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... Werner J. Egli über Western, ›Subunternehmer‹ und Kopfgeldjäger mit Kind

Werner J. Egli... Werner J. Egli ...
... über Western, ›Subunternehmer‹ und Kopfgeldjäger mit Kind

Fragt man nach deutschen Star-Autoren des Western, so kommt die Antwort: Unger, Stammel (Ullman), Wilken, Grey (Kuegler) und ein paar andere. Manche werden dabei - aus diversen Gründen - dann sträflich übersehen.

Zumeist haben diese Autoren es nicht geschafft oder nicht gewollt, sich unter einem eigenem Pseudonym prominent zu platzieren.


Dietmar KueglerEiner davon ist Werner J. Egli, dessen »Delgado«-Romane gerade bei Blitz neu aufgelegt und fortgesetzt werden. Dabei muss man im Falle Egli feststellen, dass er wegen Haltung und Lebenseinstellung damit zufrieden war, Western zu schreiben und keinen Wert darauf legte, sich als Star unter den Westernautoren zu platzieren.

Immerhin hat Egli aber viel mit Stammel zu tun. Er hat unter den zwei bekanntesten Pseudonymen (Robert Ullman, R[obert] S. Field) dieses ebenso hervorragenden Autors wie auch der umstrittenen Figur Stammel geschrieben. Aber ich will nicht zu viel verraten ...


Zudem werden wir Werner Egli noch ein oder zweimal ins Gebet nehmen, weil er nicht nur einer der besten Westernautoren, sondern auch ein hoch interessanter Charakter ist.

Dietmar Kuegler bestätigte kürzlich in einem Facebook-Kommentar diese Einschätzung über Egli.

Der Mastermind der »Ronco«-Serie schrieb:

Deine Romane gehörten zum Besten, was die deutsche Western-Szene je hervorgebracht hat, lieber Werner. Ein Elend, daß sie nicht alle unter eigenem Pseudonym erschienen sind, sondern noch heute manchmal einem anderen Autor zugeschrieben werden. Als Insider wußte ich Bescheid und habe Deine Texte verschlungen. (...)
Als ich die Serien RONCO und LOBO betreut und gelegentlich auch für FARGO und SUNDANCE gearbeitet habe, habe ich kaum noch andere Western gelesen - zu wenig Zeit. Aber wenn ich einen Roman von Dir, lieber Werner, in die Finger kriegte, habe ich mir die Zeit immer genommen. Die Lektüre war jede Minute wert.

Und nun wollen wir diesem hervorragenden Western-Autor einmal auf den Zahn fühlen ...

Zauberspiegel: Werner J. Egli? Das klingt so gar nicht amerikanisch, sondern eher nach Schweizer Uhrmacher. Könntest Du Dich den Lesern des Zauberspiegel einmal vorstellen? Wer ist der Mann hinter dem Autor?

Werner J. Egli: Kurz: Geboren 1943 in Luzern, wahrscheinlich eine Reinkarnation eines Geschichtenerzählers, der im Mittelalter „on the road“ war. Obwohl ich Schweizer bin, wurde aus mir kein Uhrmacher, sondern vorerst ein Leser. Als Junge habe ich viel Sport getrieben, Fußball, Hockey, aber ich konnte mich auch stundenlang hinter einem Buch verkriechen. Für mich öffnete sich mit dem Aufschlagen eines Buches auch so etwas wie eine zweite Welt, die es mir ermöglichte, der Realität von Schule und Alltag zu entfliehen. Ich wollte mit Huck Finn zusammen sein, der Fährte eines Wolfes folgen und mich einer Bande von indianischen Kriegern anschließen, egal von welchem Stamm. Schriftsteller wie Karl May, Mark Twain und vor allem Jack London, waren für mich damals die ganz großen Erzähler. Als ich dann selbst zu schreiben begann, wurden sie zu meinen ersten Vorbildern. Das sind sie zum Teil bis heute geblieben.

Zauberspiegel: Du hast dreißig Jahre im Südwesten der USA gelebt? Prägt das den Autor? Was kann man da mitnehmen, wenn die Romane hundert Jahre davor spielen? Oder hat man zu Deiner Zeit noch echte Westmänner gefunden?
Werner J. Egli: Ich war zunächst in den Sechziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts zweieinhalb Jahre lang in einem VW Bus in Nordamerika „on the road“. Alaska, Kanada, USA, Mexiko, Guatemala. Um dieses fantastische Hippie-Leben mit meiner Freundin, der schönen Paula, und mit unserem Halbwolf „Dusty“ aus finanzieller Sicht zu überleben, begann ich damals „Groschenromane“ zu schreiben. Das ermöglichte es uns, so frei wie möglich zu sein. Die Befreiung von gesellschaftlichen und kommerziellen Zwängen bedeutete jungen Leuten von damals mehr als ein geregeltes Leben, wie es ihnen ihre Eltern vorlebten. Über unsere Abenteuer habe ich später meine autobiografische Road-Story „Heul doch den Mond an“ geschrieben. Dieses Buch ist 1978 erschienen und noch immer auf dem Markt, ein Klassiker. Die Wüste im Südwesten hat mich sehr geprägt. Nicht nur meine Art des Schreibens. Albert Camus hat einmal geschrieben, dass jeder Mann eine Wüste braucht, in die er sich zurückziehen kann und die ihm neue Energie gibt. Für die Apachen war der Platz, wo sie geboren wurden, von vorrangiger Bedeutung. Ich wurde zwar in der Schweiz geboren, aber mein Leben hat irgendwo in der Sonora Wüste begonnen.

Wo Chesterfield gehtZauberspiegel: Du hast als »Sub-Unternehmer« bzw. »Ghostwriter« bei Westernlegende H. J. Stammel begonnen, Westernromane zu schreiben. Wie ist es dazu gekommen? Hat er Dich ›entdeckt‹ oder wie ist das gelaufen?
Werner J. Egli: Entdeckt hat mich mein Deutschlehrer, Dr. Werner Lustenberger. Der hat mich dazu ermuntert, Geschichten zu schreiben. Die erste habe ich geschrieben, als ich dreizehn Jahre alt war. Damals starb einer meiner Großonkels, ein steinreicher Mann in Italien. Die Geschichte sollte „Der Geizkragen“ heißen, aber ich habe sie nie ganz zu Ende geschrieben. Später las ich ein „Leihbuch“ von H. J. Stammel (Robert Ullman) über Billy the Kid. In einen Brief habe ich ihn auf ein paar Ungereimtheiten aufmerksam gemacht. Ich erwartete nicht, dass er mir zurückschreiben würde, aber das hat er getan. Ich kann mich noch heute an einen seiner Sätze erinnern. „Kommen Sie uns im schönen Schwarzwald besuchen. Die Luft hier ist es wert, auf Flaschen gezogen zu werden.“ Ich habe ihn dann zusammen mit Steve Reeves, einem der damals großen amerikanischen Filmstars (Herkules) besucht, da dieser einen Western verfilmen wollte. Daraus ist eine langjährige Freundschaft entstanden, und auch eine produktive Partnerschaft.

Zauberspiegel: Du hast viele Romane Deiner 200 Romane als Robert Ullman oder R.S. Field (den in der Regel Stammel zugeordneten Pseudonymen) geschrieben, sowie unter verschiedenen anderen Pseudonymen (Jefferson Parker, Lee Roy Jordan und Glenn Patton). Hat das nicht dazu geführt, dass außerhalb der Insider die Qualitäten des Werner J. Egli nicht so recht bekannt wurden? Bedauerst Du das? Wäre es in Bezug auf Verdienst und Popularität nicht besser gewesen, auf ein oder zwei Pseudonyme zu setzen?
Werner J. Egli: Das hat sich alles einfach so ergeben. Für mich war es damals unwichtig, viel Geld zu verdienen. „Jupp“ Stammel ermöglichte es mir, meine Zeit nicht an geschäftliche Aufgaben zu verschwenden. Ich schrieb Western, weil ich diese Geschichten schreiben wollte. Außerdem beabsichtigten wir, Robert S. Field als mein eigenes Pseudonym zu lancieren, aber das haben wir nach kurzer Zeit aufgegeben, weil der Name Ullman bekannter war. Für mich ging das so in Ordnung.

Viva ChesterfieldZauberspiegel: Dietmar Kuegler hat kürzlich Elogen über eine Mini-Serie von Dir gesungen. Er sagte die »Chesterfield«-Romane seien von außergewöhnlicher Qualität. Als er den ersten der Romane gelesen hat, meinte er, dass dieser Roman von einem Ami geschrieben worden. Hart, lakonisch, direkt waren Worte mit denen er Deinen Stil beschrieb. Kannst Du uns diese Figur und Miniserie einmal vorstellen? Wieviele Romane umfasst diese Miniserie? Wie ist sie entstanden? Worum geht’s?
Werner J. Egli: Es geht um den Kopfgeldjäger T. T. Chesterfield, der mit seinem Sohn, T.T. Chesterfield jr. und dessen Grossmutter auf Verbrecherjagd ist. Zwischen Windeln wechseln und dem Zahnen seines Sohnes, den er auf einem Stück Rohhaut herumkauen lässt, geht T. T. Chesterfield seiner Arbeit nach und finanziert damit seinen Lebensunterhalt. So was Skurriles hatte man damals in „Western“ noch nicht gelesen. Da waren die meisten Männer wortkarge Einzelgänger, schon gar nicht ritten sie den „harten“ Trail eines Kopfgeldjägers mit einem Baby im Korb. Harry Rowohlt ist auf diesen Roman aufmerksam geworden und ich fuhr mit ihm nach Bochum zu Peter Zadek, der ihn auf die Bühne bringen wollte. Mir war das alles ein bisschen zu viel, und so wurde dieses Projekt dann auch fallen gelassen, während ich fünf oder sechs weitere Chesterfield-Romane schrieb.

Delgado der ApacheZauberspiegel: Bei Blitz erscheinen im Rahmen der Arizona-Legenden gerade deine Delgado-Romane. Da stehen ja Indianer, konkreter Apachen, im Mittelpunkt. Allerdings sind diese Texte nur bedingt für Leser der eher romantischen Winnetou-Romane und –Adaptionen. Könntest Du uns diese Romane auch einmal vorstellen?
Werner J. Egli: Das ist eine Reihe, die für mich heute so etwas wie mein eigenes Erbe ist. Ursprünglich habe ich eine Trilogie geschrieben, die beim Pabel Verlag als Taschenbücher veröffentlicht wurde. Es ging mir dabei darum, den Krieg um „Apacheria“ aus der Sicht eines jungen Apachen chronologisch darzustellen. Das wollte ich schon immer mal tun, obwohl dies ein sehr schwieriges Unterfangen ist. Ich glaube, es hat immer wieder Western Autoren gegeben, die das versucht haben, aber für mich blieben ihre Geschichten mehr oder weniger romantische Märchen. Für mich war es wichtig, den Kampf der Apachen als einen grausamen Überlebenskampf darzustellen. Ich wollte die Angst dieser Menschen aufzeigen, die sich ihres Untergangs Tag und Nacht bewusst waren, weil sie jeden Tag gegen einen übermächtigen Feind mit seinen „Monstersoldaten“ zu kämpfen hatte. Die Kriege von heute unterscheiden sich kaum von den Indianerkriegen der damaligen Zeit, nur ist inzwischen die ganze Welt zu „Apacheria“ geworden. Die Delgado-Bände beim BLITZ-Verlag sind in diesem Sinn nicht nur historisch genau recherchierte Western- oder Indianerromane, sondern Spiegel der Menschheitsgeschichte bis in die heutige Zeit.

Zauberspiegel: Für Blitz schreibst Du gerade einen neuen Delgado-Roman. Jetzt hast Du lange keinen Western mehr geschrieben. Wie kommst Du rein in den Stoff? Geht das Schreiben von Western noch so leicht von der Hand?
Werner J. Egli: Ich lebte dreißig Jahre in Arizona und habe noch eine Bleibe mitten in der „Apacheria“, in Tucson. Das Land der Apachen war für all die Jahre sozusagen meine Spielwiese. Wenn ich dort bin, und das bin ich jedes Jahr, fällt es mir leicht, mich nicht zu verirren. Im Moment schreibe ich am 5. Band der Delgado Reihe. Es ist eine unglaubliche Geschichte, der die Legenden, die sich um einige Kriegerinnen der Chiricahua Apachen ranken, zu Grunde liegen. Momentan bin ich mit einer jungen schönen Frau der Chokonen Chiricahua Apachen im Tal des Rio Santa Cruz unterwegs, zwischen Tucson und Tubac, etwa ein Monat vor dem Camp Grant Massaker. Von den Mexikanern wird die Frau "La Vengadora" genannt. Wer sie berührt, stirbt ...

Delgado der Apache - Gib mein Herz den FalkenZauberspiegel: Wie siehst Du das Genre Western in der heutigen Zeit. Als Genre ist er längst nicht mehr so bedeutend wie in den ersten zweieinhalb Nachkriegsjahrzehnten. Im Kino und TV kommt gelegentlich noch mal was, im Heft gibt es überwiegend Nachdrucke, Western sind in Deutschland im Taschenbuch auch fast völlig verschwunden. Im eBook findet man auch viele Nachdrucke. Tarantinos Django Unchained war sehr erfolgreich, aber ich glaube das war eher Tarantino als dem Western geschuldet. Glaubst Du, der Western könnte sich noch mal erholen? Oder verschwindet er gänzlich im Bereich des Special Interest?
Werner J. Egli: Wenn „Western“ von Leuten wie Tarantino geschrieben werden, wird es immer „Fans“ geben. Einer meiner Freunde ist Michael Blake, der das Screen Play für „Der mit dem Wolf tanzt“ geschrieben hat, ein kommerziell starker Film, der heute fürs breite Publikum in der Versenkung verschwunden ist. Autoren versuchen oft, aus dem „Western“ etwas anderes zu machen, mehr Sex, mehr Fantasy, mehr Horror, mehr Nonsens. So gesehen gibt es das Genre Western, so wie es einmal verstanden wurde, kaum mehr. Ich bin überzeugt, dass das alles jedoch überhaupt nicht nötig ist, schon gar nicht, um kommerziell erfolgreich zu sein. Der Western ist Zeitgeschichte. Man kann diese zwar immer wieder neu erfinden, darüber diskutieren, ob das „gut“ oder „schlecht“ ist, bringt aber letztlich gar nichts. Die Geschichte des „Wilden Westens“, mit all seinen Legenden und Mythen, mit seinen inzwischen verschwommenen Wahrheiten, wird mich hoffentlich bis zum Tag faszinieren, an dem ich auf meinem alten Gaul das Ende des Regenbogens erreicht habe. Vorher lege ich die Feder nicht zur Seite.

Zauberspiegel: Wie muss für Dich ein guter Western als Film und/oder als Buch sein? Reicht Historische Faktentreue und muss/soll er vielmehr Geist und Mythos ebenfalls einfangen? Kurzum: Wie sieht der Modellwestern für Dich aus?
Werner J. Egli: Für mich gibt es den nicht. Ich weiß, dass Frank Gruber einmal gesagt hat, dass es nur gerade mal sieben "Western-Themen" gibt, die für alle je geschriebenen Western herhalten müssen. Das mag stimmen, ist aber für mich trotzdem irrelevant. Jede Geschichte ist eine andere. Deshalb gibt es den Modellwestern zum Glück nicht. Manchmal den Themen zum Trotz, muss eine Geschichte halt authentisch rüberkommen, nicht nur das Label "Authentic Western" tragen. Es gibt zu viele Autoren, die zwar wissen, was ein Houlihan ist, diesen Lassowurf aber noch nie ausgeführt haben und so das Gefühl dafür eben nicht kennen. In meinen ersten Jahren in Tucson hatte ich Pferde und Rinder. Meine Freunde waren Cowboys wie Rick Dailey oder Bob Hatting, der heute in Panama lebt und ein paar "Western" geschrieben hat. Mit den Ureinwohnern, den "Indianern" ist das alles noch viel schwieriger. Ich rede hier nicht von irgendwelchen heutigen "Schamanen", die unsere Seele in einer Schwitzhütte vom Makel, ein Bleichgesicht zu sein, befreien wollen. Das mag esoterisch gesehen sogar Sinn machen, aber die Realität ist eben eine andere. Ich habe viel Zeit bei den White Mountains verbracht, aber auch in Fort Sill, Oklahoma, wo Geronimo und Quanah Parker begraben liegen, auch bei den Hopi in ihren Mesa Dörfern und in Montana bei den Cheyenne und Crow. Meine alten Freunde wie Tom C. Talayesva und Myron Polequaptewa sind inzwischen beide gestorben, und auch Tom Parker, der letzte von Quanah Parkers Söhnen, weilt nicht mehr unter uns. Mich haben sie zu Lebzeiten mit ihrem Land und ihrem Leben so vertraut gemacht, dass wir zu Brüdern wurden. Ihnen kann ich es verdanken, dass mir unter meinem Namen Romane wie "Im Sommer als der Büffel starb" oder "Als die Feuer erloschen", oder die Jugendbücher "Das Regenpferd" und "Der Adller und sein Fänger" geglückt sind. Wer diese Bücher gelesen hat, weiß, wovon ich spreche. Das gilt auch für die neue "Delgado"-Reihe. Sie sind nicht nach irgendeinem Rezept geschrieben, sondern aus einer realen Verbundenheit zum Land und zu den Menschen, die ich dort angetroffen habe. Das macht ihre Authentizität aus und ist vielleicht das, was meine Leser am meisten zu schätzen wissen. Das ist für mich schon immer Lohn genug gewesen, die Achtung und den Respekt anderer Autoren, meiner Freunde und allen, denen ich auf meinen vielen Wegen kreuz und quer durch mein Leben begegnet bin.

Kommentare  

#16 Grubert 2016-04-23 14:14
Zitat:
"Immerhin hat Egli aber viel mit Stammel zu tun. Er hat unter den zwei bekanntesten Pseudonymen (Robert Ullman, R[obert] S. Field) dieses ebenso hervorragenden Autors wie auch der umstrittenen Figur Stammel geschrieben."

Das ist so nicht ganz richtig. Tatsächlich war Field das ursprünglich Pseudonym das Egli verwendete als er im Jahr 1966 anfing Romanhefte und Taschenbücher zu veröffentlichen. Dabei wurde er wohl von Stammel unterstützt bzw gefördert, so daß dann Bastei oder Mülbüsch auf die Idee kam Eglis Romane einfach unter Ullman zu bringen, denn Stammel hatte Anfang 1967 aufgehört Western zu schreiben.
Und schon 2 Monate nach Stammels letztem (oder vorerst letztem) Western erschien bei Mülbüsch der 1. Egli unter Ullman. In der Folgezeit ist dann auch das Field Pseudonym für die Nachdrucke älterer Ullmänner verwendet worden, so daß auch etliche Stammel Werke darunter erschienen. Trotzdem war es eigentlich ein Egli Pseudonym.

Im Moewig Verlag sind übrigens in 1969 auch mal 3 Heftromane erschienen die eindeutig weder von Stammel noch von Egli waren. Keine Ahnung wie das passiert ist.
#17 Andreas Decker 2016-04-23 15:43
zitiere Grubert:

Im Moewig Verlag sind übrigens in 1969 auch mal 3 Heftromane erschienen die eindeutig weder von Stammel noch von Egli waren. Keine Ahnung wie das passiert ist.


Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Undurchschaubarkeit und Gleichgültigkeit gerade auf dem Westernsektor von Verlagsseite mit Pseudonymen gearbeitet wurde. Seltsam.
#18 Grubert 2016-04-24 10:54
Bei Stammel wäre es aber auch möglich gewesen daß das mit seiner Einwilligung geschehen ist.
#19 Feldese 2017-04-13 08:18
Es wäre wirklich klasse, wenn jemand eine ROBERT-ULLMAN-Bibliografie hätte und in den zauberspiegel stellen könnte.
Am schönsten natürlich differenziert nach Stammel- und Egli-Romanen. (Oder zumindest mit Ersterscheinungsjahreszahlen versehen, das wäre bei der Einstufung ja auch hilfreich.)
Bis Anfang der 2000er hieß es ja meist, Ullman sei das Pseudonym von Stammel, an dem er auch (ein paar) andere hat mitschreiben lassen. Tatsächlich war es "klar", als Stammel seine Sachbücher veröffentlichte, das ist doch der, der Western unter dem Namen Ullman schreibt...
Nun heißt es, Ullman sei eigentlich ein Gemeinschaftsname für Stammel und Egli gewesen, beide hätten ungefähr die gleiche Anzahl Romane beigesteuert, Egli evtl. sogar mehr.
Und dann gibt es noch weitere Ullmann-Schreiber, von denen zumindest drei Romane stammen.
Wäre wirklich schön, wenn jemand mit einer Auflistung etwas Licht ins Dunkel bringen könnte.
Vielleicht Max?
#20 Feldese 2017-09-16 21:58
Der user echnamoc hat jetzt eine Robert-Ullman-Bibliografie als "work in progress" im Bastei-Forum veröffentlicht. Mit der ausdrücklichen Bitte um weitere Hinweise, auch da davon auszugehen ist, dass einige der Titel noch immer die selben Werke betreffen. (An anderer Stelle war ja mal die Rede von "nur" 242 Ullman-Werken.)

www.bastei.de/forum/thread.html?bwthreadid=4672&bwpage=51

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