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Der Heftroman: Sub-Serien im Silber-Kriminal-Roman

Der HeftromanSub-Serien im Silber-Kriminal-Roman

Die Sub-Serien Jeff Conter, Butler Parker, Silber-Grusel-Krimi, John Cain und Die Greifer aus der Silber-Kriminal-Reihe sind hinlänglich bekannt. Es gab aber auch andere Sub-Serien, die weniger populär sind. Einerseits weil sie, wie zum Beispiel „Der Blitzer“ (4 Romane) von Chester Gobinal unter dem Hauspseudonym Rolf van Kessel alias Günter Dönges erschienen sind, andererseits weil die SK-Redaktion, in Gestalt von Peter Villinger, nur ein oder zwei Bände ankaufte.


Die ersten Sub-Helden-Reihen waren Leihbuch-Nachdrucke. Als erster Sub-Held tauchte Oliver Quinn in SK-Band Nr. 3 „Der Silberne Drache" auf. Der Autor Walter L. Gebauer konnte mit den Bänden 18 „Mörder im Spiegel“ und 26 „Der gläserne Tod“ seine beiden weiteren Leihbuchtexte im Silber-Roman unterbringen.

Die zweite Sub-Serie „Frank Steffen“ von Claude Morris startete mit Band 9 „Kennzeichen Skorpion“ und wurde mit dem Band 14 „Dämonen im Schatten“ fortgesetzt. Es gab insgesamt 4 Frank Steffen-Leihbücher.

In der Silber-Kriminal-Reihe gab es als nächste Sub-Serie „Gunner Fred“ des Autoren Kurt Selter. Folgende sechs Romane: Nr. 11 „Die Spielerinsel“; 44 „Die tötende Puppe“; 58 „Eine gewisse Miss X“; 80 „Die geheimnisvolle 3“; 262 „Die Puppen des Dschingis-Khan“; 316 „Bk 3 macht Schwierigkeiten“) sind erschienen. Insgesamt gab es 27 Gunner Fred-Leihbücher.

In SK-Band Nr. 24 „Das Geheimnis der erloschenen Lampen“ erlebte Reg Chappell von C. R. Rock seine Zauberkreis-Verlag-Premiere. Es folgten noch die Bände 90 „Der schlafende Tod“ und 131 „Flucht aus der Todeszelle“. Es gab insgesamt 46 Reg Chappell-Leihbücher.

Unter dem Pseudonym A. A. Ray erschienen von Günter Netsch drei Shorty-Leihbuch-Nachdrucke im Silber-Kriminal mit Nr. 95 „Der schlafende Tod“; 100 „Der Schwarze Engel“ und 107 „Ehrlich währt am längsten“. Es gab insgesamt 4 Short-Leihbücher.

Günter Netsch hatte noch einen Sub-Helden in der Silber-Kriminal-Reihe – nämlich Jack Bolden. Es gab folgende drei SK-Romane von ihm: 127 „Der perfekte Mord“; 135 „Die Spur führt nach Chikago" und 155 „Die letzte Runde“. Die Texte waren eigentlich Pat Wilding-Leihbuch-Texte. Es gab insgesamt 62 Pat Wilding-Leihbücher, die von Günter Dönges und Günter Netsch und anderen Autoren geschrieben wurden.

Wenn wir schon bei Günter Dönges sind: Er brachte es fertig, dass seine Mac Driving-Leihbuch-Nachdrucke mit seinem Helden Mac Driving im Silber-Kriminal-Roman erst unter dem Pseudonym Rolf van Kessel erscheinen zu lassen, dann wechselte er über zu Glenn Douglas. Als Erstes änderte er den Heldennamen in Morris Drive und so lautete SK 182 „Morris Drives neuer Job“.

Schon als SK-Nummer 184 erschien „Die Bande der Halbstarken“ und hier hieß der Autor Glenn Douglas. Es folgten dann noch folgende SK-Ausgaben: 192 „Gangster im Netz“; 200 „Kennwort Pluto“; 207 „Streng geheim“; 219 „Unkraut vergeht nicht“ und 247 „Einmal und nie wieder“. Es sind insgesamt 83 Mac Driving-Leihbücher erschienen, nicht in allen war Mac Driving der Held.

Unter dem Pseudonym Rolf van Kessel ist auch die Leihbuch-Serie „Im Schatten des Blitzes“ erschienen, die Günter Dönges unter dem Pseudonym Chester Gobinal schrieb. Die vier Leihbücher sind als SK-Band 270 „Der Magier von Soho“; 281 "Wettlauf zum Galgen“, 287 „Die Gruft des Grauens“ und 297 „Maus in der Falle“ erschienen.

Mit dem SK-Band 278 „Lautlos kommt der Tod“ gab Kommissar Morry von Hans E. Ködelpeter alias G. E. Morry sein Debüt. Es folgten fünf weitere SK-Ausgaben: 328 „Der Würger“; 346 „Tatort Themse-Dock“; 359 „Schreie der Angst“; 368 „Die Bestie vom Bomley“ und 512 „Weißes Gift – Heiße Spuren“. Es gab insgesamt 27 Kommissar Morry-Leihbücher.

Die Geschmäcker der Redakteure waren verschieden, und so hatten manche erfolgreichen Leihbuch-Serien nur einen Kurzeinsatz im Silber-Kriminal-Roman. Die Sub-Serie „Interpol-Mike berichtet“ von Mike Parker besteht eigentlich aus 13 Leihbüchern. Im SK erschienen nur die beiden Leihbücher „Terror in Singapore“ (SK 439) und „Interpol jagt die Geisterstaffel“ (451).

Die Krimi-Abenteuer von Captain Fuller von Mike Hopkins brachten es auf 30 Leihbücher, aber im Silber-Kriminal-Roman erschienen nur die beiden Titel „Captain Fuller schlägt zu“ (SK 454) und „Schachmatt, Mr. Fuller“ (SK 461).

Henry Sherwood durfte seinen Helden Dave Lund nur einmal im Silber-Kriminal-Roman auftauchen lassen – siehe SK 156 „Detektiv mit seidenen Strümpfen“, während er bei anderen Krimi-Serien (Pabel-Kriminal- und Bastei-Kriminal-Roman) häufiger zum Einsatz kam. Es gab 28 Dave Lund-Leihbücher.

Dies war nur ein kleiner Einblick in der Riege der Subserien, die es aus den Leihbüchern in die Reihe Silber-Kriminal-Roman geschafft haben. Es gab noch genügend Einzelromane von Kriminal-Leihbuch-Autoren, die auch in der Silber-Kriminal-Roman-Reihe erschienen sind. Einfach mal die Silber-Kriminal-Roman-Titelliste aufrufen und durchblättern …

© by Uwe Schnabel 2013

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