Märchenfilme aus den weltberühmten Prager Filmstudios

Märchenfilme aus Prag Mit drei Märchenfilmen aus den weltberühmten Prager Filmstudios Barrandov besetzt S.A.D. Home Entertainment nach der Augsburger Puppenkiste nun ein weiteres klassisches Kindersegment.

Es war einmal ein König (Prag, 1955)
Erstaunlich moderne Filmeffekte und herrliche Dialoge voller Sprachwitz prägen den Kinderfilm aus dem Jahr 1955, der nach der slowakischen Volkslegende „Salz ist wertvoller als Gold“ von Bozema Nemcova entstand. Ich der Erste, König über ein neun Steinwürfe breites Märchenland, begeht einen verhängnisvollen Fehler:


Er verstößt Maruska, die jüngste seiner drei Töchter, als diese ihre Liebe zu ihm mit ihrer Liebe zu Salz vergleicht.

Zusammen mit seiner Tochter verbannt er auch alle Salzvorräte aus seinem Königreich. Kein Wunder, dass die Untertanen die schmale und dazu noch salzlose Kost auf ihre Art quittieren: Sie verlassen in Scharen das Land.

Bis sich alles wieder zum Guten wendet, muss der König Intrigen seiner potenziellen Prinzen-Schwiegersöhne ertragen, die Klugheit seiner Tochter anerkennen und seinen Stolz hinter seine und die Bedürfnisse seiner Töchter und Untertanen stellen. Letztendlich kommt er zu der Erkenntnis, dass wahre Liebe viel wertvoller als alle Besitztümer ist.

Knüppel aus dem SackKnüppel aus dem Sack (Prag, 1955)
Der tschechische Märchenfilm aus dem Jahre 1955 ist eine Adaption des Grimmschen Märchens „Tischlein deck dich“.

Das in den berühmten Barrandov Studios gedrehte Märchen versetzt die Handlung in ein realistisches Umfeld.

Ein armer aber stets gut gelaunter Mann (gespielt von Ladislav Pesek, einem der bekanntesten tschechischen Schauspieler jener Zeit), versucht sich und seine Familie mit Musizieren und Tanzen über die Runden zu bringen.

Sein Leben erfährt eine ungeahnte Wendung, als ein Greis ihm plötzlich drei verzauberte Geschenke macht: ein Tuch, das von selbst den Tisch mit köstlichen Speisen deckt, einen Esel, der Geld hervorbringt, und einen Knüppel in einem Sack, dessen wahrer Wert sich erst gegen Ende der Geschichte wirklich offenbart.

Ein burlesker Märchenspaß, in dem zu guter Letzt die Lebenslust und Fröhlichkeit der armen Leute über Habgier und Missgunst der Reichen die Oberhand behält.

Der falsche PrinzDer falsche Prinz (Prag, Bulgarien, 1956)
Das 1826 von Wilhelm Hauff geschriebene Märchen erfuhr 1956 seine filmische Wiederauferstehung als heitere Verwechslungskomödie in dieser tschechoslowakischen – bulgarischen Koproduktion unter der Federführung der  Barrandov Studios . Der arme Schneider Labakan wollte schon immer hoch hinaus und nutzt kurzerhand die Begegnung mit dem Prinzen Omar um sich mithilfe eines Dolchs, dem einzigen Erkennungsmerkmal des Prinzen, dessen Identität zu erschleichen. 

Und um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen, diffamiert er den echten Prinzen als Betrüger. Doch das arglistige Täuschungsmanöver gelingt nicht vollkommen. Denn während der Sultan des Landes Labakan glaubt, erkennt die Sultanin instinktiv in Omar ihren lange verschollen geglaubten Sohn.

Um das Komplott aufzudecken, stellt sie den beiden schwierige Aufgaben. Der Kinderfilm, der sich perfekt für die ganze Familie eignet, wurde von dem bekannten tschechischen Regisseur Vaclav Krska gedreht.

Für die musikalische Umsetzung sorgte kein Geringerer als der tschechische Komponist und Musikwissenschaftler Jarmil Burghauser, der in den 1960er Jahren den harmonischen Serialismus prägte. Gerade diese Produktion zeigt die zentrale Bedeutung der Musik in den Märchenverfilmungen des berühmten Studios.

Die Filme der weltberühmten Barrandov Studios bestechen nicht nur durch ihre hochprofessionelle Machart. Die zahlreichen bekannten Schauspieler und Regisseure, die in den Filmen mitwirkten, berühmte Komponisten, die die Soundtracks erschufen, die unvergleichliche Ausstattung und der durchgehend originelle Wortwitz, mit der die Autoren die alten Märchen in die Neuzeit hievten, machen aus den Filmen kleine, zeitlose Kunstwerke, die auch heute noch nichts von ihrer Faszination verloren haben. 

Bilder: Cover Märchenfilme, s-a-d-entertainment.de


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