Magazin für Amerikanistik 2/2017 in der Druckerei

Magazin für Amerikanistik 17/02Noch vor Antritt meiner nächsten USA-Tour Ende nächster Woche habe ich die Druckdatei der MAGAZIN-Ausgabe Nr. 2 / 2017 an die Druckerei Döring geschickt.

Herzlichen Dank für das ungemein positive, ja teilweise enthusiastische Echo auf die neue Gestaltung des Heftes.

Nach über 40 Jahren war das „Facelifting“ durchaus angebracht.


Auch das Heft, das jetzt in die Produktion geht, wird wieder eine breite Mischung an Beiträgen bringen:

  • Mein Freund William Gwaltney (aus dem Direktorium des US-Nationalpark-Service) hat mir wieder die Übersetzungsrechte für einen seiner Artikel übertragen:
  • SCHWARZE TRAPPER – Der Pelzhandel war ein internationales Geschäft, und in der Welt der Trapper und in den Pelzhandelsposten des amerikanischen Westens waren Menschen aller Herren Länder und aller Ethnien anzutreffen, sowie Vertreter fast aller indianischen Nationen. Bill Gwaltney hat sich hier auf die schwarzen Mountain Men konzentriert. Der vielleicht bekannteste von ihnen war Jim Beckwourth.
  • Dr. Veronika Ederer stellt mit ihrem Artikel THE LAND OF PLENTY den 1. Teil einer Serie von Berichten über die Mescalero-Apachen vor, die sie in den letzten Jahren immer wieder besucht hat.
  • Ich schließe meinen biographischen Artikel über den bedeutenden Fotografen W. H. Jackson (ENTDECKER MIT DER KAMERA) ab.
  • Professsor Dr. Gerhard Sollbach hat sich DAS DAMPFSCHIFF IM MITTLEREN WESTEN IM 19. JAHRHUNDERT vorgenommen.
  • In einem weiteren Artikel beschäftige ich mich mit den HELDEN VOM SAND CREEK.
    Das grauenvolle Massaker an einem friedlichen Cheyenne-Dorf im November 1864 gehört zu den schlimmsten Ereignissen in der Geschichte der Indianerkriege. Es wäre aber vermutlich nie ans Licht gekommen, wenn es nicht 2 mutige junge Offiziere gegeben hätte, die sich während des Angriffs auf Black Kettles Dorf weigerten, ihren Kompanien den Schießbefehl zu geben. Sie ließen sich nicht von den Drohungen Colonel Chivingtons, sie aufzuhängen, einschüchtern. Und sie schrieben danach ausführliche Berichte an ihre Vorgesetzten und das Departmentskommando der Armee.
    Diese Männer, Lieutenant CRAMER, vor allem aber Captain SILAS SOULE, brachten Ermittlungen der Regierung und der Armee ins Rollen, die u. a. zur Amtsenthebung des Gouverneurs von Colorado führten. Zum ersten (und zum einzigen) Mal in der Geschichte der Indianerkriege entschuldigten sich Regierung und Armee und ordneten Entschädigungszahlungen an die Familien der Opfer an.
    Silas Soule bezahlte seinen Mut mit dem Leben: Kurz nach seiner Aussage vor dem Untersuchungsausschuß wurde er auf offener Straße in Denver umgebracht. Dieser Platz, der heute mit einer Gedenktafel markiert ist, und sein Grab sind jährlich Stationen auf dem Gedenklauf der Cheyenne, der jeden November stattfindet. Die Cheyenne bewahren die Erinnerung an diesen tapferen Offizier, der sein Gewissen über einen mörderischen Befehl stellte. In einer Erklärung vor der Presse sagte der Sprecher der Opfervereinigung der Cheyenne: „Ohne Captain Soule und Lieutenant Cramer wäre diese Schandtat wahrscheinlich nicht bekannt geworden und viele von uns, die wir heute vom Mord an unseren Vorfahren reden können, wären vermutlich gar nicht da.“
  • - Desweiteren bietet das neue Heft einen „Offenen Brief über die neue Karl May Verfilmung“ von der Ethnologin Dr. Veronika Ederer, sowie einen großen Bericht über 25 JAHRE INDIANERMUSEUM und über die Sonderausstellung „BISON, BÜFFEL, BUFFALO“ des NONAM in Zürich. Nachrichten und Buchbesprechungen gibt es natürlich auch.
  •  In meinem Editorial befasse ich mich mit der Geschichte der Afro-Amerikaner, an deren Erbe im letzten Februar in den USA gedacht wurde.

Das Titelfoto habe ich 2016 in Fort Union, North Dakota, aufgenommen. Es zeigt den jungen Nationalpark Ranger SAWYER FLYNN, der in leidenschaftlicher, meisterlicher Weise den Post Trader darstellt und ein Musterbeispiel für die Kompetenz und Hingabe der amerikanischen Nationalpark-Ranger an einem historischen Platz ist.

Offizieller Erscheinungstermin des Heftes ist Mitte Juni. Zu dieser Zeit befinde ich mich noch immer in den USA. Organisatorisch ist aber alles vorbereitet, damit die Auslieferung durch die Buchbinderei BLUME in Salzgitter pünktlich erfolgen kann.

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