BEN HUR - Remake

1Nun ist es offiziell. Es wird ein BEN HUR-Remake geben, dass am 26. Februar 2016 in die Kinos kommen soll.

Die Regie in BEN HUR wird Timur Bekmambetov übernehmen. Das Drehbuch werden die beiden Autoren Keith Clarke und John Ridley verfassen.

Wie bereits der oscarprämierte Klassiker mit Charlton Heston, soll auch das Remake zu BEN HUR  auf dem gleichnamigen Roman von Lew Wallace basieren.


Im Gegensatz zum Film aus dem Jahre 1959,  soll sich die Geschichte des Remakes aber mehr auf die Begegnungen von Judah Ben Hur und Jesus Christus konzentrieren.

Dazu passt auch, dass mit Mark Burnett und Roma Downey zwei Produzenten an Bord gekommen sind, die sich mit Bibel-Stoffen auskennen. Denn beide waren an SON OF GOD und an der TV-Serie DIE BIBEL beteiligt.

Bild: Timur Bekmambetov aus der Wikipedia

Kommentare  

#1 Friedhelm 2014-05-01 15:20
Und schon wieder eines dieser sinnlosen Versuche, ein Original, das eigentlich nicht zu toppen ist, einer notwendigen, zeitgemäßeren Neuauflage zu opfern.

Schon klar, worum es geht - "schneller,höher,weiter" - wohlmöglich mit digital getrickstem Wagenrennen,gelle?

Totaler Blödsinn, der wieder einmal auf die abgespacten Sehgewohnheiten der Youngsters zielen soll.

Ich schau mir lieber das besagte Original an
#2 Heinz Mohlberg 2014-05-01 19:30
Wenn man hier schon vor >Original< redet, sollte man nicht vergessen, dass die wohl bedeutendste Verfilmung von 1925 stammt - da trieft das Pathos wenigstens nicht so sehr.
Von der Charlton Heston Version ist nur das Wagenrennen und die Seeschlacht zu ertragen - ansonsten ist der Film unsäglich.
#3 Friedhelm 2014-05-01 21:17
Okay,stimmt natürlich - der Heston-Film war bereits die 2. Verfilmung und liefert reichlich Pathos - aber ich finde das gar nicht so schlimm - passt ja auch zur Thematik...

Und zur Entstehungszeit waren pathetische Stoffe halt auch Publikumsrenner...

Also, ehrlich, ich habe bei dem Streifen, während einer Wiederaufführung in den späten Siebzigern, durchaus ein paar Tränen weggedrückt. Auch das finde ich nicht unbedingt so schlimm.


Die Stummmfilmfassung/1925 habe ich irgendwann restauriert im ZDF gesehen
#4 Lefti 2014-05-02 10:34
:zzz :zzz :zzz
Also, ich freu' mich, dass dieser Schinken neu verfilmt wieder in die Kinos kommt!
Jawoll! - Denn so spare ich mir wieder eine Menge Kinogeld! :P
Ich weiß nicht, ob es heute noch legitim ist, den 1925er-Film als Original zu bezeichnen, immerhin stammt er aus einer anderen Ära. Bedeutend ist dieser Film längst nicht mehr; spätestens seit 1959 nicht mehr.
Ich meine, wenn jemand vom Film 'Metropolis' spricht, dann ist Fritz Langes Film von 1927 gemeint (nun ja, es gibt ja bis dato auch keine Neuverfilmung :sigh: ). Spricht man jedoch von 'Ben Hur', dann ist der Film von 1959 mit Heston Charles gemeint.
Nichts desto Trotz werde ich ersteinmal mein Kinogeld sparen...!
:zzz :zzz :zzz
#5 Alter Hahn 2014-05-02 11:34
Der literarischen Vorlage von Ben-Hur ist wohl der Stummfilm am nächsten gekommen - auch wenn es hier schon Änderungen gab. Aber die waren, vor allem was die Hintergründe mit Simonides und seiner Tochter Esther anging - oder auch Balthassar und seiner Tochter, nicht so gravierend wie im Film mit Charlton Heston. Hier ist, was Simonides und seinen Diener Malluch angeht, völlig Entstellung wohl das richtige Wort.

Doch es waren ja die Zeiten, wo vermutlich Produzenten und Drehbuchschreiber die Originale bestenfalls quer gelesen haben um sich dann "seblst zu verwirklichen" oder den Stoff so abzufassen, wie er nach Meinung der "Experten in den Produktionen" am Besten beim Zuschauer ankommt.

Wer einmal wissen will, wie man einen solchen Stoff werksgetreu verfilmen kann, der sollte sich die auf DVD erschienene polnische Version von "Quo Vadis" ansehen - wo teilweise sogar die Dialoge stimmen und Nero aussieht, wie auf seinen Büsten - und auch ganz passabel singen kann - kein "Oh lodernd Feuer" - Gejaule. Sogar die Figur des Petronius entspricht hier mehr dem Buch, obwohl Leo Genn ihn auch sehr gut darstellt. Und - in dieem Film gibt es mal eine "richtige Lygia". Wie die Arena-Szenen gemacht wurden , das kann ich mir nur erklären, dass die Löwen entzahnt und entkralt sind - den die Angriffe der Löwen auf die Christen sind wirklich echt. Die Stunt-Leute in der Arena sind voll angeprungen worden - ich kenne Löwen und weiß, wann sie ernst machen. Ansehen - wer das Buch gelesen hat.

Als Jusah ben Hur ist Charlton Heston eigentlich richtig - zumal er Jude war - aber die Frisur passt nicht zu einem Juden der damaligen Zeit. Die einzige richtig besetzte Figur war m.E. die des Quintus Arrius - Mit einschränkung Stephen Boyd als Messala.

Ansonsten hat dieser hochgelobte Film wenig mit dem Buch zu tun - ist aber immer noch besser als die TV-Produktion vor eingen Jahren, die wirklich nach meinem Geschmack "unter aller Sau war". Vermutlich war sie von der Produktion her auf den heutigen Publikumsgeschmack ausgerichtet - d.h. vergesst das Original, versucht, die andesprochene Problem zu verinnerlichen (hier der Gegensatz Judah und Messala)und kümmert euch nicht drum, das der Film mehr als langweilig ist. Ich habe diesen TV-Film nur einmal gesehen - für mich war das schon eine reine Zumutung.

Eine Neuverfilmung mit dem inneren Zusammenhang Judah ben Hur und Jesus von Nazareth würde den Kernpunkt des Romans von General Wallace treffen - und damit wieder zu der Stummfilmfassung zurück gehen.

Übrigens - Cineasten wissen das - das Wagenrennen zu filmen hat in der 1959er Fassung Wochen gedauert. In der Stummfilm-Fassung war es von den Renn-Szenen her an einem einzigen Tag erledigt.

Wie kam das?

Man hatte einge Stunt-Men mit der Quadriga trainieren lassen, die sollten das Rennen fahren. Die ganze damalige Hollywood_Prominenz war geladen, bekam Römer-Kostüme und saß mit in den Logen - wer sich auskennt, findet viele bekannte Gesichter der Stummfilmzeit darunter.

Ja - dann das Rennen. Die Lenker wussten natürlich, wie gefährlich so ein Rennen war - hatten vielleicht diese Passage sogar im Buch gelesen. Und weil sie eben nur ihr normales Honorar bekamen, ließen sie ihre Pferde zwar brav galoppieren - aber es wurde eben kein rasantes Rennen draus,weil alle auf Sicherheit gingen.

Dann nahm der Regisseur das Megephon und rief "5.000 Dollar dem, der das Rennen gewinnt!" Das war damals ein kleines Vermögen - und das Rennen begann richtig.Dan wurden die Zügel geschwngen, die Peitschen knallten - und dann wurde es ein wirkliches Rennen, was da gefilmt werden konnte. Alle in diesem Fall zu sehenden Unfälle sind real - in einem Fall soll sogar ein Regie-Assistent im Staubmantel zu sehen sein, der einem Fahrer aus dem zusammengebrochenen Wagen helfen will, währen die Pferde mit der zerbrochenen Deichsel längst weg sind - aber die nächsten Wagen schon wieder kommen. Ich habe die Stummfilm - Fassung auf DVD (deswegen musste ich mir "Ben-Hur" noch mal in einer Spezial-Edition kaufen) - aber diesen Mann im Staubmantel nicht gesehen. Wer das Rennen gewonnen hat weiß ich nicht -aber es ist nicht weniger dramatisch als das mit Charlton Heston. Und - William Wyler, der spätere Regisseur der 59er Fassung, war bei diesem Rennen einer der Regie-Assistenten.
#6 Laurin 2014-05-02 12:44
Wenn es an die Kinokassen gehen soll, kommt man an einer Neuverfilmung nicht vorbei. Die Vorgänger z.B. mit C. Heston kann man Heute nur noch via Fernsehen verbraten. Ins Kino lockt man damit nur noch die Rentnergang. Vom Stummfilm will ich da gar nicht erst reden.
Die Frage ist aber eher, ob die Welt noch eine Ben-Hur Verfilmung braucht. Sowas mag ja noch ein paar bibeltreue US-Gucker hinterm Ofen herholen, aber ob sowas hier nochmal einschlägt im Kino? Gut, wenn sie ihn mit genug Blut und Sex anreichern wie die Spartakus-Serie, dann vielleicht. Wird er aber sowas wie die Neuversion von der Arche mit dem Noah, dann habe ich da meine Zweifel ob es ein Kino-Hit des Jahres wird.
#7 Lefti 2014-05-02 13:11
Das Wagenrennen der 1927er-Fassung finde ich sogar noch einen erheblichen Zacken schäfer und härter, als die 1959er-Version.
Und es wäre vermutlich fraglich gewesen, ob es damals einer neuen Fassung bedürft hätte, wenn Ben Hur kein Stummfilm gewesen wäre.
zitiere Laurin:
Die Frage ist aber eher, ob die Welt noch eine Ben-Hur Verfilmung braucht.

Es wiederholt sich alles. Vor ein paar Jahren waren die Katastrophen- und Zerstörungsfilme dran, jetzt sind es wieder die Sandalen-Filme.
#8 Heiko Langhans 2014-05-02 17:24
Roma Downey ist m.E. auch die Hauptdarstellerin der Serie "Touched by an Angel" gewesen, einem unglaublich süßlichen und oft schon ans Fundamentalistische grenzenden Engel-auf-Erden-Schmonz.

Der erstarkenden "christlichen" Rechten wird´s gefallen.
#9 Friedhelm 2014-05-02 21:28
Ich mag den Heston-Film trotzdem - aber eine Neuverfilmung braucht in der Tat kein Mensch...

Aber is klar... geht halt um die Kohle...
#10 Valerius 2014-05-03 22:06
Das der Charlton Heston-Film nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgen allein schon die Privaten in Deutschland. Da läuft BEN HUR und DIE ZEHN GEBOTE doch mindestens zweimal im Jahr in Programm.
Dort lief zu Ostern BEN HUR in einer der Privaten.

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