Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Der junge Inspector Morse - Melancholie und 60iger-Jahre Style

Der junge Inspector MorseDer junge Inspector Morse
Melancholie und 60iger-Jahre Style
 
Die 15-jährige Mary Tremlett wird als vermisst gemeldet. Bei der Suche nach dem Mädchen muss Morse den erfahreneren Ermittlern den Vortritt lassen.

Dennoch beschäftigt er sich intensiver mit dem Fall und kann mit seinem Auge für Details dessen Lösung voranbringen.
Morses eigensinnige Art und seine ungewöhnlichen Methoden kommen allerdings nicht bei jedem an.

Der junge Inspector MorseVon den Kollegen argwöhnisch beäugt, interessiert er sich besonders für die teuren Poesie-Bücher, die auf Marys Nachttisch gefunden wurden. In diesen findet er viele Kreuzworträtsel, die seine Fähigkeiten für die Entschlüsselung geheimer Botschaften fordern. (1)
 
Zudem beschäftigt Morse ein weiterer Fall. Ein junger Mann hat sich am Flussufer selbst erschossen. Da er Schüler des Oxford College war, beginnt Morse dort mit seinen Ermittlungen - einem Ort aus seiner Vergangenheit, die er eigentlich hinter sich gelassen hat.

Ich mag sie - die alten Krimis. Nun ja, Inspektor Morse ist eine britische Krimiserie der neuen Zeit, aber sie spielt irgendwann in den sechziger Jahren. Und das ist entscheidend für mich. Und wenn ich von mir ausgehe, so ist selbstredend klar, dass diese Besprechung nur ganz subjektiv aussehen kann. Aber vielleicht mögen ja noch andere diese Art von Krimis. Krimis die ohne DNA-Analyse, ohne Profiler und ohne jedwede technische Hilfsmittel wie heutzutage auskommen? Ist es doch viel spannender.

Denn die Ermittler haben auf diese Art und Weise noch immer die Möglichkeit einen Geistesblitz zu fabrizieren. Wie der junge Inspektor Morse. Dabei hat dieser in seinen Fällen durchaus nicht immer den richtigen Riecher. Er ist auch ganz und gar nicht ohne Fehl Tadel. Morse hadert oft mit sich, seinen Fällen und es gibt Konflikte mit Menschen, die ihn umgeben. Selbst Verdächtige in Fällen tasten weit hinein in seine Emotionen.

Somit hat Morse dann auch etwas von modernen Krimis, in denen die Ermittler sehr menschlich sein dürfen - manchmal zu menschlich.


Und die Fälle: Nun die schwanken in der ersten Staffel etwas von sehr eindrucksvoll (was die Bildsprache angeht), sehr melancholisch (was manchmal den Grundton angeht) und spannend (was die Handlung betrifft) bis hin zu eher staubig und mittelmäßig ( was auch wiederum die Handlung betrifft).

Sehenswert sind sie alle.

 
Shaun Evans spielt den Charakter des jungen Polizisten glaubhaft und eindringlich. Für seine noch jungen Jahre wirkt aber gleichsam so melancholisch wie in seiner reiferen Zeit was etwas verzerrt wirkt. "Der junge Inspektor Morse" ist sozusagen die Vorgeschichte zur Serie "Inspektor Morse - Mordkommission Oxford.

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2017-11-15 09:47
Ich finde die Serie auch recht gelungen. Wenn man den ursprünglichen "Morse" gesehen hat, findet man diverse In-Jokes wie den Konstabler Strange, der später Morse' Boss ist, und es ist schon eine gewisse Verneigung vor John Thaw, wenn seine Tochter die Journalistin spielt. Oder den Originaltitel. "Endeavour", Morse' immer verheimlichten Vornamen. Es gibt auch immer mal wieder Anspielungen auf Episoden von Morse und Lewis.

Ich finde auch die entschleunigte Erzählweise angenehm, und Oxford ist noch immer eine tolle Kulisse. nachdem "Lewis" nun eingestellt ist, ist das der letzte Oxford-Krimi.

Gäste sind momentan nicht mehr berechtigt Kommentare zu schreiben, da täglich bis zu 200 Spamkommentare gelöscht werden mussten.

Bitte registriert Euch beim Zauberspiegel. Wir suchen nach einer Lösung.

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles