrieben werden.

&
zitiere Des Romero:
Das sehe ich genauso, Thomas. Leider ist in den Comics bereits das ganze Marvel-Universum umgeschrieben worden, um vermeintlich mehr Konsistenz in die Handlung zu bringen. Dabei sind dann vertraute Personen zu Fremden geworden (etwa Nick Fury). ... Die aktuellen MARVELS sind durchweg grottenschlecht; das Flair der 60er und 70er Jahre ist seit der Einstellung der jahrzehntelang laufenden Serien in den 90ern völlig verschwunden. Und jetzt hat es einen erneuten Reboot der großen Serien gegeben, wo wieder alles über den Haufen geworfen wird. ... Für sich gesehen sind sie recht unterhaltsam.

&
zitiere Andreas Decker:
Sehe ich auch so. Ich konnte zwar mit den Avengers noch nie etwas anfangen, aber die aktuellen Marvels meide ich auch. Das der xten Einstellung und neuen Nr.1 ist das alles nur noch beliebig. Ich hasse die ständigen Crossover, die nie ein vernünftiges Ende haben, weil sie bloß das Nächste vorbereiten, und ich bezahle keine 4 Dollar für ein Kapitel in einem 6teiler, nur weil alles auf das folgende Trade zugeschnitten wird.

Mir scheint ihr versteht die Quintessenz des Marvel-Multiversums nicht. Es gibt nicht mehr nur die einen Rächer, sondern eben eine Vielzahl von verschiedenen Rächer-Gruppierungen. Da gibt es die (altdeutsch) Rächer, die Avengers, die New Avengers, die Dark Avengers, die unausstehlichen Rächers, die altmodischen Rächers - nur um mal eine kleine Auswahl zu nennen. :-*

Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ihr keine Superhelden-Comics mehr mögt, weil ihr den Superhelden (der eine früher, der andere später) entwachsen seid und evtl. eine altersbedingte oder dem Umfang der eigenen Comic-Sammlung geschuldete Sättigung erfahren habt.

zitiere Thomas Mühlbauer:
"Die Schwarze Witwe" (die mir in ihrem ursprünglichen Kostüm viel besser gefiel als mit ihrem späteren Bodysuit, mit dem heutzutage ohnehin fast alle Heldinnen ausgestattet scheinen). Aber auch hier gilt: Nach dem ersten Relaunch war ebenfalls Schluß.

Ich bitte Dich!
Das 'ursprüngliche' Kostüm wurde doch in den 50er, bzw. 60er Jahren entworfen, oder? :sigh:
Und bereits in den 60er Jahren trug Emma Peel einen hautengen Bodysuit. :roll:
Und wenn ich mir jetzt Scarlett Johannson mit altem Dress, statt dem hautengen Fummel vorstelle... Na, ich weiß nich'... :sigh:
Natürlich spricht im Marvel-Multiversum nichts gegen eine 'classic' Avengers-Riege...! ;-)
#8 Thomas Mühlbauer 2013-08-12 18:29
Genau darin liegt das Problem, Lefti. Ich mag kein Multiversum, sondern brauche nur eine Realität und ein Universum. Dieses eine Marvel-Universum hat Jahrzehnte lang funktioniert, und ich komme mir als Leser mehr als verarscht vor, wenn die Geschichten, die ich so lange verfolgt hatte, sich plötzlich als nie passiert erweisen - nur weil die Verlage sich in Sackgassen geschrieben haben oder, wichtiger und wahrscheinlicher, neue Leserschichten erschließen wollen. Dürfen die Verlage natürlich auch, aber ich muss diesen Weg nicht mitgehen, denn wie Andreas so richtig geschrieben hat, kosten die Hefte mittlerweile so richtig Geld. Und dann muss ich jederzeit damit rechnen, dass "mein" Universum" plötzlich nicht mehr existiert.

Bei mir zumindest ist es nicht so, dass ich der Superhelden (oder generell Comics) überdrüssig geworden wäre, bei mir waren die Geschichten wichtig; dabei war es mir egal, ob die Leute nun normal gekleidet waren oder einen schicken Superhelden-Zwirn trugen. Wie tragisch war zum Beispiel das X-Men Graphic Novel God Loves, Man Kills, das nur sekundär mit den Lieblingsmutanten zu tun hatte.

Ich hatte nie ein Problem mit verschiedenen Teams innerhalb einer Gruppierung und habe Chris Clarmonts Uncanny X-Men, New Mutants und Excalibur (dieses allerdings mit Abstrichen, aber die Zeichnung von Alan Davis haben's rausgerissen) im Kontext mit Bob Laytons X-Factor recht gerne gelesen. Auch die Avengers und deren West Coast-Fraction haben gut funktioniert, aber es waren eben diese Relaunches, die mir den Spaß an der Sache genommen haben. Ich fiebere jahrelang bei diversen Storylines mit, nur um dann erzählt zu bekommen, dass das alles gar nicht stattgefunden hat, denn nur das aktuelle Team und die entsprechende Realität seien die einzig wahren...

Nix gegen Bodysuits (und bei bei Mrs. Peel schon gar nicht), aber die heroischen Damen scheinen in den vergangenen Jahren alle beim selben Modelabel einzukaufen. Natürlich wurde das Outfit von Natasha in den Sechzigern kreiert, aber, hey, Vintage ist ja in, und von mir aus könnte das Mädel noch immer in ihrem Fetzen herumlaufen: einen treuen "Hingucker" hätte sie auf jeden Fall.
#9 Andreas Decker 2013-08-13 11:58
Zitat:
Mir scheint ihr versteht die Quintessenz des Marvel-Multiversums nicht. Es gibt nicht mehr nur die einen Rächer, sondern eben eine Vielzahl von verschiedenen Rächer-Gruppierungen.
Darum geht es nicht, Lefti. Hier wird die Dose Suppe mit 5 Litern Wasser verdünnt. Eine der Stärken des MU war die Individualität. Jetzt ist alles nur noch beliebig. Früher konnte man auch mal eine Serie verfolgen, deren Figur einem sonst nicht so gefiel, weil ein neuer Autor oder Zeichner kam und was Interessantes gemacht hat. Das ist heute unmöglich, weil spätestens nach zwei Heften das nächste Crossover kommt. Alles ist nur noch dem nächsten Event untergeordnet.

Natürlich gibt es gelegentlich Ausnahmen. Jedenfalls bei Marvel. Bei DC hat sich alles den Superhelden unterzuordnen, selbst die Vertigo-Helden. Der neue und verbesserte Superhelden-Constantine. *Schauder*. Ich habe vor den New 52 gern Jonah Hex gelesen, weil es ein kleiner, dreckiger Italowestern war. Jetzt ist die Serie Teil der Batman-Family und spielt in Gotham City. Im Moment ist er dank Zeitreise sogar in der Real-Gegenwart. Django fährt Bus. Habe ich genau 0 Interesse dran.

Es geht nicht darum, dass man übersättigt ist, sondern dass man sich als Leser (mit zugegeben etwas mehr Lese-Erfahrung als Jüngere vielleicht andere) permanent verarscht vorkommt. Spider-Man - der Prototyp der Einzelgängerfigur - ist ein Avenger, er hat sich selbst demaskiert, nein, haben wir wieder rückgängig gemacht, er ist verheiratet, nein, das hat dem Chefredakteur schon immer gestunken, aber ein geschiedener Peter Parker geht gar nicht, was sollen die Kids denken, machen wir es also durch Magie rückwirkend ungeschehen, ist er wieder auf dem Markt und relevant.

Captain America ist tot, diesmal aber wirklich, Hand aufs Herz, fangen wir wieder mit einer neuen Nr.1 an, produzieren wir ein Dutzend oder mehr Hefte, wo sein Ableben zelebriert wird, ätsch, der echte Captain America lebt 6 Monate später doch wieder, Grund für die nächste Nr.1, die verkaufen sich nämlich viel besser. Mittlerweile brauchst du bei Marvel eine Liste, um auf dem Laufenden zu bleiben, wer gerade tot ist und wer wieder lebt. (Da fällt mir gerade ein, der nächste X-Men-Film kommt, Zeit für Xavier aus dem Grab zu steigen.) Nichts bleibt hängen, alles ist auf dem Level eines Bugs Bunny Cartoons, nur nicht so originell. Warum sollte man das noch lesen wollen?


Zitat:
Natürlich spricht im Marvel-Multiversum nichts gegen eine 'classic' Avengers-Riege...! ;-)
Gab es doch. Avengers 1959 von Howard Chaykin. Mit dem weißen Nick Fury, nicht dem neuen schwarzen. Oder als Zeichentrickserie. Ich glaube als 54ste laufende Avengers-Serie auch, ist aber schnell wieder eingestellt worden. Oder doch nicht? Ich weiß es schon nicht mehr. War beim vorvorletzten Relaunch.

Zitat:
Und wenn ich mir jetzt Scarlett Johannson mit altem Dress, statt dem hautengen Fummel vorstelle


:D :D Das ist auch so eine Rolle, wo es völlig irrelevant ist, wen du in den Anzug steckst. Da hätteste auch hübsches Gesicht Nr. 16 nehmen können, und es hätte nicht den geringsten Unterschied gemacht.
#10 Lefti 2013-08-13 15:56
Ja,ja...!
Genau so ist es!
Aber habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, warum das so ist? :roll: zitiere Thomas Mühlbauer:
Genau darin liegt das Problem, Lefti. Ich mag kein Multiversum, sondern brauche nur eine Realität und ein Universum. Dieses eine Marvel-Universum hat Jahrzehnte lang funktioniert, und ich komme mir als Leser mehr als verarscht vor, wenn die Geschichten, die ich so lange verfolgt hatte, sich plötzlich als nie passiert erweisen - nur weil die Verlage sich in Sackgassen geschrieben haben oder, wichtiger und wahrscheinlicher, neue Leserschichten erschließen wollen. Dürfen die Verlage natürlich auch, aber ich muss diesen Weg nicht mitgehen, denn wie Andreas so richtig geschrieben hat, kosten die Hefte mittlerweile so richtig Geld. Und dann muss ich jederzeit damit rechnen, dass "mein" Universum" plötzlich nicht mehr existiert.

&
zitiere Andreas Decker:

Darum geht es nicht, Lefti. Hier wird die Dose Suppe mit 5 Litern Wasser verdünnt. Eine der Stärken des MU war die Individualität. Jetzt ist alles nur noch beliebig. Früher konnte man auch mal eine Serie verfolgen, deren Figur einem sonst nicht so gefiel, weil ein neuer Autor oder Zeichner kam und was Interessantes gemacht hat. Das ist heute unmöglich, weil spätestens nach zwei Heften das nächste Crossover kommt. Alles ist nur noch dem nächsten Event untergeordnet.

Zum Einem gibt es so viele Superhelden (zumindest bei Marvel), da reicht ein Universum gar nicht mehr aus. :oops:
Zum Zweiten sind viele Zeichner und Storieteller weit jünger als ihr. Die kennen die alten Geschichten gar nicht. Wenn sie die ganzen alten Geschichten und Comics erst durchlesen müssten/sollen, dann sind sie selbst schon alt, bevor sie mit dem Zeichnen überhaupt beginnen können.
Ergo: ist es wohl besser, dass jeder Zeichner/Erzähler sein eigenes Süppchen kocht und seine Geschichte nur eine kleine momentane Bestandsaufnahme eines kleinen Teils des Multiversum ist.

Darüber hinaus haben sich ja viele, wenn nicht gar alle(!) Comic-Endlos-Serien, die über Jahrzehnte liefen letztendlich doch totgelaufen. Vielleicht ist es einfach nicht mehr modern, dass eine Comic-Serie mehr als max. 100 Ausgaben spendiert bekommt?!

Und außerdem: Comics sind nicht zum Lesen, sondern zum Sammeln da! :P
Endlos-Serien würde man faktisch nie voll kriegen. Bei Kurz-Serien hingegen freut man sich, diese vollständig zu haben und kann ruhigen Gewissens eine neue Serie anfangen... :-*

Von den Rächern/Avengers gibt es ja eine Vielzahl verschiedener Serien, denn nicht umsonst gibt es den Ausruf: Rächer sammeln! :lol:

Natürlich ist es verkaufstechnisch förderlich, abgeschlossene Stories mit einem Cliffhanger zu versehen, so dass der geneigte Käufer auch noch die Folge-Serie sammelt - raffiniert! :-* ;-)

zitiere Thomas Mühlbauer:
...wie Andreas so richtig geschrieben hat, kosten die Hefte mittlerweile so richtig Geld.

Nu' hab' Dich mal nich' so! Der richtige Comic-Nerd kauft sich erst all' seine Comics. Und wenn er dann noch Geld überig hat, kauft er sich evtl. noch etwas zu essen. :D

Um nochmals auf die Schwarze Witwe zu sprechen zu kommen...
Selbst Marios Müller-Westernhagen kannte die Schwarze Witwe und widmete ihre eine Textpassage in einem bekannten Song: "... ihr Name war Natascha. Sie kam aus Nowosibirsk..." :D
#11 Andreas Decker 2013-08-13 17:11
Zitat:
Zum Zweiten sind viele Zeichner und Storieteller weit jünger als ihr. Die kennen die alten Geschichten gar nicht.
Witziges Argument :D :D Der Logik zufolge schreiben die Rhodan-Autoren demnächst vom Flug zum Mars statt zum Mond - in der Classic-Serie natürlich :D - denn wer von ihnen hat das alte Zeugs schon gelesen? Und das kümmert eh keinen außer ein paar alten Säcken von Fans, und auf die würde man eh lieber verzichten weil sie bloß meckern :lol:

Zitat:
Ergo: ist es wohl besser, dass jeder Zeichner/Erzähler sein eigenes Süppchen kocht und seine Geschichte nur eine kleine momentane Bestandsaufnahme eines kleinen Teils des Multiversum ist.
Aber genau das passiert doch nicht! Das Gegenteil trifft zu. Der Inhalt der Serien wird von der Redaktion festgelegt, und wenn Autoren meutern, weil sie ihr Script zum 5ten mal fürs selbe Geld umschreiben müssen, fliegen sie raus. Wäre ja toll, wenn die Autoren/Zeichner ihr eigenes Süppchen kochten. Dann wäre es was wohlschmeckender.

Zitat:
Vielleicht ist es einfach nicht mehr modern, dass eine Comic-Serie mehr als max. 100 Ausgaben spendiert bekommt?!
Da hast du sogar recht. In Amerika, wo dieser Markt mittlerweile ein hermetisch geschlossenes unglaublich kompliziertes System ist - es ist kein Wunder, dass dort Ebooks und auch digitale Comics so boomen, wenn es nicht mal mehr in Großstädten mit über 100 000 Einwohnern eine einzige Buchhandlung gibt; vermutlich gibt es in der Ukraine mehr Buchläden gerechnet an Einwohnern - funktioniert das sogar gut. Da ist eine Serie mit Nr.900 sogar hinderlich.

Edit:
Dass mit den Großstädten und den Buchhandlungen ist so natürlich quatsch und Hörensagen. Ist natürlich schon etwas komplizierter. Ich habs mal nachgeschlagen, in Deutschland gibt es 3440 Buchhandlungen, in Amerika 12700. Die Verteilung ist natürlich ganz anders und sehr unterschiedlich. In Rhode Island, Lovecrafts Heimatstaat, gab es 2012 27 Buchhandlungen. Dafür hat der ganze Bundesstaat auch bloß 1 Mio Einwohner. Wenn du also auf dem Dorf lebst, kann es schon sein, dass du 500 km fahren must für ein Buch. Da haben wir es schon was näher :D
#12 Des Romero 2013-08-14 18:28
Nur mal so nebenbei: 1961 kostete ein Heft der FANTASTIC FOUR 10 Cents - heute 4 US-Dollar, also das Vierzigfache! Die Nr. 1 von Januar 2013 liegt mir vor (okay, die kostet nur 2,99 Dollar). Und - was soll ich sagen - der Inhalt ist gleich null. Tolle Zeichnungen, ohne Frage, aber das Einzige, was auf 20 Seiten rauskommt, ist, dass man sich entschließt, mit einer Raum-Zeit-Maschine das Universum zu erkunden. TO BE CONTINUED. Seite 7 etwa ist ein ganzseitiges Bild, das nur eine winzige Sprechblase enthält. Text: "Uh - oh!" Wobei die FF sich nahtlos einreihen in die Serien mit überflüssigen und nichtssagenden Texten. Gelesen ist dieses Machwerk in fünf Minuten; der Autor wird nicht viel länger gebraucht haben, es zu schreiben. Generell sieht es seit langer Zeit so aus, als wollte man aus Comicheften Comicfilme machen. Es gibt keine beschreibenden Texte mehr. Man muss sich aus dem Bild zusammenreimen, was gerade geschieht. Bäh, was für ein Murks!

Ebenso ein Murks wie das Multiversum. Die WHAT IF-Reihe war damals ja noch ganz interessant, weil sie deutlich getrennt war vom aktuellen Geschehen. Aber wie Thomas und Andreas schon geschrieben haben, ist heutzutage alles nur noch ein Superheldenbrei, aus dem man wahllos herauslöffelt und endlose Crossovers generiert, die in zwanzig Heften erzählen, was Lee und Kirby in zwei geschafft hätten.

Aber bevor wir uns zu weit vom eigentlichen Thema entfernen: Auf ULTRON bin ich schon höchst gespannt :P
#13 Lefti 2013-08-19 11:40
zitiere Andreas Decker:

Witziges Argument :D :D Der Logik zufolge schreiben die Rhodan-Autoren demnächst vom Flug zum Mars statt zum Mond - in der Classic-Serie natürlich :D - denn wer von ihnen hat das alte Zeugs schon gelesen? Und das kümmert eh keinen außer ein paar alten Säcken von Fans, und auf die würde man eh lieber verzichten weil sie bloß meckern :lol:

Da hast Du sogar recht.
Ob Mars oder Mond ist in diesem Falle völlig egal und unerheblich, da beide Himmelskörper vier Buchstaben besitzen und jeweils mit einem 'M' anfangen. Darüber hinaus sind beide zu einander und von der Erde nicht allzu weit entfernt. :-*
Da die Autoren mit der Neo-Auflage den Mars mit ins Spiel gebracht haben, ist die Verwechslung nur eine Frage der Zeit und quasi schon vorgrogrammiert. :oops:

Gäste sind momentan nicht mehr berechtigt Kommentare zu schreiben, da täglich bis zu 200 Spamkommentare gelöscht werden mussten.

Bitte registriert Euch beim Zauberspiegel. Wir suchen nach einer Lösung.