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Derrick und seine Fälle: Folge 45 - Klavierkonzert

Derrick und seine FälleFolge 45
Klavierkonzert

Robert von Doom ist ein in allen Konzertsälen der Welt gefeierter Pianist. Seine Erfolge gründen sich nicht nur auf Fleiß und überragendes Talent, sie sind ebenso das Ergebnis eines großzügigen Mäzenatentums seiner Ehefrau Luisa. So jedenfalls will es seine Frau verstanden wissen. Während eines Klavierkonzerts kommt es in der Villa von Doom zu einem schrecklichen Vorfall.


Durch das geschlossene Schlafzimmerfenster dringt ein Schuss, der die Haushälterin tödlich trifft. Luisa von Doom vermutet einen bestellten Mordanschlag, der nicht der bedauernswerten Frau Kling, sondern ihr selbst gegolten habe.

Gegenüber Oberinspektor Derrick nennt sie auch gleich den von ihr verdächtigen Auftraggeber: ihren Mann Robert. Derrick muss in der Tat erkennen, dass es mit der Ehe der beiden nicht zum Besten steht. (1)

Der etwas simpel geratene Titel täuscht beinahe über eine wirklich gelungene Folge hinweg. "Klavierkonzert" besitzt alle klassischen Zutaten für einen spannenden Krimi: Undurchsichtige Familienverhältnisse, zerrüttete Beziehungen und das Hauptmotiv aller Morde: Hass. Autor Reinecker beginnt die Geschichte mit einem irrtümlichen Mord und wiederholt sich damit innerhalb kürzester Zeit, denn schon in der Folge Ein Hinterhalt war das der Fall. Es ist aber ein durchaus akzeptables Spannungskonstrukt, wenn das eigentliche Mordopfer sozusagen weiter lebt und damit die gefahr einer weiteren Tat über der Handlung schwebt. Als Whodunit reiht sich die Folge zudem in den sehr gelungenen Reigen der 40er Dekade ein.

Der Blick auf die Darstellerliste lässt einen zunächst stutzen. Maria Schell gilt trotz ihrer schauspielerischen Präsenz oder vielleicht gerade deshalb, nicht gerade als Zugpferd für einen Krimi. Schon im "Kommissar" hat sich durch ihre aufdringlichen Rollen die Handlung zu sehr beherrscht und die eigentliche Handlung und soagr die Spannung eines Krimis gründlich verblassen lassen. Hier ist das zum Glück anders, was sicher auch Regisseur Ashley anzulasten ist, der bekannt für eine tempogebundene Umsetzung ist. Erstmals dabei sind auch Peter Fricke und Jutta Speidel. Der heute sehr bekannte Michael Mendl ist in einer kurzen Rolle als Wirt einer zwielichtigen Spelunke zu sehen.

Darsteller: Horst Tappert (Stephan Derrick), Fritz Wepper (Inspektor Klein), Maria Schell, Peter Fricke, Iris Berben, Sky Dumont, Jutta Spedel, Heinz Ehrenfreund, Eric Pohlmann, Helma Seitz, Michael Mendl und andere
Stab: Regie: Helmuth Ashley, Produzent: Helmut Ringelmann, Musik: Frank Duval, Musikalische Beratung: Jaroslav Opela Titelmusik: Les Humphries, Eine Produktion der Telenova Film- und Fernsehproduktion im Auftrag von ZDF, ORF, SRG. Erstsendung: 16.06.1978

(1) Quelle: ZDF
Foto: ZDF

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