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KOMMISSAR X - Die Heftromanserie: Das Attentat & Im Hintergrund der Teufel

Kommissar XDie Heftroman-Serie
Teil 22

Ende 1958 (und nicht 1959) erschien mit “DAS ATTENTAT” der erste Roman der Heftroman-Serie „KOMMISSAR X“, die damals unter dem Zusatz- bzw. Untertitel „Der Gangsterschreck“ herausgebracht wurde.

Der Autor des ersten Kommissar X-Romans war C. H. Guenter, der im Auftrag des Pabel Verlages eine neue Krimi-Figur kreieren sollte, um Jerry Cotton Paroli zu bieten.

Laut dem Vertrag zwischen Günter und Pabel war jedoch zuerst geplant gewesen, den Roman „DAS ATTENTAT“ in der Reihe „PABEL KRIMINAL“ zu veröffentlichen.

Doch die Verantwortlichen entschieden sich dann doch dafür, Kommissar X eine eigene Serie zu geben, was sich durchaus als Glücksgriff erweisen sollte, denn die Heftromanserie avancierte zu einem der Schlachtschiffe des Verlages.

Doch bereits nach Band 2 kam es zu ersten Schwierigkeiten. Der nächste Roman erschien erst drei Wochen nach Band 2, und die wöchentliche Erscheinungsweise wurde mit Band 3 (um Haaresbreite) auf eine zweiwöchentliche umgestellt.

Erst mit Band 17 (Einer gegen New York) hatte sich alles so weit wieder eingependelt, dass die Serie zu ihrer wöchentlichen Erscheinungsweise zurückkehren konnte, die sie dann auch bis zu ihrer Einstellung im Jahre 1992 beibehielt.

Das AttentatBAND 1 – DAS ATTENTAT
von C. H. GUENTER
Privatdetektiv Jo Louis Walker bekommt von der Versicherungsgesellschaft Lloyd den Auftrag, Jack Donovan, Präsident des Donovan-Konzerns, zu beschützen.

Denn auf den Millionär wurde bereits ein Mordanschlag verübt. Bei diesem Bombenanschlag auf dessen Yacht kam der Prokurist des Konzerns ums Leben. 

Nachdem Donovans Privatsekretärin Pat Rivera Kommissar X dringend um eine Unterredung gebeten hat, findet Walker die Frau erschossen in ihrer Wohnung auf. Tags darauf fliegt Donovans Flugzeug in die Luft und weitere Drohbriefe und Morddrohungen flattern ins Haus.

Als Jo Louis Walker jedoch seines Auftrages enthoben wird und ein weiterer Mord passiert, wird Kommissar X skeptisch und stößt auf die unrühmliche Vergangenheit des Millionärs Donovan.

Und da wird dem Privatdetektiv einiges klar.

Besonderheiten:

  • Erster Auftritt von Tom Rowland

Im Hintergrund der TeufelBAND 2 – IM HINTERGRUND DER TEUTEL 
(Autor unbekannt)
Privatdetektiv Jo Louis Walker erhält den Auftrag, Bernice, die Kusine von Tony Money zu suchen, die in Monterey spurlos verschwunden ist. Dort wollte die junge Frau, die selbst leidenschaftliche Amateurfotografin ist, als Fotomodell arbeiten.

In Monterey sucht Kommissar X zuerst das Haus auf, in dem das Mädchen zuletzt gewohnt hat. Dort trifft er die Hauswirtin Mona Talmadge betrunken an, die anscheinend auch Marihuana-Zigaretten nicht abgeneigt ist.

Mona erklärt ihm, dass Bernice vor einiger Zeit bei ihr ausgezogen sei. Jo versucht danach noch Tom Rowley, einen der Hausbewohner, nach dem verschwundenen Mädchen auszuhorchen. Doch dieser verweigert jegliche Auskunft und bedroht den Privatdetektiv sogar mit einer Pistole.

Nachdem Kommissar X nach der Durchsuchung von Bernices Zimmer noch einmal mit der Hauswirtin sprechen will, findet er diese erstochen auf. Als danach auch noch Tom Rowley erstochen wird, hat Jo Louis Walker Blut geleckt. Er beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf ein Wespennest aus Mord und Intrigen.

Fazit: Auf komplett 64 Seiten versteht es der Autor C. H. Guenter mit seinem Roman „DAS ATTENTAT“ einen interessanten und spannenden Einstand in die Krimi-Serie zu geben. Dadurch gelingt es ihm auch, die Figur des Privatdetektivs Jo Louis Walker alias Kommissar X sehr gut einzuführen. Auch der flüssige Schreibstil des Romans sorgt dafür, dass der Leser bestens unterhalten wird und dass der Roman selbst heute noch ziemlich frisch wirkt. Das Titelbild zu „Das Attentat“ gibt einen perfekten Krimi-Flair wieder, der an die alten Film Noir-Filme bzw. die Pulp-Romane der 1940er- und 1950er-Jahre erinnert.

Dagegen wirkt das Titelbild zu Band 2 aus heutiger Sicht eher altbacken und nicht mehr zeitgemäß. Dafür ist der Roman „IM HINTERGRUND DER TEUFEL“ wieder interessant geschrieben, kommt zwar nicht so ganz an den Roman von C. H. Guenter heran, sorgt aber trotzdem dafür, dass der Leser gut unterhalten wird.

© by Ingo Löchel

 

Kommentare  

#1 Heinz Mohlberg 2011-07-25 20:54
Ich habe damals KX immer gerne gelesen, war wesentlich lebendiger als Jerry Cotton.
Auch die ersten Fledermaus bis 250/300 waren toll.

Diese Serien hoben sich immer ab; obwohl - auch John Drake und andere Serien aus dem Markenverlag waren gar nicht mal schlecht.
Dröge fand ich Kommissar Wilton...

Ob ich heute noch dazu stehen würde, kann ich nicht sagen...

Obwohl, die alten Sachen erscheinen mir heute immer noch besser und spannender als moderne Versuche.
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#2 Advok 2011-07-26 20:41
Hm, Heinz, hast du deine Meinung zu den alten Sachen wieder geändert? (Sorry, diese Anmerkung konnte ich mir jetzt nicht verkneifen ...)
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#3 Heinz Mohlberg 2011-07-27 00:10
Nein,
es gibt aber eine Menge alter Sachen, die den neuen Krempel immer noch toppen...
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