Verlagsgruppe Weltbild in Insolvenz

1Die Verlagsgruppe Weltbild, Deutschlands zweitgrößter Buchhändler,  hat am Freitag beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag gestellt.

Wesentlicher Auslöser des Insolvenzantrages sei der starke Umsatzrückgang der vergangenen Monate gewesen, teilte das Unternehmen mit.

Die Verlagsgruppe Weltbild gehört der deutschen römisch-katholischen Kirche.


Genauer gesagt den zwölf deutschen katholischen Diözesen (Augsburg, Aachen, Bamberg, Eichstätt, Fulda, Freiburg, München/Freising, Münster, Passau, Regensburg, Trier und Würzburg), dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin.

Laut dem HANDELSBLATT konnten sich Kirchenvertreter nicht auf eine weitere Finanzierung ihres defizitären Verlags verständigen. Betroffen sind 6300 Mitarbeiter.

Die Probleme der Verlagsgruppe Weltbild, die 2012 noch einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftet hat, scheinen hausgemacht zu sein. Grund hierfür ist die schleppende Umstellung auf ein neues Geschäftsmodell.

Die Augsburger arbeiten größtenteils wie ein Versandhaus. Sie verschicken Kataloge an ihre Kunden und warten dann auf deren Bestellungen. Der Prozess sei aufwendig und produziere Kosten, die reine Internethändler wie Amazon nicht haben.

Außerdem existieren noch rund 300 Weltbild-Geschäfte in Einkaufsstraßen, von denen viele laut dem HANDELSBLATT rote Zahlen schreiben.

Bild: Logo Verlagsgruppe Weltbild aus der Wikipedia

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