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Der Alte - Erwin Kösters Fälle: Folge 26 - Neue Sachlichkeit

Der Alte - Erwin Kösters FälleFolge 26
Neue Sachlichkeit

Eine Freundesrunde hat sich in einer Bar versammelt. Man ist fröhlich, ausgelassen, lacht, trinkt, flirtet. Unter ihnen befindet sich die Galeriebesitzerin Silke Frei, die sich gerade einem mehr oder minder aufdringlichen Mann spielerisch zu erwehren hat, was ihr Freund Hans Wagner gar nicht gerne sieht. Weit nach Mitternacht bricht die Gesellschaft auf, um in Silkes Appartement noch einige Gläser zu leeren. Silke bemerkt, dass sie ihre Wohnungsschlüssel nicht bei sich hat und lässt vor der Galerie halten, um sie zu holen.

Gaststar Franziska BronnenAls sie nach einiger Zeit nicht wieder auftaucht, sieht Hans nach ihr – und findet sie erschlagen auf dem Boden liegen. Für Kommissar Köster gestaltet sich dieser Fall von Anfang an äußerst schwierig, denn alle, die einen möglichen Grund gehabt haben könnten, Silke zu ermorden, haben ein un-widerlegbares Alibi. Dann kommt Köster auf die Idee zu erkunden, ob Silkes gewaltsamer Tod vielleicht mit der exklusiven Sammlung ihrer Bilder zu tun haben könnte, Bilder der Stilrichtung ‚Neue Sachlichkeit’, die seit einiger Zeit auf dem Markt sehr hoch gehandelt werden. Und diese Spur scheint tatsächlich vielversprechend …

Die Umstände des Falles gestalten sich für den Zuschauer etwas eigenartig. Theoretisch hätte auch Hans seine Freundin umbringen können - in dem Moment als er ihr in die Galerie nachging und dort sicher ein, zwei Minuten Zeit hatte. Doch er gerät seltsamerweise nicht in Verdacht. Der tätsächliche Mörder hält sich allerdings noch in der Galerie auf, als Hans nach ihr sieht, oder er müsste es theoretisch. Derweil warten die anderen beiden Freunde im Wagen. Der wahre Täter könnte also keineswegs unerkannt entkommen - es sei denn es gibt einen Hinterausgang. Doch es wird in dem Krimi mit keinem Satz darauf eingegangen, wie der Täter entkommen konnte ohne gesehen zu werden.

Damit wirkt die Story in sich ziemlich lückenhaft und konstruiert, obwohl die Suche nach dem Täter durchaus spannend ist, auch wenn die Auflösung in keinster Weise überraschend ist.

Franziska Bronnen stellt ein richtiges Biest dar, und am Ende hat man für den Mörder sogar so etwas wie Verständnis. Denn so eiskalt und unmenschlich wie diese Frau ist, da kann es einem schon mal die Zornesröte ins Gesicht treiben.

In weiteren Rollen sieht man hier Klausjürgen Wussow, allen als Prof. Brinkmann aus der "Schwarzwaldklinik" bekannt. Simone Rethel ist ebenfalls dabei, die heute recht bekannte Ehefrau von Johannes Heesters. Und der König der Minirollen, nämlich Sky Dumont gibt sich als junger Verführer die Ehre.

Eine weitere Kleinstrolle bekleidet Tonio von der Meden. Er ist der Bruder von Andreas von der Meden, den alle als Hörspielsprecher (u.a. Die drei ???) und Synhronsprecher (u.a. David Hasselhoff) kennen.

Franziska Bronnen (hier das Mordopfer) spielte ebenfalls in der Schwarzwaldklinik, aber auch in vielen anderen Fernsehproduktionen. Heute kennt man sie auch als sehr gefragte Hörbuchsprecherin (z.B. Venus-Wurf bei Argon).

Spannender Krimi - aber mit Lücken.

Besetzung: Siegfried Lowitz, Michael Ande, Klausjürgen Wusow, Erika Pluhar, Franziska Bronnen, Stefan Behrens, Simone Rethel, Lotti Ohnesorge, Tonio von der Meden, Sky Dumont, Werner Asam und anderen

Stab: Buch: Karl-Heinz-Willschrei, Musik: Frank Duval, Titelmusik: Peter Thomas, Kamera: Heinz Hölscher,Wolf Englert, Herstellungsleitung: Gustl Gotzler, Redaktion: Peter Renfrantz, Produzent: Helmut Ringelmann. Eine Produktion der Telenova Film und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Regie: Helmuth Ashley. Erstausstrahlung: 20.04.1979 (ZDF) 

 

Kommentare  

#1 Frank Reichelt 2015-08-25 21:44
Die Folge ist allein schon wegen Erika Pluhar in der Badewanne sehenswert!
#2 Frechdachs75 2017-07-21 12:47
Was mir auffiel ist das Klaus- Jürgen Wussow im Abspann mit "C" am Anfang geschrieben wird. Claus. Nannte er sich früher so, oder ist das schlicht ein Fehler?
Wenigstens hat Gerd Heymann in dieser Folge mal einen Flirt mit Fräulein 7. Ob er auch 6 hatte? ;-)
#3 G. Walt 2017-07-21 14:51
Das mit Wussow ist mir jetzt gar nicht so aufgefallen. Er wurde doch immer mit K geschrieben (sowohl in den Credits der Wallace-Filme, als auch beim Kommissar) Also wohl eher ein Fehler.

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